Marco W.

Kosten eines Fernstudiums

4 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich stolpere immer wieder über Beiträge, in denen sich über die Kosten für ein Fernstudium beklagt wird.

Ich denke, die meisten Fernstudenten geben im Monat ca. 100 Euro (staatliche Anbieter) oder vielleicht auch noch bis zu 300 Euro (private Anbieter) aus.

Ich persönlich habe ein Präsenzstudium (Elektrotechnik) an einer FH hinter mir, welches mir meine Eltern finanziert haben, indem ich Zuhause wohnen konnte und natürlich der Kühlschrank immer gefüllt war ;-)

Erst mit einer Arbeitsstelle als Ingenieur in der Hardwareentwicklung habe ich ein Fernstudium an der PFFH Darmstadt im Studiengang Informatik absolviert, wobei ich ca. 260 Euro im Monat + Präsenzphasen usw. bezahlen musste. Die Studiengebühren haben mich mit einem Ingenieursgehalt (und arbeitender Lebensgefährtin) nicht sonderlich belastet, wohlgemerkt stieg diese Belastung aber sehr wohl mit dem Gründen einer Familie. Durch Hochzeit und zwei Kinder (-> Wegfall des Gehalts meiner Frau) stiegen auch die Lebenshaltungskosten und wir merkten die Studiengebühren schon deutlich.

Im Moment überlege ich, ob ich nicht noch meine Ausbildung (z. B. einen Masterabschluss mit kaufmännischen Inhalten) fortsetzen soll, allerdings zögere ich ernsthaft wegen des o. g. Geldes, welches mir dann eine "lange" Zeit in der Haushaltskasse fehlen würde.

Wie sehen die Randbedingungen bei Euch aus?

Wie finanziert Ihr Eurer Studium (für einen Arbeiter scheint mir die finazielle Belastung untragbar)?

Des Weiteren beobachte ich kontinuierlich die Angebote diverser Anbieter. Deswegen finde ich immer wieder Anbieter, die Studiengebühren in der Größenodnung von 20.000 Euro und *deutlich* mehr (z. B. für einen Master of Business Administration) verlangen.

Neben den Gesamtkosten finde ich auch die monatlichen Raten teilweise echt krass (z. B. die Euro-FH möchte je nach Vorkenntnissen und unterschiedlicher Laufzeit des Studiums für den MBA zwischen 490,00 Euro und 690,00 Euro pro Monat).

Wer macht bitte ein sooooo teure Ausbildung (bezogen auf den Gesamtbetrag)?

Wie bekommt man diese Augaben in endlich langer Zeit wieder herein?

Wer kann sich Raten von 500,00 Euro und mehr im Monat leisten?

Ich würde mich über ein paar Infos zu meinen Fragen freuen. Vielleicht motivieren die Antworten den ein oder anderen potentiellen Fernstudent zur Aufnahme des Studiums.

Viele Grüsse

Marco

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Hi Marco!

ich habe das große Glück, dass ich nicht mehr Vollzeit arbeiten gehen muss und trotzdem ein Fernstudium absolvieren kann. Ich bin verheiratet und durch einen Lohnsteuerwechseln, ein Job im Ort (dadurch Wegfall von Spritkosten i.H.v. 200.- Euro je Monat) geht es bei uns mit der finanziellen Belastung sehr gut. Mein Mann ist auch noch recht jung (24) und hat auch nur eine "normale" Ausbildung.

Ich denke es spielen sehr viele Randbediengungen mit rein. Wo lebe ich, wie hoch ist die Miete, wie anspruchsvoll bin ich...

Mit dem MBA und im speziellen bei der Euro-Fh. Es gibt schon etliche, die diesen dort machen und ich kenne auch 2 die ernsthaft überlegen gleich nach dem BA den MBA dran zu hängen. Allerdings sind 500.- Euro schon eine Stange Geld. Bei mir wird es wohl so aussehen, dass ich erst einmal spare um mir dann den MBA leisten zu können. Ich weiß von einem der nimmt jenes Geld welches er nach der BW-Zeit ausbezahlt bekommen hat.

Ich hoffe natürlich, dass sich eines Tages meine Ausgaben für das Studium bezahlt machen und ich einen guten Job bekomme. Dennoch haben mein Mann und ich es "gegengerechnet". Wenn ich ein Präsenzstudium machen würde könnte ich es nicht bei mir in der unmittelbaren Umgebung machen. Das Minimum wären 560.- Euro Spritkosten was ich hätte wenn ich in München studieren würde. (Bzw. eine Wohnung wenn ich dort wohnen würde plus Essen). Ausgehend von den Spritkosten habe ich die Kosten für das Studium bei der Euro-fh abgezogen und haben dann immer noch mehr als 200.- Euro weniger Ausgaben. Zudem habe ich keine lange Fahrtzeit und bei uns im Ort sieht es mit Stellen für Studies besser aus wie in München z.B. und ich bin zu Hause in der gewohnten Umgebung. Das waren die Gedanken, die wir uns damals gemacht haben.

lg

rita


Abschluss 2010 Euro-FH zur Dipl. Kauffrau (FH)

Sonderstudium Technik HFH

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Hallo Marco, hallo Rita,

in vielen Fällen beteiligt sich das Unternehmen an den MBA Kosten. Einziger Pferdefuß ist an diesen Regelungen die sogenannte Rückzahlungsvereinbarung. Diese verpflichtet Dich, zumindest z.B. drei weitere Jahre (nach Abschluß des Studiums) beim Unternehmen zu bleiben. Andernfalls mußt Du die erhaltenenen Studiengebühren anteilig zurückbezahlen. Ich denke jedoch bei so einer Summe ist auch dies eine Überlegung wert.

Gemessen an anderen Ländern ist in Deutschland außerdem der Gehaltsunterschied durch den MBA nicht so gravierend wie beispielsweise in den USA. So beginnen die Gehälter (je nach Ranking) für einen MBA bei mindestens 100.000 $ im Jahr. Damit fällt auch die Rückzahlung leichter.

Meine eigene Kalkulation für das selbst finanzierte Fernstudium an der HFH (rund 7.000 Euro für den Aufbaustudiengang zum Wirtschaftsingenieur) war wie folgt: mein variabler Gehaltsanteil ermittelt sich aus dem Deckungsbeitrag, den ich mit meinem Bereich für das Unternehmen erwirtschafte. Schaffe ich es also mit meinen Studienkenntnissen, die Erwartungen zu toppen, gibt es einen satten Zuschlag. Allein für 2005 lag dieser ziemlich genau in der Höhe meiner gesamten Studiengebühren und ich schätze ohne Studium hätte ich es nicht so gut geschafft.

Den MBA zu 20.000 würde ich allerdings nur mit der Unterstützung durch den Arbeitgeber in Angriff nehmen. Intern wird so etwas in meinem Unternehmen von vielen nicht gern gesehen, weil die Befürchtung aufkommt, daß die Arbeitsleistung darunter leidet. Meinen Wirtschaftsingenieur habe ich eben aus diesem Grunde auch den meisten Kollegen verschwiegen. In anderen Unternehmen wird so etwas jedoch begrüßt und auch mit Sonderurlaub und finanzieller Unterstützung gefördert. Prüft einfach einmal, wie es bei Euch aussieht. Viel Erfolg dabei und

viele Grüße

Leonardo66

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Hallo,

da geht es mir wohl ähnlich wie Marco W.

Meine Frau übernimmt den Job der Erziehung, ist also mit der Tochter zu Hause und verdient nur gering im eigenen Gewerbe von zu Hause dazu.

Hauptverdienst bleibt also bei mir. Als Alleinverdiener mit Familie, zwei Autos... ist da nicht mehr viel drin. Ich zahle derzeit 197,00 EUR mtl. Studiengebühr. Das ist mir ein akad. Abschluss wert, mehr aber auch nicht.

Ich plane auch unmittelbar nach mein jetziges Fernstudium den Master of Law dranzuhängen und habe mich schon informiert. Ich würde eher auf den Master verzichten, also 20.000 EUR etc. dafür auszugeben. Bei 200 bis 250 EUR im Monat ist für mich Schluss.

Gut jedoch, dass es noch staatl. Hochschulen gibt, die auch Fernstudien günstig anbieten können und wollen.

So werde ich den Master an der TU Kaiserslautern absolvieren. Die Studiengebühr beträgt dort rund 750 EUR im Semester.


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

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