Markus Jung

Interview mit Dr. Thelen (IHP): Berufsbegleitend promovieren (PhD/DBA) - Chancen und Risiken

8 Beiträge in diesem Thema

Am Mittwoch, den 15.02.2017, wird mir Dr. Udo Thelen, Geschäftsführer des Instituts für Hochschulkooperation und internationale Promotionsprogramme (IHP) im Video-Interview ab 18 Uhr Fragen zu den Möglichkeiten einer berufsbegleitenden Promotion beantworten.

 

Dabei wird es unter anderem um die Unterschiede zwischen den verschiedenen Programmen (DBA, PhD), den Ablauf, die Kosten und natürlich auch die Anerkennung, gerade in Zeiten des Brexits, gehen. Das IHP arbeitet mit der University of Gloucestershire zusammen.

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Das Interview hat heute Abend stattgefunden und Herr Dr. Thelen ist gut eine Stunde lang intensiv auf die nachfolgenden Fragen zu den über die University of Gloucestershire angebotenen Promotionsprogrammen eingegangen. Die Aufzeichnung des Interviews findet ihr weiter unten.

 

Ihr könnt gerne auch weitere Fragen stellen - Herr Dr. Thelen hat angeboten, hier im Forum darauf zu antworten.

 

Themenübersicht:

  • In welcher Weise unterstützt das IHP-Institut Promotionsvorhaben?
  • Welche Promotionsprogramme werden angeboten?
  • Was sind die Unterschiede zwischen dem DBA-Programm und dem PhD-Programm?
  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um in die Programme aufgenommen zu werden?
  • Wie sieht das Bewerbungsverfahren aus?
  • Ist eine Mindestnote im Master bzw. Diplom erforderlich?
  • Welche Kosten fallen an? Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es
  • Wie sieht der Ablauf des Programms aus?
  • Wie groß ist der Präsenzanteil? Wo finden die Präsenzen statt?
  • Ist auch eine Anwesenheit in Großbritannien erforderlich?
  • Wird die Dissertation in deutscher oder in englischer Sprache verfasst?
  • Wie anerkannt ist der Abschluss?
  • Wie kann der Doktorgrad geführt werden?
  • Ist eine Herkunftsangabe erforderlich?
  • Welche Auswirkungen hat der Brexit auf die Absolventen und die aktuellen Teilnehmer des Programms?
  • Welche Risiken gibt es durch die Diskussionen über den DBA?
  • In welchen Bereichen sind die Absolventen der Programme tätig?
  • Wie hoch ist die Erfolgsquote? 
  • Welche weiteren Planungen für Kooperationen gibt es?

 

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Herr Thielen hat gesagt, ein PHD kostet ca. 25k€ für 4 Jahre. Genau sind es ja 22k GBP und in EUR knapp 26k (bei derzeitigem Kurs). Ist aber gar nicht auf das was ich hinaus will. Ich frage mich, was passiert denn wenn die Diss in den 4 Jahren nicht fertig wird. Gibt es da auch eine Betreuungszeit ala WBH (Regelzeit +50%) oder kommen im 5. Jahr weitere Kosten auf einen zu und wenn ja, wieviel?

 

Als Anmerkung: Der PHD wäre weniger Betreuungsintensiv wie der DBA, beides aber gleichwertige Promotionsprogramme. Der DBA kostet 40k GBP im Gegenzug zum PHD mit 22k GBP. Ich würde also anhand der Gebühren sagen, dass für den DBA knapp doppelt so viel Betreut wird wie im PHD. Was ich persönlich bzgl. der Gleichwertigkeit seltsam finde. Ist aber nur ein Gefühl.

 

Die Frage des Dr.-Vaters, bzw. der Betreuer ist mir auch wichtig. Ich weiß z.B. gar nicht, wer ist denn am Ende mein Betreuer in Deutschland und in der UK. Nach meiner Erfahrung und nachdem was ich gelesen habe, ist das super wichtig. Mit dem Dr.-Vater steht und fällt die Promotion. Bekomme ich die Betreuer zuerst genannt, rede mit denen und unterschreibe dann einen Vertrag oder unterschreibe ich zuerst den Vertrag und bekomme dann Ansprechpartner.

 

Wo Herr Thielen aus meiner Sicht "ausgewichen" ist, sind die Fachbereiche die angeboten werden. Es hinterlässt den Eindruck dass man hier alles Promovieren kann, von Chemie bis Psychologie über Informatik bis hin zu Medizin. Es wäre super wenn diese konkretisiert werden.

 

Auch offen geblieben sind die genauen formalen Voraussetzungen beim PHD. Beim DBA muss man Manager sein und dies ein paar Jahre, aber anscheinend keine Akademische Laufbahn. Reicht dann einfach nur ein Gewerbeschein den ich seit 3 Jahren habe und mir dann ausweist dass ich CEO bin (überzogen dargestellt)? Kann ich mir bei der Gleichwertigkeit zum PHD und einem Dr.-Grad nicht vorstellen. Beim PHD war auch nicht klar ob es ein gewisser Notenschlüssel sein muss und wie es im Hinblick auf FH-/Uni-Abschluß als Voraussetzung aussieht. Das war mir persönlich noch nicht konkret genug.

 

Ich will das nicht schlecht reden, ganz im Gegenteil, ich finde das Programm ansich sehr gut. Nur ist mir einiges noch unklar. Die Infos aus dem Video beantworten diese Fragen leider nicht.

 

Vielleicht hätte ich die Fragen im Vorfeld stellen sollen, in nachhinein ist das etwas unfair, das tut mir auch leid. Hatte aber leider keine Zeit mich mit dem Thema konkret auseinander zu setzen. Vielleicht kann Herr Thielen die Fragen beantworten oder die bisher erbrachten Antworten konkretisieren.


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Wilhelm Büchner Hochschule: B.Sc. Wirtschaftsinformatik (16.11.2012 - 20.06.2015)

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Vielen Dank für dein ausführliches Feedback.

 

vor 23 Stunden, SebastianL schrieb:

Vielleicht kann Herr Thielen die Fragen beantworten oder die bisher erbrachten Antworten konkretisieren.

 

Ich habe Herrn Thelen über deinen Beitrag informiert und ihm angeboten, entweder selbst hier etwas dazu zu scheiben oder mir eine Antwort zu kommen zu lassen, die ich dann einstellen würde.


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Vielen Dank für das Feedback, SebastianL. Gerne gehe ich auf die Fragen ein, bei denen das Video offensichtlich nicht klar genug ist.

 

Folgekosten DBA/PhD nach viertem Jahr: Da sich das Programm an Berufstätige richtet, kann die Gesamtzeit selbstverständlich flexibel an die berufliche und persönliche Situation angepasst und bei Bedarf verlängert werden. Für jedes weitere Jahr sind 2.750 GBP direkt an die University of Gloucestershire zu entrichten.

 

Gleichwertigkeit DBA/PhD und Betreuungsaufwand: DBA und PhD sind in Deutschland als der Promotion an einer deutschen Universität gleichwertig anerkannt. Beim DBA besteht die erste Programmphase aus 4 dreitägigen Präsenzseminaren mit umfangreichen Pflicht-Assignments ("Hausarbeiten") und ergänzenden Webinaren, beim PhD werden lediglich 2 Präsenzseminare durchlaufen und die Assignments sind etwas weniger umfangreich. Der unterschiedliche Seminarumfang erklärt sich dadurch, dass die DBA-Dissertation in der Regel eng an die etablierten Standards und Methoden der Managementforschung anzulehnen ist (daher die straff strukturierten Seminare und Hausarbeiten), während beim PhD die wiss. Methodologie und das Vorgehen in intensiver Eigenarbeit an den frei gewählten Forschungsgegenstand anzupassen sind (daher der größere Freiraum). Zu den Kosten: Der Seminaraufwand mit Referenten- und Seminarnebenkosten im DBA ist deutlich höher als im PhD, bei dem nach Abschluss der beiden Seminare die eigenständige Arbeit unter Anleitung der beiden Supervisors im Vordergrund steht.

 

Supervisors/Betreuer der Dissertation: Die Ernennung der beiden Supervisors (Betreuer) für die Doktorarbeit fällt in den Bereich der akademischen Kernkompetenzen und ist daher Aufgabe der Universität. Beim DBA erfolgt die Ernennung und Zuteilung der Supervisors nach Abschluss der Seminarphase und nach Erstellung des "final research proposal". Beim PhD geschieht dies im Rahmen des Zulassungsverfahrens auf der Grundlage des Research Proposal und eines Interviews gleich zu Beginn des Programms. Die beiden Supervisors kommen von der University of Gloucestershire, oder - je nach Forschungsthema - auch von anderen Hochschulen in UK oder Deutschland. Je nach Themenstellung kann im Ausnahmefall die Supervisor-Recherche auch in Abstimmung mit dem Kandidaten erfolgen.

 

Disziplinen und Fächer: Beim DBA handelt es sich um einen forschungsorientierten Management Degree aus dem Feld der Wirtschaftswissenschaften (im weitesten Sinne), die Forschungsthemen müssen einen Bezug zur Managementforschung aufweisen. Beim PhD werden Bewerbungen vor allem in den Wirtschafts-, Sozial-, Ingenieur- und Gesundheitswissenschaften sowie Public Health entgegen genommen. Da moderne Forschung zunehmend inter- oder transdisziplinär ist, lassen sich Themen jedoch häufig nicht eindeutig einem Fachbereich zuordnen; daher ist die individuelle und persönliche Abstimmung insbesondere für ein PhD-Projekt sehr wichtig.

 

Formale Voraussetzungen: Beim DBA abgeschlossenes (Master-)Studium (Uni oder FH) und einschlägige berufliche Fach- und/oder Führungserfahrungen (3 Jahre, nachzuweisen durch Arbeitszeugnisse oder Arbeitgeberbestätigungen).Beim PhD lediglich abgeschlossenes (Master-)Studium (Uni oder FH) sowie nachgewiesene Eignung für wissenschaftliches Arbeiten (z.B. gute Resultate im Studium, erste kleine Publikationen, herausragendes Research Proposal o.ä.). Bei DBA und PhD sind gute Englischkenntnisse nachzuweisen (IELTS 6.5, alternativ Nachweis des Abschlusses an einer englischsprachigen Bildungseinrichtung oder Arbeitgebernachweis über Englisch als Konzern- und Arbeitsplatzsprache des Kandidaten).

 

Ich hoffe, ich bin auf alle Punkte eingegangen. Für weitere Auskünfte, hier im Forum oder persönlich, stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.

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Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Mir wurden alle Fragen beantwortet.

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vor 23 Stunden, Udo Thelen schrieb:

Beim PhD werden Bewerbungen vor allem in den Wirtschafts-, Sozial-, Ingenieur- und Gesundheitswissenschaften sowie Public Health entgegen genommen. Da moderne Forschung zunehmend inter- oder transdisziplinär ist, lassen sich Themen jedoch häufig nicht eindeutig einem Fachbereich zuordnen; daher ist die individuelle und persönliche Abstimmung insbesondere für ein PhD-Projekt sehr wichtig.

 

Ah ok, das finde ich interessant. Hätte jetzt gedacht, dass dies in allen Bereichen möglich ist, die an der Präsenzuni angeboten werden. Wobei das von Ihnen genannte "vor allem...." dies ja nicht ausschliesst. Denn in Gloucestershire werden beispielsweise ja auch geisteswissenschaftliche Studiengänge wie Philosophie angeboten. Hier könnte ich mir einen PhD im Fernstudium auch gut vorstellen, für andere Bereiche wie Naturwissenschaften (Biologie beispielsweise wird an der UoG ja auch gelehrt) wiederrum eher nicht.

Gibt es denn konkrete Ausschlusskriterien von Studiengängen ist dies bsp. in den Geisteswissenschaften oder Naturwissenschaften gar nicht möglich oder kommt das dann auf den Einzelfall an?

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"The brain is waking and with it the mind is returning. It is as if the Milky Way entered upon some cosmic dance. Swiftly the head-mass becomes an enchanted loom where millions of flashing shuttles weave a dissolving pattern, always a meaningful pattern though never an abiding one." (Sir Charles Scott Sherrington, 1940)

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@der Pate: Mein Hinweis zu den PhD-Bereichen bezog sich auf über IHP in Deutschland entgegengenommene Bewerbungen für die Univ. of Gloucestershire. Beim Fächerspektrum spielt ja auch eine Rolle, dass wir am IHP mit deutschen Partnerhochschulen kooperieren und für die an verschiedenen deutschen Standorten stattfindenden Präsenzseminare eine gewisse Mindestteilnehmerzahl benötigen. Vollkommen richtig ist, dass Postgraduate Research Degrees wie der PhD an der University of Gloucestershire grundsätzlich für deutlich mehr Bereiche angeboten werden. Zur Info: http://www.glos.ac.uk/research/pages/research-degrees.aspx.

 

Bei einer geplanten Bewerbung ist die Orientierung an den genannten Fächergruppen natürlich zunächst sinnvoll. Trotzdem sollte man sich bei "querliegenden" Forschungsideen nicht von formalen Fächergrenzen abhalten lassen, sondern individuell mit den Beratern/Beraterinnen bzw. wissenschaftlich einschlägig tätigen Personen an der Wunschuniversität die fachliche Anbindung seines PhD-Projekts prüfen. "The world has problems - universities have departments" trifft leider immer noch für viele Hochschulen zu, aber Transdiziplinarität und interdisziplinäre Kooperationsbereitschaft sind im Vormarsch und für "reflective practitioner"-basierte Forschung geradezu unerlässlich.

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