alraune

[FH Darmstadt] cnam studium

10 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

die Fachhochschule in Darmstadt bietet für Berufstätige einen Studiengang Informatik an.

Dieses Studium ist modular aufgebaut und auf sehr hohem Niveau, der Abschluss ist ein französisches Diplom, welches allerdings sehr sehr anerkannt ist.

Ich selbst habe mal vor Jahren eine C++ Vorlesung besucht, dass läuft so ab, dass die CNAM-Studenten gemeinsam mit Werkstudenten studieren (die Vorlesung besuchen) und identische Klausuren schreiben. (Präsenzunterricht 2 x die Woche)

Die Professoren werden von der Fachhochschule Darmstadt gestellt.

Nachteil ist, dass das credits-system sehr verschachtelt ist und der Abschluss erst nach 6 - 8 Jahren verliehen wird.

Das Diplôme d'Ingénieur CNAM genießt in unserem Nachbarland ein sehr hohes Prestige. Vor allem die Tatsache, daß das Studium neben der beruflichen Tätigkeit absolviert wird, gilt als außergewöhnliches Leistungskriterium.

Infos zum CNAM-Diplom:

In Frankreich kann man ein Ingenieurdiplom grundsätzlich nur nach insgesamt 5-jährigem Studiengang erwerben. Der in CNAM erworbene Ingenieurtitel ist auch in Deutschland gesetzlich anerkannt.

Partner der FH Darmstadt bei der Zusammenarbeit mit dem Conservatoire National des Arts et Métiers ist die regionale Niederlassung in Frankreich in Strasbourg, die der Université Robert Schuman angegliedert ist.

link:

http://www.fbi.fh-darmstadt.de/~cnam/

Viele Grüße

alraune


Wenn du ein Schiff bauen willst,

so trommle nicht Leute zusammen,

um Holz zu beschaffen

und Werkzeuge vorzubereiten,

sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer!

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Hallo Alraune,

wenn ich das richtig verstehe, handelt es sich hier aber doch nicht um ein Fernstudium, sondern um ein Präsenz-Studium, das auf die Bedürfnisse von Berufstätigen ausgerichtet ist, oder?

Mir ist auch nicht ganz klar, warum die deutsche FH Darmstadt ein französiches Diplom anbietet.

Viele Grüße

Markus


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Hallo,

ich habe mich zu diesem CNAM-Abschluß schon einmal an anderer Stelle in diesem Forum geäußert, möchte aber auch hier noch einmal meine Einschätzung wiedergeben:

In bin ein wenig skeptisch in Bezug auf diesen Abschluß.

Zunächst einmal ist man während dieser Weiterbildung an keiner Hochschule immatrikuliert, weder an der Hochschule Darmstadt (zuvor FH Darmstadt) noch am französischen CNAM.

Der CNAM-Lehrgang besteht aus drei nacheinanderfolgenden Zyklen - A, B und C -, von denen der Zyklus B mit einem Abschluß endet, der formell einem Bachelor entspricht (laut Aussage der Hochschule Darmstadt).

Für den Einstieg in den Anfangszyklus A werden keinerlei Voraussetzungen, wie Abitur o.ä., verlangt. Dieser Zyklus A kann bei einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Bereich Informatik, wie z.B. Informatik-Kaufmann oder Fachinformatiker, übersprungen werden. Daher ist davon auszugehen, daß sich das Niveau dieses Zyklus sich in etwa an den Inhalten einer Lehre in Deutschland orientiert.

Damit hätte man dann schon den halben Weg bis zum Bachelor geschafft.

Im Vergleich zu deutschen Ingenieur- bzw. Informatik-Studiengängen an Fachhochschulen fällt auf, daß keinerlei Mathematik vermittelt wird. Es ist daher davon auszugehen, daß die Studieninhalte mit Mittelstufen-Mathematik auskommen müssen (wenn überhaupt). Von einer Vergleichbarkeit mit deutschen FH-Diplomen in Informatik kann daher keine Rede sein.

Da die Hochschule Darmstadt einer Vergleichbarkeit ihres Angebots durch fehlende Angabe von Credit Points oder SWS aus dem Wege geht, kann der Umfang des vermittelten Stoffes nicht genau eingeschätzt werden. Bei der Durchsicht der Unterlagen drängt sich aber die Vermutung auf, daß auch hier von einer Vergleichbarkeit mit deutschen FH-Diplom- oder Bachelor-Studiengängen nicht ausgegangen werden kann.

Die Aussage der Hochschule Darmstadt, der Abschluß sei in Deutschland anerkannt, bewegt sich daher auf demselben Niveau wie die Aussage vieler Anbieter von Fernlehrgängen, nach Abschluß ihres Lehrgangs würde man ein "wertvolles Diplom" erhalten.

Allerdings ist der Hochschule Darmstadt zugute zu halten, daß der Abschluß wenigstens formell staatlich anerkannt ist.

Nach ein bis zwei weiteren Jahren berufsbegleitend - dies ist dann der Zykls C - bekommt man dann vom französischen CNAM ein "Diplôme d'Ingénieur" verliehen, von der Hochschule Darmstadt gleichgesetzt mit einem Diplomingenieur oder einem Master`s Degree.

http://www.fbi.h-da.de/studium/cnam.html

Mir ist nur ein weiterer legaler Weg bekannt, wie ein Hauptschulabsolvent (das ist jetzt nicht abwertend gemeint) schneller an einen Master-Abschluß kommt wie über das Gespann Hochschule Darmstadt/CNAM, nämlich die Kombination IHK München/Donau-Universität Krems(Österreich).

An der österreichischen Donau-Universität Krems kann man, wenn man (Technischer) Betriebswirt(IHK) ist, innerhalb eines Jahres berufsbegleitend, d.h. in Teilzeit (!), "Master of Science" werden und darf diesen Grad auch

in Deutschland führen.

http://akademie.ihk-muenchen.de/akademie/base/merkblaetter/Broschuere.pdf

http://www.donau-uni.ac.at/de/studium/fachabteilungen/tim/zentren/cp/studienangebot/ihk/index.php

Also, ich denke, der CNAM-Lehrgang ist eine solide Weiterbildung für Praktiker, allerdings ohne inhaltlich Niveau und Umfang eines deutschen FH-Studiums zu erreichen. Dies dürfte auch der Grund sein, warum die Hochschule Darmstadt (die ja im übrigen im Präsenzstudium sehr gute Diplom- und Bachelor-Studiengänge anbietet) für diese Weiterbildung keinen akademischen Grad wie FH-Diplom oder Bachelor vergibt.

Carsten

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Hallo Alle miteinander,

also zum einen CNAM ist KEIN FERNSTUDIUM. Darum könnte es sich eigentlich erledigt haben, dies hier näher zu behandeln. Und dennoch - ich habe nun mein erstes CNAM-Semester hinter mich gebracht und werde bestimmt noch weiter machen.

Meine Ausgangssituation:

Schulabschluss: Mittlere Reife

Ausbildung: Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung) IHK

Hintergrund:

Im Rahmen der IHK-Ausbildung in Frankfurt/Main wurde ich teilweise sehr enttäuscht. Nach der Ausbildung, die ich übrigens mit "gut" abgeschlossen habe, fühlte ich mich irgendwie stehen gelassen. Ich konnte mich einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass das jetzt schon alles gewesen sein könnte.

Erste Versuche:

ILS - Einen Teillehrgang zum Thema Programmierung mit VB.NET besucht und als ich alle Studienhefte durch hatte, war ich wieder enttäuscht. Ich hatte mir mehr... komplexere Programmstellungen vorgestellt (z.B. intensive Zusammenarbeit mit Datenbanken oder Datenbankdateien)

Nächster Versuch:

CNAM - Eher durch Zufall drauf gestoßen. Ja - es ist ein Präsenzstudium. Das bedeutet(e) für mich 2-3x die Woche direkt nach der Arbeit zur FH/HS fahren. Um 18:00 Uhr beginnen die Kurse und gehen dann bis 21:00 Uhr. Es war zwar anstrengend aber ich habe die Kurse mit "gut" bestanden.

Weil es für mich einfacher ist gehe ich jetzt einfach mal auf die Punkte von Carsten ein, da ich diese hier nicht so ohne weiteres stehen lassen will/kann.

in bin ein wenig skeptisch in Bezug auf diesen Abschluß.

Zunächst einmal ist man während dieser Weiterbildung an keiner Hochschule immatrikuliert, weder an der Hochschule Darmstadt (zuvor FH Darmstadt) noch am französischen CNAM.

Es ist richtig, dass man nicht immatrikuliert ist. Das Studium besteht aus vielen, vielen Einzelkursen. Ich habe während meiner Zeit schon einige Leute erlebt, die ausschließlich einen oder zwei Kurse besuchen und gar kein Interesse am Studium selbst haben. Die Kurse sind dadurch aber auch komplett steuerlich absetzbar, wie Fernschulkurse.

Der CNAM-Lehrgang besteht aus drei nacheinanderfolgenden Zyklen - A, B und C -, von denen der Zyklus B mit einem Abschluß endet, der formell einem Bachelor entspricht (laut Aussage der Hochschule Darmstadt).

Das ist richtig. Der Abschluss des A-Zyklus ist eine Art Vordiplom. Bei uns ist das Vordiplom auch kein anerkannter staatlicher Abschluss.

Der Abschluss des B-Zyklus endet mit dem "Diplome d'etudes superior technique" das ist unserem FH-Diplom/Bachelor ähnlich (!!!). Es ist ein staatlicher akademischer französischer Abschluss. Wenn man sich damit international bewirbt wird dieser Abschluss, genau wie unser FH-Diplom, als Bachelor eingestuft.

C-Zyklus endet mit dem "Diplome d'Ingenieur" dem französischen Uni-Diplom/Master. Auf der Urkunde steht das auch so drauf "Diplome d'Ingenieur - Master's degree)

Für den Einstieg in den Anfangszyklus A werden keinerlei Voraussetzungen, wie Abitur o.ä., verlangt.

Das ist richtig. Es gehört mit zu der Philosophie der fränzösischen Uni. Diese wurde kurz nach der Revolution gegründet und hat als Motto "Bildung für Jeden - gleich welcher Herkunft".

Dieser Zyklus A kann bei einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Bereich Informatik, wie z.B. Informatik-Kaufmann oder Fachinformatiker, übersprungen werden.

Das ist richtig - ist aber ein Zugeständnis der französischen Uni an das deutsche Ausbildungssystem, was die FH/HS Darmstadt damals ausgehandelt hatte. Immerhin ist das Abkommen fast so alt wie die "neuen" IT-Berufe und damals hatte wohl die FH/HS Darmstadt gedacht, dass man die Ausbildung mit dem A-Zyklus vergleichen kann.

Heutzutage, und das kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, ist dies rein formales Zugeständnis. Die Kurse aus dem A-Zyklus sind etwa zu 50% mit den Inhalten einer 3jährigen IHK-Ausbildung(!!!) vergleichbar. Der Rest ist ECHTES UNI/FH-NIVEAU(!!!).

Würden die Franzosen mitbekommen, was wir hier in Deutschland tatsächlich in der Ausbildung lernen - würden sie diese Möglichkeit mit Sicherheit abschaffen.

Daher ist davon auszugehen, daß sich das Niveau dieses Zyklus sich in etwa an den Inhalten einer Lehre in Deutschland orientiert.

Wie bereits beschrieben ist dies auf dem Papier ähnlich. Die Inhalte im A-Zyklus gehen jedoch viel weiter und beschäftigen sich wesentlich intensiver mit den Themengebieten.

Damit hätte man dann schon den halben Weg bis zum Bachelor geschafft.

Das ist so auch nicht ganz richtig. Viele Kurse in B- und C-Zyklus basieren auf den Kenntnissen aus den A-Kursen. Entweder holt man schnell die fehlenden Lücken auf oder man geht unter.

Im Vergleich zu deutschen Ingenieur- bzw. Informatik-Studiengängen an Fachhochschulen fällt auf, daß keinerlei Mathematik vermittelt wird. Es ist daher davon auszugehen, daß die Studieninhalte mit Mittelstufen-Mathematik auskommen müssen (wenn überhaupt). Von einer Vergleichbarkeit mit deutschen FH-Diplomen in Informatik kann daher keine Rede sein.

Mathematik wird sehr wohl unterrichtet und ist vergleichbar mit den ersten 2 Semestern von Mathematikern. Allerdings "versteckt" sich Mathe unter dem Punkt "Theoretische Grundlagen der Informatik I & II". Für die Inhalte darf man gerne die Homepage besuchen.

Einen Vergleich mit deutschem FH-Diplom/Bachelor habe ich bereits weiter oben gegeben.

Da die Hochschule Darmstadt einer Vergleichbarkeit ihres Angebots durch fehlende Angabe von Credit Points oder SWS aus dem Wege geht, kann der Umfang des vermittelten Stoffes nicht genau eingeschätzt werden. Bei der Durchsicht der Unterlagen drängt sich aber die Vermutung auf, daß auch hier von einer Vergleichbarkeit mit deutschen FH-Diplom- oder Bachelor-Studiengängen nicht ausgegangen werden kann.

Das Punktesystem ist so vom französischen Hochschulsystem übernommen. Man bekommt auch nach abgeschlossenem Kurs das Kurszertifikat aus Frankreich zugeschickt. Das Punktesystem ist somit Vorgabe und keine Erfindung der FH/HS Darmstadt.

Die Aussage der Hochschule Darmstadt, der Abschluß sei in Deutschland anerkannt, bewegt sich daher auf demselben Niveau wie die Aussage vieler Anbieter von Fernlehrgängen, nach Abschluß ihres Lehrgangs würde man ein "wertvolles Diplom" erhalten.

Allerdings ist der Hochschule Darmstadt zugute zu halten, daß der Abschluß wenigstens formell staatlich anerkannt ist.

Es IST ein akademischer Abschluss nur eben aus Frankreich. Viele Menschen besuchen z.B. die OpenUniversity in England und bekommen dann einen Bachelor-Titel der OpenUniversity. Dieser ist in Deutschland auch offiziell anerkannt und genau so ist das auch mit dem französischen Diplom-Titel.

Also, ich denke, der CNAM-Lehrgang ist eine solide Weiterbildung für Praktiker, allerdings ohne inhaltlich Niveau und Umfang eines deutschen FH-Studiums zu erreichen.

Falsch. Es sind Dozenten der FH/HS Darmstadt. Die Inhalte sind fast identisch mit den Kursen der "normalen" Studenten. Der Umfang des Studiums ist wirklich groß und durchaus zu Vergleichen mit deutschen FH-Diplom/Bachelor-Abschlüssen.

Dies dürfte auch der Grund sein, warum die Hochschule Darmstadt (die ja im übrigen im Präsenzstudium sehr gute Diplom- und Bachelor-Studiengänge anbietet) für diese Weiterbildung keinen akademischen Grad wie FH-Diplom oder Bachelor vergibt.

Die FH/HS Darmstadt vergibt hierfür keinen akademischen Grad - das ist richtig und zwar aus genau zwei Gründen:

1. Es ist ein Kurssystem und nicht jeder will studieren. Einige wollen sich wirklich nur in ein paar Kursen akademisch fortbilden. Mit der Kooperation mit der französischen Uni kann berufstätigen diese Möglichkeit gegeben werden ohne ein eigenes Programm aufzuziehen.

2. Den akademischen Grad vergibt die französische Uni. Nachdem man entsprechend geprüft wurde - und das ist wirklich kein Pappenstiel. Wenn man bedenkt seit wann diese Kooperation besteht und sich zurück erinnert stellt man fest, dass es damals FAST KEINE MÖGLICHKEIT gab für Menschen ohne Fachhochschulreife oder Abitur zu studieren. Durch die Kooperation wurde dies erst möglich.

Lasst mich kurz zusammenfassen:

PRO:

+ Präsenztermine für Menschen die sich ein Fernstudium nicht zutrauen

+ Sehr aktuell (die Professoren geben sich wirklich Mühe und aktualisieren ständig ihre Vorträge und sind auch immer mit einem Ohr am Puls der Zeit)

+ Klassen von 5-15 Personen je nach Kurs

+ Vortrag mit Einbeziehung der Studenten

+ Berufsbegleitend

+ Keine Voraussetzungen (offiziell - inoffiziell ist es nicht weniger schwer als ein richtiges Studium)

+ Akademischer Abschluss/Akademische Fortbildung

+ günstige Fortbildung (verglichen mit anderen Fortbildungen im IT-Bereich)

+ Steuerlich absetzbar

+ Ferien werden berücksichtigt - Ideal für Familien mit Kindern

+ Freie Einteilung (dieses Jahr keinen Kurs - nächstes Jahr nur einen...)

+ flexibel (es gibt nur ein paar wenige Vorlesungen bei denen Anwesenheitspflicht besteht. Man kann in einigen Kursen niemals wirklich da sein - muss sich aber dann selbst den Stoff erarbeiten - und geprüft wird man wie jeder Andere auch in einem Präsenztermin und ohne Unterschied)

KONTRA

- Präsenztermine gehen immer von 18:00 - 21:00 Uhr (ich bin dann immer etwa gegen 23:00 Uhr zu Hause)

- Kostet Geld (Jeder Halb-/Vollkurs kostet 150/300 Euro pro Semester)

- Kostet Zeit (Vollkurs bedeutet: 1x wöchentlich, Halbkurs bedeutet alle 14 Tage)

- Selbstmotivation

- Aufarbeiten des Lernstoffes nochmal zu Hause

- Kein offizieller Studentenstatus (Offizieller Status nur auf FH/HS-Gelände)

Also ich finde das Studium wirklich gut und auch anstrengend. Zur Zeit ist auch in Frankreich die Umstrukturierung auf Bachelor/Master und ECTS im Gange und der Abschluss ist dann auch direkt vergleichbar.

Ich hoffe mit diesen Informationen einige Unklarheiten beseitigt zu haben. Bis zum Abschluss des B-Zyklus möchte ich auf jeden Fall noch weiter machen.

Wenn jemand von Euch noch Fragen hat - darf er sich gerne an mich wenden.

Ansonsten gibt es natürlich auch eine kleine Community der Studierenden die diese selbst aufgebaut haben unter www.cnam.de

Natürlich noch die Homepage des Fachbereichs der FH/HS Darmstadt: http://www.fbi.fh-darmstadt.de/studium/cnam.html

Beste Grüße

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Hallo Flux,

vielen Dank für deine umfangreichen Informationen.

Ist denn in absehbarer Zeit eine Umstellung auf ein Bachelor/Master-System angedacht? Meines Erachtens wäre doch dann gar keine Zusammenarbeit/Vergabe durch die französiche Hochschule mehr notwendig!?

Viele Grüße

Markus


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Mathematik wird sehr wohl unterrichtet und ist vergleichbar mit den ersten 2 Semestern von Mathematikern. Allerdings "versteckt" sich Mathe unter dem Punkt "Theoretische Grundlagen der Informatik I & II". Für die Inhalte darf man gerne die Homepage besuchen.

Hallo Flux,

vielen Dank für Deine interessante Stellungnahme. Ich wollte nur einen Punkt aus meiner Sicht geraderücken: Ganz sicher entsprechen diese beiden Kurse nicht den ersten beiden Semestern eines (Vollzeit ?)-Mathematik-Studiums. Das ist schlicht nicht möglich. Der Mathematiker macht ja nicht nur einen Kurs Mathematik, sondern ein ganzes Semester mit so und so vielen Kursen/Vorlesungen. Also dieser Anspruch ist so bei Lichte betrachtet einfach nicht haltbar (ganz abgesehen davon, dass vermutlich die wenigsten Leute die ersten beiden Semester eines Mathematik-Studiums durchhalten würden, mich inklusive).

Stefan

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@Mathe: Gut ich korrigiere mich und drücke mich etwas präziser aus. Soweit ich das verstanden habe werden in den zwei Kursen Themeninhalte aus den ersten zwei Semestern von Mathestudierenden im Grundstudium angewendet (am besten selbst auf der Website die Inhalte vergleichen).

@Bachelor/Masterumstellung: Doch es ist immer noch von Vorteil CNAM zu studieren selbst wenn auf Bachelor/Master umgestellt wurde.

a) Präsenzstudium am Abend

B) Keine Voraussetzungen (ich wollte studieren - und zwar jetzt, sofort,...) ;-)

Zur Umstellungszeit kann ich leider nichts sagen. Ich werde nachfragen.

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Hi yoda,

soweit ich weiß gibt es das Studium ausschließlich in Darmstadt (bzw. Paris). Die Uni in Paris bietet eine Vielzahl von Studiengängen an - leider gibt es nur an der FH/HS Darmstadt dieses Abkommen und nur im Bereich Informatik.

Grüße

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@Mathe: Gut ich korrigiere mich und drücke mich etwas präziser aus. Soweit ich das verstanden habe werden in den zwei Kursen Themeninhalte aus den ersten zwei Semestern von Mathestudierenden im Grundstudium angewendet (am besten selbst auf der Website die Inhalte vergleichen).

Mal im Ernst: Die beiden Kurse Theoretische Grundlagen der Informatik I und II entsprechen weder dem, was man in Deutschland unter Theoretischer Informatik versteht noch ähnelt es einem Mathematikstudium auch nur ansatzweise. In diesen beiden Kursen wird weder Differential- noch Integralrechnung geschweige denn Differentialgleichungen oder Numerische Mathematik gelehrt. Statistik wird nur angeschnitten. Richtig ist vielmehr, daß diese beiden Kurse einen Bruchteil der Mathematik abdecken, die üblicherweise an deutschen FH`s in Angewandter Informatik vermittelt werden (und die man bei einer abgeschlossenen Berufsausbildung im

Informatikbereich überspringen kann).

Ich würde Dir raten: Geh einfach mal auf die Homepage einer deutschen FH und sieh` Dir an, was deutsche Informatiker/Ingenieure für Mathestoff haben. Hier ein Link auf die HS Darmstadt (Vorlesungsverzeichnis des

Bachelorstudiengangs Informatik):

http://www.fbi.h-da.de/fileadmin/stundenplaene/archiv/Vorlesungsverzeichnis_06_SS.htm

Zur Erklärung 1 ECTS=30 Arbeitsstunden. Z.B. sind hier 7 ECTS Analysis (=210 Stunden) enthalten.

Als Erklärung für Dich: Analysis ist (mal ganz vereinfacht gesagt) Differential- und Integralrechnung und die Grundlagen dazu. Der gesamte Mathe-Stoff (Analysis, Lineare Algebra, Numerische Mathematik und Statistik) umfaßt 24 ECTS=720 Stunden.

Hier ein Link zu den CNAM-Kursbeschreibungen:

http://www.fbi.h-da.de/studium/cnam/modulbeschreibungen/kurse-des-a-zyklus.html

Für den Einstieg in den Anfangszyklus A werden keinerlei Voraussetzungen, wie Abitur o.ä., verlangt.

Das ist richtig. Es gehört mit zu der Philosophie der fränzösischen Uni. Diese wurde kurz nach der Revolution gegründet und hat als Motto "Bildung für Jeden - gleich welcher Herkunft".

Das mag 1789 neu gewesen sein. Heutzutage wird allerdings auch in allen anderen Demokratien die Zulassung nicht mehr an die Herkunft geknüpft. Worum es mir ging, ist die Vorbildung. Es gibt durchaus einen Unterschied zwischen dem Kenntnisstand eines Abiturienten und dem eines Realschulabgängers (obwohl dieser offenbar immer geringer wird :rolleyes: ). Und wenn diese Defizite nicht nachgeholt zu werden brauchen, kann man das Niveau einer Weiterbildung nicht mit dem einem deutschen FH-Studiums vergleichen. Daß man in Frankreich hier Abstriche macht, ist mir schon klar. Aber genau dies war ja der Punkt meiner Kritik !

Die Open University in England z.B. läßt auch jeden zu, erwartet aber von jedem, das geforderte Niveau (welches das gleiche ist wie an anderen britischen Unis) zu erreichen - das heißt eben für einige nachzuholen. Auch in Deutschland gibt es das in den meisten Bundesländern (vielleicht sogar schon in allen ?). Für Interessenten mit abgeschlossener Ausbildung gibt es die Möglichkeit ein Studium zu beginnen, wenn man außerdem mehrere Jahre berufstätig war und je nach Bundesland eine berufliche Fortbildung wie Meister, Fachwirt o.ä. absolviert hat oder eine Aufnahmeprüfung bestanden hat.

Für Leute mit abgeschlossener Berufsausbildung und Berufserfahrung gibt es darüber hinaus auch Fachschulen, in denen man in zweijährigem Präsenzunterricht (in Teilzeitform 3-4 Jahre) gute Abschlüsse erwerben kann, z.B. als Staatlich geprüfter Informatiker. Entsprechende Fernlehrgänge gibt es auch.

Also, ich denke, der CNAM-Lehrgang ist eine solide Weiterbildung für Praktiker, allerdings ohne inhaltlich Niveau und Umfang eines deutschen FH-Studiums zu erreichen.

Falsch. Es sind Dozenten der FH/HS Darmstadt. Die Inhalte sind fast identisch mit den Kursen der "normalen" Studenten. Der Umfang des Studiums ist wirklich groß und durchaus zu Vergleichen mit deutschen FH-Diplom/Bachelor-Abschlüssen.

Ein Link zum CNAM-Studienplan:

http://www.fbi.h-da.de/studium/cnam/allgemeine-informationen/aufbau-des-cnam-studiums.html

Die Gesamt-Stundenzahl bis zum Bachelor beträgt ca. 1560 Stunden. Man kann sie auf 720 Stunden verringern, wenn man bereits eine abgeschlossene Ausbildung in der Informatik hat. Ich weiß nicht, wie groß der Aufwand für die Nacharbeitung der Veranstaltungen ist. Da es ja kein Fern- sondern ein Abendstudium ist, sollte man von ca. 50% der Unterrichtsstunden ausgehen (andere Anbieter von Abendstudien äußern sich jedenfalls in diese Richtung). Das wären dann ca. 2300 Stunden.

Nun hat aber ein reguläres Bachelor-Studium einen Aufwand von 180 ECTS=5400 Stunden. Man kann hier eine deutliche Differenz nicht übersehen.

Bis zum Master geht`s dann noch etwas schneller, lediglich 240 Stunden (wovon die Hälfte noch fachfremde Kurse sind) + einjährige Diplomarbeit. Es geht hier anscheinend nicht um wissenschaftliche Vertiefung wie sonst bei konsekutiven Master-Studiengängen sondern um Anwendung in der Praxis. Also, hier ist jeder Versuch einer Vergleichbarkeit mit deutschen Mastern zum Scheitern verurteilt.

Ich habe nichts gegen diesen CNAM-Studiengang. Aber wie schon mehrmals betont, es ist ein französischer Studiengang und das vermittelte Wissen und das am Ende erreichte Niveau unterscheiden sich schon deutlich von vergleichbaren deutschen Abschlüssen.

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@Mathematik:

Ich habe das wie gesagt so verstanden. Für Mathematik als Studienfach habe ich mich nie interessiert und habe das so weitergegeben wie ich es damals vom Professor verstanden habe. Vielleicht habe ich den guten Mann auch einfach falsch verstanden.

@Lerninhalte nachholen:

Das muss man dort auch. Wenn du an Kurse anknüpfst die auf Basiswissen aus dem A-Zyklus aufsetzen und du überspringst diese einfach - so musst du den Stoff selbstständig aufholen.

@Stundenzahl

Auf der Homepage ist noch folgendes nachzulesen:

A-Zyklus

... Außerdem ist eine berufliche Erfahrung im Umfeld der Informatik erforderlich.

Berufserfahrung bis zum Abschluss: 2 Jahre einschlägig, oder 3 Jahre allgemein + Informatikpraktikum

B-Zyklus

... Die Berufserfahrung aus dem Informatikbereich sollte mindestens zwei Jahre betragen.

Berufserfahrung bis zum Abschluss: 2 Jahre einschlägig

C-Zyklus

Berufserfahrung bis zum Abschluss: 3 Jahre einschlägig

Ich für meinen Teil sehe die "berufliche Erfahrung" ebenfalls als Teil dieses Studiums an. Aber das ist natürlich Ansichtssache.

Und ein Punkt ist ganz klar und damit hast du auch recht: Es ist ein französischer Abschluss und der ist wirklich nicht leicht zu vergleichen - es ist halt ein Versuch ein deutsches Äquivalent zu finden um begreiflich zu machen, was man da eigentlich studiert.

Grüße

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