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der Pate

Noten wichtig? - eine allgemeine Diskussion

2 Beiträge in diesem Thema

Hallo Zusammen,

 

ich erlaube mir jetzt einfach mal eine Diskussion zu starten. Mehrere Gründe habe ich hierfür:

- eigene Biografie, ich habe mein Fernstudium (Bachelor) mit einem Notendurchschnitt von 2,2 beendet. War 25% schneller als die Regelstudienzeit, Vater zweier Kinder, Vollzeitstelle im Schichtdienst und mit Führungsverantwortung, Frau hat auch gearbeitet und keine Familie vor Ort die uns unterstüzten konnte bei Betreuung etc.

- Erfahrungen und Gespräche in meiner Zeit als Personalverantwortlicher in meinem aktuellen Betrieb (Kandidaten mit schlechteren Noten sind nicht unbedingt auch die schlechteren Bewerber, Agentur für Arbeit sagt jedoch, dass Personaler noch immer sehr auf Noten schauen etc.)

- Dieser Spiegelbericht: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/mathematik-klausur-durchfallquote-von-94-prozent-a-1087935.html

 

Was ich damit sagen möchte, zum einen hängen Noten, meiner Meinung nach, nicht immer von den Fähigkeiten des Studenten ab, sondern jeder hat auch andere Rahmenbedingungen. Die eine muss voll arbeiten, der andere kann sich ganz und gar aufs Studium konzentrieren. Die Professoren (siehe Spiegelbericht) können da auch sehr viel dabei ausmachen. An einer anderen Uni, oder bei einem anderen Professor würden vielleicht nur 50% durchfallen und es gäbe insgesamt sehr viel bessere Noten etc.

 

Wie ist eure Meinung hierzu? Was habt ihr für Erfahrungen? Wird in eurem beruflichen Umfeld noch zu sehr auf Noten geschaut? Sollte man nicht das "Gesamtpaket" Bewerber beachten, auch wenn dies mehr Aufwand bedeutet? Oder stimmt ihr diesem Bericht aus 2013 zu, dass Noten für manche (immer mehr) Arbeitgeber nicht mehr so wichtig sind?

Ist das eurer Meinung nach der richtige Weg? Sollte dies auch für weiterführende Bewerbungen (bsp. Master, Doktorrad) gelockert werden?

 

Weiterführend hierzu auch noch ein allgemeines Interview zur Diskriminierung im Bewerbungsverfahren, in dem auch kurz über die Bewertung der Noten als zu großer Maßstab zumindest gefragt wird: http://www.zeit.de/campus/2015/s1/diskriminierung-gerechtigkeit-auswahlverfahren-jobsuche

 

Ich finde dies ein wirklich spannendes Thema und mich würde eure Meinung interessiern. Meine Neugierde speist sich zum einen aus der Situation selbst Bewerber gewesen zu sein und es auch wieder zu werden (Doktorrat etc.) und eben aus der Sicht inzwischen selbst für Einstellungen zuständig zu sein. Würde mich über eine rege Diskussion freuen.


"The brain is waking and with it the mind is returning. It is as if the Milky Way entered upon some cosmic dance. Swiftly the head-mass becomes an enchanted loom where millions of flashing shuttles weave a dissolving pattern, always a meaningful pattern though never an abiding one." (Sir Charles Scott Sherrington, 1940)

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Dazu läuft ja gerade hier eine Umfrage, aus der sich auch schon einiges entnehmen lässt:

 

Zitat

Vater zweier Kinder, Vollzeitstelle im Schichtdienst und mit Führungsverantwortung, Frau hat auch gearbeitet und keine Familie vor Ort die uns unterstüzten konnte bei Betreuung etc.

 

Ich bin skeptisch, ob ein Personalverantwortlicher das als "mildernde Umstände" bei einer schlechten Note (also nicht bei einer 2,2 - ich denke hier eher an eine 3,x bis 4,x) berücksichtigen würde. Allenfalls das Studium neben dem Beruf wird vielleicht angesehen. Ist meine Vermutung, Zahlen dazu habe ich keine.


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