Tm201

Bacherlor oder Diplom?

14 Beiträge in diesem Thema

hi,

ich möchte dieses Jahr ein Mechatronik-Studium an der Pffh beginnen.

Ich bin mir aber nicht sicher ob ich nun den Bacherlor oder doch das Diplom

machen soll.

Mir ist auf jeden Fall wichtig das es keine Sackgasse ist.

Ich meine das ich auf diesen Studiengang aufbauen möchte. (zumindest die Option offenhalten)

Da weiß ich auch nicht wie es nach dem B.sc. weitergeht.

Fernstudiengänge als master sind nicht gerade häufig...

Und wie ist das mit der Fachrichtung, kann die beim Master anders sein?

Ich weiß auch nicht in wieweit die Prüfungsleistungen eines Diploms beim Bacherlor / Master anerkannt werden?

Mich würde eure Meinung dazu mal interessieren.

Vielen Dank im voraus

Mfg

Toni Thiele

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Hallo Toni,

die Entscheidung ob Bachelor oder Diplom kann dir leider niemand abnehmen :-)

Fakt ist aber, daß du auch auf ein Diplomstudiengang noch einen Master setzen kannst. In der Beziehung wäre es also egal welchen Abschluß du wählt.

Der Bachelor ist internation bekannt, aber meiner Meinung nach hat das Diplom in Deutschland noch einen höheren Stellenwert. Der Vorteil vom Bachelor ist ganz eindeutig, daß er nur 6 Semester dauert und das Diplom 8 Semester.

Wegen deiner "Angst" daß es im Moment nur wenige Fernstudiengänge des Masters gibt, ist denke ich unbegründet. So lange gibt es die Bachelor und Masterstudiengänge in Deutschland noch nicht und wenn man die Pffh Darmstadt als Beispiel heran nimmt, stellt diese gerade mal auch Bachelor um. In einigen Jahren dürfte sich das Angebot sicherlich vergrößert haben und erst dann ist es ja auch für dich wirklich interessant.

Viele Grüße

Miriam


What we have to learn to do, we learn by doing. (Aristoteles)

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Hallo Toni,

es ist sicher nicht unwahrscheinlich, dass auch die PFFH eigene Master-Studiengänge anbietet, wenn die Bachelors erstmal laufen.

Und auch falls nicht, wird es künftig immer mehr Master-Angebote und schon bald keine Diplom-Studiengänge mehr geben.

Viele Grüße

Markus


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danke erstmal für eure antworten

Ich denke, wenn es keine Probleme macht daß das Diplom dem Bacherlor gleichertig ist und man danach den Master machen kann, werd ich mich wohl für das Diplom entscheiden.

Der unterschied ist ja dann "nur" 1 Jahr mehr.

(und natürlich der evtl. Nachteil im ausland)

Damit kann ich gut leben.

Mfg

Toni Thiele

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Hallo Toni,

Bachelor und Diplom sind nicht gleichwertig. Mit einem Uni-Diplom kann man promovieren, was erst mit einem Master und nicht mit einem Bachelor möglich ist. Mit einem FH-Diplom geht das unter bestimmten Bedingungen auch, aber ehr selten.

In Wikipedia gibt es eine Grafik in der das nochmal deutlich wird. http://de.wikipedia.org/wiki/Diplom#Deutschland

Das Diplom ist in Deutschland noch bekannter als ein Bachelor und wenn man sich nicht beruflich ins Ausland orientieren möchte, ist diese Entscheidung meiner Ansicht nach im Moment noch besser. Das ist eine persönliche Einstellung von mir und andere denken in dieser Beziehung sicherlich anders!

Miriam


What we have to learn to do, we learn by doing. (Aristoteles)

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Die Behauptung dass FH-Diplom (und nur das) und Bachelor gleichwertig sind ist überraschend weit verbreitet, besonders wenn man sich die Statements einiger Bildungspolitiker ansieht. Richtig wird das dadurch natürlich noch lange nicht! Ich sehe das als eine Art Missverständnis. Richtig ist, dass ein Bachelor-Abschluss für mehr oder weniger die gleichen Tätigkeitsfelder qualifizieren soll, wie zuvor das entsprechende FH-Diplom. Dahinter steht aber folgende Überlegung: Wissen veraltet heute sehr viel schneller als je zuvor. Deshalb muss man sich im Berufsleben ständig weiterbilden um wirklich auf dem laufenden zu bleiben. Unter solchen Vorrausetzungen macht es mehr Sinn, einen Abschluss anzubieten der die Absolventen schneller ins Berufsleben einsteigen lässt, als einen Abschluss, der zwar inhaltlich etwas höherwertig ist, dessen Inhalte aber erschreckend schnell veralten. (Wobei das Problem des Veraltens sicher in den technischen Studiengängen bei weitem am problematischten ist, in den anderen Fächern ist das nicht ganz so extrem.)

Ein anderer Grund für Missverständnisse sind sicher die Vergleiche der deutschen mit ausländischen Abschlüssen. Zum Beispiel wird das FH-Diplom sehr oft mit dem Bachelor with Honours gleichgestellt, der deutsche Bachelor aber manchmal ebenfalls! Jetzt könnte man denken, FH-Diplom und deutscher Bachelor sind auch gleichwertig, aber das ist falsch. Die zwei Abschlüsse wurden nämlich mit unterschiedlichen Bachelor with Honours Abschlüssen verglichen. Das FH-Diplom wird immer mit dem vierjährigem Bachelor with Honours auf eine Stufe gestellt, wie er in fast allen Ländern des britischen Commonwealth (incl. Schottland) verbreitet ist. In England gibt es aber einen dreijährigen Bachelor with Honours und nur ein Bachelor with Honours (beide Varianten) wird als Zugangsvorraussetzung zu einem engl. Masterstudium anerkannt. (Es gibt auch noch sogenannte Ordinary Bachelor degrees, mit denen man nicht zu einem Masterstudium zugelassen wird.) Deshalb ist die deutsche KMK der Meinung, der deutsche Bachelor ist dem dreijährigen Bachelor with Honours gleichwertig, denn mit einem deutschen Bachelor kann man ja zu einem deutschen Masterstudiengang zugelassen werden.

Ich persönlich würde eigentlich eher den Bachelor wählen, es sei denn es geht um die Ingenieurwissenschaften. Es ist zwar richtig, dass das Diplom im Ausland oft unbekannt ist, aber auf den deutschen Diplom-Ingenieur trifft das in nicht ganz so extremer Weise zu. Es gibt zwar durchaus viele Leute, die den Abschluss nicht kennen, aber die die ihn kennen - meist selbst Ingenieure - halten oft ziemlich viel vom deutschen Diplom-Ingenieur. Ich würde aber auf jeden Fall immer noch einen Master anhängen. Zumal der Abschluss immer verstanden wird und wenn man einen Mastergrad hat dann wird niemand in Frage stellen, dass ein FH-Diplom mindestens einem Bachelor gleichwertig ist, selbst wenn jemand noch nie was vom FH-Diplom gehört hat. Zwar ist das FH-Diplom in Wirklichkeit etwas höherwertig als ein Bachelor, aber da der Master sowieso der höchstwertige der drei Abschlüsse ist, ist das in dem Falle gleichgültig.

mintaru

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Die Behauptung dass FH-Diplom (und nur das) und Bachelor gleichwertig sind ist überraschend weit verbreitet, besonders wenn man sich die Statements einiger Bildungspolitiker ansieht. Richtig wird das dadurch natürlich noch lange nicht! Ich sehe das als eine Art Missverständnis. Richtig ist, dass ein Bachelor-Abschluss für mehr oder weniger die gleichen Tätigkeitsfelder qualifizieren soll, wie zuvor das entsprechende FH-Diplom. Dahinter steht aber folgende Überlegung: Wissen veraltet heute sehr viel schneller als je zuvor. Deshalb muss man sich im Berufsleben ständig weiterbilden um wirklich auf dem laufenden zu bleiben. Unter solchen Vorrausetzungen macht es mehr Sinn, einen Abschluss anzubieten der die Absolventen schneller ins Berufsleben einsteigen lässt, als einen Abschluss, der zwar inhaltlich etwas höherwertig ist, dessen Inhalte aber erschreckend schnell veralten. (Wobei das Problem des Veraltens sicher in den technischen Studiengängen bei weitem am problematischten ist, in den anderen Fächern ist das nicht ganz so extrem.)

Ein anderer Grund für Missverständnisse sind sicher die Vergleiche der deutschen mit ausländischen Abschlüssen. Zum Beispiel wird das FH-Diplom sehr oft mit dem Bachelor with Honours gleichgestellt, der deutsche Bachelor aber manchmal ebenfalls! Jetzt könnte man denken, FH-Diplom und deutscher Bachelor sind auch gleichwertig, aber das ist falsch. Die zwei Abschlüsse wurden nämlich mit unterschiedlichen Bachelor with Honours Abschlüssen verglichen. Das FH-Diplom wird immer mit dem vierjährigem Bachelor with Honours auf eine Stufe gestellt, wie er in fast allen Ländern des britischen Commonwealth (incl. Schottland) verbreitet ist. In England gibt es aber einen dreijährigen Bachelor with Honours und nur ein Bachelor with Honours (beide Varianten) wird als Zugangsvorraussetzung zu einem engl. Masterstudium anerkannt. (Es gibt auch noch sogenannte Ordinary Bachelor degrees, mit denen man nicht zu einem Masterstudium zugelassen wird.) Deshalb ist die deutsche KMK der Meinung, der deutsche Bachelor ist dem dreijährigen Bachelor with Honours gleichwertig, denn mit einem deutschen Bachelor kann man ja zu einem deutschen Masterstudiengang zugelassen werden.

Ich persönlich würde eigentlich eher den Bachelor wählen, es sei denn es geht um die Ingenieurwissenschaften. Es ist zwar richtig, dass das Diplom im Ausland oft unbekannt ist, aber auf den deutschen Diplom-Ingenieur trifft das in nicht ganz so extremer Weise zu. Es gibt zwar durchaus viele Leute, die den Abschluss nicht kennen, aber die die ihn kennen - meist selbst Ingenieure - halten oft ziemlich viel vom deutschen Diplom-Ingenieur. Ich würde aber auf jeden Fall immer noch einen Master anhängen. Zumal der Abschluss immer verstanden wird und wenn man einen Mastergrad hat dann wird niemand in Frage stellen, dass ein FH-Diplom mindestens einem Bachelor gleichwertig ist, selbst wenn jemand noch nie was vom FH-Diplom gehört hat. Zwar ist das FH-Diplom in Wirklichkeit etwas höherwertig als ein Bachelor, aber da der Master sowieso der höchstwertige der drei Abschlüsse ist, ist das in dem Falle gleichgültig.

mintaru

Fakt ist, dass das deutsche höhere Bildungsystem (BA, FH und Uni) nicht in das internationale Bildungssystem passt. In den Zeiten von Europa und Globalisierung sind die deutschen Abschlüsse nicht so schnell erklärbar wie das internationale System. Insofern kann bei Bildungsabschlüssen nur mit Annäherungswerten gearbeitet werden, die zu vielen Missverständnissen führen. Diese Annäherung hat in Deutschland die Hochschulrektorenkonferenz geführt und beurteilt (siehe auch das Diploma-Supplement).

Das der Master oder das Diplom (univ.) faktisch die höchsten Abschlüsse sind, ist keine Frage. Du solltest dich bei Deiner Studienwahl im wesentlichen davon leiten lassen, welches (Fern-) Studium zu Dir am besten passt und ob es in Deinen Lebenslauf passt. Sowohl mit B.Sc. als auch Dipl.-Ing. (FH) kann Du noch Deinen Master machen, falls es dich juckt.

Wichtiger für die Wirtschaft ist, und das wird gerne vergessen, WELCHE Hochschule Du besucht hast und nicht nur, welchen Abschluss Du hast. Die Wertigkeit kannst Du regelmäßig in verschiedenen Rankings von unabhänigigen Institutionen (wie CHE) verfolgen, was auch die Personaler tun.

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Wichtiger für die Wirtschaft ist, und das wird gerne vergessen, WELCHE Hochschule Du besucht hast und nicht nur, welchen Abschluss Du hast. Die Wertigkeit kannst Du regelmäßig in verschiedenen Rankings von unabhänigigen Institutionen (wie CHE) verfolgen, was auch die Personaler tun.

Kleiner Schönheitsfehler: Kein mir bekanntes Ranking schließt Fernhochschulen ein. Im übrigen bezweifle ich die These, dass die Hochschule in Deutschland eine große Rolle spielt. Höchstens, dass mancher Personaler Leute von seiner eigenen Uni bevorzugt. Vielleicht gibt es auch noch bestimmte Gruppen von Unis, die einen guten Ruf haben (die traditionellen TUs für Ingenieure). Im BWL-Bereich haben private Anbieter wie WHU etc. vielleicht einen guten Ruf (bei manchem aber vielleicht auch das Gegenteil). Insgesamt gibt es aber diese starke differenzierung zwischen Schulen wie z. B. in USA nicht. Im Augenblick ist ein deutscher Abschluss ein deutscher Abschluss. Besonderes gilt das übrigens für FHs - oder gibt es ernsthaft FHs, die einen besseren Ruf haben als andere?

Stefan

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@Stonie:

Niemand hat je ernsthaft behauptet dass der Bachelor auf der gleichen Stufe stehen würde wie die traditionellen deutschen Hochschulabschlüsse. Man beachte das Zitat von Professor Helmut Krcmar von der TU München aus dem Computerwoche-Artikel: "Jetzt entlassen wir Studenten früher und gut qualifiziert. Die Unternehmen müssen ihnen weniger zahlen. Das sind doch ideale Voraussetzungen."

Ich kann es auch anders formulieren: Der Bachelor wurde geschaffen um einen neuen Studienabschluss unterhalb der Stufe des Diploms (bzw. jetzt Master) zu schaffen. Das bedeutet aber wenn der Bachelor dem Diplom gleichwertig wäre, dann wäre es kein Bachelor mehr, auch wenn man ihn so nennen würde!

Für die internationale Vergleichbarkeit der deutschen Abschlüsse und damit auch für die Wettbewerbsfähigkeit ist das gut. Für diejenigen die es, aus welchen Gründen auch immer, nicht schaffen einen Master zu machen oder sich vergleichbares Wissen auf anderem Weg anzueigenen (z.B. über das IT-Weiterbildungssystem) kann das aber am Ende eher negative Folgen haben. Es hat halt alles seine guten und seine schlechten Seiten...

Das was in dem Artikel beschrieben wird sind aber meiner Meinung nach ganz normale Übergangserscheinungen. Da sollte man nicht zuviel hinein interpretieren.

mintaru

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