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Informatik für Anfänger

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Lumi

206 Aufrufe

Vor ein paar Wochen habe ich das erste Informatik-Modul meines Studiums angefangen. Es heisst Grundlagen der Informatik und besteht aus drei Studienbriefen. Die ersten beiden Studienbriefe sollen sehr leicht sein und der dritte dafür ein echter Hammer: umständlich, teilweise unverständlich geschrieben und ohne Kenntnisse der Vektorrechnung nur schwer machbar. So weit die Aussagen meiner Studienkollegen, die den Kurs schon hinter sich haben.

Nur, die meisten bei uns im Studiengang haben einen Informatik-affinen Werdegang. Ich nicht! Also war ich sehr gespannt, wie gut ich mit dem Stoff zurecht komme. Heute beschreibe ich die ersten beiden Studienbriefe und erzähle wie es mir ergangen ist.

Der erste Studienbrief "Datentypen" behandelt im ersten Kapitel die nötigen mathematischen Grundlagen wie Algebren und Ordnungsrelationen. Anschliessend wird definiert, was man unter Datentypen versteht und welche es gibt. Nämlich lineare Datentypen und nichtlineare Datentypen und die werden in den folgenden zwei Kapiteln behandelt. Bei den linearen Datentypen habe ich einige alte Bekannte wiedergetroffen: Integer, Boolean, Character,Float oder auch Stapel und Schlangen. Ich hatte mal einen C-Programmierkurs an der Uni für das Fach Geoinformatik. Schön, das alles jetzt mal in einem Zusammenhang zu sehen und nicht nur als mit Fragezeichen behaftete Schlagworte. Von nichtlinearen Datentypen wie Binärbaumen, Graphen oder Adjazenzmatrizen hatte ich bisher noch nichts gehört (oder schon wieder vergessen ;)). Aber alles war gut erklärt und die vielen Beispiele halfen mir, mich in der Materie zurecht zu finden. So durfte man für eine Übungsaufgabe zum Thema Stapel kurz Eisenbahn spielen und in einem Sackbahnhof Waggons auf die richtigen Gleise rangieren. Die ESA wurde übrigens mit 100% bewertet. Yeah! :thumbup1:

Fazit:

Wenn man den Stoff der ersten beiden Mathe-SB kann, dann sind die mathematischen Grundlagen des ersten Kapitels quasi schon abgehakt. Insgesamt habe ich den SB dreimal gelesen: einmal in der S-Bahn überflogen, anschliessend noch mal intensiver gelesen und dabei geschaut, dass ich jedes Thema auch verstehe. Zu Hause beim dritten Durchgang habe ich die Übungsaufgaben gemacht und eine Zusammenfassung geschrieben. Und weniger Vorbereitungszeit hätte es auch nicht sein dürfen. Für mich gab es viele neue Begriffe und Definitionen, die ich erst mal verstehen und verinnerlichen musste, um die folgenden Kapitel zu verstehen. Der Stoff ist wirklich nicht schwer. Der SB ist verständlich geschrieben. Aber die Fülle des Stoffs hat mich gerade am Feierabend manchmal erschlagen.

Der zweite Studienbrief "Algorithmen und Datenstrukturen" beginnt mit einer kurzen Einführung zum Thema Algorithmus und was man unter Datenstrukturen versteht. Das zweite Kapitel befasst sich mit Hash-Verfahren, damit können mittels eines Schlüssels die Speicheradressen der abzuspeichernden Datensätze berechnet werden. Ich habe gelernt, was man unter diesem Schlüssel versteht und welche Verfahren es dafür gibt. Es ist schliesslich immer gut zu wissen, wo man etwas verräumt hat, aber noch besser ist derjenige dran, der seine sieben Sachen sortiert aufbewahrt. Und das lernt man dann im nächsten Kapitel: Acht verschiedene Sortierverfahren werden vorgestellt. Und wenn dann alle Datensätze ordentlich verstaut sind, dann ist das Suchen ein Kinderspiel. So weit die Theorie. In der Praxis bin ich dann erst mal gescheitert. Zwei Kapitel nach der binären Suche wurde bei den Erklärungen zur interpolatorischen Suche auf eine Formel der binären Suche aufgebaut, die aber so nie im Kapitel der binären Suche auftauchte. Da wir keine Formelsammlung für die Klausur hernehmen dürfen, wollte ich unbedingt die Formel selber herleiten können. Konnte ich aber nicht. Mein Freund hat mir dann unter die Arme gegriffen und mir somit unzählige Stunden Grübelns, Internet-Recherche oder Warten auf Antwort des Tutors erspart. Dankeschön! :001_wub: Hier gab es 93% auf die ESA. :thumbup1:

Fazit:

Das zweite Heft ist ebenso sehr verständlich und wenn man etwas Ahnung hat, wäre man wahrscheinlich nicht an der interpolatorischen Suche gescheitert. Denn als mein Freund mir die Formel an einem konkreten Beispiel erklärt hat, war wieder alles ganz easy. Ein bisserl Durchbeissen gehört auch beim Fernstudium dazu, sonst lernt man ja nichts.

Ich mache jetzt erst mal Pause mit diesem Modul und muss mich der Mathematik widmen. *seufz* Irgendwie hat das Modul ziemlich Spass gemacht. :thumbup:

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9 Kommentare


Empfohlene Kommentare

So schnell wie angenommen, habe ich noch nie geschafft. Bis dato musste ich alle Zeitpläne über den Haufen schmeissen. Und je mehr Zeit ich einplane, umso mehr brauche ich dann auch. Sehr verwirrend. :huh:

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vermutlich weil du es dann unbewußt mehr schleifen läßt nach dem Motto ich hab ja noch Zeit.

Geht mir aber auch so, je mehr Zeit ich habe desto mehr schleift es, deswegen hab ich meinen Plan recht straff organisiert, dann hab ich lkeine Zeit mit dem Schludern anzufangen. Ob er sich einhalten läßt, werden wir sehen :)

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Servus,

wenn ich das so lese, erkenne ich was mir alles noch so bevorsteht. :ohmy: Nun ja, wird schon werden.

Hast vielleicht Tipps und Tricks für pure Anfänger?:)

Super Betrag hast du da geschrieben.

Gruß

wt15309

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Freut mich, dass dir mein Beitrag gut gefällt! Hmmm, Tipps: Man sollte sich Zeit nehmen. Der SB liest sich zwar leicht durch, aber irgendwann gerät man ins Stocken, weil man manche Definitionen oder Begriffsabgrenzungen eben nicht parat hat. Schnell verwechselt man etwas und wundert sich warum das Ganze kein Sinn ergibt. Also, meine Erfahrung ist: sorgfältig durcharbeiten und den Stoff für sich aufbereiten (markieren, Post-its, Zusammenfassung schreiben, wie auch immer). Ich habe oft wieder etwas nachschlagen müssen und war froh um meine Zusammenfassung. Ansonsten ist es hilfreich in Mathe den zweiten Studienbrief mit dem Thema "Relationen" durchgearbeitet zu haben. Aber dein Studiengang ist ja sehr mathelastig, das ist für dich bestimmt alles sehr leicht!:)

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