Das Kreuz mit dem Fernstudium

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Grübel-Blockade

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Colibri

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Im Moment läuft es irgendwie nicht so richtig rund. Ich konnte beim Abi zwar endlich mal wieder eine ESA abschicken (Geschichte) aber irgendwie ist das alles im moment nicht zufriedenstellend.

Am Mittwoch geht mein zweites Modul der Fortbildung REWE 2 mit einer Klausur zuende. Bis auf ein paar kleine Stolpersteine mache ich mir da eigentlich wenig Gedanken. Das Modul hat mir auch sehr viel Spaß gemacht, vor allem die Lohn- und Gehaltsbuchhaltung hat mich eigentlich nur darin bestärkt, später doch etwas im Personalbereich zu machen. Womit wir wieder bei den seit 2 Monaten bestehenden Grübeleien wären. Ich hatte wie auch mamawuschel bereits das Angebot der IUBH gesehen und gegrübelt. Ich habs dann aber erstmal wieder verworfen. Und was macht sie???? Erinnert mich wieder daran :lol: Allerdings hab ich da doch ziemlichen Respekt vor Mathe so ohne Abi.

Im Moment bin ich echt am Überlegen. Einerseits hätte ich gerne das Abi in der Tasche, aber gerade die zweite Fremdsprache raubt mir den letzten Nerv. Alle anderen Fächer gehen mir ja ganz gut von der Hand. Selbst Mathe geht irgendwie. Dann war die Überlegung zur Fh-Reife zu switchen und zu versuchen bereits eingesendete ESA's anrechnen zu lassen. Vielleicht war das Ziel Abi doch zu hoch gesteckt, aber im Moment bin ich ein wenig ratlos und das bremst mich aus. :sneaky2:


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8 Kommentare


Ganz sicher keine leichte Entscheidung, aber die Alternative FH-Reife und Studium ist es wert, darüber ernsthaft nachzudenken. Das mit der zweiten Fremdsprache kann ich sehr gut nachvollziehen - ich glaube fast, ich investiere so viel Zeit in Spanisch und Englisch wie du für das gesamte Abitur :rolleyes: Mathematik ist auch nicht ganz ohne, aus meiner Sicht jedoch im Bereich des Machbaren.

Und dann ist da ja noch der monetäre Aspekt ... und der zeitliche Horizont ... hmhmhm ... da gilt es abzuwägen und Prioritäten zu setzen. Ich drücke dir die Daumen, dass du zu einer für dich guten Lösung kommst.

Das hat dir jetzt eine Dipl.-Volkswirtin ohne Abitur geschrieben. :blushing: Habe nach dem Telekolleg mit FH-Reife und Brückenkursen Wirtschaftswissenschaften in Hagen studiert und mich hat in den vergangenen zwanzig Jahren kein Mensch nach dem Abitur gefragt. :)

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Also Mathe ohne Abi ist möglich, zumindest im BWL-Bereich.

Hast du eine Ausbildung? bzw. könntest du auch ganz ohne das Fernabi/Fachabi studieren?

Da gibts ja mittlerweile ganz viele Möglichkeiten.

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Hallo Lisa,

ich habe eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation gemacht und wenn ich das bei der IUBH richtig verstehe, könnte ich somit auch ohne (Fach-)Abi studieren. Auch auf die Zeit der Berufstätigkeit komme ich locker. Vor meinem Umzug war ich 11 Jahre berufstätig. Jetzt nach meinem Umzug bin ich leider momentan arbeitslos und mache eine Weiterbildung über die Agentur im Bereich Rechnungswesen.

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Hallo Colibri,

also wenn dein voranginges Ziel nicht ist, unbedingt Abitur zu machen, sondern zu studieren,

dann aber los, auf ins Studium! Lieber mal in Mathe für deine konkrete dann vorliegenden Klausurstoff Nachhilfe nehmen, als sich noch länger mühsam durchs Abi zu schleppen. (So habs ich gemacht.)

(Hast du Berufserfahrung im Personalbereich? Dann könntest zwischendrin den Personalfachkaufmann "reinschieben", der ist schnell rum, in 13 Vollzeittagen bzw. 1/2 Jahr, und mit dem kfm. "Meisterbrief" kannst sogar fast an jeder Uni studieren, wenn dir eine FH nicht "ausreichen" würde :-))

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Markus Jung

Geschrieben

Eigentlich würde ich auch eher dazu tendieren dir zu raten, gleich ins akademische Studium zu gehen, wenn das möglich ist.

Hängen geblieben bin ich etwa an folgendem Satzteil:

Vielleicht war das Ziel Abi doch zu hoch gesteckt

Ich denke, es wäre problematisch jetzt das Fernabi abzubrechen, weil du denkst, dass es an der Hochschule leichter sein wird. Das wird nicht der Fall sein, auch wenn du dort natürlich deine Probleme mit der zweiten Fremdsprache umgehen kannst. Aber dafür wird es vermutlich andere Fächer geben, mit denen du dich schwer tun wirst.

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Ich denke, es wäre problematisch jetzt das Fernabi abzubrechen, weil du denkst, dass es an der Hochschule leichter sein wird. Das wird nicht der Fall sein, auch wenn du dort natürlich deine Probleme mit der zweiten Fremdsprache umgehen kannst. Aber dafür wird es vermutlich andere Fächer geben, mit denen du dich schwer tun wirst.

Aber wenn doch das Ziel war/ist, später zu studieren? Dann würde ichs doch jetzt endlich versuchen.

Denn sich nochmal Jahre durchs (Fach)abitur zu quälen, ohne endlich zu wissen, ob ein Studium für dich machbar wäre, find ich nicht besonders sinnvoll.

Von Abitur selbst kannst dir ja nix kaufen, ist ja keine berufliche Ausbildung, sondern mal ganz kurz gehalten: Nur ein Eintrittsschein fürs Studium, aber wenn du den auf andere Art und Weise eh schon in der Tasche hast?

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Ich denke, es wäre problematisch jetzt das Fernabi abzubrechen, weil du denkst, dass es an der Hochschule leichter sein wird. Das wird nicht der Fall sein, auch wenn du dort natürlich deine Probleme mit der zweiten Fremdsprache umgehen kannst. Aber dafür wird es vermutlich andere Fächer geben, mit denen du dich schwer tun wirst.

Das will ich ja gar nicht bestreiten. Sicher werde ich auch im Studium an Themen hängen bleiben. Ich denke das wird vor allem in Mathe sein, aber Mathe ist ein Fach, das ich mir durchaus zutraue auch wenn es nicht immer einfach ist. Sprachen waren eben noch nie wirklich mein Ding. Ich versteh Englisch und konnte mich auch in London irgendwie verständigen, also dafür reicht es dann doch :blushing:

Ich habe heute auch mal mit einem ehemaligen Kollegen geschrieben, der seine FH-Reife gemacht hat und jetzt BWL studiert. Er meinte die FH-Reife hätte ihm bei Mathe auch nicht wirklich geholfen und er musste sich durchboxen.

So ganz entschieden habe ich mich noch nicht. Die Pro-/Contra-Liste ist aber schon angefangen. ;)

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Markus Jung

Geschrieben

Mathe ist ja ein Thema, wo sich viele mit rum schlagen müssen. Vorteil ist aber, dass es hier möglich ist, mit viel Fleiß etwas zu erreichen. So ging es mir (trotz Abi...) in meinem Fernstudium auch. Mathe war neben der Diplomarbeit der größte Zeitfresser im Studium überhaupt, aber ich habe es geschafft.

Wenn du das Studium packst, fragt nach dem fehlenden Abi vermutlich hinterher kein Mensch mehr und dieser Weg der Duchlässigkeit wird ja immer mehr gefördert und daher auch akzeptiert.

Ich bin gespannt, was bei deiner Pro-/Contra-Liste herauskommt. Ergänzend würde ich dir auch empfehlen, auf dein Bauch-Gefühl zu hören. Das ist manchmal stärker, als alle sachlichen Argumente zusammen.

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      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!