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Prolepsis, Heterochronicity und reciprocal teaching

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Rumpelstilz

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Heute ging es um einige wilde Fremdwörter, zu denen jeweils Studien gelesen werden wollten:

Prolepsis bezeichnet eine Art Vorwegnahme. Gemeint ist damit beim Lernen die Tatsache, dass es vorkommt, dass man mit Lernenden so umgeht, wie wenn sie etwas schon wissen würden bzw. dass man davon ausgeht, dass sie etwas später einmal wissen würden. Klingt für mich etwas seltsam. Etwas klarer wurde es durch dei Beschreibung von Eltern, die davon ausgehen, dass ihre Kinder zukünftige Akademiker sind bzw. solche, die ihre Kinder als jemanden betrachten, die in Zukunft mehr erreichen werden als sie selbst.

Bei Heterochronicity geht es darum, dass Einzelschicksale mit geschichtlichen Prozessen verwoben sind. So ist es z.B. bei Eltern, die Immigranten sind, oft so, dass sie ihre Kinder wenig bei der Schulbildung unterstützen, die zweite Generation jedoch für die dritte oft 'grössere Pläne' hat und ihre Bildung entsprechend fördert.

Mir ist bei beiden Konzepten nicht so ganz klar geworden, welche Schlüsse ich daraus ziehen soll und warum man sowas überhaupt als eigenes Konzept etablieren muss.

'Reciprocal teaching' ist dann ein Konzept, in dem es darum geht, dass beim investigativen Unterricht Schüler nicht nur aus dem Experimentieren etc. lernen, sondern dabei voneinander. In einer Studie wird präsentiert, ob und wie vor allem Schüler mit Lernproblemen Nutzen aus einer solchen Unterrichtsgestaltung ziehen. Antwort ist zwar wie meist ein klares 'kommt darauf an', aber das war zumindest interessant zu lesen.


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5 Kommentare


Fernstudienakademie

Geschrieben

Ich kenne ja nun die Fachbegriffe erst durch Deine Vorstellung... ;)

Das Prinzip der Prolepsis finde ich allerdings schon alltagstauglich (wenn ich es überhaupt richtig verstanden habe...). Natürlich "erwarte" ich im Normalfall, dass meine Kursteilnehmer den Lernstoff begreifen und am Ende beruflich damit punkten können, schon bevor der eigentliche Lehrgang beginnt.

Wenn ich vermitteln würde: "Na, ob das bei Ihnen klappt?", hätte ich und hätten die TeilnehmerInnen sicherlich ein Problem.

Wenn man es vereinfachend sagt, halte ich dieses Phänomen der Prolepsis eher für eine Art "pädgogisches Zutrauen", dass der jeweilige Teilnehmer wirklich von dem Kurs und meiner Arbeit profitieren kann.

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Rumpelstilz

Geschrieben

Das ist sicher ok und ich hoffe auch selbstverständlich, wenn man unterrichtet. Nur: Mir ist nicht klar, was ich mit diesem Konzept anfangen soll bzw. warum es im Kurs präsentiert wird. Die Studie, in der es darum ging, zeigte ganz unterschiedliche Auswirkungen der Haltung der Eltern auf die Kinder. Manchen half die Erwartungshaltung der Eltern, anderen nicht, einigen war sie bewusst, anderen nicht etc. Alles was ich daraus schliessen kann: jeder Fall ist anders. Wer hätte das gedacht...

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Gab es denn Kinder, die unter dieser Prolepsis "litten"?

Wenn die Eltern (wer auch immer) davon ausgingen, dass Kind A auf "jeden Fall" Akademiker wird, kann das ja schon eine ganze Menge Druck aufbauen. Auch bei Kind B, bei dem die Eltern annahmen, dass es "nie" Akademiker wird, werden natürlich Weichen gestellt.

Geht es vielleicht in den Studien nur darum, ein Bewusstsein für diese Form der Weichenstellung zu schaffen?

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Rumpelstilz

Geschrieben

Ja, genau solche gab es, wo zuviel Druck zu Leistungsverweigerung führte. Und klar, es kann sein, dass es darum geht, Bewusstsein dafür zu schaffen. Es erscheint mir jetzt, nachdem ich mit dir "diskutiert" habe, schon ein bisschen sinnvoller (wirklich!)

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Fernstudienakademie

Geschrieben

Das freut mich, wenn meine absolut "handgestrickten" Fragen etwas zur Erhellung haben beitragen können. ;)

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