Knorke22222

Studiengang Praktische Informatik (Master) an der FernUni Hagen Erfahrungen 2016

11 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben (bearbeitet)

Sehr geehrte Community,

ich suche Leute, welche zurzeit an der FerUni studieren oder studiert haben, welche mir Fragen beantworten können.

Zurzeit befinde ich mich im 4ten Semester meines Bachelorstudiengangs und möchte mich anschließen an der FernUni Hagen für meinen Master einschreiben. Vorab möchte noch ein paar Fragen klären.

1. Zurzeit mache ich ein duales Studium und habe entsprechende praktische Tätigkeiten vollbracht. Auf der Homepage heißt es, dass man sich mit praktische Leistungen bis zu 30 Creditpoints ergattern kann(mit einem Bachelor mit 180Creditpoints). Wie wahrscheinlich ist diese Anerkennung? Hat jemand Erfahrungen damit gemacht?

2. Auch das Programmierpraktikum kann man sich anerkennen lassen. Wie sieht es damit aus?

3. Ich höre immer wieder, dass dieses Studium sehr theoretisch und einige Module mangelnde Unterlagen vorweisen. Gibt es auch Module, welche besonders gutes Material vorweisen? Wenn ja welche?

 

Ich danke jetzt schon für die Antworten!

Viele Grüße

Euer Knorke

 

bearbeitet von Markus Jung
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Ich bin zwar nur ein Bachlerino, aber vieleicht kann ich dir weiterhelfen:

 

Zitat

1. Zurzeit mache ich ein duales Studium und habe entsprechende praktische Tätigkeiten vollbracht. Auf der Homepage heißt es, dass man sich mit praktische Leistungen bis zu 30 Creditpoints ergattern kann(mit einem Bachelor mit 180Creditpoints). Wie wahrscheinlich ist diese Anerkennung? Hat jemand Erfahrungen damit gemacht?

 

Da die Möglichkeit noch nicht sooo lange besteht und man eh mindestens erstmal eine Prüfung bestanden haben muss für die Anerkennung (beim ProPra scheinbar auch), wird es denke ich noch nicht viele Leute geben, die dir darauf eine Antwort geben könnten. Durch die Anerkennung nach mindestens einer bestandenen Prüfung könnte ich mir vorstellen, dass Berufserfahrung nach dem Bachelor gemeint ist. Sollte aber, zumindestens wenn du nebenbei arbeitest kein Problem, sein, da du dann während des ersten Semesters ungefähr auf 900 Std. (30 ECTS) "Berufserfahrung" kommen solltest. Hier würde ich direkt mal beim Prüfungsamt nachfragen (die Studienberatung ist bei solchen schwierigen Fragen meist unbeholfen und man landet am Ende eh dort).

 

Zitat

2. Auch das Programmierpraktikum kann man sich anerkennen lassen. Wie sieht es damit aus?

 

Du kannst mit Bestätigung des Arbeitgebers Programmiererfahrung aus einem konkreten Projekt oder Teilprojekt anerkennen lassen. Auf dieser Seite findest du die Informationen für das Programmier- und das Betriebspraktikum, was die Anrechnung betrifft.

 

Zitat

3. Ich höre immer wieder, dass dieses Studium sehr theoretisch und einige Module mangelnde Unterlagen vorweisen. Gibt es auch Module, welche besonders gutes Material vorweisen? Wenn ja welche?

 

Labor-Einheiten in Rechnerräumen wird man nicht erleben, das ist Fakt :) . Man kann die Beispiele aus den Skripten aber auch am Computer nachvollziehen. Teilweise wird auch dazu aufgefordert, sich eine VM zu installieren und auszuprobieren. In Paralleler Programmierung besteht außerdem die Möglichkeit, auf einem Cluster zu Programmieren - ob du sowas machst, bleibt dir überlassen.

 

Meine bisherigen Wahlmodule (3 geprüfte B-Module, 2 zur Auswahl mitbestellt und ein M-Modul) waren von der Qualität her in Ordnung teilweise sogar richtig gut. Software-Engineering fand ich nicht so toll (ich steh nicht auf UML und die Modelle werden zumindestens im B.Sc. gefühlt ständig behandelt). Falls ein Script mal schlechter war, konnte das aber für die Prüfung gut kompensiert werden, ein totaler Reinfall war bei den Wahlmodulen (aus denen der Master ja zum Großteil besteht) nicht dabei.

 

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kurse wenig kosten und sie erst mit der Prüfungsanmeldung fest ausgewählt werden. Dadurch kannst du dir Kurse auf Halde bestellen und dir diejenigen rauspicken, die dir am besten gefallen/ liegen.

Wenn ein schwieriges Fach dabei ist, dass du aber unbedingt auf der Master-Urkunde haben möchtest, kannst du es als LN prüfen lassen. Das Fach musst du dann nur bestehen (notfalls mit 4.0) und es geht unbenotet in den Master mit ein.

 

Auch die Prüfungsart spielt eine Rolle. Schriftliche halte ich für schwieriger als mündliche (wobei das subjektiv ist). Die Prüfungsart kann sich auch je nach Prüfungsart (Prüfung oder LN) im einzelnen Kurs unterscheiden. Bei mündlichen Prüfungen kannst du dich auch, je nach Terminen bei den Profs, außerhalb der normalen Prüfungszeiten prüfen lassen und so den Prüfungsstress etwas verteilen.

 

Ich hoffe dir hilft das ein wenig weiter.

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FernUniversität in Hagen - Informatik, B.Sc. (im Studium)

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@TurboJim Hallo Turbojim,

Danke für deine Antwort!

Darf man fragen, ob du Fernstudent bist und ob du berufsbegleitend studierst?

Viele Grüße

Knorke

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Fernuni Hagen und ja ich studiere berufsbegleitend (im Bachelor).


FernUniversität in Hagen - Informatik, B.Sc. (im Studium)

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Geschrieben (bearbeitet)

Was bei den Skripten stimmt ist, dass sie teils relativ theoretisch aufgebaut sind. Das ist ein Universitätsstudium aber in der Regel meistens. Es kann also je nach Modul auch sein, dass man sich mit zusätzlicher Literatur einfacher tut.

Wie gut oder auch schlecht man ein Skript findet ist aber auch eine subjektive Meinung.

bearbeitet von Markus Jung
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Aktuell: Bachelor Informatik in Hagen, 2. Semester

 

Mein Blog zum Studium

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Am 2.6.2016 at 13:15 , StudiAlex sagte:

Wie gut oder auch schlecht man ein Skript findet ist aber auch eine subjektive Meinung.

 

Zum Teil sicherlich schon. Ein paar objektive Kriterien gibt es aber schon, zum Beispiel zur optischen Darstellung, saubere Gliederung mit Absätzen, kein unbekanntes Vorwissen voraussetzen, auch komplizierte Sachverhalte verständlich darstellen etc. 

 

Wenn zum Beispiel das Hamburger Verständlichkeitsmodell berücksichtig wird, ist schon viel gewonnen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Verständlichkeitskonzept


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Am 31.5.2016 at 10:49 , Knorke22222 sagte:

1. Zurzeit mache ich ein duales Studium und habe entsprechende praktische Tätigkeiten vollbracht. Auf der Homepage heißt es, dass man sich mit praktische Leistungen bis zu 30 Creditpoints ergattern kann(mit einem Bachelor mit 180Creditpoints). Wie wahrscheinlich ist diese Anerkennung? Hat jemand Erfahrungen damit gemacht?

2. Auch das Programmierpraktikum kann man sich anerkennen lassen. Wie sieht es damit aus?

 

Wie wahrscheinlich sie ist, kann ich dir nicht sagen. Ich habe in genau diesem Studiengang sowohl mein Betriebspraktikum (30 CP), als auch mein Fachpraktikum (10 CP) ohne Probleme angerechnet bekommen (Fachpraktikum und Grundpraktikum Programmieren hat übrigens schon während dem Bachelor Informatik in Hagen ohne Probleme geklappt). Habe mich dabei fast ausschließlich auf Berufserfahrung bezogen, die ich VOR Beginn meines Master Praktische Informatik Studiums in Hagen erworben habe (diese war/ist allerdings sehr umfangreich).

 

Am 31.5.2016 at 10:49 , Knorke22222 sagte:

3. Ich höre immer wieder, dass dieses Studium sehr theoretisch und einige Module mangelnde Unterlagen vorweisen. Gibt es auch Module, welche besonders gutes Material vorweisen? Wenn ja welche?

 

Ich habe sowohl mit dem Bachelor in Informatik in Hagen, als auch jetzt mit dem Master Praktische Informatik gerade bei den Informatik-Modulen überwiegend gute Erfahrungen gemacht (subjektive Meinung). Hängt natürlich auch stark von deinen Vorkenntnissen, Interessen und dem gewählten Schwerpunkt ab. Persönliche Empfehlung für 90 CP Master Praktische Informatik:

 

Sicherheit im Internet I und Sicherheit im Internet II sind sehr sehr gut aufgebaut und gleichzeitig sehr gut machbar, mit die besten Kurse, die ich in Hagen belegt habe. Von daher würde sich Sicherheit im Internet I als LN und Sicherheit im Internet II als Modulprüfung anbieten.

 

Einführung in die logische und funktionale Programmierung ist inhaltlich etwas veraltet, gerade wenn man aber noch nicht mit logischer und/oder funktionaler Programmiering in Berührung gekommen ist, macht das aber nicht so viel aus. Unterlagen sind für mein Verständnis auch gut aufbereitet, Kurs ist insgesamt gut machbar. Empfehlung für eine Modulprüfung.

 

DSL Engineering ist ein sehr interessanter Kurs, der allerdings noch in den Kinderschuhen steckt. Wenn dich das Thema interessiert, du bereit bist etwas mehr zu investieren und ggf. noch ein bisschen mit der Belegung wartest, ist er evtl. trotzdem was für dich als Modulprüfung.

 

Web-Programmierung und Software-Architektur: Gerade Software-Architektur ist etwas veraltet, soll (oder wurde mittlerweile auch?!) aber grundlegend überarbeitet werden. Beide Kurse sind allerdings mit etwas Vorkenntnissen in der Software-Entwicklung als Modulprüfung sehr gut machbar.

 

Als letzten LN fand ich noch Einführung in die Mensch-Computer-Interaktion ganz interessant und auch machbar. Übersetzerbau fand ich auch sehr gut, gerade wenn du überlegst DSL Engineering zu belegen, schadet Übersetzerbau als LN vorher sicherlich nicht.

 

Ich persönlich würde die Finger von allen Kursen lassen, die auch nur im geringsten "wirtschaftlich" angehaucht sind. "Betriebliche Informationssysteme" war bspw. die pure Katastrophe für mich, hab den Kurs nach ca. 1/10 abgebrochen. Der hat für mich nicht einmal für einen LN getaucht. Aber ist natürlich auch eine subjektive Meinung.

 

Dokumenten- und Wissensmanagement im Internet ist ... nunja ... langweilig, aber als Modulprüfung aufgrund der vielen (ähnlichen) Prüfungsprotokolle wohl gut machbar (habe ich selbst als LN gewählt).

 

Ansonsten könnte ich höchstens noch Tipps für andere LN geben, Kurse, in denen Modulprüfungen im Master abgelegt werden können, habe ich sonst keine belegt.

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Am 31.5.2016 at 18:08 , TurboJim sagte:

Wenn ein schwieriges Fach dabei ist, dass du aber unbedingt auf der Master-Urkunde haben möchtest, kannst du es als LN prüfen lassen. Das Fach musst du dann nur bestehen (notfalls mit 4.0) und es geht unbenotet in den Master mit ein.

 

Also in meinem Bachelor-Zeugnis von Hagen tauchen meine Leistungsnachweise nicht auf. Nur die Noten (und da auch nur "sehr gut", "gut", "befriedigend" oder "ausreichend", nicht die genaue Note, was bei bspw. einer 2,7, die dann natürlich als "befriedigend" aufgelistet ist, eher unschön ist). 

 

Am 31.5.2016 at 18:08 , TurboJim sagte:

Auch die Prüfungsart spielt eine Rolle. Schriftliche halte ich für schwieriger als mündliche (wobei das subjektiv ist). Die Prüfungsart kann sich auch je nach Prüfungsart (Prüfung oder LN) im einzelnen Kurs unterscheiden. Bei mündlichen Prüfungen kannst du dich auch, je nach Terminen bei den Profs, außerhalb der normalen Prüfungszeiten prüfen lassen und so den Prüfungsstress etwas verteilen.

 

Ich hoffe dir hilft das ein wenig weiter.

 

Im Master Praktische Informatik sind alle Modulprüfungen (also die, die zählen), mündlich. Ich persönlich bevorzuge mündliche Prüfungen auch. Die meisten LN sind schriftlich, kommen aber zu wenige Anmeldungen zustande, kannst du Glück (oder Pech, je nachdem wie mans sieht) haben, und du bekommst anstatt einer Klausur ein "Klausurersatzgespräch", darfst also für deinen LN zur mündlichen nach Hagen.

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Am 1.8.2016 at 22:39 , StefanK sagte:

 

Wie wahrscheinlich sie ist, kann ich dir nicht sagen. Ich habe in genau diesem Studiengang sowohl mein Betriebspraktikum (30 CP), als auch mein Fachpraktikum (10 CP) ohne Probleme angerechnet bekommen.

 

Vmtl. bin ich wieder zu pedantisch und am Ende ist das den Leuten in Hagen völlig egal, aber war für die Anrechnung der Praktika, insbesondere das Betriebspraktikum, jede berufliche Tätigkeit valide oder musstest du da tatsächlich "Praktikantenstatus" haben?

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Es ist definitiv möglich reguläre Berufstätigkeit anerkannt zu bekommen.

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