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Aus dem Leben einer Fernstudentin

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6 Monate danach - ein Review

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HannoverKathrin

285 Aufrufe

Tja, es ist viel Zeit vergangen. Ich denke, ich gebe nochmal einen kurzen, zusammenfassenden Rückblick der letzten Highlights:

Am 26.09.2012 habe ich meine Bachelorarbeit abgegeben und bin somit nun quasi seit 6 Monaten fernstudienfrei. Zum 31.01.2013 bin ich zwar exmatrikuliert worden, aber meine Rechnung der Zeit „ohne Fernstudium“ nimmt ganz klar den September als Ausgangspunkt. Mein letzter Blogeintrag ist vom 23.01. und somit auch schon ziemlich lange her. Die letzten Wochen habe ich oft an einen Blogeintrag gedacht, habe es aber immer auf das 6-monatige Jubiläum geschoben. Mit dem langen Osterwochenende ist das auch ein sehr passender Zeitraum zum Schreiben.

Das Studium ist soweit komplett aus meinen Gedanken verschwunden. Naja, gelegentlich denke ich daran, dass ich nun viel Zeit habe, aber ich habe nie Sehnsuchtsgedanken in der Form, dass ich mir das Studium zurück wünsche oder so. Das Thema Master ist für mich wirklich absolut abgeschrieben.

Die ersten Monate vergingen im Flug. Ich habe mich wieder mehr mit Freunden getroffen, meine To-Do-Liste abgearbeitet, viel gelesen, DVDs gesehen und natürlich kam auch der Weihnachtsstress. Im neuen Jahr wurde die Lücke des Studiums mit etwas Sport gefüllt: ich gehe seit Januar 2 Mal die Woche ins Fitnessstudio. Innerhalb der Woche vergeht die Zeit somit auch Dank div. Kleinigkeiten/Annehmlichkeiten sehr gut (= lesen, DVDs, Haushalt, Internet, soziale Treffen). Allerdings merke ich besonders am Wochenende, dass ich noch viel freie Kapazitäten habe. Jetzt mit 4 freien Ostertagen am Stück wird es zum Beispiel doch langweilig.

Mein anfänglicher Dauer-Enthusiasmus ist nämlich mittlerweile verflogen. Eine gewisse Faulheit macht sich immer wieder breit. Jedoch kommt so eine Phase immer nur sporadisch und somit kann es gut sein, dass ich ein paar Tage später einen Putzanfall bekomme und wie wild alles sauber schrubbe (obwohl ich da 2 Tage vorher wirklich GAR KEINE Lust zu hatte). Meine Zeit ist somit ein Wechsel aus gesunder Gelassenheit und erträglichem Aktionismus.

Mein Zeugnis habe ich interessanter Weise bis heute nicht fotografiert und auch nicht gerahmt und/oder aufgehangen. Für sowas fehlt es einfach wirklich an Reiz.

Die Abschlussfeier der HFH ist für Juni geplant und ich denke mal, dass ich sie vermutlich besuchen werde. Es ist nur ein Katzensprung entfernt und im Juni sollte auch schönes Wetter sein. Es ist allerdings kein großes Symbol, kein Event das mir am Herzen liegt. Das Studium ist für mich einfach schon zu lange vom Tisch.

Ein guter Beweis dafür ist diese nette Anekdote: Wie Mella vor einigen Wochen von ihrem bestandenen Studium berichtet hat, ist mir tatsächlich entfallen wie ich selbst denn mein Studium abgeschlossen habe. Meine Abschlussnote wollte mir wirklich par tout nicht einfallen. Obwohl ich über 3 Jahre regelmäßig den WebCampus durchforstet und gefühlt 1000 Jammerblogs verfasst habe… am Ende interessiert einen die Note wirklich nicht.

Als Lohn des Studiums sehe ich dafür aber sicherlich die persönliche Weiterentwicklung. Ich habe zum Beispiel das Lesen als Hobby wiederentdeckt. Allerdings reicht es mir nun nicht mehr, einen Liebesroman nach dem anderen zu verschlingen. So kam es, dass ich mir eine extra Wunschliste bei Amazon für „Weltliteratur“ bzw. Klassiker angelegt habe. Über 20 Bücher der verschiedensten Themen versammeln sich hier (Jules Verne, Oscar Wilde, Homer, Hemingway etc.). Die üblichen Liebesromane schiebe ich gerne mal dazwischen, aber das allein langweilt mich nun. Spirituell kann ich also davon ausgehen, hat mir das Studium sicher auch etwas gebracht. Oder ich werde einfach alt :lol:

Auf der Arbeit hat sich bekanntlich ja nichts geändert, da ich mich entschieden habe, das aktuell Perfekte nicht gegen etwas Ungewisses zu tauschen. Diese Entscheidung habe ich bislang nicht bereut und ich denke, dazu wird es auch nie kommen. Wenn ich das Bedürfnis nach beruflicher Veränderung habe, kann ich dieses nun jederzeit umsetzen. Aber solange das Bedürfnis nicht da ist, werde ich die Sachen so lassen wie sie sind.

Meine Energie setze ich jetzt aktuell in die Planung eines einwöchigen New-York-Urlaubs. Im September werden wir verreisen und ich habe nun genug Zeit und Muße mich im Internet zu verlieren und intensive Recherche und Planung zu betreiben. Ein echtes Studienabschlussgeschenk (wie es hier ja einige betreiben) gab es bei mir nicht. Aber ich denke, diese Reise könnte quasi sowas wie eine Belohnung sein. Denn ich habe gelernt: Freizeit ist ein kostbares Gut. Erinnerungen an schöne Momente sind wichtig. Ich bin jung und sollte somit auch mal was erleben, Erinnerungen erschaffen. Und der Geiz der einen evtl. abhält sich etwas zu gönnen sollte abgewogen werden. Schließlich muss man sich auch mal etwas Gönnen und sollte nicht seine eigene Geisel sein.

Das hier ist nun mein 349. Blogeintrag. Bei 350 wird Schluss sein. Dann ist das Thema Fernstudium ein für alle Mal beendet und nachdem einige fi.de-Blogger dann auch bald fertig sein werden, werde ich dem Thema Fernstudium komplett den Rücken zukehren.

Es war eine tolle Erfahrung und ich würde es tatsächlich wieder tun!

Allerdings würde ich mich selbst mehr drosseln und die Freizeit für die 3,5 Jahre nicht so sehr einschränken wie ich es getan habe. Dann wäre die Rehabilitierung auch nicht so brutal ;)

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3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ja das ist wirklich Wahnsinn wie schnell das Studium aus den Gedanken verschwindet. Das hätte ich so nicht gedacht. Du klingst sehr zufrieden, und das ist das Allerwichtigste ; )

Vielleicht sollten wir uns alle trotzdem alle paar Monate hier treffen und kucken, wer doch nen Master drangehängt hat :lol:

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Allerdings würde ich mich selbst mehr drosseln und die Freizeit für die 3,5 Jahre nicht so sehr einschränken wie ich es getan habe
genau DAS hab ich gemacht ;) hiflt tatsächlich, sorgt aber für weniger Eigenmotivation-

Ansonsten machst du es genau richtig! Und irgendwann kommt der Tag, an dem du dich aus Versehen auf einer Website für Masterstudiengänge wiederfinden wirst - wenn du gut bist, hälst du durch, bis du sie wieder geschlossen hast ... ansonsten: willkommen bei den Wiederholungstätern ;)

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