MSc. IT im Gesundheitswesen

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Die IT-Fächer: Top oder Flop?

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schwedi

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Die Frage des Blog-Titels lässt sich nicht eindeutig beantworten.

Im letzten Blogbeitrag hatte ich mein etwas schales Gefühl bzgl. des Masterstudiums erwähnt. Würden Kommilitonen den letzten Beitrag lesen, würden viele nur mit dem Kopf schütteln. Das hängt auch damit zusammen bzw. ab, wer mit welchem Hintergrund und welchen Zielen das Studium beginnt.

Ich behaupte, dass diejenigen Mitstudierenden am zufriedensten mit dem Studium wirken, die zu Beginn ihrer Laufbahn eine Ausbildung gemacht haben und nun vor allem im IT-Bereich im Krankenhaus und im Bereich Krankenkasse eine gewisse (Führungs-)Position erreicht haben. Ich finde es erstaunlich, wie viele in meinem Jahrgang und im Nachfolgekurs das Studium nur für "den Schein" - also die Master-Urkunde - machen wollen, damit sie gegenüber (chef-)ärztlichen Autoritäten mit mehr Standing begegnen können bzw. für einen Aufstieg akademisch qualifiziert sind.

Das österreichische Gesetz erlaubt es offensichtlich, dass man weiterbildende Master ohne Erststudium machen kann.

Jetzt, wo ich diese Worte schreibe, finde ich es allerdings nicht mehr erstaunlich, sondern ziemlich klar... :blink:

Je weiter entfernt die Teilnehmer von der "IT im Gesundheitswesen" sind, desto weniger zufrieden sind sie mit dem Studium. Drei Teilnehmer kommen aus dem ärztlichen und pflegerischen Bereich und wollen das Studium als Sprungbrett nutzen um in einen anderen Bereich zu gelangen. Sie haben naturgemäß Kenntnisse im Gesundheitsbereich, aber nicht in der IT. Ihnen helfen die IT-Fächer im Studium nicht allzuviel bzw. sind überfordert angesichts der vollgestopften Tage.

Welche IT-Fächer kommen im Studium vor?

  • Software-Entwicklung (1 Tag)
  • Datenbanken und -modellierung (1 Tag),
  • zwei Tage Netzwerktechnologie (2 Tage),
  • Software-Testen (1 Tag),
  • IT-Projektmanagement (1 Tag)
  • IT Servicemanagement (1 Tag)
  • IT Controlling (1 Tag)

In der Kürze liegt die Würze, dieser Spruch hilft da leider nicht viel. Mit den oberflächlichen Inhalten kann man nicht behaupten sich in den genannten Gebieten halbwegs auszukennen und sich also nicht ernsthaft damit bewerben. Das ist genau das Problem der Teilnehmer.

Und auch von der anderen Seite haben diese Fächer nicht so viel gebracht: Für mich als eher "informatik-lastige" Person war es bis auf IT Servicemanagement und Controlling eine nette Wiederholung und hier und da eine Ergänzung, aber nichts wirklich Neues. Also ehrlich gesagt sogar fast überflüssig.

Das heißt, weder als IT-Neuling noch als "informatik-lastige" Person kann ich wirklich von den Fächern profitieren.

Ich denke es gibt auch einen guten Grund weshalb die (wenigen und für mich leider nicht erreichbaren) alternativen Angebote in Berlin und Bern den Kurs zunächst aufsplitten in eine medizinisch vorgebildete Gruppe, die zunächst Informatik-Grundlagen lernt und in eine informatiklastige Gruppe, die parallel medizinischen Grundlagen und Begriffe erlernt.

Mit der Qualität der Seminare an sich hat das nicht viel zu tun: Die Dozenten fand ich sehr gut. Sie haben sich wirklich bemüht, die zahlreichen Inhalte in die paar Stunden zu quetschen und halbwegs verständlich zu machen, und ich würde sie weiter empfehlen.

Die Frage würde also allein jeder Teilnehmer in meinem Kurs anders beantworten.


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