Luisa-w92

Unzufriedenheit, Fachwirt oder Abitur?

61 Beiträge in diesem Thema

Hallo,
ich  hatte hier bereits einen Thread zum Thema Wirtschaftsfachwirt. Dafür habe ich von der IHK die Zulassung bekommen. Da mir der Weg allerdings zu unsicher war, da ich noch keine abgeschlossene Ausbildung habe, habe ich die Ausbildung im öffentlichen Dienst nun begonnen, bin aber nicht zufrieden damit. Ich möchte unbedingt studieren, weiß aber leider gar nicht welchen Weg ich jetzt gehen soll um zum Studium zu gelangen. Hinzukommt dass sämtliche Leute aus meinem Umfeld sagen dass der Job keinen Spaß machen muss, Arbeit ist eben Arbeit und auch seitens meiner Familie (keine Akademiker), herrscht eher Missgunst wenn ich meinen Traum vom Studium offenbare. Das verunsichert mich sehr und ich weiß auch nicht, ob ich ein Studium schaffen würde.

Also was jetzt?

Durch die Ausbildung quälen und etwas lernen, in dessen Bereich ich nie wieder arbeiten möchte? (Ich bin ein sehr offener, kommunikativer Mensch und ständig nur stumpfes Akten bearbeiten wird mich auf Dauer nicht glücklich machen)
Oder nebenher die Fachwirt Weiterbildung machen? (finanziell und zeitlich sehr eng)
Abendgymnasium dauert mir zu lange (3,5 Jahre) und mit 5x am Abend Unterricht bis 22 Uhr (ich muss um 5 aufstehen) ist das zu heftig.

Oder etwas ganz anderes? 

Vielleicht kann mir hier jemand helfen?

bearbeitet von Markus Jung
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Eine Ausbildung ist grundsätzlich schon mal nicht schlecht, aber wenn du dir jetzt schon sicher bist, dass du nicht in diesem oder in angrenzenden Bereichen arbeiten möchtest (also Bereiche, die mit dem Abschluss möglich wären, um was für eine Ausbildung handelt es sich eigentlich?) gehöre ich persönlich zu denjenigen, die bei einer ernsthaften Alternative (also eine neue Ausbildung, oder finanziell abgesicherte Fortbildung/Studium etc.) abbrechen würden.

 

"Ich möchte unbedingt studieren" ist für mich jetzt allerdings noch keine ernsthafte Alternative, zumal der Weg dorthin noch nicht klar ist. Darum würde ich mich erst mal fragen: Was möchte ich beruflich (langfristig) machen (Tätigkeit, Branche, Berufsfeld, Beruf etc.) und was benötige ich dafür (Ausbildung, schul. Ausbildung, Ausbildung und Weiterbildung wie Fachwirt, Techniker, Studium etc.)?

 

Wenn es z. B. ein Berufsfeld ist, in dem man zwingend einen Hochschulabschluss benötigt (Rechtsanwalt, Steuerberater, was besseres fällt mir jetzt gerade nicht ein), dann hast du ja schon ein paar Möglichkeiten recheriert, wie du an den Hochschulzugang gelangst. Dann musst du nur noch herausfinden, welcher Weg für dich persönlich am sinnvollsten ist (in Sachen Finanzen, Einschlägigkeit, Lebenssituation etc.).

 

Einfach nur zu sagen "Die Ausbildung passt mir nicht" finde ich persönlich zu einfach und bringt dich im Endeffekt nicht viel weiter. Du musst dir schon eine Alternative erarbeiten, mit der du ein paar Jahre lang leben kannst. Denn wenn du einen Berufswunsch hast, für den du noch ein paar Jahre die Schulbank drücken und/oder studieren musst, solltest du dir sicher sein, das auch durchziehen zu wollen. Du willst ja sicher nicht nur studieren, um dir hinterher die Urkunde und das Zeugnis über dein Bett zu hängen.

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M.A. Governance an der FernUniversität Hagen (seit Sommersemester 2013)

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Hallo,

hast du denn mal Ausschau gehalten nach einem Dual Studium (Ausbildung & Studium gleichzeitig) mittlerweile bieten dies viele Unternehmen an. Auch öffentliche Verwaltungen sind dabei, falls es doch in der Richtung bleibt. Eventuell wäre das ein Mittelweg. Wenn es nicht klappt würde ich meinen, solltest du erstmal eine Ausbildung machen, natürlich eine die dir zusagt, ehe du dich überhaupt mit einem Studium befasst.

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Also ich würde die Ausbildung beenden.

 

Der öffentliche Dienst ist so vielfältig. Ich arbeite selbst dort und habe jeden Tag sehr viel Kundschaft.

 

Die Rechtsanwendung bzw. Aktenbearbeitung ist natürlich notwendig, das sollte einem schon irgendwo liegen. Aber auch ich habe schon in einer Behörde gearbeitet, wo ich mich nur noch hingequält habe und selbst bei der Ausbildung gab es Momente wo ich einfach nur alles abbrechen wollte, weil es nichts für mich zu tun gab oder es tot langweilig war.

Habe die Ausbildung aber durchgezogen und auch die jetzige Arbeit macht mir Freude und ist abwechslungsreich. Zudem ist die Sicherheit des Arbeitsplatzes auch nicht zu verachten.

 

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung musst du nicht wieder bei 0 anfangen. Ich glaube, das Fach-Abi kann man leichter mit einer erwerben und solltest du mal an einer Präsenzuni studieren, könntest du mit einer Teilzeitstelle dein Studium finanzieren. 

 

 

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Studium BWL B.A. an der IUBH - 5. Semester

(Bisher 130 CP von 180 CP)

 

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@Luisa-w92

Beim Lesen deines Post sind mir verschiedene Sachen durch den Kopf gegangen.

  1. vor 5 Stunden, Luisa-w92 sagte:

    Hinzukommt dass sämtliche Leute aus meinem Umfeld sagen dass der Job keinen Spaß machen muss, Arbeit ist eben Arbeit und auch seitens meiner Familie (keine Akademiker),


    Es ist immer gut andere Meinungen zur Kenntnis zu nehmen. Letztendlich aber entscheidest du, es ist ja schließlich dein Leben und du trägst die Konsequenzen für dein Handeln. Ich persönlich denke sehr wohl, dass eine Ausbildung oder das Ausüben eines Berufes "Spaß" machen sollte - hiermit meine ich, gerne zur Arbeit gehen und eine gewisse Erfüllung in dem finden, was man tut. Man sollte es gerne machen.
     

     

    vor 5 Stunden, Luisa-w92 sagte:

    habe ich die Ausbildung im öffentlichen Dienst nun begonnen

     

  2. Der Öffentliche Dienst bietet verschiede Aufstiegsmöglichkeiten, u.a. auch Studiengänge an. D.H. auch hier gäbe es auf lange Sicht perspektiven und nicht zuletzt auch eine gewisse Sicherheit.
     

  3. vor 5 Stunden, Luisa-w92 sagte:

    Ich möchte unbedingt studieren, weiß aber leider gar nicht welchen Weg ich jetzt gehen soll um zum Studium zu gelangen.

     

    vor 5 Stunden, Luisa-w92 sagte:

    wenn ich meinen Traum vom Studium offenbare. Das verunsichert mich sehr und ich weiß auch nicht, ob ich ein Studium schaffen würde.


    Setze deine Ausbildung fort, und nutze die Chance, um zu reifen, um "erwachsen zu werden" und um dir klar darüber zu werden, was du eigentlich willst. Erst dann kannst du dir auch über den Weg dorthin Gedanken machen. Dein Post liest sich in Teilen, wie ein kleines Kind, dass sich etwas in den Kopf gesetzt hat und dieses auf Biegen und Brechen umsetzten möchte, aber keine Ahnung hat, wie. Du stellst viele Fragen, auf die meisten deiner Fragen, musst du für dich selber eine Antwort finden. 


Staatlich anerkannter Erzieher | Sozialmanagement (berufsbegleitendes Seminar) | Staatlich geprüfter Betriebswirt (AWS | BSW) | Fachwirt Facility Management (GEFMA) 

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Ich habe erstmal eine Reihe von Fragen an dich, die dir vielleicht bei deiner Entscheidungsfindung helfen können:

  • Was für eine Ausbildung machst du?
  • Was macht dich an der Ausbildung unzufrieden? 
  • Und gibt es auch Bereiche, die dir Freude bereichen?
  • Was würdest du beruflich gerne machen?
  • Was benötigst du dafür?
  • Was bist du bereit zu investieren (Zeit, finanzielle Einbußen, Mobilität etc.)?

Es ist gut, sich die Meinung anderer anzuhören und abzuwägen. Eine Entscheidung triffst letztlich du, denn du musst dann auch mit dieser leben und die Verantwortung für diese übernehmen.

 

Meiner Meinung ist, dass wir sehr viel Lebenszeit mit der Arbeit verbringen. Und es gibt in jedem Job auch eher unangenehme oder nervige Seiten und meist auch Zeiten, in denen der Job mehr Spaß macht und andere, in denen dies weniger der Fall ist. Sich über Jahrzehnte Hinweg täglich nur zur Arbeit schleppen zu müssen, finde ich schade, wenn es vermeidbar ist und Alternativen gibt.

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Zitat

 

Das verunsichert mich sehr und ich weiß auch nicht, ob ich ein Studium schaffen würde.

 

Wie meinst du das? Weil der Rückhalt fehlen würde und die Anerkennung ausbleibt? Oder fühlst du dich auch intelektuell verunsichert? Oder unterstellt man dir (zurecht oder zu Unrecht) Eigenschaften, die dagegen sprechen (extreme Faulheit z.B.?)

Alle begründeten Punkte gegen ein Studium solltest du aber durchaus reflektieren. Ich weiß ja nicht, was da so 'vorgebracht' wird, ob es wirklich Dinge sind, die rational dagegen sprechen, oder ob dein Umfeld tatsächlich Miesmacher ohne wirkliche Argumente sind. Das musst du selbst abwägen, du kennst sie und dich am besten.

 

Ansonsten gehen da die Meinungen auseinander. Es gibt Leute, die wollen Spaß am Beruf haben und können sich nichts anderes vorstellen: Dann gibt es noch einige dazwischen und dann das andere Extrem: Alles egal, Arbeit muss hart sein, hauptsache das Geld stimmt und man tut was Alle Sichtweisen bleiben jedem überlassen. Aber du und dein Umfeld scheinen da ganz gegensätzliche Typen zu sein, ich glaube nicht, dass das der Studienentscheidung zuträglich ist. Die reinen Argumente mal außen vor, ist es nunmal Geschmackssache, ob man lebt um zu arbeiten oder arbeitet um zu leben.

 

Grundsätzlich würde ich die Ausbildung wahrscheinlich 'aus Prinzip' beenden. Hättest du denn ohne überhaupt einen Studienzugangsweg?

Danach kann man immernoch weitersehen, wenn '92 dein Geburtsjahr ist, bist du ja noch recht jung.

 

Was würdest du denn studieren wollen bzw. welchen Beruf stellst du dir vor?

Wenn man einen konkreten Wunsch hat reagiert das Umfeld oft auch verständnisvoller, als wenn man "hauptsache studieren" will (was ich dir nicht unterstellen will, vielleicht hast du ja einen bestimmten Wunsch und den nur nicht dazugeschrieben).

Stumpf vor sich hinarbeiten klingt natürlich nicht sehr reizvoll, allerdings ist ein Beruf, über den man per Studium kommt, auch nicht automatisch abwechslungsreich und aufregend.

bearbeitet von Mupfel
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@parksj86: was GENAU ich machen möchte weiß ich selbst noch nicht, dass wissen die wenigsten ja.

Es gibt aber eine Neuigkeit: ich wurde an einer Abendschule aufgenommen, wo ich meine allgemeine Fachhochschulreife nachholen kann. Dauert zwei Jahre. Frage ist nur: gibt man die sichere Ausbildung auf? Beides parallel schaffe ich vom Pensum her nicht, da die Ausbildung sehr anspruchsvoll ist. Und was, wenn es schief geht und ich dann merke mit 26/27 (im Studium), dass mir ein Studium doch zu schwer ist?

bearbeitet von Markus Jung
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Wenn die Ausbildung schon anspruchsvoll ist und du die Abendschule (die ja ausgelegt ist, dass man das neben der Arbeit/Ausbildung schafft) parallel nicht schaffst, wie willst du dann nebenher noch ein Studium packen?

Also mein Rat an dich wäre auch, dass du die Ausbildung fertig machst.

Also ich bin jetzt 29 und bin aktuell im Masterstudium neben meinem Beruf. Mein Lebenslauf war wie folgt:

Ausbildung + parallel FHR (hat mein Ausbildungsbetrieb zusammen mit der Berufsschule angeboten)

Berufserfahrung (+Wirtschaftsfachwirt)

Vollzeitstudium

Berufserfahrung

und jetzt Studium neben dem Arbeiten.

 

Also wenn du dir wegen dem Alter Gedanken machst, dann kann ich dir sagen, dass es durchaus ein Punkt ist, aber wenn du überzeugen kannst kein Beinbruch.

 

Vielleicht machst du deine Ausbildung fertig und in 3 Jahren siehst du die Welt vielleicht doch noch anderes und dann kannst du ja immer noch dich für ein Studium entscheiden.

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung kannst du je nach Anbieter auch ohne HBZ studieren.


An guten Tagen gewinnt man und an schlechten verliert man nicht.....

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@Markus Jung - vielen Dank für deine Fragen. Ich würde sie hier gerne beantworten:


 

  • Was für eine Ausbildung machst du?
    - ich mache eine Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten Fachrichtung gesetzliche Rentenversicherung
     
  • Was macht dich an der Ausbildung unzufrieden? 
    - im öffentlichen Dienst wird mit einer offensichtlichen Ruhe gearbeitet, fast schon zum einschlafen. Besonders stört mich aber die trockene Theorie und vor allem die stupide Aktenbearbeitung.
     
  • Und gibt es auch Bereiche, die dir Freude bereichen?
    Bisher nicht.
     
  • Was würdest du beruflich gerne machen?
    Ich habe mir einige Studiengänge angeschaut, die mir inhaltlich sehr zusagen.
    zB Medien- und Kommunikationsmanagement oder im sozialen Bereich, allerdings keine Sozialarbeiterin
     
  • Was benötigst du dafür?
    Mindestens Fachabtiur
     
  • Was bist du bereit zu investieren (Zeit, finanzielle Einbußen, Mobilität etc.)?
    - Sehr gute Frage, auf die ich keine Antwort weiß. Bisher hatte ich so viele Unsicherheiten im Leben (Selbstständigkeit) dass ich mir mittlerweile wünsche auch endlich mal ein Stück weit anzukommen.


    Meiner Meinung nach sollte einem der Job schon überwiegend Spaß bereiten. Das es immer Dinge gibt, die man nicht gerne tut ist mir durchaus bewusst.
    Ich weiß leider noch nicht, wie ich meine Interessen und auch Stärken optimal für die Berufswahl/ den Beruf einsetzen kann, da fehlt mir auch einfach die Erfahrung

 

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