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Gruppenarbeiten

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Rumpelstilz

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Heute (2 weitere Strickrunden...) ging es um Gruppenarbeit und was es braucht, damit in der Schule effektiv in Gruppen gearbeitet werden kann. Man hat offenbar herausgefunden, dass im Unterricht zwar recht viel Zeit in Gruppen verbracht wird, die Kinder häufig aber nicht als Gruppe arbeiten. Oder wenn, dann geht es vor allem darum 'Gruppenverhalten' zu lernen, dafür wurde nicht viel Wissen erarbeitet.

Thema war eine grosse Studie, in der es darum ging, wie man mit Klassen Arbeit in Gruppen etablieren kann, in der alle mitarbeiten und alle Lernen. Relevant ist, dass es trainiert werden muss: es muss als erst mal recht viel Zeit in das "briefing" und "debriefing" investiert werden, damit die Kinder arbeiten in Gruppen lernen. Dann müssen (das ist eher klar) Grundregeln erarbeitet werden, auf denen Gruppenarbeit basiert: Dinge wie einander zuhören, Fragen stellen, jeden mitarbeiten lassen, alle Ideen berücksichtigen etc.

Es ging auch darum, dass solche Regeln Kinder bevorzugen, die diese sowiese erlernt haben. Dh. deren kultureller Hintergrund solche 'Regeln' auch respektieren (z.B. in der Familie). Zum Vergleich wurde die Auswertung von Tischgesprächen der jüdischen Community in New York präsentiert: Dort wird mit einigen uns völlig fremden 'Grundregeln' gesprochen. Und das ist ja durchaus eine gebildete und sozial etablierte Gesellschaft. Das war recht eindrücklich!

Ich habe dann noch einmal über Frau Kanzlers Reaktion auf einen meiner letzten Beiträge nachgedacht, dass die Studieninhalte der Pädagogik auch das Schulwesen eines Landes widerspiegeln. Es ist ja eigentlich klar, dass in GB Gespräche, Argumentation, Kollaboration so wichtig ist. Tatsächlich hat dies dort eine lange Tradition. Z.B. werden, was ich ja schon oft positiv angmerkt habe, viele Assignments an der Uni in Form von Essays durchgeführt. Diskurs ist eine wichtige 'Umgangsform' und wird in mündlicher und schriftlicher Form schon früh gelernt. Deshalb ist es auch nachvollziehbar, dass die sozialkonstruktistische Lehre nach Vygotsky dort einen so grossen Stellenwert hat.

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4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ich habe mal in einem Outplacementprojekt gearbeitet, in dem viele Mitarbeiter (auch deutsche) in französischen Gymnasien waren. Ohne das vorher zu wissen, konnte ich ziemlich genau an der Art der Argumentation zu verschiedenen Themen sagen, ob jemand in einem deutschen oder einem französischen Gymnasium war.

Grundlage für diese spezielle Wahrnehmung ist die Tatsache, dass ich mit einem Doppelstaatler verheiratet bin: französisches Schulsystem, deutsches Studium, interkulturelles Umfeld.

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Sie haben recht mit ihrere Aussage, dass ein Blick über den Tellerrand auch in dieser Hinsicht den Horizon stark erweitert!

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Vor allem hilft es einem, mit Vehemenz vorgetragenen Lehrmeinungen, was nun richtig oder falsch sei, mit einem hohen Maß an Gelassenheit zu begegnen.

;)

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Vor allem hilft es einem, mit Vehemenz vorgetragenen Lehrmeinungen, was nun richtig oder falsch sei, mit einem hohen Maß an Gelassenheit zu begegnen.

;)

:-) Diese Erfahrung hatte ich heute erst wieder machen müssen.

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