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Hep

Techn. Fachwirt + Betriebswirt oder BWL Studium?

29 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen, 

Ich stehe vor der Entscheidung entweder den technischen Fachwirt und folgend den Betriebswirt zu machen oder gleich ein Studium zum Bachelor in BWL.

Meine Frage dazu ergibt sich aus meiner Situation: 

Ich habe Abitur gemacht und danach eine Ausbildung zur Biologielaborantin. Im Job war ich im Programm 'Next  Generation Leader ' und hatte einige betriebswirtschaftliche Fortbildungen und eine entsprechende Position die mir sehr  Spaß gemacht hat. Jetzt bin ich meinem Mann hinterher gezogen und jobmäßig ist der Biologiebereich ganz mau am neuen Wohnort. Daher die Entscheidung zur Veränderung. Ich möchte erstmal keine große Karriere im oberen Management anstreben da ich wegen Kind nur Teilzeit arbeiten kann. Da würde der techn. Fachwirt reichen, aber dieser berechtigt ja zum Bachelor Studium. Aber ich habe mit dem Abi ja schon die Berechtigung.

Würde ich dann nicht eher auf der Stelle treten? Das Studium dauert genauso lang und ich hätte mehr in der Hand. Der Fachwirt dagegen ist etwas günstiger und leichter. 

Findet der techn. Fachwirt / Betriebswirt Anerkennung bei den Arbeitgebern? Wie sind da die Erfahrungen? 

 

Danke für eure Einschätzungen und Erfahrungen. 

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Ich rate dir zum Bachelor in BWL. Damit hast du die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt und auch bessere Aussichten auf ein höheres Gehalt.

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Zitat

Da würde der techn. Fachwirt reichen, aber dieser berechtigt ja zum Bachelor Studium. Aber ich habe mit dem Abi ja schon die Berechtigung.


Die Hochschulzulassung hat mit dem Abschluss an sich nichts zu tun.

 

Nun gut du willst mittelfristig in den kaufmännischen Bereich wechseln, am besten möglichst schnell.  Dafür wird dein jetziger Abschluss trotz diesem Programm wahrscheinlich nicht reichen weil du mit ganz vielen Bürokauffrauen etc. konkurrierst die sich um 400€ und Teilzeitstellen quasi gegenseitig tottreten.

Ein Fachwirt wäre hier eher eine Idee, wobei ich den technischen Fachwirt wenn du eher "allgemeine BWL" anstrebst für weniger geeignet halte, der ist im Prinzip eine Kombinationsfortbildung aus dem Industriemeister Metall mit der Erstprüfung der "kaufmännischen" Fachwirte.

Ich weiß auch nicht ob deine IHK dich dafür zulassen würde.

Der Wirtschaftsfachwirt ist da denke ich eher geeignet für dich. Zumal dir da den für dich eher nicht relevanten technischen Prüfungsteil ersparst, und die Vorraussetzungen zur Zulassung sind da lockerer.

 

Anerkennung der Fachwirte? Viele Fachwirte sind immernoch relativ neu so wie es sie gibt am Arbeitsmarkt, und das ist Branchenrelevant. Sie nehmen aber stark an Bekanntheit zu und es wird meiner Meinung nach mit der "Inflation" an BWL Hochschulabsolventen und "blutjungen" Bachelors ohne jegliche praktische Berufs Lebens/erfahrung imho in Zukunft für die Fachwirte eher besser als schlechter werden.

 Einige Unternehmen im Handel nehmen für ihre Trainee-Programme neuerdings auch explizit Fachwirte (Handelsfachwirt/Wirtschaftsfachwirt) statt wie bisher nur "akademische" Bachelor, was für die Unternehmen sicher keine schlechte Entscheidung ist, als Nachwuchsführungskräfte kann man hier gleich auf nen Bewerberpool zugreifen die eine personell-funktionale Autorität schon mitbringen die akademischen Berufseinsteigern in die Branche einfach fehlt.

Im Moment machen auch viele Berufs/Zeitsoldaten mit tech. Erstausbildung vor verlassen der Bundeswehr den Fachwirt, auch die kommen dann schon mit ganz anderen Vorzeichen und können eben beruflich ganz anders eingesetzt werden als ein 22/23-jähriger B.A..

 

Anerkennung des "geprüften Betriebswirt"? Das ist auch wieder Branchenabhängig, aber wenn die Laufbahn sonst ins Schema passt ist die hoch, gerade im Mittelstand und in Industrienahen Unternehmen.

 

In deinem Fall würd ich dir etwas anderes vorschlagen, da du durch deine Lebenssituation erstmal ja nicht mehr Vollzeit Berufstätig sein wirst hast du nur "taktischen" Zeitdruck und erstmal den Wunsch wahrscheinlich zumindest eine "qualifiziertere" Teilzeitstelle zu finden. Dazu scheint mir der vglw. schnell und kostengünstig erreichbare Wirtschaftsfachwirt (geht auch im Selbststudium) das geeignetere Zwischenziel erstmal.

Damit zeigst du das nicht "stehenbleibst", und hast dann einen staatlich anerkannten kaufmännischen Abschluss. Zusammen mit deiner Berufserfahrung mit diesem "NGL"-Prgramm ist das dann auch kein biographischer Bruch und du verschlechterst dich keinesfalls, und kannst dich damit schonmal bewerben und arbeiten.

 

Anschließend kannst du dich dann entscheiden was du machst, wenn du z.B. eine Stelle mehr im Rechnungswesen findest könnte  z.B. auch der Bilanzbuchhalter für dich anschließend interessant sein.

Da du nach dem Fachwirt aber auch nicht soo schnell auf ne Vollzeitstelle wieder wechseln wirst haste hier dann aber auch keinen allzugroßen Zeitdruck mehr, und dann kannst du dir den Fachwirt bei vielen FH auf ein BWL Studium anrechnen lassen, und dann z.B. bei der PFH Göttingen oder FOM in den verkürzten BWL Bachelor einsteigen was auch die Studiengebühren schon nicht unerheblich reduziert.

 

Es ist zwar auch nur Spekulation weil keiner weiß was in 10 jahren ist, aber langfristig strategisch stehen dir dann damit wahrscheinlich immernoch mehr Stellen/Branchen offen als mit dem Betriebswirt IHK.  Der ist eher als ein "MBA Programm" für Vollzeitkräfte konzipiert.  In deinem Fall gehts eher darum "Verhandlungsmacht" aufzubauen das du nicht auf dem "Teilzeithausfrau" Abstellgleis landest und auch wenn du schon etwas älter bist dann wieder ne Vollzeitstelle antreten kannst wo man den Rest deines Berufslebens vielleicht noch von "Karriere" sprechen kann.

 

Treff ich ungefähr den Punkt?

bearbeitet von Markus Jung
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Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort. Du hast den Punkt getroffen. Der Wirtschaftsfachwirt hört sich nach einer guten Alternative an. Doch der Fachwirt mit der Technik, bzw Metall Zusatzquali,  ist in dem Sinne nicht uninteressant, da hier viel metallverarbeitende Industrie ist und ich da auch schon Kontakte habe. Ich arbeite zur Zeit als wissenschaftliche Beraterin und habe dabei mit der Branche zu tun, nur füllt mich der Job langfristig nicht aus, daher der Veränderungwunsch. Die Zulassungsvoraussetzungen für den Fachwirt habe ich, war schon  bei der IHK deswegen. 

Ein Argument von dir hat mich zu meiner Entscheidung gebracht und zwar dass ich den Fachwirt auf das BWL Studium anrechnen lassen kann. So bleibt mir die Möglichkeit offen, nach dem Fachwirt weiter zu machen oder eben nicht. 

Ob dann noch der techn Betriebswirt Sinn macht, weiß ich nicht. Mein Mann ist Akademiker und macht den noch um sich beruflich zu festigen, um wirtschaftlich mitreden zu können. 

Würde das für mich als nicht-Akademiker Sinn machen? 

Nochmal vielen Dank für deinen Beitrag, du hast mir in meiner Entscheidung weiter geholfen! 

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Hi, der technische Betriebswirt ist und der geprüfte Betriebswirt sind unterschiedlich aufgestellt.  Der technische geht mehr Richtung Produktionsssteuerung ist und dafür gedacht das Industriemeistern/Techniker/Ingenieure nochmal BWL zu vertiefen, er geht was BWL angeht aber weniger in die Breite und hat viele "GrundlagenModule" dabei die die Kaufleute schon in den Fachwirten drin haben. Ist also mehr ein "Industriefachwirt Plus" für Techniker/Ingenieure.

Die Prüfungen für den tech. Betriebswirt gelten dafür aber als die anspruchsvollsten, da hier ein größeres mathematisch technisches Verständnis erwartet wird.

 

Der "geprüfte Betriebswirt" IHk hat mehr die Makro Sicht - Top Management/Leadership, da finden sich dann aber auch so Themen wie internationale Rechnungslegung usw.  der ist mehr mit nem "klassischen" MBA inhaltlich vergleichbar und setzt bereits die Grundlagen aus nem Fachwirt vorraus.

 

 

Der tech. Fachwirt ist "Mischgang" wie gesagt, du kannst danach sowohl den technischen als auch den kaufmännischen Betriebswirt machen.  Aber vmtl. bringt dich der Wirtschaftsfachwirt erstmal weiter.  Mehr die technische Richtung kannste dir ja ansehen ob WINGS als Studium vielleicht auch was wäre.

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Vielen lieben Dank für deine Antwort. 

Was ist WINGS als Studium? 

 

Danke für die schöne Erklärung zum techn und gepr. Betriebswirt. 

Die Fortbildung, welche auch immer, werde ich im Fernstudium machen müssen. 

Den Wirtschaftsfachwirt schaue ich mir mal genauer an, wenn jetzt schon mehrere darauf verwiesen haben. Kann man den evtl auch anrechnen lassen? 

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WINGS = Wirtschaftsingenieurwesen

 

Den Wirtschaftsfachwirt schaue ich mir mal genauer an, wenn jetzt schon mehrere darauf verwiesen haben. Kann man den evtl auch anrechnen lassen? 

 

Auf ein reines BWL Studium wird der Wirtschaftsfachwirt in der Regel höher angerechnet als die technischen IHK Abschlüsse, das kommt aber auf die Hochschule drauf an, auf der Seite der PFH Göttingen gibt es eine Liste was sie pauschal für welche Fortbildungen anrechnen.

https://www.pfh.de/fernstudium/bwl/studienzeitverkuerzung.html

 

https://www.pfh.de/fileadmin/Content/PDF/anerkennungen_fs/ihk_hwk/6_sem/wirtschaftsfachwirt.pdf

 

Der Wirtschaftsfachwirt hat mit deren Curriculum wohl die ersten Semester ne recht hohe Übereinstimmung die PFH bietet für ihre Präsenzstudenten soweit ich weiß auch an das die den Wirtschaftsfachwirt nach 2 Semestern selber machen.

 

Der tech. Fachwirt bringt Anrechnungstechnisch dort weniger da sind es nur bzw. immerhin 36 Ects, Marketing usw. in den Handlungsspezifischen Qualifikationen fehlt halt.

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Und ich rate zum Bachelor in BWL und dies aus zwei Gründen: 1.) Unter einem Fachwirt bzw. staatl. gepr. BW können sich viele Arbeitgeber nichts vorstellen. 2.) Mit einem Bachelor kannst du idR ein höheres Gehalt erwarten, die Chefs wissen was BWLer ist und auch, dass ein Bachelor-BWLer mehr auf dem Kasten hat als ein Fach- oder Betriebswirt.

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Der Wirtschaftsfachwirt setzt eine kaufmännische Ausbildung bzw Berufserfahrung voraus. Die habe ich leider nicht. Die Zulassung zum techn Fachwirt habe ich nur, weil ich eine technische Ausbildung habe. Ich denke, dass ich bei dem wohl bleiben werde. 

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Zum BWL Studium habe ich Infos von einer Fernuni da. Die rechnen mit einer Studiendauer von 36 Monaten und Kosten von ca 13000€. Ist das realistisch? 

Welche Fernuni könntet ihr mir dafür empfehlen? 

 

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