Kerberos

Ansehen und Ruf der PFFH bei Arbeitgebern?

24 Beiträge in diesem Thema

Hallo!

Für mich steht fest, zum WS 2006 ein Fernstudium zu beginnen. Leider kann ich mich nicht zwischen der PFFH und Wismar entscheiden.

Die wichtigste Frage für mich stellt sich bezüglich der Anerkennung der PFFH. Ist die PFFH wirklich mit einer staatlichen FH gleichzusetzen? Wie reagieren v. a. Arbeitgeber auf dieses Präfix "Privat"? Sicherlich ist die Motivation, ein Studium neben dem Beruf zu absolvieren sehr hoch anzurechnen, zudem wird auf deren Internetseite die Gleichwertigkeit der Lehrinhalte angesprochen, aber könnte beispielsweise eine Bewerbung schon daran scheitern, dass ein Arbeitgeber/Personalchef das PFFH-Diplom als Minderwertig einstuft, da es sich ja 'nur' um eine private FH handelt?

Befürchte, dass ich die Motivation verliere, wenn ich erst mal ein Studium begonnen habe und dann merke, dass das Diplom der PFFH doch nicht so viel Wert ist, wie das einer staatl. FH.

Wie ist der Ruf der PFFH in der Arbeitswelt?

Kann mir hier jmd von Erfahrungswerten berichten?

Schon jetzt vielen Dank für eure Antworten.

Viele Grüße!

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Eine PFFH Darmstadt ist natürlich nicht so bekannt wie beispielsweise die FernUni Hagen.

Aber ich denke nicht, dass sie schlechter angesehen ist, nur weil sie privat ist. Im Gegenteil - es gibt viele Privatschulen, die einen hervorragenden Ruf haben. U. a. weil private Schulen oft finanziell besser ausgestattet sind und daher mehr für die Studenten tun können (ist erstmal eine These von mir - man könnte auch negativ behaupten, die privaten wollen nur verdienen...).

Viele Grüße

Markus


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Leider kann ich mich nicht zwischen der PFFH und Wismar entscheiden.

Eigentlich ist es nicht die gleiche Studienrichtung. Wismar bietet Wirtschaftsinformatik mit Betonung auf BWL. Sogar manche Klausuren für WI und BWL sind gleich. Die PFFH basiert auf allgemeinem Wissen und geht mehr in Richtung Management/Kommunikation/Information etc.. Somit stellt sich zuerst die Frage der Richtung.

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Vorerst vielen Dank für eure Antworten.

Ich interessiere mich für beide Richtungen. Würde sowohl als auch studieren.

Da die PFFH im Gegensatz zur HS Wismar bzgl. Betreuung und Lehrmaterialien wesentlich besser sein soll, zieht es mich schon nach Darmstadt.

Mir geht es einzig und allein um die oben stehende Problematik des Ansehens...

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Die Betreuung ist eher subjektiv, da kann ich nichts sagen. Lernen muss man überall selbst und Betreuung habe ich so gut wie nie gebraucht. Aber, dass die Studienhefte von PFFH wesentilich besser sein sollen ist mir neu. Ich habe hier fast alle PFFH Grundstudiumhefte und auch die von Wismar. Es ist eher umgekehrt. Die PFFH-Hefte sind zwar schön zusammengefasst, aber für eine Vertiefung muss man extra Literatur kaufen. Wismar liefert die Studienhefte und auch die Literatur dazu. Die Frage ist halt, ob man lernen will, oder einfach nur eine Zusammenfassung um die Klausur zu schaffen benötigt.

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Meine Kenntniss bzgl. der Studienhefte baut Beiträgen auf, die ich in diesem Forum gelesen habe. Kann mich natürlich auch täuschen.

Da du von beiden FHs Material besitzt kann ich davon ausgehen, dass du an beiden FHs eingeschrieben warst/bist?

Ist es nicht so, dass Wismar nur komplette Bücher ausgibt und man selbst den nötigen Stoff zusammenfassen muss? Gibt es auch Studienhefte die speziell den Klausurstoff beinhalten?

Wenn ja kannst du natürlich sehr gut vergleichen. Könntest du mir bitte ein wenig deiner Erfahrung schildern? Habe bis jetzt leider nicht viel positives zur HS Wismar gelesen, was mich mehr in Richtung PFFH tendieren lässt. Bin aber für jede weitere Information dankbar.

Vielen Dank schon jetzt!

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Hallo,

Ich war drei Semester lang bei der PFFH. Mir war alles zu wenig bzw. sehr oberflächlich. Es werden alle Themen angeschnitten, aber man geht nirgendwo in die Tiefe. Dass Wismar zum Teil Bücher liefert, ist richtig, aber du schreibst keine Klausur anhand der Bücher. Es gibt Studienbriefe dazu, die den Stoff eingrenzen, und die Musterklausuren sind mehr oder weniger auch für die Klausuren relevant. Im Hauptstudium gibt es mehr Studienhefte als Bücher.

Man kann nur die Abschnitte lernen, die für die Klausur relevant sind, oder man findet den Stoff interessant und man liest etwas mehr. Die Literatur ist vorhanden. Wismar war einmal schlecht, aber inzwischen hat sich vieles geändert.

Ich muss noch eine Klausur schreiben und habe bereits die Studienbriefe für das nächste Semester bekommen. Mittlerweile gibt´s auch ein Intranet, aus dem man alle Infos abrufen kann. Wismar ist auch viel flexibler geworden. Man kann alle Termine in allen Standorten in Anspruch nehmen, und somit hat man einige Termine pro Semester und Fach. Dazu kommt noch, dass auch ein Zusammenlegen von Semestern und somit ein schnellerer Studienabschluss möglich ist. Eines ist aber klar. Die beiden Studiengänge lassen sich im Umfang nicht vergleichen. Während du bei der PFFH insgesamt 15 Klausuren und ein paar Hausaufgaben schreibst, musst du bei Wismar 30 Klausuren schreiben. Aber das ist nicht so schlimm, da man sich dran gewöhnt.

Die finanzielle Seite möchte ich gar nicht ansprechen, da sie für sich spricht.

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Hi Kerberos,

also das Studium an der Privat FH kann ich nur empfehlen. Das Informatik Studium mit dem Schwerpunkt Informations-und Kommunikationsmanagement ist wohl zur Zeit mit einer der zukunftsträchtigsten Studiengänge. Wissen bzw. Information wird heute bei den Firmen teilweise schon als der dritte Produktionsfaktor angesehen. Schon alleine daran merkt man, wie relevant in den nächsten Jahren das Know-How sein könnte, das ein Absolvent der PFFH mitbringt. Neben den Schwerpunktsfächern, die eben vor allem um Information & Kommunikation, Führung und Kommunikationspsychologie etc. gehen, lernt man noch diverse technische Grundlagen die notwendig sind. Darüber hinaus wird innerhalb eines Semesters eine reale Projektarbeit mit anderen Kommilitonen nach einem Leitfaden der Fh erstellt und darin lernt man alle wichtigen Dokumente zu bearbeiten, die später in der Praxis im Projektmanagement relevant sein werden. Der Aufwand hierfür war in etwa wie die Vorbereitung auf 3-4 Prüfungen. Aber für die Praxis wahnsinnig wichtig. Es müssen in dieser Zeit etwa 40 Dokumente im Team bearbeitet werden (Lastenheft,Betriebskonzept,Wirtschaftlichkeitsanalyse,Pflichtenheft,

Migrationsplan usw.) + die Realisierung. Alleine damit wirst du bei späteren Arbeitgebern punkten können, denn projektmanagementmäßig wird man Top auf die Wirtschaft vorbereitet.

Die Studienhefte sind sehr gut und wenn du immatrikuliert bist wirst du schnell merken, welche hochkarätigen Professoren die Studenten betreuen. Vielleicht hast du dann vorher schonmal von dem einen oder anderen gehört. Gehst man dann mal auf die Homepages von diesen Profs, dann merkt man obendrein , dass der Stoff an deren Heimat FHs und der Pffh nahezu der gleiche ist.

Manch ein Prof meint, dass insgesamt das Niveau an der FernFH einen Hauch höher liegt als an der Präsenz FH in Darmstadt oder Frankfurt. Und gerade das ist eben auch der Grund wenn Geld bezahlt wird. In keinem Repetitorium wird man einen Studenten treffen, der nicht vorbereitet ist. Denn wieso sollte man Geld zum Fenster werfen.

Zwischen Präsenz und FernFH gib es meiner Meinung nach keine Unterschiede, solange man immer vom gleichen Alter ausgeht. Das wird bei vielen Diskussionen vergessen. Das es ein 45 jähriger ,der gerade seinen FernFh Abschluss erreicht hat, sehr sehr schwer haben wird ist wohl in der heutigen Zeit selbstverständlich.

Generell denke ich, es heben sich aber Vor - und Nachteile zwischen Präsenz und FernFH gegenseitig auf. Es kommt eben immer auf die individuelle Person an. Die eine war schon in der Schule um 8.05 genervt vom langweiligen Unterricht und kann 6 Stunden Stoff abends in zwei Stunden effektiver lernen und andere brauchen unbedingt 50 Leute um sich herum um Informationen aufzusaugen. In der Infomationsgesellschaft gibts eben immer neuere Wege und die Flut von Informationen, die wir sowieso schon täglich aufnehmen, reduzieren wir dadurch aufs westentliche, was im Endeffekt effektiver ist als sich paar Stunden am Tag, Dinge anzuhören, die man nach spätestens paar Wochen vergessen hat.

Im Prinzip denke ich, dass von den FernFHs her die PFFH mittlerweile einen sehr hohen Stellenwert hat.

Viele Grüße

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Nicht dass der falsche Eindruck entsteht, dass eine umfangreiche Projektarbeit und Fächer wie Informationsmanagement ein Privileg der PFFH wären. Die sind schon mittlerweile Standard.

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@ Genti,

das wollte ich damit auch nicht sagen. Ich kann nur von der Pffh sprechen, da dauert die Projektarbeit je nach Modell 4 oder 6 Monate. Also man kann damit rechnen, dass die Arbeit etwa ein Semester ausfüllt.

Hinsichtlich der Betreuung kann ich sagen, dass ein Projektbetreuer zur Verfügung gestellt wird, der regelmäßig überprüft, ob alle Meilensteine eingehalten werden, de einzelnen Dokumente bearbeitet wurden, und einlenkt wenn er merkt, dass etwas in die falsche Richung läuft.

Am Ende, direkt nach der einstündigen Präsentation wird man dann von den anwesenden Profs und dem Betreuer bisschen auf den Zahn gefühlt und leicht provoziert, weil die sehen wollen, ob man sich jetzt im Team zerfleischt nach dem Motto: "Ich habs euch doch gleich gesagt, wir hätten es anders machen müssen" , oder ob man als Team Verantwortung übernimmt.

@Kerberos

Zusätzlich zu den Prüfungen muss man an der PFFH nahezu in jedem Fach noch eine Hausarbeit schreiben, die benotet wird.

Da doch in den meisten Prüfungen aus zeitlichen Gründen nur die Breite abgefragt wird, wird bei der Hausarbeit ein Themengebiet herausgesucht und dabei die Tiefe abgefragt.

Hierbei soll der Student auch lernen, Dinge selbst zu definieren und diese anhand des gelernten Basiswissens umzusetzen.

Anscheind war es in den ersten Jahren der PFFH so, dass diese Arbeiten oft nur eine Aufbesserung der Gesamtnote beinhaltet haben, da die einzelnen Aufgaben mehr oder weniger ein Umschreiben der Inhalte aus den Studienheften voraussetzte. Das hat sich stark geändert.

Also zum Beispiel Prgrammieren: Hier muss man in der Prüfung bei rekursiven Funktionen oft ein kleines Problem lösen, wie Fakultät etc. Dabei soll aus zeitlichen Gründen mehr oder weniger getestet werden, ob man verstanden hat worum es geht. Bei der Hausarbeit gehts dann beispielsweise um spezielle Annäherungsformeln für Integrale, die rekursiv umgesetzt werden müssen.

Oder Fach Controlling: Man bekommt in der Angabe eine Firma aufgeführt mit

den einzelnen Abteilungen und es soll ein Controllingsystem eingeführt werden mit den jeweiligen Aufgaben, Budgetierung, Planung und den Analysen.

Man hat also das Basiswissen für die Aufgabe, aber nun soll ein praktisches Beispiel in mindestens vorgegebenen 12 geschriebenen Seiten in Heimarbeit umgesetzt werden. Das wäre in einer 120 minütigen Prüfung niemals machbar.

Im Grunde kann gesagt werden, dass der Zeitaufwand für die Hausarbeiten nicht zu unterschätzen ist. Teilweise mindestens genauso hoch wie der Zeitaufwand für die Vorbereitung auf eine Klausur, aber auch hierbei lernt man selbstständiges Arbeiten.

Der schöne Nebeneffekt ist, wie bei den ganzen Dokumenten bei der Projektarbeit, dass die Office-Kenntnisse zwangsläufig erweitert werden.

Ob ein Gantt-Diagram in MS-Project, die Kosten mit Formeln in Excel, mal Datenmodelle in Visio, Datenbanken in Access oder natürlich die Präsentation in Powerpoint.

Außerdem gibts mittlerweile einige Teams, die mit ihren umgesetzten Produkten gehör in der Wirtschaft bekommen haben und diese dort vorstellen konnen.

Viele Grüße

Mike

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