Laborant2009

Fernstudium/Weiterbildung

7 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,


ich bin schon länger am überlegen, was für eine Weiterbildung oder Studium ich machen soll. Ich habe mich schon in mehreren Foren und über diverse Portale zu den einzelnen Weiterbildungsmöglichkeiten und Studiengängen informiert. Leider fällt es mir immer noch schwer eine konkrete Entscheidung zu treffen. Deshalb dachte ich, ich schreibe einmal in dieses Forum und vielleicht kann mir jemand, dem es eventuell ähnlich ging, einen oder mehrere Tipps bzw. Ratschläge geben ;).


Kurz zu mir, ich bin mittlerweile 26 Jahre alt und habe nach meiner mittleren Reife, Chemielaborant gelernt. In diesem Beruf habe ich 2 Jahre, nach Beendigung meiner Ausbildung, gearbeitet. Dann entschloss ich mich eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Umweltschutztechniker in Vollzeit zu absolvieren, welche ich auch abgeschlossen habe. In  diesem Zusammenhang habe ich auch gleichzeitig die Fachhochschulreife erworben. Im Anschluss war ich für 2 Semester an einer Präsenzuniversität (Bachelor Geographie) immatrikuliert. Das Studium habe ich dann aus familiären und finanziellen Problemen abgebrochen. Nachdem ich als Techniker keine Stelle fand, bin ich zurück in meinem gelernten Beruf und arbeite seit nun etwa 2,5 Jahren wieder in diesem.  

 

Im letzten halben Jahr bis Jahr habe ich aber zunehmend festgestellt, dass ich gerne noch etwas machen möchte. Mein Problem liegt nun darin, dass ich mir unschlüssig bin ob ich noch einmal eine neue Richtung einschlagen oder mich in meinem Beruf weiterbilden soll. Ich interessiere mich neben den naturwissenschaftlichen Themen auch sehr stark für soziale und gesundheitliche Themen. Was gar nicht in Frage kommt sind sämtliche Studiengänge/Weiterbildungen die irgendwie in die Richtung Maschinenbau/Anlagentechnik oder Wirtschaft gehen. Dafür habe ich keinerlei Interesse und vermute daher auch, dass alles was zumindest einen größeren Anteil der beiden genannten Richtungen enthält, motivationstechnisch über einen längeren Zeitraum sehr schwierig für mich wird. Zeitlich bin ich unter der Woche weitgehend flexibel, nur an den Wochenenden ist es zeitlich etwas schwieriger, da ich eine Fernbeziehung führe. Ich habe, für was auch immer ich mich entscheide, wöchentlich mit einen Aufwand von mindestens 10 Stunden gerechnet. Diese sollte ich normalerweise immer gut schaffen. 20 Stunden werden dann wahrscheinlich aber schon außerordentlich schwierig zu erreichen. Ich vermute die Realität bewegt sich irgendwo dazwischen.


Was ich mir also gedacht habe:
1. B.A. Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Soziologie (PVS) an der Fernuni Hagen, fand ich, soweit ich das durch die kurzen öffentlichen Auszüge im Schaukasten beurteilen kann, äußerst interessant. Trotz Allem schreckt mich die Dauer und die damit verbundenen beruflichen Aussichten sehr ab. Wollte es der Vollständigkeit halber mal erwähnt haben, so hundertprozentig habe ich es wahrscheinlich noch nicht verworfen.  


2. Soziale Arbeit an der Diploma, ist mir kürzlich aufgefallen und ich finde es ein sehr spannendes Feld. Bekomme immer wieder durch meinen Bruder und einen anderen Bekannten (beide studieren soziale Arbeit in Vollzeit an einer FH) etwas von diesem Studiengang mit. Glaubt man den beiden, wären hier deutlich bessere Jobaussichten zu erwarten und es würde von den Lerninhalten und meinen Interesse dafür, wohl am ehesten passen. Was mich aber zögern lässt, ist zum einen dass ich in dem Buch 100 Fragen und Antworten zum Fernstudium: Richtig begleitet zum Erfolg, von Markus Jung und Anne Oppermann gelesen habe, dass ein kompletter beruflicher Wechsel durch ein Fernstudium eher schwierig ist/sein kann und man besser einen Anknüpfungspunkt zur bisherigen Tätigkeit suchen sollte. Zum anderen wäre da noch das Problem das ich nicht abschätzen kann, wie dieser komplette Richtungswechsel mittels Fernstudium, von potenziellen Arbeitgebern angesehen und dann auch angenommen wird.


3. Techniker Chemietechnik an der Fernakademie für Erwachsenenbildung und anschließend noch den Ausbilderschein. Das ist so die einzige Kombination die mir eingefallen ist, mit der ich beide Interessen ganz gut abdecken und in Verbindung bringen könnte.


Ich bedanke mich schon einmal für sämtliche Tipps, Meinungen und Anregungen. Falls jemand noch etwas einfällt, ein Studium oder eine Weiterbildung, die seiner Meinung nach ebenfalls zu meiner Beschreibung passen könnte, freue ich mich sehr.

 

Mit freundliche Grüßen Laborant2009

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vor 25 Minuten, Laborant2009 sagte:

2. Soziale Arbeit an der Diploma, ist mir kürzlich aufgefallen und ich finde es ein sehr spannendes Feld. Bekomme immer wieder durch meinen Bruder und einen anderen Bekannten (beide studieren soziale Arbeit in Vollzeit an einer FH) etwas von diesem Studiengang mit. Glaubt man den beiden, wären hier deutlich bessere Jobaussichten zu erwarten und es würde von den Lerninhalten und meinen Interesse dafür, wohl am ehesten passen. Was mich aber zögern lässt, ist zum einen dass ich in dem Buch 100 Fragen und Antworten zum Fernstudium: Richtig begleitet zum Erfolg, von Markus Jung und Anne Oppermann gelesen habe, dass ein kompletter beruflicher Wechsel durch ein Fernstudium eher schwierig ist/sein kann und man besser einen Anknüpfungspunkt zur bisherigen Tätigkeit suchen sollte. Zum anderen wäre da noch das Problem das ich nicht abschätzen kann, wie dieser komplette Richtungswechsel mittels Fernstudium, von potenziellen Arbeitgebern angesehen und dann auch angenommen wird.

 

 

Hi,

 

dieser Studiengang interessiert mich auch. 

Du hast zwar Praktikumsphasen, aber ich würde mir eine ehrenamtliche Tätigkeit in Richtung späteres Berufsfeld suchen während des Studiums. So hast du wenigstens schon etwas Praxiserfahrung und zeigst, dass du weißt, was du nach dem Studium auch machen willst.


Berufsbegleitendes Studium (B.Sc.) an privater Hochschule abgeschlossen (Sept. 2016)

3. Semester Psychologie B.Sc. FernUniversität Hagen

Praktische Psychologie und Organisationspsychologie (NHAD), Soziologie (Laudius)

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Hi!

Ich habe vor kurzem diesen Studiengang entdeckt: http://www.springer.com/gp/springer-campus/studiengaenge/chemie 

Vielleicht ist es ja was für dich. Finde es gut, dass er anscheinend für berufserfahrene Laboranten ausgerichtet ist. Für mich kam der Studiengang aber zu spät, da ich schon bei der SRH mit Pharmamanagement und Technologie angefangen habe. Wobei ich es ganz und gar nicht bereue bislang. Und mal sehen vielleicht hänge ich den B. Sc. Chemie noch dran :lol:B)

 


Pharmamanagement und Technologie, SRH FH Riedlingen

"Discipline is remembering what you want most, not what you want now!" Billy Blanks

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Vielen Dank, für die Antworten^_^!

 

Das mit der ehrenamtlichen Tätigkeiten klingt zwar sehr gut,  ich bin mir da allerdings etwas unsicher, ob es dann vom Aufwand her nicht zu viel wird?! Es ist aber auf jeden Fall einmal eine genauere Überlegung Wert und würde sicherlich zeigen, dass ich mir den Schritt genau überlegt habe und bereit bin dafür Zeit zu investieren. 

 

Zu dem B. Sc. Chemie:

Das sieht so was den ersten Eindruck betrifft, ganz gut aus, werde mich da nochmal etwas mehr damit auseinandersetzen. Ich kannte bisher nur den vom Springer Verlag angebotenen Biologie-Bachelor, der Chemie-Bachelor war mir neu, würde aber auch ganz gut passen, was die Anrechnung der Ausbildung betrifft.

Das freut mich sehr zu hören, dass du die Wahl deines Studiengangs bisher keineswegs bereust! 

Den Studiengang Pharmamanagements und Technologie, sowie den der Lebensmitteltechnologie an der SRH habe ich mir auch einmal angesehen, allerdings hatte ich den Einruck, dass beide doch einen sehr großen Wirtschaftsanteil beinhalten. Oder täuscht das? 

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Freut mich dass wir etwas weiter helfen konnten.

 

Und ja, es einige Module die man in den Wirtschaftssektor stecken muss. Je nachdem wohin die Reise geht kann das aber auch sehr interessant und von Vorteil sein in den Bereichen Wissen erworben zu haben. Ich kann aber auch gut verstehen wenn du ein rein naturwissenschaftliches Studium bevorzugst


Pharmamanagement und Technologie, SRH FH Riedlingen

"Discipline is remembering what you want most, not what you want now!" Billy Blanks

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Wie wäre es mit dem Fernstudium Angewandte Umweltwissenschaften? Bis letztem Semester gab es das noch mit dem Abschluss Dipl.-Umweltwiss., jetzt glaube ich nur noch im Bachelor- oder Masterstudiengang.

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Hallo Laborant,

 

die HS Anhalt bietet Verfahrenstechnik und Lebensmitteltechnologie als Fernstudium an. Riedlingen bietet ebenfalls Lebensmitteltechnologie. "Technologie" hat zwar gewisse Anteile in Richtung Maschinenbau/Elektrotechnik, aber man muß ja später nicht in diese Richtung gehen.

Im Umweltschutz sind die meisten Fernstudiengänge auf Masterniveau (Hagen, Rostock, Braunschweig). Ob die angesprochenen Angewandten Umweltwissenschaften (Koblenz?) als Bachelor angeboten werden, weiß ich nicht.

 

Die Spektrum-Studiengänge (Biologie, Chemie) führen nur bis ca 1 Jahr (oder 1Semester?) vor den Bachelor. Der Rest muß in Präsenz in Mainz absolviert werden. In der Fernstudienphase muß in Deiner Gegend eine Lerngruppe zusammenkommen, die sich alle 2 Wochen mit einem Tutor trifft.

 

Viele Grüße

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