Markus Jung

Buchvorstellung: Die Pomodoro-Technik in der Praxis (Staffan Nöteberg)

5 Beiträge in diesem Thema

Kürzlich habe ich das Buch Die Pomodoro-Technik in der Praxis - Der einfache Weg, mehr in kürzerer Zeit zu erledigen* von Staffan Nöteberg gelesen und möchte euch das Buch vorstellen und ein paar Notizen mit euch teilen, die ich mir zum Buch gemacht habe.

 

Das Buch ist in kurze Abschnitte von meist nur einer Seite unterteilt, zu denen es jeweils im oberen Drittel eine Zeichnung und unten Text gibt:

Pomodoro.jpg

 

Im Grunde genommen braucht es zur Erklärung der Pomodoro-Technik gar kein ganzes Buch. Es geht im Kern darum, einen Wecker auf 25 Minuten zu stellen und in dieser Zeit konzentriert an einer Aufgabe zu arbeiten und dann eine kurze Pause zu machen, wenn der Wecker klingelt und danach mit der nächsten Arbeitseinheit (dem nächsten Pomodoro) weiter zu machen. Nach vier Einheiten dann eine größere Pause und danach geht es weiter. Ziel ist es also, konzentriert und ohne Ablenkung an den wirklich wichtigen Aufgaben zu arbeiten, zum Beispiel zur Erarbeitung der Inhalte aus einem Studienbrief.

 

Im Buch wird das Ganze ausgeschmückt, es gibt ein paar Hintergrundinfos zur Funktionsweise des Gehirns, der Autor schildert seine persönlichen Erfahrungen und geht auf individuelle Anpassungen und die Möglichkeiten, das Konzept auch auf Teamarbeit anzuwenden, ein.

 

Mir hat das Buch ein paar zusätzliche Anregungen gegeben, wirklich benötigt hätte ich es nach den Infos, die ich vorher schon recherchiert hatte nicht.

 

Einige meiner Notizen und Überlegungen, zum Teil basierend auf dem Buch:

  • An komplexen und als langweilig empfundenen Aufgaben zumindest kurz arbeiten
  • Reduzierung auf eine überschaubare Menge von Aufgaben (mit Startwert von zum Beispiel 10 Aufgaben anfangen und dann anpassen, bis ein realistischer Wert gefunden wurde)
  • nur so viel planen, wie realistisch zu erledigen ist
  • immer an der aktuell wichtigsten Aufgabe arbeiten
  • Output vor Input
  • Pausen nach 30-60 Minuten > aufstehen
  • täglich notieren, was erledigt wurde
  • Arbeit als Abfolge von Aufgaben statt als Zeitdauern planen, da sich die Zeit oft nur schwer schätzen lässt
  • Eintauchen in den Flow und dann wieder auftauchen, um einen Überblick zu bekommen
  • Abfolge - drei Zustände (werden im Kreis durchlaufen):
    • Erholung
    • Planung
    • Handlung
  • Das richtige Maß zwischen Struktur und Flexibilität finden
  • Kein LIFO (zuletzt eingetragene Aufgaben zuerst) und kein Streng nach Plan, sondern stets neu überlegen, was jetzt das Wichtigste ist und dann ganz darauf konzentrieren
  • Unterbrechungen vermeiden, Handy weglegen, eine Aufgabe und entspannt und fokussiert auf diese konzentrieren
  • Während einer Aufgabe nur an dieser arbeiten und andere Gedanken lediglich kurz notieren, ohne diese weiter zu verfolgen. >> Innere Ablenkung > akzeptieren > notieren > fortfahren
  • Eine Arbeitseinheit, um möglicht viel kleine Aufgaben zu erledigen und somit aus der Aufgabenliste raus zu haben
  • "Prioritätsturnier" - bei denen die gleich wichtig erscheinenden Aufgaben im KO-System gegeneinander antreten (immer bei zweien überlegen, welche davon wichtiger ist), um die als nächstes zu erledigende zu ermitteln.

 

Ich versuche mittlerweile tatsächlich, meine Arbeit in Einheiten von ca. 30 Minuten aufzuteilen, allerdings ohne Wecker, und danach mal kurz aufzustehen und was Anderes zu machen, mir einen Überblick zu verschaffen wo ich stehe und dann wieder in eine konzentrierte Arbeitsphase zu gehen. Oder auch mich zu entscheiden, mich mal mehr Treiben zu lassen. Ich meine, dass dadurch meine Arbeitsleistung insgesamt über den Tag etwas konstanter und höher ausfällt. Und ich habe mir angewöhnt, zumindest zeitweise auch an den Aufgaben zu arbeiten, die schon lange in meiner Aufgabenliste stehen, und wenn es nur für kurze Zeit ist. Oder zu überlegen, ob ich diese überhaupt erledigen möchte oder sie ganz streichen oder verändern kann.

 

Aus dem Literaturverzeichnis habe ich mir einige Bücher notiert, die ich vielleicht (nochmal) anschauen werde*:

- Zen to Done (Leo Babauta)

- The 7 Habits of Highly Effective People (Stephen Covey)

- The Now Habit (Neil Fiore)

- Get Everything Done (Mark Foster)

 

* = Affililiate-Links

bearbeitet von Markus Jung
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coole Idee eigentlich, warum man immer nicht selber auf solche simplen Dinge kommt :sneaky2:

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Ja, wobei finde ich auch jeder für sich schauen muss, was passt.

 

Zum Beispiel habe  ich gemerkt, dass es mich stresst, mir den Smartphone-Wecker auf genau 25 Minuten zu stellen und dann raus gerissen zu werden. Ich gehe da jetzt etwas flexibler ran und behalte die Uhr am Monitor etwas im Blick und arbeite in Einheiten von ca. 30 Minuten, aber eben auch mal etwas mehr oder weniger - während im Pomodoro-Konzept aus Gründen der Gewöhnung empfohlen wird, die 25 Minuten exakt einzuhalten und höchstens noch den aktuellen Satz zu Ende zu schreiben. 


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Das Prinzip kenne ich vom Haushalt. ;)

Bei Unlust einen Wecker auf 10 Minuten stellen und dann diese 10 Minuten ranklotzen. Die Zeit darf verlängert werden.

Es geht darum, überhaupt anzufangen und nicht vor einem riesen Berg zu stehen, der demotiviert.

 

Beim lernen merke ich es in den Nachtdiensten, dass es sehr produktiv ist, etwas zu lesen oder zu schreiben und dann nach einer kurzen Einheit aufzustehen (weil Arbeit gekommen ist). Während ich dann zu tun habe, arbeitet es im Gehirn "nach".

Zu Hause sitze ich ich eher länger am Stück an einer Sache, möchte aber nicht im Flow von einem Wecker unterbrochen werden.

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Berufsbegleitendes Studium (B.Sc.) an privater Hochschule abgeschlossen (Sept. 2016)

3. Semester Psychologie B.Sc. FernUniversität Hagen

Praktische Psychologie und Organisationspsychologie (NHAD), Soziologie (Laudius)

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Geht mir auch so, dass mich diese Unterbrechungen gestört haben. Und auch, dass es laut dem Original-Prinzip verboten ist, innerhalb eines Pomodoros etwas Neues anzufangen, wenn man schon eher fertig ist. Das Grundprinzip, für eine begrenzte Zeit konzentriert zu arbeiten und eine Pause zumachen bevor die Müdigkeit da und die Konzentration weg ist, finde ich hingegen sehr hilfreich. Meist sind meine Arbeitseinheiten 30-45 Minuten lang - mal weniger und manchmal auch länger, gerade wenn ich ganz tief und intensiv mit etwas beschäftigt und darin versunken bin. Dann ist es allerdings schon so, dass ich hinterher, wenn ich wieder aufgetaucht bin, mich erstmal erschöpft fühle.


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