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Fernlehrgang SachbuchautorIn: Mit Buchstabensuppe zum Experten?

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Fernstudienakademie

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Derzeit scheint es regelrecht in Mode gekommen zu sein, dass praktisch jeder Experte – oder jeder, der sich dazu berufen fühlt – ein Sachbuch schreibt bzw. ein solches schreiben will. Das ist ja im Prinzip auch richtig so und eine gute Idee – und ein wenig hoffen wir von der Fernstudienakademie ja auch darauf, dass der ein oder andere "Exepertenstatus-Affine" diesen Lehrgang bei uns bucht, um ein solches Buchprojekt unter unserer kompetenten Begleitung anzugehen. So ist jedenfalls der Plan! ;)

Sachbücher, die die Welt nicht braucht

In einer kleinen Glosse im Spiegel (http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/buchmesse-bitte-keine-buecher-zur-selbstvermarktung-a-860954.html) haben sich vor Kurzem Jörg Achim Zoll und Monika B. Paitl ziemlich bissig mit diesem aktuellen Trend der Sachbuchschreiberei auseinander gesetzt. Quintessenz der beiden Autoren: Es gibt derzeit an jeder Ecke Sachbücher, die die Welt nicht braucht, die keinen Erkenntnisgewinn mit sich bringen und eigentlich nur noch aus ungeordneten Lebensweisheiten und Anekdötchen mitteilsamer Möchtegern-Autoren bestehen.

Instantbücher

Für diese neue Gattung der (oft nur als E-Book und im Selbstverlag veröffentlichten) Sachbuchliteratur bringen die beiden Autoren den schönen Begriff der "Instantbücher" in die Diskussion ein. Dabei handelt es sich um Bücher, die meist in Windeseile geschrieben und von den Lesern ebenso schnell konsumiert werden, ohne dass sie einen langfristig erkennbaren Nährwert mit sich brächten. Aber: Bringen es denn solche „Buchstabensuppenbücher“ überhaupt?

Bücher als Marketinginstrument

Bei solchen Veröffentlichungen verkommt ein Sachbuch zu einem reinen Marketinginstrument. Nun stellt sich vielleicht mancher die Frage: "Na und? Was ist daran so schlimm?" Ich finde es absolut nachvollziehbar und richtig, wenn ein Buch auch zu Marketingzwecken genutzt wird. Ein Autor muss sich schließlich ebenfalls überlegen, ob sich die Mühe, ein Sachbuch zu schreiben, für ihn tatsächlich lohnt und rechnet.

Allerdings wird ein Buch, das keine Tiefe und keinen wirklichen Nutzen für die Leser mit sich bringt, diese nicht wirklich begeistern. Wer in seinem Sachbuch nur ausgelutschte Lebensweisheiten von sich gibt, braucht sich nicht zu wundern, wenn seine Leser (und potenziellen Kunden) irgendwann doch zu den wirklichen "Experten" in der Branche abwandern, die Spannendes und Profundes zum Thema zu Papier gebracht haben.

Anne Oppermann

Kennt Ihr auch solche "Buchstabensuppen-" bzw. "Instant-Bücher"? Wie reagiert Ihr auf diese nicht allzu nahrhafte Lese-Kost?

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4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ignorieren ist natürlich imme ne Option... ;) Aber manchmal sieht man vor lauter Buchstabensuppen- und Instantbüchern gar nicht mehr die qualitativ hochwertigen Bücher....

Es müssten deshalb möglicht gute Kriterien her, wie man Buchtabensuppenbücher von guten Büchern unterscheidet, damit man der Masse an Neuerscheinungen eines jeden Jahres noch einigermaßen Herr wird...

Wie unterscheidest Du denn beim Bücherkauf "Buchstabensuppe" von "nahrhafter Kost"?

Rezensionen? Empfehlungen? Status der Autoren? Verlag?

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Ich schau aufs Inhaltsverzeichnis und überfliege ein, zwei Seiten. Und schaue, was der Autor denn so an Angaben über sich macht bzw. was sich da so finden lässt. Das reicht in der Regel!

Und unbekannte Bücher bzw. Autoren kauf ich nicht per Amazon ohne Leseprobe.

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Ja, diesen Eindruck habe ich mitunter auch, auch bei manchen Blogs übrigens.

Ob es ein Buch nur als eBook und/oder im Selbstverlag gibt finde ich ebenso ein Indiz wie den Umfang oder bereits vorhandene Rezensionen. Auch eine kleine Recherche nach dem Autor bringt oft schon weiter.

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