Aenema

Was ist sinnvoll für eine Führungskraft?

26 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

 

ich bin neu hier und stelle eine, vermutlich schon tausendmal in ähnlicher Weise gestellte, Frage bezüglich der passenden Weiterbildung. Trotzdem unterscheiden sich die Vorzeichen ja doch immer wieder weshalb ich es trotzdem mal versuche. :)

 

Ich bin 30 Jahre alt, habe einen mittleren Schulabschluss und eine abgeschlossene Ausbildung als Hotelfachmann. D.h. ich bin nun seit 2004 unentwegt in verschiedenen Branchen tätig gewesen, hauptsächlich im Kaufmännischen Bereich. Zurzeit bin ich im Personaldienstleistungsbereich und leite eine Niederlassung mit ca. 100 Mitarbeitern. In die Branche bin ich durch Zufall gerutscht und es hat mir meistens viel Spass gemacht, trotzdem ist das nicht der Bereich in dem ich alt werden möchte.

 

Ich möchte gerne auch in Zukunft tendenziell im Personalbereich bleiben aber Inhouse, also beispielsweise als Personalreferent etc. Die meisten Stellen in dem Bereich setzen ein Studium o.ä. voraus und deshalb möchte ich mich gerne weiterbilden. Ich habe nun aufgrund fehlendem höheren Schulabschluss nicht ganz so viele Optionen und sehe im Moment entweder den Fachwirt oder Betriebswirt als mögliche Option oder halt den Fachwirt mit anschließendem Fernstudium zum Bachelor, was natürlich einige Zeit dauert. Aus dem Bekanntenkreis habe ich nun schon des Öfteren gehört dass Sie nicht wirklich den Sinn darin sehen, da ich ja bereits in führender Position bin und seit fast 8 Jahren Führungserfahrung habe. Diese Aussagen kamen sowohl von Studenten als auch von "Kollegen" mit dem selben Bildungsniveau. Grundsätzlich lasse ich mich damit nicht komplett verunsichern aber dennoch denke ich darüber nach ob dieser Weg denn wirklich den Erfolg bringt den ich mir wünsche.

Nach bestandener Weiterbildung würde ich mich auch direkt wegbewerben.

 

Vielleicht kann mir ja jemand eine kurze Einschätzung dazu geben?

 

Vielen Dank fürs lesen und für etwaige Antworten.

 

Aenema

bearbeitet von Markus Jung
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Hallo Aenema,

 

in der Tat ist jede Situation individuell und es ist gut, dass du uns deine geschildert hast.

 

Zunächst einmal könntest du ja ausprobieren, dich mit deiner aktuellen Qualifikation und Berufserfahrung auf Jobs zu bewerben, die deinen Vorstellungen entsprechen. Dann wirst du vermutlich schnell einen Eindruck bekommen, ob das erfolgreich ist. 

 

Ich könnte mir vorstellen, dass bei Stellenausschreibungen, bei denen ein akademischer Abschluss erwünscht ist, ein solcher auch erwartet wird, sofern es nicht sehr gute andere Argumente gibt. Ob dafür deine bisherige Berufserfahrung ausreicht, sei mal dahin gestellt.

 

Erst den Fachwirt und dann ein akademisches Studium würde ich nicht empfehlen. Du hast ja eine abgeschlossene Berufsausbildung und mehrjährige Berufserfahrung. Damit ist oft der direkte Zugang zum Studium möglich bzw. häufig wirst du als Gaststudent eingeschrieben und machst dann noch eine Eingangsprüfung oder Hochschulzulassungsprüfung, durch die du aber keine Zeit verlierst.

 

Hast du schon mal geschaut, welche Studiengänge und Anbieter für dich in Frage kommen würden? - Dann könnten wir da auch mal konkret schauen, wie die Zulassungsvoraussetzungen mit deinem bisherigen Berufs- und Bildungsweg aussehen.

 

Viele Grüße

Markus

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In Ihrer Frage, Aenema, vermischen sich Themen.

 

  • Sie sind Führungskraft.
  • Sie sind ("nur") Hotelfachmann.
  • Sie arbeiten als PDL.
  • Und Sie wollen in Zukunft etwas anderes machen - im Bereich Personal.

Vielleicht liest sich das jetzt ein bisschen hart - ich schreibe es trotzdem.

 

Sie wollen mittelfristig in einen Bereich, in den viele wollen. Und Sie haben als Mitbewerber Leute mit einschlägigem Studium und einschlägiger Erfahrung.

 

Tätigkeiten in der PDL werden von Unternehmen in aller Regel nicht als einschlägige Erfahrung für Personalreferenten angesehen.

 

Sie haben keinerlei Ausbildung im Bereich "Personal". Natürlich haben Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Kenntnisse erworben in Ihrer Tätigkeit als PDL, werden aber sowohl deren Umfang als auch deren systematischen Erwerb schwer belegen können.

 

Ob Sie "Führungskraft" sind oder nicht, das spielt erst mal keine Rolle bei dem angedachten Wechsel. Sie werden sich von so einer Funktion mit hoher Wahrscheinlichkeit verabschieden müssen, wenn Sie in Richtung Personalreferent gehen wollen. Eine Rolle wird es in der Hinsicht spielen als zukünftige Arbeitgeber ggf. Zweifel daran haben werden, ob Sie so einfach "zurück ins Glied" gehen werden, ob Sie also ein leicht zu führender Mitarbeiter sein werden, der zudem im Job mit einem Berufsanfänger zu vergleichen ist.

 

Alles zusammen: Man kann Ihnen nur empfehlen, den Bachelor anzugehen. Der wird Ihnen neuen Möglichkeiten eröffnen, auch wenn das mit dem Personalreferenten nicht klappt. Wie Sie das machen können, das hat Herr Jung ja schon beschrieben.

 

Viele Grüße

Sabine Kanzler

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Hallo Herr Jung,

 

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

 

Ich habe bereits ein paar Bewerbungen in diesem Bereich verschickt, leider bisher ohne Erfolg. Zugegebenermaßen habe ich jetzt auch bestimmt nicht die perfekte Bewerbung geschrieben, ich wollte einfach mal austesten inwiefern das Feedback ausfällt. Grundsätzlich habe ich dieses Jahr schon ca. 15 Headhunteranfragen für verschiedene Positionen erhalten, leider aber immer in Bereichen die mir nicht wirklich zugesagt haben.

 

Ich habe mich bereits auch schon intensiv mit verschiedenen Anbietern befasst und bin bis dato auch zu dem Schluss gekommen, dass der Fachwirt wohl am wenigsten Sinn macht, bzw. einfach unnötig Zeit verschlingt. Deshalb habe ich nun 2 Optionen in der engeren Auswahl. Zum einen habe ich die VWA hier in München  bei der ich den Betriebswirt 6 und im Anschluss im 7.ten Semester den Bachelor machen könnte. Hier habe ich den Vorteil dass der Teil bis zum Bachelor Meister-Bafög gefördert wird und sich generell der Zeitaufwand recht gut darstellt. Ebenso sagt mir der Präsenzunterricht zu. Nachteil ist meiner Meinung nach ein wenig die Anerkennung der VWA obwohl das natürlich immer Ansichtssache ist.

 

Die zweite Option sehe ich bei der Fernuni Hagen, bei der man eben als Gasthörer einsteigen kann bzw. das Probestudium macht und dann die dafür nötigen Punkte sammelt um komplett immatrikuliert zu werden. Ebenso von Vorteil sind die wirklich überschaubaren Kosten und die hohe Anerkennung dieser Ausbildung. In Frage kommen würde für mich hier der Bachelor in Wirtschaftswissenschaft wobei ich hier großen Respekt davor habe, gerade was den Mathematischen Teil angeht sowie generell die Hohe Schwierigkeit von der ich nun schon des häufigeren gelesen habe.

Ich finde es halt sehr schwer seine Lernfähigkeit nach so langer Zeit einzuschätzen. Ich habe zwar im vergangenen Jahr den AdA Schein gemacht und gemerkt dass ich relativ einfach ins Lernen gekommen bin, trotzdem ist der AdA Schein im Vergleich zu einem Fernstudium tatsächlich Kindergeburtstag.

 

@ Frau Kanzler:

 

Vielen herzlichen Dank auch für Ihre Einschätzung. Vielen Dank dass Sie es auch so "hart" ausgedrückt haben. Damit kann ich auf jeden Fall etwas anfangen.

Eben der Hintergrund dass die Unternehmen die PDL`er nicht als Personaler per se ansehen ermutigt mich eine Weiterbildung anzustreben. Der Personalreferent war jetzt auch im Grunde nur als Beispiel zu verstehen. Die Personalarbeit an sich macht mir Spaß und deshalb könnte ich mir diesen Bereich eben grob vorstellen, es ist nun aber nicht so dass das für mich das absolute Ziel sein soll.

 

Ebenfalls sehe ich die Schwierigkeit bei einem Unternehmen eben einen Schritt "zurück" zu machen. Das ist mir nun auch in mehreren Gesprächen schon bewusst geworden. Deshalb vielen Dank für die Empfehlung zu einem Bachelorstudium, ich denke dass wird es dann wohl auch über kurz oder lang werden.

 

Schönen Gruß

 

Aenema

 

 

 

 

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vor 33 Minuten, Aenema sagte:

Zum einen habe ich die VWA hier in München  bei der ich den Betriebswirt 6 und im Anschluss im 7.ten Semester den Bachelor machen könnte. Hier habe ich den Vorteil dass der Teil bis zum Bachelor Meister-Bafög gefördert wird und sich generell der Zeitaufwand recht gut darstellt. Ebenso sagt mir der Präsenzunterricht zu. Nachteil ist meiner Meinung nach ein wenig die Anerkennung der VWA obwohl das natürlich immer Ansichtssache ist.

 

Wenn du dein Ziel ernsthaft verfolgst, dann würde ich mich nochmal intensiv und kritisch mit der VWA bzw. deren "Anerkennung" auseinandersetzen. Ohne die VWA schlechtreden zu wollen, aber ich denke, da gibt es deutlich bessere Alternativen.

Ich hatte vor vielen Jahren mal mit einem "Studiengang" bei der VWA in Hamburg geliebäugelt, da mir deren Auftreten und die Kommunikation gut gefiel. Nachdem ich lange im Internet recherchiert und mich kreuz und quer durch die unterschiedlichen Foren gelesen hatte, bin ich von dem Projekt wieder abgekommen. Es mag sich natürlich in den vergangene Jahren auch etwas getan haben. 

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Staatlich anerkannter Erzieher | Sozialmanagement (berufsbegleitendes Seminar) | Staatlich geprüfter Betriebswirt (AWS | BSW) | Fachwirt Facility Management (GEFMA) 

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@SirAdrianFish

 

Danke für deine Einschätzung. Das hat mich eben auch schon ein Stückweit abgeschreckt aber es gibt halt sehr viele gegensätzliche Meinungen. Was hat dich denn letztendlich bewogen das nicht zu machen bzw. hast du es dann woanders gemacht? 

 

Viele Grüsse 

 

Aenema

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Hallo Aenema,

 

vielleicht ist meine Einschätzung etwas "kindisch", aber ein Studium sollte man in erster Linie nicht wegen irgendeinem Beruf, sondern wegen dem Interesse am Fach anstreben. Und wenn man Interesse an einem Fach hat, dann möchte man mit Sicherheit auch so weit kommen, dieses Fach so weit wie möglich zu durchdringen. In jedem mir bekannten Fach benötigt man zur Durchdringung Hilfswissenschaften und Kenntnisse nah verwandter Disziplinen. Im Fall von Wirtschaftswissenschaft heißt das beispielsweise, dass man auch Kenntnisse in Mathematik und Statistik sowie VWL benötigt. Natürlich bringen solche "zusätzlichen Belastungen" auch immer Ängste mit sich, vor allem, wenn die Grundkenntnisse fehlen oder ihr Erwerb schon länger zurückliegt. Aber sie sind eben notwendig, um das Fach zu durchdringen - dann benötigt man eben längere Zeit, um gerade fehlende Kenntnisse zu wiederholen oder aufzuholen. Du solltest also keine Angst vor dem mathematischen Anteil an der FernUni haben - im Gegenteil. Dieser ist wichtig, um ein wirkliches Verständnis von den Inhalten zu bekommen. Die FernUni bietet auch einen Brückenkurs in Mathematik an, mit dessen Hilfe du fehlende Kenntnisse aufarbeiten kannst. Falls du dich für ein Studium dort interessierst, schau dir diesen Kurs doch mal an.

Vielleicht käme als mögliche Alternative auch Bildungswissenschaft an der FernUni in Frage, auch dieser Studiengang könnte durchaus für eine Tätigkeit im Personal qualifizieren. Aber auch hier dürfen methodische Kenntnisse natürlich nicht fehlen.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Wahl des richtigen Weges und hoffe, du kannst deinen Wunsch-Job bekommen :)

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Universität Hohenheim - Nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie - Bachelor of Science
FernUniversität in Hagen - Rechtswissenschaft - Bachelor of Laws
FernUniversität in Hagen - Wirtschaftswissenschaft - Bachelor of Science

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Nein, Bildungswissenschaften qualifizieren nicht unbedingt für eine Tätigkeit im Bereich Personal in Unternehmen.

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Du kannst es als beruflich qualifizierter versuchen, so wie es Markus oben auch geschrieben hat. Ich hätte es auch über diesen Weg machen können. Aber ich habe es nicht getan und die Entscheidung war absolut richtig. Ich habe also vorher innerhalb eines Jahres meine FH-Reife nachgeholt. Die Entscheidung war insofern sehr richtig, da ich besonders mit den mathematischen Sachen im Studium absolut nicht zurecht gekommen wäre in so einer kurzen Zeit. 

 

Und wenn du Betriebswirtschaft bzw. WiWi mit einer Spezialisierung auf Perso studieren würdest, hast du auch einige mathematische Dinge im Grundstudium. Es ist sicherlich keine Mathematik wie sie Mathematiker oder Physiker beherrschen müssen, aber dennoch ist es ein großer Vorteil wenn man bereits ein gewisses Grundverständnis hat. Deshalb mein gut gemeinter Rat an dich: Mach vorher deine FH-Reife. Dauert nur 1 Jahr für Leute mit Ausbildung. Und danach kannst du immer noch entscheiden ob du studieren möchtest.

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Hallo Azurit, 

 

vielen Dank für deine Rückmeldung. 

 

Natürlich geht es mir nicht nur darum einen bestimmten Beruf zu bekommen. Ich hatte aufgrund unpassender Lebensunmstände einfach die Jahre vorher nicht die Zeit und die Möglichkeit mich mit dem Thema Fernstudium auseinander zu setzen und das anzugehen. Meine Motivation ist deswegen auch in erster Linie meinen Horizont zu erweitern und generell mein Wissen zu vertiefen. 

 

Vor dem Matheteil habe ich insofern Angst als das ich mit Mathe schon immer auf Kriegsfuß stand und mir andere Dinge tausendmal leichter gefallen sind. Den Brückenkurs Mathematik habe ich auch heute Abend entdeckt und ehrlich gesagt ist damit meine Tendenz hin zur Fern Uni Hagen schon weiter fortgeschritten da ich diesen Brückenkurs als gute Gelegenheit sehe mir über die Anforderungen im Klaren zu werden. Sollte ich da absolut kein Land sehen dann werde ich es mir aber nochmal gut überlegen. :) 

 

Viele Grüße 

 

Aenema 

 

P.S. Ganz großes Lob an das Forum und alle die hier und speziell mir, geschrieben haben. So einen netten Umgang in einem Internetforum wünscht man sich. 

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