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Einmischung erwünscht: Open University oder Oscail?

16 Beiträge in diesem Thema

Schönen guten Abend.

Seit zwei Jahren spukt mir ein englischsprachiges Fernstudium der Psychologie im Kopf herum. Da es offensichtlich nicht aufhört zu spuken, werden dieses Jahr Nägel mit Köpfen resp. Bachelors mit Honours gemacht. Teure Studiengebühren haben die möglichen Anbieter bereits gewaltig eingeschränkt, aber zwei Institute sind noch übrig, zwischen denen ich mal hin und mal her tendiere - manchmal helfen objektive Meinungen.

Die Open University bietet einen Bsc (Honours) Psychology an. (http://www3.open.ac.uk/courses/bin/p12.dll?Q01B07)

+ Die OU ist renommiert. Sie besteht seit langem und ihr wird beständig hervorragende Qualität bescheinigt, sowohl von extern was die Studienmaterialien als auch von ihren Studenten, was den "Service" angeht - ich kaufe nicht die Katze im Sack

+ Über ebay habe ich ein Modul aus dem Bereich der Psychologie ersteigert, um mal in die Lehrunterlagen gucken zu können. Das sieht alles sehr fein aus.

+ Wenn ich nicht will, muss ich nicht nach England fliegen - Klausuren kann ich auch in Deutschland schreiben

- Autsch. Bildung ist teuer.

- Mit der Anerkennung in Deutschland könnte es schwierig werden. Aber auch in England ist die Zulassung zu einem Masterprogramm (selbst bei sehr guten Abschlussnoten) anscheinend nicht gesichert. Es ist eben "nur" die OU.

Und dann gibt es noch Oscail. Oscail ist ein Projekt der Dublin City University und anderer irischer Universitäten und bietet mir einen BA Humanities mit möglichem Major Psychology an, mit Abschlusszeugnis einer ordentlichen irischen Universität.

http://www.oscail.ie/courses/undergraduate/arts/prospective.php

+ Abschlusszeugnis einer "richtigen" Uni

+ Im Vergleich zur OU billiger

+ Kleinerer, persönlicherer Rahmen

- Über die Qualität der Lehre kann ich nicht viel sagen. Da es relativ wenig Studenten meines Fachbereichs gibt, ist es auch schwer, da übers Netz etwas rauszubekommen

- Für die Klausuren muss ich einmal im Jahr nach Irland fliegen. Da die Schule ausserdem weniger Lehrmaterialien als die OU zur Verfügung stellt, müssen teure Bücher gekauft werden - im Endeffekt also vielleicht gar nicht billiger als die Open University

Oh je. Lang geworden.

Falls euch was dazu einfällt, freue ich mich sehr.

Viele Grüße,

Marie

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Ganz spontane Gedanken:

- die Open University hat einen hohen Bekanntheitsgrad, auch über UK hinaus

- von Oscail höre ich durch deinen Beitrag das erste Mal

- ist das Konzept von Oscail auch so gut ausgereift wie bei der OU? Gerade im Fernstudium finde ich gutes Material, das über "normale" Bücher hinaus geht, extrem wichtig, um effizient arbeiten und Fortschritte machen zu können.

Du merkst - ich würde eher zur Open University tendieren. Bin aber schon gespannt, was die anderen so meinen.

Viele Grüße

Markus


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Hallo,

ich stehe im Moment vor der gleichen Entscheidung.

Nur noch 2 Anbieter übrig (bei mir FFH Sachsen u. HS Anhalt).

Die OU hatte ich mir auch schonmal angeschaut, mir aber dann

ein englisch-sprachiges Studium nicht zugetraut.

Würde aber auch für die OU stimmen, da ich denke ein Fernstudium ist

schwer genug. Da sollten die Rahmenbedingungen es nicht noch

komplizierter machen.

Grüße Jeannette

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"Mit der Anerkennung in Deutschland könnte es schwierig werden. Aber auch in England ist die Zulassung zu einem Masterprogramm (selbst bei sehr guten Abschlussnoten) anscheinend nicht gesichert. Es ist eben "nur" die OU."

Das will mir nicht recht einleuchten. Warum sollte die OU per se wenig anerkannt sein? Sicher gibt es Vorurteile gegenüber Fernstudium, aber das trifft andere Programme dann genauso. Die Zulassung zu einem Master ist nie garantiert, wobei man mit sehr guten Noten eigentlich schon was bekommen müßte.

Ein anderes Problem ist natürlich die Berufsausübung in Deutschland. Da könnte es mit ausländischen Abschlüssen Probleme geben, aber das gilt wiederum für alle.

Stefan

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Ein Problem der OU könnte sein, dass sie "open" ist. Dass heisst, es gibt (außer Englisch-Kenntnissen) keine Zugangsbeschränkungen.

Viele Grüße

Markus


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Hallo,

und vielen Dank für eure Antworten.

Stefan: Wie Markus schon sagte sind in die fehlenden Zugangsvorraussetzungen das Problem. Allerdings ist das vielleicht gar kein Problem mehr, wenn man ein Abitur vorweisen kann, also theoretisch die Vorraussetzungen für ein Studium an einer 'ordentlichen' Uni mitbringt. Das versuch' ich grade rauszufinden.

Viele Grüße,

Marie

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Die fehlenden Voraussetzungen sehe ich nicht als Problem, schließlich muss jeder die Prüfungen mache. Außerdem gibt es in GB kein Abitur in unserem Sinne, die Unis sind alle sehr viel offener.

Wenn Personaler X aber OU-Studenten wegen der Zugangsbedingungen ablehnt, wird ihn wohl ein Abitur auch nicht davon abbringen. Personalentscheidungen laufen nicht so rational ab:

boolean einstellen(String uni, boolean abitur){

if(uni="ou"){

if(abitur){

return true;

}

return false;

}

}

Soll heißen: Wenn Du glaubst, dass die OU einen schlechten Ruf hat, dann andert Formalkram daran nichts.

Übrigens klingt dieses irische Programm recht interessant und einmal im Jahr nach Dublin, da gibt es auch schlimmeres. Wobei zwar das Zeugnis von einer Präsenz-Uni kommt, aber erstens wahrscheinlich drinsteht, dass es ein Fernstudium war und zweitens natürlich aus dem Lebenslauf klar wird, dass es wohl so gewesen sein muss.

Stefan

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Die Personaler sind mir ja nich' so wichtig. Mich interessiert die mögliche Anerkennung eher im Hinblick darauf, ob ich mich mit dem Abschluss bei einer Uni für ein weiterführendes Studium bewerben kann. Das stelle ich mir mit einem Abschlusszeugnis einer Uni, die die einheitlichen Voraussetzungen der meisten Universitäten (eben das Abitur oder die ausländische Entsprechung) nicht erfüllt, schwieriger vor - da ist Deutschland sicher auch noch deutlich bürokratischer als beispielsweise das englische Bildungssystem.

Nichtsdestotrotz - Garantien gibt's nie und je mehr Jahre das Fernstudium und alternative Bildungswege auf dem Buckel haben, desto mehr Akzeptanz.

Und du hast recht, ich finde auch, dass Oscail sehr interessant klingt. Und für ein Fernstudium muss man sich ja nicht schämen - ganz im Gegenteil.

Viele Grüße,

Marie

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"Mich interessiert die mögliche Anerkennung eher im Hinblick darauf, ob ich mich mit dem Abschluss bei einer Uni für ein weiterführendes Studium bewerben kann. Das stelle ich mir mit einem Abschlusszeugnis einer Uni, die die einheitlichen Voraussetzungen der meisten Universitäten (eben das Abitur oder die ausländische Entsprechung) nicht erfüllt, schwieriger vor"

Dir ist aber klar, dass man auch in Deutschland ohne Abitur bzw. formale Hochschulreife studieren kann? Wenn es um Anerkennung für einen Master geht, ist die ganze Sache recht eindeutig. Die OU ist ein staatliche Universität aus dem EU-Raum, deren Abschlüsse müssen anerkannt werden - da gibt es wenig Spielraum, mit Hinweis auf die Eingangsvoraussetzungen o. ä. die Zulassung zu verweigern.

Stefan

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"Mich interessiert die mögliche Anerkennung eher im Hinblick darauf, ob ich mich mit dem Abschluss bei einer Uni für ein weiterführendes Studium bewerben kann. Das stelle ich mir mit einem Abschlusszeugnis einer Uni, die die einheitlichen Voraussetzungen der meisten Universitäten (eben das Abitur oder die ausländische Entsprechung) nicht erfüllt, schwieriger vor"

Dir ist aber klar, dass man auch in Deutschland ohne Abitur bzw. formale Hochschulreife studieren kann? Wenn es um Anerkennung für einen Master geht, ist die ganze Sache recht eindeutig. Die OU ist ein staatliche Universität aus dem EU-Raum, deren Abschlüsse müssen anerkannt werden - da gibt es wenig Spielraum, mit Hinweis auf die Eingangsvoraussetzungen o. ä. die Zulassung zu verweigern.

Stefan

Die Anerkennung der OU ist kein Problem, habe dort selbst studiert. Die Österreichischen Universitäten würden mich sofort zum Masterstudium zulassen. Die OU (trotz eher durchschnittlichen Noten) hat mich zum Masterstudium zugelassen, also von dort auch kein Problem. Kurz gesagt akademisch wird es kein Problem geben.

Jedoch der Beruf des Psychotherapeuten, Psychiater etc. ist ein reglementierter Beruf, dort liegt das eigentliche Problem, hier sollte man sich bei der zuständigen Interessensvertretung erkundigen was Aufnahmevoraussetzung ist. Vielleicht gibt es eine Hintertüre nur sollte man diese auch abchecken: Anmeldung bei der englischen Interessensvertretung der Psychotherapeuten sich dort incorperieren lassen und mit dieser in Deutschland/Österreich eine Praxis eröffnen, müßte eigentlich gehen. Dies schließe ich aus folgenden der österreichische HTL Ingenieur (kein akademischer Abschluß) darf die Tätigkeit des reglementierten Gewerbes technisches Büro/beratender Ingenieur durchführen, wenn er in Österreich zugelassen wird, darf im gesamten EU Raum diese Tätigkeit ohne Zusatzprüfungen durchführen. Aber bitte dies ist nicht rechtsverbindlich und abchecken lassen.

lG

Christopher


Bachelor of Science with honours(OU);Bachelor of Engineering (HFH); Postgraduate diploma in engineering (OU); Certificate in Mathematics(OU)

MBA der wwedu Wels

Master of Science in Engineering an der OU

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