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Flexibilität der Studiendauer an der Fernuni Hagen

6 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen

 

Ich habe bereits ein Thema im Forum der WB-Hochschule eröffnet und möchte mich noch einmal für die ausführliche Hilfe bedanken. Jetzt ist es so, dass ich gerne noch die FernUni Hagen als Alternative in Betracht ziehen würde, da eine Universität mich doch weiter bringen würde als eine Hochschule.

 

Die 12 Semester Studienzeit auf Teilzeit bereiten mir jedoch große Sorge. Das sind immerhin 6 Jahre für ein B. Sc. 

 

Kurz zu meinem Hintergrund: Ich bin Autodidakt, Software Entwickler. Seit 3 Jahren arbeite ich in der Schweiz bei einer internationalen Firma, "offizielle" Jobbeschreibung "Software Engineer". In diesen Jahren habe ich bereits viele junge Kollegen durch ein Informatikstudium begleitet (hauptsächlich Unterstützung bei technischen Fragen), auch wenn ich selbst keinen Abschluss habe. Deshalb würde ich jetzt einfach (eventuell fälschlicherweise) davon ausgehen, dass ich nicht die gesamte Studienzeit brauchen würde. 

 

Zugegebenermaßen habe ich noch nie eine Uni von innen gesehen, also weiß ich auch nicht, wie das abläuft. Ich würde mich sehr über Infos zum Ablauf freuen. Kann ich bei der FernUni Hagen, als Teilzeitstudent schneller abschließen, als vorgesehen? 

 

Vielen Dank für eure Hilfe!

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Du kannst fast beliebig schnell abschließen. Jedenfalls sind die 12 Semester nur ein Wert, der sich aus Regelstudienzeit x 2 ergibt. Was die kürzest theoretisch mögliche Studiendauer wäre, kann ich nicht ganz genau sagen, vielleicht gab es da auch Änderungen, aber 6 Semester oder so sind ohne weiteres möglich, wenn Du mit der Zeit hinkommst.

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Von der Theorie (was ist erlaubt) mal zur Praxis (was ist tatsächlich möglich): Es hängt natürlich stark von deinen Vorkenntnissen, deinem Anspruch an dich selbst (muss alles mit 1 bestanden werden, oder genügt es irgendwie durchzukommen?) und wie gut/einfach du lernen kannst ab. Ich habe im Informatik Bachelor in Hagen bspw. meistens 20 CP pro Semester neben einer 40 Stunden Woche hinbekommen. Außerdem konnte ich mir das Grundpraktikum Programmierung und das Fachpraktikum anrechnen lassen (arbeitete auch als Softwareentwickler) - nochmal 20CP, also ein Semester, gespart.

 

Was du allerdings nicht verwechseln darfst, ist "Praktische Erfahrung in Softwareentwicklung/Engineering/Informatik" und "Fähigkeiten, die während einem theoretischen Studium an einer Universität erworben/verlangt werden". Ich bin auch mit ein paar Jahren Berufserfahrung als Softwareentwickler, ohne Studium (Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung) und mit dem Gedanken "Was wollen die mir noch groß beibringen?" in das Studium gegangen. "Jede Menge", wie sich relativ schnell herausgestellt hat ;-) .

 

Welche konkreten Fragen hast du denn bzgl. des Ablaufs?

bearbeitet von StefanK
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vor 15 Stunden, StefanK schrieb:

Was du allerdings nicht verwechseln darfst, ist "Praktische Erfahrung in Softwareentwicklung/Engineering/Informatik" und "Fähigkeiten, die während einem theoretischen Studium an einer Universität erworben/verlangt werden". Ich bin auch mit ein paar Jahren Berufserfahrung als Softwareentwickler, ohne Studium (Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung) und mit dem Gedanken "Was wollen die mir noch groß beibringen?" in das Studium gegangen. "Jede Menge", wie sich relativ schnell herausgestellt hat ;-) .

 

Danke für diesen Input. Das ist absolut nicht der Fall. Ich bin mir sicher, dass ich eine Menge lernen werde. Ich habe auch wie gesagt schon öfters Leuten geholfen, die Informatik studieren. Also bin ich mit vielem auch schon ein wenig vertraut, was eben nicht in der alltäglichen Software-Entwicklung vorkommt (Analysis, Elektrotechnik uvm) 

 

Ich bin mir bewusst, dass ich eine Menge lernen muss :) 

 

vor 15 Stunden, StefanK schrieb:

Ich habe im Informatik Bachelor in Hagen bspw. meistens 20 CP pro Semester neben einer 40 Stunden Woche hinbekommen. Außerdem konnte ich mir das Grundpraktikum Programmierung und das Fachpraktikum anrechnen lassen (arbeitete auch als Softwareentwickler) - nochmal 20CP, also ein Semester, gespart.

 

und das beruhigt mich. Das ist das, was ich mir auch ca. vorgenommen habe. (180-20) / 20 / 2 = 4 Jahre

 

vor 15 Stunden, StefanK schrieb:

Welche konkreten Fragen hast du denn bzgl. des Ablaufs?

 

in einer "normalen" Universität, bekommt man ja nach jeder Vorlesung Aufgaben, diese sendet man zurück und bekommt Punkte. Am Ende des Semesters kann man, wenn man eine Bestimmte Punktzahl erreicht hat, an einer Prüfung teilnehmen. Das ist zumindest die Erfahrung die ich mit meiner Freundin (und somit auch meinem verletzten Ego) und ihrem Informatikstudium an der Uni Konstanz mache. Somit sind die Zeiten ja ziemlich fest - schneller geht nicht. Man muss ja warten, dass man die nächste Arbeit bekommt.

 

Bei der FernUni Hagen wird von "Studienpost" gesprochen. Ich vermute, es geht da ähnlich vor? Man bekommt die Aufgaben, sendet sie ein, und nimmt am Semesterende an den Prüfungen teil? 

 

Daher ging ich davon aus, dass man von den Kursen her die man nehmen kann, unter Teilzeit, nicht an mehr Prüfungen für mehr Credits teilnehmen kann. Aber eben, vielleicht habe ich den Ablauf auch komplett falsch verstanden. 

 

 

 

Vielen Dank nochmal für die Antworten 

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vor einer Stunde, dnlnt schrieb:

Daher ging ich davon aus, dass man von den Kursen her die man nehmen kann, unter Teilzeit, nicht an mehr Prüfungen für mehr Credits teilnehmen kann. Aber eben, vielleicht habe ich den Ablauf auch komplett falsch verstanden. 

Du bekommst immer die Einsendearbeiten von jenen Modulen zugeschickt, für die du dich in diesem Semester eingeschrieben hast. Das kann eines sein, können aber auch zehn sein, je nachdem, was du vorhast.

 

Wenn du in allen Modulen bereits eine Art roten Faden aus deiner Arbeit heraus hast, ist das optimal. Es ist viel einfacher, vorhandenes Wissen zu erweitern, als es sich komplett neu aneignen zu müssen. Aber wie du sicherlich weißt, besteht Informatik nicht nur aus "programmieren" oder "engineeren", das wird z.T. in einem Modul abgehandelt und das war's dann auch schon zum Thema. Gerade an der Uni geht es um die (oft völlig abstrakten) Grundlagen, die mit praktischem Wissen soviel zu tun haben wie Merkel mit Reizwäsche.

bearbeitet von studikomp

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vor 6 Stunden, dnlnt schrieb:

in einer "normalen" Universität, bekommt man ja nach jeder Vorlesung Aufgaben, diese sendet man zurück und bekommt Punkte. Am Ende des Semesters kann man, wenn man eine Bestimmte Punktzahl erreicht hat, an einer Prüfung teilnehmen. Das ist zumindest die Erfahrung die ich mit meiner Freundin (und somit auch meinem verletzten Ego) und ihrem Informatikstudium an der Uni Konstanz mache. Somit sind die Zeiten ja ziemlich fest - schneller geht nicht. Man muss ja warten, dass man die nächste Arbeit bekommt.

 

Bei der FernUni Hagen wird von "Studienpost" gesprochen. Ich vermute, es geht da ähnlich vor? Man bekommt die Aufgaben, sendet sie ein, und nimmt am Semesterende an den Prüfungen teil? 

 

Daher ging ich davon aus, dass man von den Kursen her die man nehmen kann, unter Teilzeit, nicht an mehr Prüfungen für mehr Credits teilnehmen kann. Aber eben, vielleicht habe ich den Ablauf auch komplett falsch verstanden. 

 

Genau, es gibt Einsendeaufgaben, die du über das Semester verteilt bearbeiten und einsenden kannst/musst. Meistens sind diese Einsendeaufgaben aber freiwillig (dennoch sehr zu empfehlen), in nur wenigen Fächern brauchst du eine Mindestpunktzahl bei den Einsendeaufgaben um zu der Prüfung zugelassen zu werden.

 

Du kannst so viele Fächer im Semester belegen wie du möchtest und natürlich auch Einsendeaufgaben bearbeiten. Mündliche Prüfungen werden direkt mit dem Prof vereinbart und finden in Hagen statt. Schriftliche Prüfungen finden an mehreren Orten in Deutschland statt, allerdings mehrere an einem Tag zur gleichen Zeit. D. h. es ist ungünstig, wenn du zwei Module im gleichen Semester abschließen möchtest, die am gleichen Tag mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen werden. Darauf musst du bei der Belegung achten.

 

Da die Einsendeaufgaben nicht verpflichtend sind, kannst du auch "schneller" voran gehen und die Einsendeaufgaben einfach überspringen. Gerade bei mündlichen Prüfungen ist das ohne Probleme möglich, da du dort den Prüfungstermin ja selbst mit dem Prof vereinbaren kannst.

Was ich auch häufig gemacht habe war, dass ich Fächer/Module vorbelegt habe. D. h. einfach deutlich mehr belegen, als ich eigentlich bearbeiten kann, Einsendeaufgaben und Musterlösungen sammeln (funktioniert natürlich nur, wenn keine Mindestpunktzahl in den Einsendeaufgaben zur Klausurzulassung benötigt werden), und dann im nächsten Semester nach eigenem Tempo lernen und Einsendeaufgaben anhand der Musterlösungen selbst korrigieren. So habe ich mich manchmal bspw. in der ersten Hälfte eines Semester ausschließlich um Modul A gekümmert (und das dann auch zur Mitte des Semesters auch abgeschlossen) um mich dann in der zweiten Hälfte des Semesters auf Modul B konzentrieren zu können.

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