Blog Fernstudienakademie

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Fernlehrgang SachbuchautorIn: Man nehme: Mazola Keimöl!- Productplacement in Büchern

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Fernstudienakademie

259 Aufrufe

Okee, ich geb's zu – ich bin keine gute Köchin. Für die Nahrungszubereitung haben wir einen erheblich engagierteren und kreativeren Kopf im Hause: meinen Mann! Aber manchmal (zum Glück für alle Beteiligten eher selten) muss auch ich mal ran, um den Kochlöffel zu schwingen. Getreu dem Leitspruch meiner Mutter: "Wer lesen kann, kann auch kochen!", hole ich mir dazu natürlich entsprechende Fachliteratur ins Haus.

Etwas in die Pfanne hauen

Auf dem "Grabbel-Tisch" eines größeren Buchladens haben wir da vor längerer Zeit das vielversprechende Werk: "Etwas in die Pfanne hauen" gekauft. Das entspricht in etwa meinem Niveau beim Kochen: Sachen raussuchen, in die Pfanne hauen, und abwarten, bis es fertig ist – und dann darauf hoffen, dass es schmeckt.

Klappt auch bei diesem Buch! Was mich aber stutzig machte, war das andauernde Productplacement in diesem Buch: Wenn Camembert verarbeitet werden soll, dann ist es er von Rotkäppchen, zum Anbraten ist unbedingt Mazola Keimöl zu nutzen, das Kartoffelpürree entstammt natürlich dem Hause Pfanni und für den Begleitsalat nimmt man als Sauce die "Knorr Salatkrönung".

Productplacement im TV

Das Producplacement in Filmen und TV-Serien hat eine lange Tradition: James Bond fährt gerne BMW oder manchmal auch Jaguar, und in der "Lindenstraße" wurden Produkte ebenfalls jahrlealng gut sichtbar platziert(z.B. Nesquick Kakao). Auch heutzutage gibt es noch ganz schön viel Productplacement im TV – so dass man sich irgendwann zwar daran gewöhnt hat, aber es nervt immer noch (vgl. dieser schon etwas ältere FAZ-Artikel).

In Büchern noch (!) selten

Während das Productplacement in Fernsehserien und Filmen an der Tagesordnung ist, wundert man sich bei Büchern allerdings doch noch ziemlich, wenn man so ungeniert mit Werbung bombardiert wird. In Amerika scheint es allerdings schon seit einiger Zeit einen gewissen Trend hin in Richtung Productplacement – vor allem in Jugendbüchern und Büchern dem Bereich der sog. "Chick-Lit" zu geben. Wahrscheinlich wird dieser Trend auch bald im deutschen Buchmarkt zuschlagen!

Natürlich können auch Blogger mal den ein oder anderen Produktnamen völlllllig unauffällig einfließen lassen: Die Bloggerin dieses Artikels ist Mit-Leiterin der Fernstudienakademie, besitzt einen Computerbildschirm von Acer und kaut beim Arbeiten gerne Airwaves Kaugummis. Leider bekomme ich für diese Nennung von Produktnamen überhaupt kein Geld. Mist, irgendetwas mache ich wirklich falsch. ;)

Anne Oppermann


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14 Kommentare


Stimmt, sowas sieht man immer öfter. Wobei ich das gekonnt ausblende - ich habe bei Öl und Co einfach meine Standardprodukte.

Schlimmer finde ich allerdings, wenn nur eine Marke/Produktname als Zutat angegeben wird. In der Schweiz steht zB oft einfach "Maizena" als Zutat dabei. Was ist damit gemeint? Speisestärke. Toll. Muss man erstmal wissen.

Ich selbst mache das allerdings auch oft ... Taschentücher sind bei mir immer Tempos, Trinkschokolade immer Kaba - selbst wenn es andere Marken sind.

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Tempos und Tesafilm sind bei mir auch immer direkt die Produktnamen... ;)

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Wenn Produktnamen Gattungsnamen werden, dann hat es das Produkt geschafft. In dem Sinne ist es dann kein Produktplacement mehr, sondern Sprachgewohnheit in großen Bevölkerungsgruppen.

Und mal ganz ehrlich: Wer sagt schon "Gib mir mal die Nuss-Nougat-Creme rüber!", wenn Käpt'n Pit auf dem Tisch steht. Da fragt man doch nach ... na was schon?

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Nach Nusspli natürlich... ;) ;) ;)

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SGSteuerberatung

Geschrieben

Für mich ist es tatsächlich eher die "Schokocreme" :-)

Aber mal als Frage: wenn im Kochbuch ausgerechnet das Mazola Keimöl genannt wird, ist es dann wirklich bewusste Werbung? Verbunden mit dem Erhalt von Geld o.ä.? (Oder der 5jahrespackung Öl?)

Oder mag Intention des Autors vielleicht einfach nur sein

a) "ich versuche, über die Nutzung von bekannten Marken das Vertrauen des Lesers in meine Texte zu erhöhen"

B) "ich hab da nicht drüber nachgedacht, bei mir zu Hause heißt das einfach so"

???

Und ich meine Letzteres ganz unabhängig von einer Gattungsbezeichnung wie Tempo oder so.

Denn das Vermeiden von Namen hat durch die Omnipräsens von Werbung im Allgemeinen ja fast schon etwas Verkrampftes. Das macht die Filme der Öffentlich-Rechtlichen zB ja auch immer schon etwas schwergängiger. Und nein, das ist nur eine Feststellung. Ich bin kein Fan von (Schleich-)Werbung!

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Danke für dieses Feedback!

Ich persönlich glaube schon, dass es sich bei diesem Kochbuch um Schleichwerbung handelte. "Speiseöl" wäre ja eigentlich die gängerere Bezeichnung und auch der Begrff "Camembert" ist ja eigentlich ganz normal.

Ich kann natürlich nicht bewiesen, dass da tatsächlich etwas gezahlt wurde und auch nicht, was (die Naturalienvorschlag ist klasse! :)), aber für mich als Leserin sah es schon verdammt danach aus.

Solch ein Productplacemnt muss jetzt nicht "unverschämt" oder "böse" sein - ich würde es als Kundin aber schon ganz gerne wissen, wie man bei diesem Buch denn tatsächlich vorging und ob da Geld geflossen ist. Wenn da z.B. auf einer Innenseite stünde: "Dieses Buch wird Ihnen präsentiert von Knorr, Rotkäppchen und Mazola" fände ich das völlig ok...

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KanzlerCoaching

Geschrieben

Das Buch hat ja keinen Verlag angegeben, ist also vermutlich im Selbstverlag erschienen und hat daher den Autor erst mal Geld gekostet. Von daher nehme ich an, er hat mal herumgefragt, wer denn sein Buch sponsorn würde. Gegen Nennung des einschlägigen Produktnamens.

Von daher fällt das Meisterwerk für mich nicht so richtig in die Kategorie "Sachbuch".

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Wenn man sich als Selbstverleger "sponsorn" lässt, ist das auch völlig ok. Man sollte es bloß angeben. (Meine Meinung... ;))

Ob das Werk nun tatsächlich ein Sachbuch ist, das ist natürlich eine berechtigte Frage.

Kennt Ihr denn in anderen Sachbüchern ein ähnliches Productplacement? Ich denke, bei einigen Themen kommt man kaum herum: Wenn man z.B. ein Sachbuch zum Thema Office-Management schreibt, kommt man vielleicht auch nicht immer um die Nennung von Produktnamen herum.

Wie sieht es damit z.B. bei Handarbeitsbüchern oder Heimwerkerbüchern aus? (Beide Gattungen sind nicht so mein Thema...) Wird dann nicht wenigstens so etwas geschrieben: "2 Knäuel Wolle der Firma XY - oder Vergleichbares. Oder "Nehmen Sie Super-Profi-Fensterkitt aus dem Hause XY - oder vergleichbare Produkte!"?

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SGSteuerberatung

Geschrieben

Ich kenne es aus einigen (ich nenne das jetzt mal vereinheitlichend) Ratgebern, dass gesagt/geschrieben wird "die besten Erfahrungen habe ich mit Produkt XY aus dem Hause ABC gemacht (,weil...)". So erhält man dann sicherlich den Charakter als Sachbuch aufrecht, obwohl natürlich niemand außer dem Autor selbst wirklich wissen kann, ob es diese Erfahrung wirklich gibt, oder ob es nicht doch nur eine Finanzierungsquelle war.

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Nein, ich glaube es geht mehr um ungesättigte Fettsäuren in diesem Kochbuch.

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Rumpelstilz

Geschrieben

Ich kenne das aus den Betty-Bossi-Kochbüchern aus der Schweiz: Als ich ein Kind war, wurde "Planta Margerine" genannt, wenn "Butter" gemeint war. Das war Product Placement - in den 70ern! .

Im Handarbeitsbereich ist es eher so, dass Firmen, die Produkte herstellen, auch Anleitungsbücher herausgeben und darin natürlich mit ihren eigenen Produkten arbeiten (z.B. Strick- und Häkelanleitungen: Rödl, MyBoshi, Drops etc.). Dann gibt es auch Produkte, die in Schnitten und Anleitungen genannt werden, weil sie gängig sind und es oft keine sinnvolle Alternative gibt (z.B. Prym) oder wo eine Produktnummer einer Firma genannt werden muss, um das Produkt genau zu beschreiben (z.B. Vliesline von Freudenberg: S80, H250 etc.).

In der "Chicklit" bin ich auch schon auf Productplacment gestossen. Das war eher bemüht - ich kann mir nicht vorstellen, dass das einen Werbeeffekt hatte.

@Esme: Ich stelle des öftern fest, dass in der Schweiz andere "Gattungen" beim Produktnamen genannt werden als in Deutschland: Maizena, Stewi, Bostitch und Stocki ist für Schweizer völlig klar. Tesa, Kaba, Tempo, Zewa - das nennen wir anders.

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Bis ich kapiert habe was "Stewi" ist ... DAS hat gedauert :rolleyes:

Bostitch ist mir bisher aber noch nicht untergekommen.

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Rumpelstilz

Geschrieben

Bostitch ist das Ding, mit dem man Hefklammern (heissen die so?) reinhaut. Ich glaub, in D sagt man auch Tacker? Das wird aber wohl auch nicht der offizielle Begriff sein.

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Markus Jung

Geschrieben

Ich finde, eine Gefahr wird besonders dann daraus, wenn Produkte benutzt werden, nur um die Marke zu nennen. Also wenn (beispielhaft) auf einmal ins Essen Öl reinkommt, nur um Mazola nennen zu können, obwohl es eigentlich ohne viel besser schmecken würde.

Ansonsten teile ich Annes Meinung: Wenn sowas gemacht wird, sollte es eindeutig so deklariert werden, also zum Beispiel durch einen deutlichen Hinweis zu Beginn des Buchs.

Etwas Ähnliches gibt es übrigens auch in vielen Blogs. Wo sich hinter Links dann plötzlich Affiliate-Links verbergen (über die der Blogger Geld verdient) oder die Links auf Suchbgriffe schlicht gekauft sind.

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      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!