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Fazit erstes Wochenende

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sasa

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Ein Glück, dass heute Feiertag ist! Ich muss Schlaf aufholen... ;)

Aber nun mal von Anfang an...

An-/ Abreise:

Ihr habt das Auto-Drama ja schon mitbekommen. Mit der Mitfahrgelegenheit hat alles gut geklappt, es war nur vor Ort mit Taxis und Bussen etwas umständlicher. Für die Rückreise hat sich zufällig etwas mit einem Komilitonen aus Stuttgart ergeben. Wir sind eine richtige BaWü-Connection, 4 oder 5 von 10 Studenten kommen hier aus der Gegend, also werden wir das nächste Mal zusammen fahren! :thumbup:

Die Pension:

Weeeiiiit außerhalb, der Dekan kannte nicht mal den Ort! Ohne Auto wirklich schlecht zu erreichen, aber dafür mit Bauernhöfen drum rum und sehr ruhig. Die Besitzerin hat Schafe, jetzt weiß ich quasi alles über ihre Herde.

Der Campus:

Eine nette Mischung aus alten Backsteingebäuden und Neubauten. Das Sportinstitut ist sehr modern ausgestattet und hat schöne weitläufige Sportanlagen. Wie das eben an Unis so ist war ab Freitag Mittag außer uns niemand mehr dort, aber das Feeling war trotzdem irgendwie "besonders".

Studienorganisation:

Ein, wie ich finde, sehr gelungenes Konzept! Vorlesungsbeginn ist Freitags um 10 Uhr, Ende am Sonntag um 17 Uhr. In der Regel hat man an jedem Wochenende zwei Kurse. In einem Kurs wird jeweils am darauffolgenden Wochenende die Klausur geschrieben - der ist also nach sehr lernintensiven vier Wochen abgeschlossen. Im anderen Kurs wird eine Projekt-/ Seminararbeit gefordert, Bearbeitungszeit jeweils bis Semesterende. Die Prüfungstermine sind somit weit auseinander gezogen, das gefällt mir besser als die Prüfungswochen im Bachelor! Ebenfalls neu für mich war, dass jeder Dozent vorab eine Übersicht mit den Steckbriefen und Fotos der Kursteilnehmer erhält. Somit entfällt jeweils die langwierige und langweilige Vorstellungsrunde zu Beginn eines Kurses. Und dennoch kannten die Dozenten unsere Namen und Teile unserer Lebensläufe.

Rahmenprogramm:

Freitag Abend waren wir auf Kosten der Uni alle zusammen im Biergarten, am Samstag waren wir bis spät zusammen Essen, dann im Irish Pub und dann ist ein Teil noch in einen Club weitergezogen. Wir konnten erste Kontakte zu den höheren Semestern knüpfen, die immer gleichzeitig mit uns Vorlesungen haben. Samstag Abend waren wir noch bei einer Podiumsdiskussion von 7 internationalen Sportmanagement-Koryphäen (Professoren aus den USA, aus Kanada, Indien, Dänemark, Polen und Norwegen). Höchst interessant, welche Themen da angesprochen wurden. Da waren wirklich beeindruckende Personen dabei, die ich bisher nur aus Fachbüchern kannte. Beim nächsten Präsenzwochenende ist gleichzeitig die "Deutsche Sportökonomie Arena" mit Oliver Kahn, Marcel Reif, Heiner Brand und einigen weiteren Gastrednern.

Verpflegung:

Das Mittagessen wurde täglich von einem Cateringservice geliefert. Kein 0815-Essen, sondern Salatbuffet, Antipasti, verschiedene Brote (Ciabatta, Knoblauchbrot, Fladenbrot,...), zwei Hauptspeisen und verschiedene Beilagen zur Auswahl. Getränke und Obst standen ganztägig kostenlos zur Verfügung.

Fachliches:

Wahnsinn! Ich dachte, ich würde viele Wiederholungen hören, aber nein, es waren Sichtweisen dabei, die mir nie in den Sinn gekommen wären. Der Schwerpunkt an diesem Wochenende lag ganz klar auf dem Bereich "kritisches Denken". Das ist scheinbar eine Uni-typische Sache, die mir bei meinem FH-Bachelor definitiv abgegangen ist. Da hieß es immer nur: "so isses, lernen Sie die Modelle und Definitionen". Und hier? Es wurde alles hinterfragt. Taugt die Definition überhaupt für unseren Zweck? Was bedeutet z.B. Sport? Wie kann man den Begriff "Sport" definieren? Wie kann man Schach ausgrenzen, oder vielleicht doch einbeziehen? Was ist Dienstleistungsmanagement, warum ist unser Studiengang am Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement angesiedelt, und lässt sich das heute noch so ohne weiteres von den anderen Sektoren abgrenzen? Oder: Wie ist die Sportberichterstattung in den Medien? Hier haben wir nach einer Gruppenarbeit lange über unsere Ergebnisse diskutiert. Zum Beispiel über die Darstellung von schwulen Fußballern (bzw. die Nicht-Darstellung), über die Grenzen von der Pressefreiheit und dem Privatleben eines Sportlers, über Gauck, Wulff und Hoeneß, usw.

Am Samstag hatten wir auch noch BuBi/KLR/Controlling. Es ging wirklich im Schnelldurchlauf durch sämtliche Fachbereiche. Ohne Vorkenntnisse wäre ich ungefähr noch vor der Mittagspause ausgestiegen. So aber war mir alles bekannt und ich kann quasi bis zur Klausur in vier Wochen nur noch üben, üben, üben.

Online-Plattform/ moodle:

Auch die Uni Bayreuth arbeitet mit dem (mir altbekannten) Moodle. Neu ist hier allerdings, dass nicht für jeden Kurs ein eigener Bereich angelegt wurde, sondern nur jeweils für die einzelnen MBAs. Wir haben also eine einzelne Seite für unseren Jahrgang. Das, was z.B. in Erding oder Hagen dann als Lerneinheiten unterteilt wurde, wird hier jeweils für die einzelnen Fächer genutzt. Hier wird beispielsweise Literatur eingestellt, die wir als Vorbereitung zu einer Vorlesung bearbeiten sollen. Dieses System finde ich eigentlich ganz sinnvoll! Der Studiengangsleiter kann dadurch auch die Betreuung durch die anderen Dozenten überprüfen: wie aktuell sind die Materialien

Materialien:

In den meisten Fächern bekommt man vor der jeweiligen Vorlesung einen kompletten Ordner mit allen Foliensätzen, Skript und weiterführenden Artikeln und Buchauszügen. Bisher habe ich nur einen Ordner für Rechnungswesen bekommen und bin von der Aufbereitung schlichtweg begeistert! Kein Fließtext auf den Foliensätzen, statt dessen übersichtliche, selbsterklärende Stichpunkte oder Schaubilder. Teilweise werden sogar neue wissenschaftliche Aritkel aus den letzten 12 Monaten zitiert, also wirklich einiges auf dem neuesten Stand! Das Skript ist ebenfalls angenehm zu lesen und übersichtlich formatiert. Und die Buchauszüge usw. sind wunderbar gerade und deutlich lesbar eingescannt. Da hat sich jemand echt Mühe gegeben! Laut den höheren Semestern bleibt die Qualität so hoch. Nun ja, ich lasse mich überraschen!

Wie ihr seht, bin ich nur noch am Schwärmen! Ich bin restlos begeistert. Aber nach den ganzen Erlebnissen und neuen Eindrücken auch richtig müde. Aber es reicht noch für einen kleinen...

Ausblick:

In vier Wochen findet die erste Klausur statt. Bis dahin werde ich Rechnungswesen lernen. Das Thema für die erste Projektarbeit haben wir auch schon bekommen. Ich kann also direkt loslegen!


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1 Kommentar


Markus Jung

Geschrieben

Vielen Dank für deinen interessanten und umfassenden Bericht. Finde ich spannend, auch mal mehr über ein anderes Studienkonzept zu lesen, als es das typische Fernstudium ist.

Hört sich an, als wäre es sehr intensiv, aber auch professionell und qualitativ hochwertig.

Ich bin schon ganz gespannt zu lesen, wie es weitergeht und wie die ersten Prüfungen laufen.

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