Chepre

Gehalt nach Studienabschluss im selben Unternehmen

50 Beiträge in diesem Thema

Hallo liebe Kommilitonen / Mitleidende :)

ich werde bald meinen Bachelor Wirtschaftsinformatik abschließen (die Note wird so 1,9 - 2,0 sein), möchte aber im selben Unternehmen bleiben, in dem ich jetzt schon arbeite. Der Personaler weiß auch, dass ich studiere.

Hier ein paar Randdaten zu mir:

Alter: 25

Wohnort und gleichzeitig Sitz des Unternehmens: Frankenthal (Pfalz)

Mitarbeiteranzahl: 130 an zwei Standorten

Jahresumsatz: ca. 12 Mio €

Realschulabschluss - Fachabitur - Präsenzstudium BWL (im 3. Semester abgebrochen) - Ausbildung Fachinformatiker Anwendungsentwicklung (Abschlussnote 1,3) - 1,5 Jahre Berufserfahrung im IT-Helpdesk - Fernstudium Wirtschaftsinformatik - jetzt knapp ein dreiviertel Jahr im jetzigen Unternehmen als Implementation Specialist tätig.

Viele Kollegen haben ebenfalls ein WI oder I-Studium und machen die gleiche Arbeit wie ich, da gibt es keine Unterschiede.

Momentan verdiene ich (ich bin mal so frei :) ) 2500 fix + noch eine variable Vergütung. Ich hätte wahrscheinlich mehr kriegen können, habe aber nicht verhandelt.

Ich weiß, dass ein Kollege, der nach mir eingestellt wurde und "nur" ein Vollzeit WI-Studium hat, in etwa 3200€ verdient.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich (besonders als Frau im IT-Sektor) will mich nicht unter Wert verkaufen, ich investiere viel in die Arbeit hier und wurde auch schon mehrmals gelobt für meinen Einsatz und meine Arbeitsqualität. Ich würde in die Gehaltsverhandlung reingehen mit 3500€ fix und dann schauen, wie weit der Personaler runterhandelt. Meiner Meinung nach sollte ich aber mehr als der Kollege verdienen weil ich a) zusätzlich eine Ausbildung und Berufserfahrung (in einem anderen sowie dann auch ca 1 1/2 Jahre im jetzigen Unternehmen) habe / hatte und meine Arbeitsleistung laut Kunden und Kollegen konstant sehr gut ist.

Anschließend zum Bachelor würde ich dann gleich den Master hinterherziehen, da hat mir der Personaler schon in Aussicht gestellt, sich zu 50% an den Kosten zu beteiligen.

Also was sagt ihr, wäre 3500€ fix zu überzogen oder gerechtfertigt? Das wäre meine erste Gehaltsverhandlung und da will ich zwar selbstbewusst sein aber mich auch nicht ins Aus schießen :)

 

Gruß,

Chepre

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Anzeige: (wird für registrierte Benutzer ausgeblendet)

Einen Sprung von 2500 auf 3500 Euronen halte ich für ganz und gar ausgeschlossen, ganz egal, was der Kollege verdient.

 

Und ob ein Gehaltssprung (in welcher Höhe auch immer) akzeptiert und genehmigt wird, das hängt neben allem anderen

vom Budget ab, das die Abteilung für Personalkosten zur Verfügung hat.

2 Personen gefällt das

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Chepre,

 

auch wenn der Sprung sehr hoch ist, würde ich es probieren.
1. Hast du eine abgeschlossene Ausbildung als Fachinformatiker

2. Hast du einen Bachelor in Wirtschaftsinformatik

3. Hast du Berufserfahrung

4. Die Firma und die Kollegen sind zufrieden mit dir.
5. Werden gut ausgebildete Informatiker gesucht.

 

Wenn dein Arbeitgeber mit deiner Arbeit sehr zufrieden ist und nicht ganz dumm ist, dann wird er versuchen dich zu halten. Wichtig ist aber eine sorgfältige Vorbereitung auf das Gespräch. Aus eigener Erfahrung hat es mir immer geholfen, wenn ich eine Liste mit erfolgreich durchgeführten Projekten vorgelegt habe.


Viel Erfolg und berichte ruhig mal wie das Gespräch verlaufen ist.

 

bearbeitet von Aramon

seit 2015 Medieninformatiker ILS | seit 2016 iOS App Entwickler Laudius | 2013 Ausbilderschein IHK | 2012 Web Developer Grade 2 | 2012 WE Certified Web Designer Grade 1 | 2011 WE Certified Web Business Manager | 2004 Mediendesigner IHK

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben (bearbeitet)

Ich halte solche Gehaltssprünge bei gleicher Tätigkeit im gleichen Unternehmen für relativ unwahrscheinlich.

 

Bei mir z. B. (21 Jahre im Unternehmen, ehemals ö.D.) hat sich mein AG eeeexxxtreeem schwergetan selbst meine neue Funktion, die ich dank des Studiums annehmen konnte, entsprechend zu bewerten. Bei einer externen Ausschreibung hätte es da sicher mehr Geld gegeben. Zumal hier nicht einmal das Geld das Problem war, sondern die Eingruppierung. Es ist einfach den Kollegen äußert schwer vermittelbar, warum die gleiche Person, die dauerhaft ohne Unterbrechung weiterarbeitet, plötzlich viel mehr Geld bekommen soll.

Mit einer Besetzung durch Extern oder einem (vorübergehenden) Weggang während meines Studiums, hätten sich solche Fragen wahrscheinlich nicht ergeben.

 

Ich habe jetzt über 13 Monate zäh verhandelt und viel Unterstützung vom Fachvorgesetzten bekommen. Trotzdem eine schwierige Geburt.

 

20% mehr habe ich gefordert. Letztlich 18.4% bekommen. Wobei die Eingruppierung immer noch "psychologisch" niedriger gehalten, aber der Beitrag über Zulagen ausgeglichen wurde.

 

Und ohne Veränderungen meiner Funktion hätte das Studium am Ende monetär keine Veränderung gebracht. 

 

 

bearbeitet von Forensiker
Buchstaben vergessen.
3 Personen gefällt das

Casemanager in der ambulanten Kriminaltherapie (Forensische Psychiatrie), QMB und Auditor (DGQ) / Gesundheits- und Krankenpfleger / Fachkrankenpfleger für Psychiatrie / Administrator für Krankenhausinformationssysteme und forensische Dokumentation / Gesundheitspädagogik/-management B.A.

 

Mein Blog / Interessent M.Sc. Psychologie (Diploma Hochschule)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Pflichte dem user Forensiker 100% zu.

 

Warum sollte ein Arbeitgeber plötzlich - für die gleiche Leistung, welche ja Jahrelang so geliefert wurde - mehr bezahlen?

 

1) Während des Studiums hat das im Unternehmen, dem Chef, den Personalern auch nicht wirklich interessiert. Obwohl du sicherlich einiges hast einfließen hast können.

2) Nach dem Studium auf einmal mehr Geld. Warum? Ging vorher ja auch so...

3) Was passiert, wenn die Firma dir dein "Wunschgehalt" nicht bezahlt?  3500 fordern und 3200 oder 3000 akzeptieren?

 

Bedenke dass deine Gehaltsforderung sehr unterschiedlich aufgefasst werden kann. Von super bis oje.

Bewerbe dich ruhig einmal auch woanders, zuerst bei Unternehmen wo du gar nicht wirklich hin willst, da kannst du deinen Marktwert checken. Denn nur das ist deine wirkliche Verhandlungsmacht.

Je nachdem wie dein "Wunschgehalt" nicht angenommen werden kann, ist als letzte Konsequenz eine Kündigung durchaus greifbar.

 

Wie zufrieden bist du derzeit?  Wie zufrieden wirst du nach den Gehaltsverhandlung sein? Wichtiger Punkt, wenn laut Flurfunk andere erheblich mehr verdienen...

 

Ich habe es selbst sehr oft erlebt, ordentliche Gehaltssprünge nur machbar bei Kündigung.

Und ob dein jetziges Unternehmen bei einer drohenden Kündigung dann dein Gehalt wunschgemäß anpasst? Geht meistens nur einmal gut - auf Dauer sind beide Seiten dennoch unzufrieden.

 

 

 

3 Personen gefällt das

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Das ist halt das "doofe" bei uns in der Abteilung, dass sowohl Leute mit und ohne Studium die gleiche Arbeit machen - aber unterschiedlich bezahlt werden. So richtig fair ist es zwar nicht, dass jemand, der "nur" ein Vollzeitstudium vorweisen kann, mehr bekommt wie jemand mit Ausbildung + Berufserfahrung, OBWOHL beide komplett die gleiche Arbeit machen.

Ich werde mal schauen, ob ich zumindest auf 3000 komme ... und dann eben die Differenz in der jährlichen Gehaltsverhandlung Schritt für Schritt mir verdiene.

Die (Gehalts-)welt ist eben unfair, was soll man machen :)

Und mit dem Master öffnen sich vielleicht ganz neue Perspektiven, wer weiß.

1 Person gefällt das

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Überlegen Sie sich vorher (!!!) gut, welche Botschaften Sie verbal und vor allem auch nonverbal aussenden. Gescheiterte Gehaltsverhandlungen haben Arbeitsverhältnisse oft nachhaltig negativ beeinflusst.

2 Personen gefällt das

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Kann Fr. Kanzler nur beipflichten. Ein Sprung von mehr als 20% innerhalb eines Unternehmens ist unrealistisch.

Wenn's um's Geld geht, dann hilft nur eins, Firma wechseln. Bei uns gibt's im Konzern eine Konzernrichtlinie, dass man innerhalb des Konzerns auch beim Wechsel auf eine andere Stelle (überzogenes Beispiel: Putzfrau -> IT Manager) nicht mehr als 20% verdienen darf. Wenn das mal vorkommen sollte, dann wird man i.d.R. auf die Stelle herangeführt. Sprich wenn's 30% sind, dann z.B. 5% jedes Jahr, bei Eintritt und 5 Jahre lang. Gehaltssprünge mit mehr als 5% sehe ich Grundsätzlich auf einer Position nicht, sondern nur beim wechsel auf eine höher wertige Tätigkeit. Sprich Entwickler->Entwickler max. 5%, Entwickler->Teamleiter max. 20% und alles drüber raus innerhalb eines Unternehmens "fast" aussichtslos. Wie gesagt, schneller mehr geht über Firmenwechsel.

1 Person gefällt das

Fernuniversität Hagen: Promotion in Informatik (02.01.2017 - tbd)

Wilhelm Büchner Hochschule: M.Sc. Wirtschaftsinformatik (01.07.2015 - 13.12.2016)

Wilhelm Büchner Hochschule: B.Sc. Wirtschaftsinformatik (16.11.2012 - 20.06.2015)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Im Prinzip gilt:

 

"Bezahlt wird an einer anderen Kasse." Soll heißen, dass sich in der Regel Gehaltssprünge nur mit einem Wechsel realisieren lassen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben (bearbeitet)

Zitat

Also was sagt ihr, wäre 3500€ fix zu überzogen oder gerechtfertigt?

 

Nominal?  Nööö.

 

Andererseits 2,5 auf 3,5... was leistet du seitdem Bachelor mehr?  Eigentlich nichts, oder?

 

Aber trotzdem..

 

2,5 Brutto für nen Bachelor im IT Bereich hallo? Das verdienen woanders Gabelstaplerfahrer...  ist klar unterbezahlt.

Das gibts auch mit Ausbildung, und auch in RLP. So strukturschwach ist das nun auch wieder nicht.

 

 

Und "wenigstens" 500€ Brutto mehr da auch wirklich nicht unverschämt - und ich würde sagen nichtmal hoch gepokert - Die wissen auch was anderswo an Einstiegsgehältern gezahlt wird. 

 

 

Zitat

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich (besonders als Frau im IT-Sektor) will mich nicht unter Wert verkaufen,

Das ist das Problem bei "internem" Aufstieg. Wie würde ein ähm "Gorden Gecko" das lösen? Er würde schlicht wechseln dahin wo es mehr Geld gibt. 

 

Den sicheren Arbeitsplatz nicht verändern wollen und Risikoaversion, und keine Leistungen die woanders wesentlich besser honoriert werden würden, sind keine Verhandlungsposition für gigantische Preissteigerungen. 

 

Nie das erste Angebot machen, es sei denn man hat "Verhandlungsmacht",

aber du kannst ruhig mal fragen wie es aussieht, das du weißt das andere die dieselbe Arbeit wie du machen "wegen mit Studium" besser vergütet werden, und du dir das das ja offensichtlich Praxis ist auch eine andere Einstufung als bisher schon vorstellst.

Dann ist man eigentlich schon in "Zugzwang" dein Gehalt zu erhöhen, denn Verbleib beim Status Quo ist wenn man das macht inadequat.

 

Du bist jung, bringst Berufspraxis mit, hast "nix falsches" studiert, und hübsches Gesicht auch noch in nem Bereich wo die Menschen anders aussehen.

Ist also nicht so als ob dich kleinmachen musst weil nicht woanders hingehen kannst. Bist ja eh erst wie lange dort?  9-10 Monate? In FFM oder Stuttgart gibts wenn suchst gibt es mit Sicherheit auch Firmen die dir 3,5-3,8 Brutto zahlen würden... Das ist auch kein Geheimnis.  42k zahlen selbst Dienstleister. 

 

Dein AG scheint nun auch genug Kohle zu machen, und in dem Bereich werden fette Rechnungen geschrieben... (aber du kannst rechnen das alleine Hälfte vom Umsatz für die Gehälter draufgeht) also warum solltest du dich hier mit weniger zufrieden geben müssen als andere?

 

Nun, hälfte von deinem Masterstudium wollen sie auch zahlen...

und bedeutet auch das du grundsätzlich Wertgeschätzt wirst und man dich im Unternehmen behalten möchte.

Aber was bringt es für ein Unternehmen wenn es den Leuten das Studium bezahlt wenn die dann damit zur Konkurrenz rennen weil sie dann mehr Kohle kriegen? 

 

Aber wenn es schiefläuft darfst du auch kein Problem damit haben woanders hinzugehen. Das ist nämlich die einzige "Sanktionsmöglichkeit" die du hast, und sollte man jetzt wirklich dich hier weiter so "abspeisen" wollen, dann würde ich meine Chancen lieber woanders ausspielen. Ist nicht so als ob keine hättest.

bearbeitet von Markus Jung
Formatierung
3 Personen gefällt das

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast
Dieses Thema wurde für weitere Antworten geschlossen.