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Die Spannung steigt

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Zitrone

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Morgen ist meine Klausur.

Ich weiß, ich habe viel zu wenig hier gebloggt. :blushing::blushing: Aber ich hatte genug zu tun mit Lernen und anderen Dingen. Und selbst so bin ich leider nicht ganz fertig geworden. Ich habe zwei der sieben(?) englischen Artikel zum Themengebiet Phantasie, Spiel, ... nicht gelesen und hoffe, dass abstract/conclusion reichen werden.

Alles in allem ist Entwicklungspsychologie aber ein sehr spannendes, interessantes und kurzweiliges Modul. Das Einführungsskript fand ich etwas zu wiederholend - vieles, was darin steht, kam schon in früheren Modulen vor (und es wird in der Pflichtliteratur, dem Lohaus, nochmals wiederholt). Aber die Wiederholungen im Modul sind zum Lernen auch hilfreich. Während ich bei der ersten Beschreibung von Piagets Theorie noch befürchtet habe, mir die Begriffe Assimilation und Akkomodation und ihre Bedeutungen nur schwer merken zu können, habe ich meinen Blick mittlerweile an diese Unterscheidungsstruktur akkomodiert und assimiliere alles mögliche damit (Assimilation = Anpassung von Infos an bereits vorhandene Denkschemata; Akkomodation = Erweitunger der eigenen Denkschemata). Das ist ein Konzept, das sich durch alle vier Skripte zieht. Auch die Bindungstheorie Bowlbys wird in unterschiedlichen Bereichen immer wieder wiederholt.

Es ist sehr schön bei diesem Modul, zu merken, wie sich nach und nach manche Theorien als selbstverständliche Informationen in die eigenen Denkmuster "einbauen". Fast alles ist in irgendeiner Form miteinander verflochten.

Ich empfehle allen, die diese Klausur noch schreiben werden, sich die alten Klausuren in Moodle zu besorgen (ich glaube bis März 2012 wurden sie noch zur Verfügung gestellt) und direkt mit den Klausurfragen zu lernen. Das ist eine schöne Überprüfungsmöglichkeit des eigenen Wissens und zeigt auch gleichzeitig auf, was den PrüferInnen wichtig ist. (Achtung: Der Lohaus ist erst in der letzten veröffentlichten Klausur in vollem Umfang vorhanden)

Ich hoffe, dass ich diesen Tipp auch morgen nach der Klausur noch mit Überzeugung vertreten kann. ;)

Liebe Grüße

Zitrone

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7 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ich habe dein bloggen tatsächlich vermisst! (Ist natürlich kein Vorwurf!)

Akkommodation und Assimilation finde ich vor allem im Mathe-Naturwissenschafts unterricht ein sehr hilfreiches Konzept. Die Entwicklungsstufen von Piaget sind mittelerweile allerdings überholt. Mich würde interessieren, wie das in Hagen vermittelt wird?

Und noch eine neugierige Frage: Kommen bei euch die Theorien von Vygotsky in irgendeiner Art und Weise vor?

Die Bindungstheorie finde ich vor allem im kulturellen Kontext (wie wird Bindung bewertet?) interessant, alledings ist mein Eindruck, dass sie in der Entwicklungspsychologie etwas überbewertet ist, weil man sie so schön erforschen kann. Allerdings kenne ich den grösseren Forschungskontext nicht, ich bin ja keine Psychologin.

In erster Linie wünsche ich dir viel Erfolg in der Klausur! Abstract-Conclusion muss bei mir manchmal auch reichen (ev. noch die Methode dazu).

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Danke für eure Antworten und gedrückten Daumen (nicht zerquetschen, die braucht ihr noch). ;)

@Rumpelstilz: Ich finde es schön, wie du meine Bloggs immer mit Informationen erweiterst und genauer nachfragst. :) Das "anstrengende" (und gleichzeitig gute) an den Studienbriefen ist, dass verschiedene Theorien vorgestellt werden und anschließend immer einige Kritiker mit den wesentlichen Kritikpunkten genannt werden. Zum Lesen interessant, erschwert aber das Merken ganz schön, wenn man sich Theorie A, B, C und Kritik A1, A2, A3; B1, B2, B3 und C1, C2, C3 gleich noch dazu merken muss.

Aber ja, Piaget wurde auf jeden Fall auch kritisiert. Ich würde nicht sagen, dass die Entwicklungsstufen als "überholt" bezeichnet wurden, aber ihre Gültigkeit wurde zumindest eingeschränkt. Besonders die Altersangaben sollen ja nicht zutreffen - diese sind für Piaget laut Studienbriefen aber auch nicht das Wesentliche. Das Wesentliche sind laut diesen, dass es qualitative Sprünge gibt und wie sich das Denken verändert. Dabei wurden dann immer wieder auch Sachen erwähnt, die nicht ganz dem Konzept Piagets entsprechen (z. B. dass die Perspektivübernahmefähigkeit im kindlichen Spiel schon deutlich früher gegeben ist, als Piaget dies annimmt). Wobei die AutorInnen betonen, dass das Grundkonzept dennoch vermutlich einigermaßen passt.

Zur Bindungstheorie muss ich jetzt passen, dazu müsste ich länger daruber nachdenken und dafür habe ich jetzt keine Zeit, ich muss gleich los zur Klausur. *lach*

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Rumpelstilz, Vygotsky (und seine zig Namens-Schreibweisen) ist in Hagen durchaus bekannt. Selbst in M3 hab ich öfters von ihm gelesen, allerdings muss ich zugeben, dass mir seine Theorien jetzt nicht präsent sind (hab ja noch ein halbes Jahr Zeit, diese zu verinnerlichen). ;) Ich glaube, sogar in M1 schon von ihm gelesen zu haben...

Wie bewertest du Vygotsky denn im Gegensatz zu Piaget? Gilt er als "moderner"?

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Ich studiere ja in Grossbritannien. Ich habe bemerkt, dass sie Piaget anders interpretieren als wir in der Schweiz und vor allem, dass dort Vygotsky, viel, viel wichtiger ist. Vygotsky gilt - zumindest von dem her, was ich mitkriege, als "die" Lerntheorie. Ist irgendwie komisch an einer Fernuni... (Vygotsky sagt, sehr verkürzt, dass Lernen nur sozial passieren kann).

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Zitrone, ich drücke dir auch die Daumen und hoffe, dass es euch um einiges besser ergeht als uns ;-)

Ich freue mich auch schon total auf Entwicklungspsychologie. Wenn ich hier lese, was ihr so schreibt, würde ich am liebsten direkt anfangen. Wie du schon meintest, wenn man Kinder hat, dann sieht man das alles ja nochmal aus einer anderen Perspektive. Und ich habe ja alles vertreten, ein "großes" und sehr intelligentes Kind, dem Lernen gar keine Probleme macht, ein frisch eingeschultes Kind mit großen Problemen und ein kleines Kind, wo noch alles offen ist ;-)

Jedenfalls sind meine Daumen gedrückt. Du packst das!

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