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    Trends


    Markus Jung

    Gerade in den letzten Jahren hat sich bei der Fernlehre einiges getan und viele Entwicklungen stehen noch ganz am Anfang und es zeichnet sich bereits ab, dass das Fernstudium vor großen Veränderungen steht.

     

    Einige Trends:

     

    • Akademisierung des Fernstudiums
      Gerade durch das Bologna-Konzept mit der Aufteilung des Studiums in einen Bachelor und einen Master studieren immer mehr Menschen berufsbegleitend, da sie nach dem Bachelor in den Beruf einsteigen und dann später den Master machen. Auch gibt es ja insgesamt einen Trend zur Akademisierung (teilweise wird auch von einem "Akademisierungswahn" gesprochen), so dass auch manch Älterer ohne Studium irgendwann den akademischen Abschluss nachholen möchte und dann ein Bachelor-Studium beginnt. In den letzten Jahren sind einige Fernstudien-Anbieter neu auf den Markt gekommen und Anbieter von Präsenzstudiengängen bieten immer häufiger auch Fernstudiengänge an.
       
    • Kollaboratives (gemeinsames) Lernen
      Durch die modernen Kommunikationsformen wie soziale Netzwerke ist der Austausch leichter und schneller geworden und auch Fernstudenten wollen häufig Kontakt zu ihren Kommilitonen haben und es wird auch immer mehr gemeinsam an Projekten gearbeitet in Projektgruppen, die räumlich weit verteilt sind und virtuell zusammen kommen. Oft sehen sie sich dann bei der Projektpräsentation zum ersten Mal an einem gemeinsamen Ort. Außerdem findet auch immer mehr ein Lernen auf Augenhöhe mit den Dozenten statt, denn viele Fernstudierende stehen ja schon in der beruflichen Praxis ihres Studiengebiets und können diese Erfahrungen aktiv mit einbringen und zum Beispiel mit Theorien abgleichen. Auch der Web-Campus der Anbieter kann für ein gemeinsames Arbeiten genutzt werden, sofern er dafür notwendige Voraussetzungen erfüllt. 
       
    • Digitalisierung der Inhalte
      Zwar spielt der Papier-Studienbrief nach wie vor im Fernstudium noch eine große Rolle und die Mehrheit der Studierenden möchte darauf nicht verzichten, jedoch wünschen sie sich immer mehr ergänzend, manchmal auch alternativ, dazu digitale Inhalte. Das fängt bei elektronischen Versionen der Studienbriefe an (PDF, ePUB, ggf. ergänzt um interaktive Elemente) und geht über Videos bis hin zu interaktiven Übungen und virtuellen Seminaren. So bieten Online-Selbsttests den Vorteil einer sofortigen Rückmeldung und Einschätzung des eigenen Lernstands. Virtuelle Seminare reduzieren für die Teilnehmer den Reiseaufwand und für den Anbieter Raumkosten. Der persönliche Kontakt zwischen den Studierenden untereinander und zur Hochschule wird allerdings erschwert.
       
    • Mobile Learning (Tablets, Smartphones)
      Ein Fernstudium war schon immer ein mobiles Studium und viele Fernstudierende haben ihren Studienbrief immer dabei. Da Smartphones mittlerweile zu ständigen Begleitern werden, wünschen sich die Studierenden, auch unterwegs auf ihre Lerninhalte und den elektronsichen Campus zugreifen zu können. Dabei besteht der Wunsch, auch kurze Lernzeiten nutzen zu können, was eine Aufteilung zumindest eines Teils des Lernstoffs bzw. der Lernübungen in kleine Happen sinnvoll erscheinen lässt. Dies lässt sich über mobile oder responsive Versionen der Webseiten und über spezielle Apps erreichen. 

       
    • Methoden wichtiger als Wissen
      Fähigkeiten werden wichtiger als Wissen, da Wissen jederzeit und überall (ubiquitär) verfügbar ist. "Wandelnde Lexika" werden nicht mehr benötigt, sondern Menschen die wissen, wie sie schnell an relevante Informationen heran kommen und diese auch umsetzen können. Dennoch ist es auch weiterhin nötig, ein Grundwissen zu haben, um Informationen in Zusammenhänge einordnen und bewerten zu können.


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