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Sinn und Unsinn von fachbezogenen (eingerichteten) Diskussionsforen

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snowchild

59 Aufrufe

Hallo an alle,

uff, ich muss mal eine Runde Frust rauslassen.

Wir haben in zwei Modulen aktuell Diskussionsforen laufen. Also, Dozent stellt Fragen, die wir bearbeiten u. beantworten sollen, um sie dann zur Diskussion in unser internes Forum zu stellen u. zu diskutieren.

Nur, wenn nach 1-2 Wochen gerade mal ca. 5 Leute (von 25) etwas geschrieben/eingestellt haben, läuft sich eine Diskussion sofort tot. Idee gut - Projekt gescheitert.

Und momentan kommen eher Kommentare als Ersteintragungen rein, statt eigene, umfassendere Gedanken u. echte Beiträge.

Da die Aufgaben relativ schnell nacheinander kommen, sollte man recht zügig arbeiten (verständlicherweise ist dies z.Z. echt zeitraubend u. wir arbeiten ja alle "nebenher"). Doof im D.forum, wenn man selbst fix ist u. plötzlich Beiträge zu Aufgaben kommen, die eigentlich für einen selbst abgehakt sind. :sneaky2:

Ist wahrscheinlich etwas ungerecht - aber darum geht es mir momantan auch nicht (weiß ich ja ...).

Überraschenderweise stellte ein Dozent jetzt ein, dass er sich einen freundlicheren Umgangston wünscht/ausbittet - war was? Es passiert hier doch nix! Er hat nicht ganz unrecht, fand ich im ganzen Kontext aber etwas überzogen. Okay, das könnt Ihr natürlich nicht beurteilen. :blushing:

Habt Ihr Erfahrungen mit dieser Art von fachbezogenen Diskussionsforen (die ja mit in eine spätere Bewertung einfließen)? Tipps für einen entspannteren Umgang mit solchen Situationen?

Macht so jedenfalls null Spaß, dabei sind die Themen interessant (wir studieren ja alle in unserem Beruf weiter).

Grüße von snowchild.


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8 Kommentare


Bei uns (Hagen: Psychologie) gibt es Diskussionsforen, die sind allerdings freiwillig und spielen nicht in die Note mit rein. Ich habe festgestellt, dass es sehr stark von der Betreuung abhängt, wie sinnvoll die Foren genutzt werden. Wenn die Betreuung schnell reagiert (unter Umständen auch einfach mit dem Hinweis, dass sie die Diskussion im Auge hat, aber noch die Studierenden zu Wort kommen lässt - aber dann selbst irgendwann doch noch offene Fragen aufklärt / sich tatsächlich zu Wort meldet), dann ist die Motivation zur Diskussion höher. Wenn jedoch die Betreuung auch nach Monaten komplett unaufgelöste Fragen, zu denen es widersprüchliche Meinungen gibt einfach ignoriert, geht die Diskussion irgendwann ein und nur noch wenige einzelne schreiben mit.

Also: So lange das Gefühl vorhanden ist, dass ein Sinn in der Diskussion besteht (z. B. Klärung offener Fragen), wird meistens noch mehr diskutiert. Allerdings sind bei Psychologie auch mehrere Hunderte Leute in den Foren angemeldet - aber nur ein winziger Bruchteil davon diskutiert wirklich mit.

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Bei uns gibt es auch Modulbezogene Foren, aber die werden eher Spärlich genutzt, auch weil viele Dozenten/Betreuer sich nicht wirklich kümmern. DA sind mitunter Fragen Monate nicht beantwortet....

Ziemlich sinnlose einrichtung..

Mitunter liegt es aber auch an den Studenten, manche stehen auf dem Standpunkt das Studium ist ein Bringdienst. Warum soll man sich selber beteiligen die anderen haben gefälligst zu liefern.... Kommt mir zumindest manchmal so vor...

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Rumpelstilz

Geschrieben

Wir (OU) haben Webseminarien. Diese funktionieren ähnlich wie du es oben geschildert hast: Es werden fachbezogene Fragen gestellt, diese sollten bearbeitet, Antworten eingestellt und diskutiert werden.

Teilweise ist es ähnlich wie bei euch: es nehmen nur ein geringer Teil der Studenten teil. Ich verstehe echt nicht, warum, da man mit der Teilnahme (Noten-)Punkte sammeln kann. Die Taktung ist relativ hoch, deshalb kann es einem sehr ungelegen kommen, wenn man in der fraglichen Zeit mit etwas anderem (Arbeit etc.) intensiv beschäftigt ist. Zudem sind die Websemiinare zwar asynchron, aber zeitlich fix. So findet für den Teil, den ich im Modul grad bearbeite, ein Webseminar ab dem 10.Juni statt. Bis dann bin ich aus dem Thema natürlich wieder einigermassen raus, habe möglicherweise sogar die entsprechenden Abschnitte der Hausarbeit dazu geschrieben.

Wenn aber eine gute Diskussion stattfindet - wie es bei uns beim letzten Seminar der Fall war - dann kann dies sehr interessant sein und ein Stück weit den Austausch bei "Liveseminaren" ersetzen.

Ich denke, hier wird noch eine Entwicklung stattfinden.

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Lernhilfentk

Geschrieben

Also wir haben das auch, und es ist verpflichtend sich zu beteiligen.

Die Qualität hängt klar von den Dozenten ab. Und auch wir hatten schon heiße Diskussionen, wurden jedoch ermutigt, so weiterzumachen:confused: Das hat der Diskussion absolut gut getan.

Natürlich gibt es sehr unterschiedliche Strategien, das Forum zu nutzen. Aber es kommt eben immer auch auf die Fragestellung an, die macht es letztlich aus.

Ich mag die Foren, stelle aber fest, dass mit der Umstellung auf die neue Plattform irgendwie auch die Diskussionsfreude nachgelassen hat... Schade!

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snowchild

Geschrieben

Danke für Eure Kommentare & Gedanken dazu.

Zwei Punkte möchte ich noch anmerken: in ca. 2 Wochen kommt in dem einen Modul schon der Schnuppertest (vor der echten Klausur), es ist also nicht viel Zeit bis dahin u. vermutlich wird der Dozent noch einen Aufgabenblock für das D.forum einstellen ... :sneaky2: Heute geguckt: zu 3 Fragen wurde von anderen noch gar nichts eingestellt! Und der andere Aspekt, der mich etwas neidisch macht (@lernhilfentk), ist, dass ich überhaupt mal dazu kommen möchte pointiert oder überspitzt einen Beitrag einzustellen, gerade in Wirtschaftsthemen läßt sich inhaltlich schön provozieren. Inhaltlich wohl bemerkt! ;) Eigentlich sollte ich mich im D.forum eher rar machen, fällt mir aber echt schwer! Und "Freunde" mache ich mir auch nicht. Dabei sind die anderen doch noch jung & dynamisch ... Ach, ich komme ins Schwafeln ... :blushing:

Ich denke nochmal weiter über dieses Dilemma nach ... Grüße von snowchild.

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snowchild

Geschrieben

@Rumpelstilz

Genau das ist ein gr. Problem: wenn man selbst längst mit der Thematik/konkreten Frage durch ist und dann langsamst ... einige (Wochen später & nicht von allen) Antworten hineinplätschern. Gerne in dem Stil "Es wurde ja bereits alles gesagt ..." - ach, ich bin schon wieder in meinem Frust ...

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Lernhilfentk

Geschrieben

Oh das ist dann echt frustend! Ich habe sogar eine feste "Gegenspielerin": Eine Kommilitonin, die super sicher immer ne gegenteilige Meinung zu meiner hat. Das ist tatsächlich so, und nicht gestellt. Wir können uns prima fetzen, umso schöner, wenn das noch gleichzeitig eine Prüfungsleistung abgibt. Der Lerneffekt: Man glaubt gar nicht, wie sehr man plötzlich so gegenteilige Meinungen schätzen lernt!:thumbup: Und wir schätzen uns wirklich sehr! Daher kann ich das gar nicht so recht verstehen, dass man das sogar unterdrückt. Ist aus meiner Sicht für die eigene Weiterentwicklung nicht so förderlich...

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snowchild

Geschrieben

@lernhilfentk

Volltreffer! Bei uns gab es auch jemanden mit dem ich mir "die Bälle" super u. immer auch auf eine witzige Weise zuspielen konnte ... Allerdings: innerhalb der Gruppe wurde dies grob abgewürgt u. jetzt schreibt er auch nur noch selten. :blink: Ich habe das Problem, dass sich viele nicht mehr trauen etwas (geschweige denn mal ab vom Wege oder pointiert) zu schreiben, stattdessen Privatmails ausgetauscht werden (bei Sach-, Nachfragen, die ins Forum gehören) bereits mal im Forum veröffentlicht - alle sind jetzt erschreckend zurückhaltend. Und nur, weil 2 mal etwas fiese gemotzt haben. Ich komme jetzt etwas vom Thema ab, weil sich dies natürlich auf die Gruppe u. Gruppendynamik an sich bezieht.

Vielleicht spreche ich dieses grundsätzliche Problem mal bei der nächsten Präsenz bei unserer "übergeordneten" Modulleiterin an.

Ich bin 100% Deiner Meinung. Aber unsere Gruppe ist tatsächlich SEHR unterschiedlich ...

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      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • MichiBER
      Von MichiBER in Elektro- und Informationstechnik an der WBH... oder der Versuch, sich einsam durchzuschlagen 9
      Hey Leute,
       
      heute war es so weit. Das heiß ersehnte Kolloquium stand vor der Tür. Ich war mächtig nervös und hatte noch am Vortag kleine Korrekturen in der PowerPoint- Präsentation gemacht. Was musste meine Freundin in den letzten Tagen als Zuschauerin und Kritikerin herhalten. jeden Tag hatte ich an dieser Rede gefeilt und geübt. Und heute sollte es so weit sein.  
       
      Ich habe mit einer 2,0 bestanden. Von nun an habe ich einen akademischen Titel. Das kann mir keiner mehr nehmen.
       
      Eigentlich dachte ich, dass ich jetzt so etwas schreibe wie "yehaaa, endlich habe ich es geschafft/ ich könnte Freudentänze machen/ Ich hatte nach der Präsentation gejubelt /Das Studium ist vorbei/ Ich komme aus dem Grinsen nicht mehr heraus"... aber Fakt ist, dass ich die Mitteilung, bestanden zu haben, eher nur hingenommen habe. Natürlich habe ich mich bei den drei Tutoren bedankt (Erst- und Zweitdozent plus Beisitzerin). Ich habe auch allen, die mir geschrieben und beglückwünscht hatten, meinen Dank ausgesprochen. Aber irgendwie verspüre ich keine Freude oder gar Erleichterung oder das Gefühl, etwas geschafft/ vollbracht zu haben. 
      Ich habe verdammt nochmal ein Fernstudium nach 4,5 Jahren erfolgreich abgeschlossen. Da muss doch Freude aufkommen. 
      Habe ich es einfach nur noch nicht realisiert? Muss ich erst das Zeugnis in der Hand halten, um das zu schnallen? Habe ich so lange auf diesen Moment hier hingearbeitet, sodass ich es mit einem schnellen "Sie haben mit einer 2,0 bestanden" nicht so recht wahrnehme?
      Nebenbei schiele ich ja schon seit längerem auf mögliche Musterstudiengänge. Sehe ich diesen Abschluss vielleicht nur als notwendige Bedingung für mein nächstes Ziel, den Master?
       
      Ich hoffe, dass ich mich in Kürze endlich richtig freuen kann. Das ist so ein komisches Gefühl. Ich weiß, dass ich was geschafft habe und fühle mich dennoch so ..weiß nicht... unbestätigt/leer/emotionslos.
      Es ist mir so unangenehm, dass sich meine Umwelt für mich freut und ausgerechnet ich bin total unbeeindruckt.
       
      Nichtsdestotrotz kommt hier das versprochene Bild aus der DB-Lounge Frankfurt/Main.
      Prost!