DanBo

Staatlich geprüfter Betriebswirt oder doch Bachelor?

18 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

 

kurz zu mir: Ich (25 Jahre), habe die Realschule besucht & mit 19 Jahren dann mein Fachabitur an der Höheren Handelsschule abgeschlossen. Anschließend habe ich direkt meine 3 jährige Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann abgeschlossen.

Ich war, zumindest was die Schule angeht, nicht immer der fleißigste & war erst einmal froh, die Schule/Ausbildung hinter mir zu lassen. Dementsprechend habe ich bis heute gearbeitet, ohne mich auf irgendeine Art und Weise fortzubilden.

Nun, mit mittlerweile fast 26 Jahren, fehlt mir allerdings die Perspektive, bzw. ich muss feststellen, dass meine berufliche Entwicklung stagniert. 

 

Deshalb habe ich mich damit befasst, inwiefern ich mich weiterbilden könnte. Zuerst bin ich auf den Betriebswirt (staatlich geprüft) aufmerksam geworden bzw. mir wurde dies von mehreren empfohlen. Diesen könnte ich per Fernstudium parallel zu meiner Vollzeitbeschäftigung bei verschiedenen Anbietern abschließen (Habe hier ILS ins Auge gefasst, wobei das noch keinesfalls in Stein gemeißelt ist). Ich habe mich dann ein wenig in die Materie eingelesen & musste dabei feststellen, dass es immer mehr Gegenstimmen gegeben hat. Viele empfehlen lieber ein Vollzeitstudium (Bachelor), da dies doch höher angesehen wird.

 

Jetzt stehe ich schon ziemlich verzweifelt vor der großen Frage, was ich tun soll & hoffe hier auf ein paar Ratschläge..

 

Lohnt sich der staatlich geprüfte Betriebswirt? Ich könnte weiterhin Vollzeit in meiner jetzigen Arbeitsstelle arbeiten (Würde das Unternehmen tendenziell eher ungern verlassen) & ein geregeltes Einkommen wäre sicher.

 

Doch auf ein Vollzeitstudium umsteigen (Bachelor/Master)? Die Wertigkeit des Bachelors soll gegenüber dem Betriebswirt höher sein. Ich werde aber in Kürze 26, weshalb ich erst relativ spät wieder ins Berufsleben einsteigen könnte.
Es gibt zwar Personen (auch jemand in unserem Unternehmen), die den Bachelor neben einer Beschäftigung in Vollzeit abschließen. Ich denke allerdings, dass das dann zu viel das guten für mich wäre.

 

In Kürze steht ein Gespräch mit meinem Arbeitgeber an & bis dahin müsste ich eine Entscheidung fällen.. Ich habe schon einige Beiträge aus diesem Forum gelesen & hoffe jetzt einfach auf eure individuellen Vorschläge, da ich momentan nicht weiterkomme :)

 

Grüße

bearbeitet von Markus Jung
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vor 1 Stunde, Karate-Kalle schrieb:

Faktisch hat ein Bachelor aber mehr auf dem Kasten und auch bessere Jobaussichten.

 

Und wie kommst du zu dieser dezidierten Annahme?

2 Personen gefällt das

Staatlich anerkannter Erzieher | Sozialmanagement (berufsbegleitendes Seminar) | Staatlich geprüfter Betriebswirt (AWS | BSW) | Fachwirt Facility Management (GEFMA) 

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Es kommt drauf an was dir mehr zusagt. SGB ist meist praktischer und meist mit mehr Berufserfahrung. Der Bachelor ist ein akademischer Grad. Beides sind gute Fortbildungen.  Gucke dir die Modelle an und entscheide dich für das, was am besten zu dir passt.

 

Pauschal zu sagen einer von beiden hat mehr auf dem Kasten ist schlicht falsch

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Im Rechnungswesen hat ein Bilanzbuchhalter mehr drauf als ein Bachelor. Studieren muss nicht immer sein.


Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere. [Konfuzius]

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DanBo, mal abgesehen von der jetzt folgenden 5-seitigen Diskussion über Studium>Betriebswert oder umgekehrt. Von meinem Wissensstand her, kannst du mit dem Betriebswirt zum Studium zugelassen werden. Hast du aber einen Bachelor Abschluss, könntest du anschließend noch nach Interesse einen Master anfügen. Solltest du einen Betriebswirt machen wollen, dann würde ich aber schauen, dass der mit dem IHK Betriebswirt endet, denn nur dieser hat nach DQR den Rang 7. Alle anderen nur 6. (korrigiert mich, wenn ich falsch liege)

 

Was Schule und Motivation angeht, mit meinem Notenschnitt hätte ich nie studieren dürfen. Du bist keine 19 Jahre mehr. Wen interessiert, wie motiviert du vor Jahren warst. Wenn du jetzt Lust auf lernen und weiterbilden hast, dann wirst du das auch umsetzen können.

 

Den Lernaufwand kannst du fast selbst steuern. Für einen B.A. 15 h zu lernen, kostet genau so viel Zeit, wie für einen Betriebswirt 15 h zu lernen. Da würde ich mir kaum Gedanken machen.

 

Für mich persönlich ist ein akademischer Abschluss mehr Wert, als eine berufliche Weiterbildung(Wortwahl geklaut).

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Für mich kommt das im ersten Beitrag so rüber, als wäre es eine Fortbildung aus "Zwang" (d.h. für ein berufliches Weiterkommen) und nicht aus Interesse. Für mich klingt es auch nicht, als wäre die Motivation nun deutlich höher als zur Schulzeit/Ausbildungszeit. In diesem Falle würde ich niemals ein Studium empfehlen. DanBo kann mich natürlich korrigieren, wenn ich falsch liege.

 

Die nächste Frage wäre, was denn genau das berufliche Ziel mit dem neuen Abschluss ist. Wenn man im gleichen Unternehmen bleiben möchte, kann man ja sehr gut beobachten, welche Abschlüsse die Leute haben, die auf den bevorzugten Stellen sitzen bzw. welcher Abschluss gefordert wird, wenn man sich dafür bewerben will. Es macht keinen Sinn, ohne ein berufliches Ziel den einen oder anderen Abschluss zu empfehlen.

 

Einen berufsbegleitenden Bachelor würde ich auch nicht ausschließen. Man ist da flexibel und dann kann es, je nach Arbeitsaufwand und Begabung, länger oder kürzer dauern.


Universität Hohenheim - Agrarwissenschaften, FernUniversität in Hagen - Rechtswissenschaft,
FernUniversität in Hagen - Wirtschaftswissenschaft, Universität Stockholm - Earth Science

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vor 53 Minuten, sepas schrieb:

DanBo, mal abgesehen von der jetzt folgenden 5-seitigen Diskussion über Studium> Solltest du einen Betriebswirt machen wollen, dann würde ich aber schauen, dass der mit dem IHK Betriebswirt endet, denn nur dieser hat nach DQR den Rang 7. Alle anderen nur 6. (korrigiert mich, wenn ich falsch liege)(Wortwahl geklaut).

 

 

Das ist nicht richtig. Der staatlich geprüfte Betriebswirt ist immer DQR6. Was die gleiche Qualifikation wie den Bachelor unterstellt.

 

Der geprüfte Betriebswirt (IHK) ist DQR7 bedarf aber einer IHK-Aufstiegsfortbildungsprüfung als Vorraussetzung. Das sind z.B. Fachwirte oder auch andere nach BBiG.

 

Quelle http://www.betriebswirt.info/weiterbildung/gepruefter-betriebswirt-ihk

 

Ich weiß nicht warum der SGB regelmäßig so schlecht geredet wird. Er ist eine ordentliche Qualifikation. Während meiner Fortbildung hatte ich das Gefühl wirklich etwas gelernt zu haben. Er ist nur etwas anders orientiert als ein Bachelor. Von daher sollte jeder wissen, was für einen selbst am besten passt.

 

Ich denke aber auch wie Azurit, dass du einen Anschluss auf dein Ziel anpassen musst.

 

Nach deiner Beschreibung halte ich auch eine Fortbildung z.B. an einer Fachschule in Teilzeit als Präsenzunterricht besser. Ich kann mich aber auch irren

 

LG

bearbeitet von Rok87

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vor 51 Minuten, Rok87 schrieb:

 

 

Das ist nicht richtig. Der staatlich geprüfte Betriebswirt ist immer DQR6. Was die gleiche Qualifikation wie den Bachelor unterstellt.

 

Der geprüfte Betriebswirt (IHK) ist DQR7 bedarf aber einer IHK-Aufstiegsfortbildungsprüfung als Vorraussetzung. Das sind z.B. Fachwirte oder auch andere nach BBiG.

 

Quelle http://www.betriebswirt.info/weiterbildung/gepruefter-betriebswirt-ihkLG

 

Was anderes hab ich doch auch nicht geschrieben? Nur das ich nicht näher auf die Zugangsvorraussetzungen eingegangen bin, weil es ja um den Abschluss geht. Betriebswirt und Betriebswirt (IHK) sind halt 2 verschiedene paar Schuhe.

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vor 5 Minuten, sepas schrieb:

 

Was anderes hab ich doch auch nicht geschrieben? Nur das ich nicht näher auf die Zugangsvorraussetzungen eingegangen bin, weil es ja um den Abschluss geht. Betriebswirt und Betriebswirt (IHK) sind halt 2 verschiedene paar Schuhe.

Dann habe ich deinen Text falsch verstanden :) Sorry

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Hallo DanBo,

da du bereits eine abgeschlossene Ausbildung hast, würde ich darauf aufbauen. Das Bachelor-Studium ist lediglich ein erster berufsqualifizierender Abschluss, der nicht zur Übernahme von Führungspositionen befähigt. Ein Fachwirt oder der staatlich geprüfte Betriebswirt erscheinen mir daher sinnvoller für dich zu sein. Einen sehr interessanten Artikel dazu findest du zum Beispiel auch hier: https://www.sommerhoff-institut.de/service/news/entscheidungshilfe

Wie du dich auch entscheidest, den Job würde ich deshalb nicht aufgeben. Derzeit geht es der Wirtschaft zwar gut, aber niemand kann dir sagen wie es in ein paar Jahren aussieht. Die meisten User die hier ein Fernstudium oder einen Fernlehrgang machen, machen es nebenberuflich. Das ist halt auch der große Vorteil von einem Fernstudium, man kann sich die Zeit selber einteilen. Allerdings muss man sich immer wieder selbst motivieren. Bei der ILS gibt es einen sehr guten Persönlichkeitstest, damit kannst du deinen Lerntyp bestimmen.

Unabhängig davon, ob du nun den Betriebswirt oder ein Bachelor-Studium machen möchtest, geschenkt wird dir kein Abschluss. Gerade im Fernunterricht gibt es keine Lehrer die dir auf die Finger klopfen wenn du nicht lernst. Man muss sich immer wieder neu motivieren, gerade wenn die Weiterbildung mehrere Jahre dauert.

bearbeitet von Aramon

Seit 2017 FlexLearning Bachelor | 2016 Geprüfter Medieninformatiker (ILS) | 2013 Ausbilderschein IHK | 2012 Web Developer Grade 2 | 2012 WE Certified Web Designer Grade 1 | 2011 WE Certified Web Business Manager | 2004 Mediendesigner IHK

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