11 Beiträge in diesem Thema

Über unsere Augen nehmen wir den Großteil der uns umgebenden Informationen auf. Damit wir von der Informationsflut nicht erschlagen werden, muß unser Gehirn unterbewusst ständig Unnützliches vom Wesentlichen trennen und herausausfiltern.

Was unser Gehirn im Laufe der Jahre perfektioniert hat, wenden wir leider bei der aktiven Informationsbeschaffung - bspw. beim Lesen von Fachtexten - nicht an.

Wer hat denn nicht schon öfters Texte mehrfach lesen müssen, weil die Konzentration Sprünge macht?

Wer ist noch nicht beim Lesen müde geworden, oder hat brennende Augen bekommen?

Grund: Wir verbrauchen zuviel Zeit beim Lesen und widmen uns Inhalten, die für das Verständnis des Textes unwesentlich sind.

Beispiel: "Im Rahmen der Zusammenführung der bisher getrennten drei Versicherer im Inland fielen bei der neuen Allianz Deutschland AG rund 5.000 Stellen weg." [Quelle: n-tv.de 22.06.2006]

Wer diesen Satz auf die Schlagworte

"Zusammenführung", "drei Versicherer", "neuen Allianz", "5000 Stellen weg""

reduziert, kann den Sinn schnell erahnen, ohne die Füllworte gelesen haben zu müssen. Das ist die Kunst und gleichzeitig auch die Leseoptimierungsmöglichkeit.

Das gilt natürlich nicht für alle Texte.

Spannende Romane auf die Schlagworte zu begrenzen wäre wider dem Sinn und dem Ziel. Genausowenig können Spezifikationen, Anweisungen, Verträge etc. stark reduziert werden. Doch bei vielen Lerntexten, Zeitungsartikeln, geschäftliche eMails und Dokumenten bietet diese Technik eine spürbare Verbesserung und einen Zeitgewinn.

In den kommenden Tagen, möchte ich hier eine kleine Anleitung verfassen, wie jeder sein persönliches Lesetempo erhöhen und gleichzeitig die Merkfähigkeit steigern kann.

Bis dahin muss ich mich leider noch auf eine Mathe-Klausur vorbereiten ;)

Grüßle Lutz


Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)

(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)

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Geschwindigkeit erhöhen

Wie oben bereits angedeudet, ist unser Gehirn leistungsfähiger als wir es ihm oftmals zutrauen. Daher neigen wir auch Artikel, Texte nicht einfach zu "überfliegen", sondern lesen ihn zumeist Wort für Wort aus der Angst heraus, eine wichtige Information zu übersehen.

Doch diese Angst ist eigentlich unbegründet, da wir unbewusst mehr über das Auge wahrnehmen als wir glauben.

Beispiel gefällig?

Schaue nur auf ein Wort, um fünf Worte automatisch zu lesen!

Fixiert nur das fett hervorgehobene Wort. Wenn ihr euren Blick "locker lasst" werdet ihr erkennen, dass die Worte "auf ein" und "um fünf" auch wahrgenommen werden, obwohl diese nicht explizit betrachtet wurden.

Dieser Effekt ist noch stärker, wenn ihr den Text in Papierform vor euch habt.

Oft haben Zeilen 10 bis 15 Worte. Wer diese Technik trainiert, könnte somit mit nur 3 bewusst aufgenommenen Worten die ganze Zeile gelesen haben. Mit der Übung kann man so recht schnell komplette Seiten lesen, ohne Einbußen im Textverständnis zu befürchten. Trainierte können sogar noch mehr Worte links wie rechts aufnehmen.

Ein weiterer Tipp ist hierbei die altbekannte Finger-Methode. Damit meine ich, dass ihr sowohl das Gehirn, als auch eure Augen entlastet, wenn ihr mit dem Finger den zu lesenden Text entlang fahrt. Das vermeidet ungewollte Augensprünge und fördert das aktive Lesen.

Training:

Wenn ihr das wirklich versuchen wollt, dann erwartet am Anfang nicht zuviel. Ihr müsst euch erst an diese Leseart gewöhnen und die Augen entsprechend trainieren.

Nehm euch zu Beginn eine leichte und gut lesbare (max. 10 Worte je Zeile und angenehmer Zeilenabstand) Textpassage vor. Benutzt eure Finger und versucht nur jedes 3 Wort zu beachten.

Wichtig ist hierbei gedanklich nicht zu verkrampfen. Entspannt den Geist und vertraut eurem Gehirn.

Nach dem ihr den Text gelesen habt, legt ihn bei Seite und schreibt eine kleine Zusammenfassung auf. Anschliessend überprüft ihr euren Erfolg (der sich von mal zu mal steigern wird).

Einfach mal ausprobieren und versuchen, die zumeist altertümlichen Methoden aus der Schulzeit zu hinterfragen :D

Gruß Lutz

PS: Besser und wissenschaftlicher erklärt wird es hier


Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)

(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)

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Hi!

In das Thema habe ichmich auch schon ein wenig eingarbeitet.

(Natl. um es hoffentlich im Fernstudium verwenden zu können.)

Ich versuche mal ein wenig Verwirrung zu stiften und

poste mal ein paar Links die zum Thema weiter führen.

:-)

Ein guter Einstiegsartikel.

Um ein wenig zu verwirren gibt es aber noch mehr Methoden....

  • Speed-Reading
  • Photo-Reading
  • Flächen-Lesen
  • Highspeed-Reading
  • Mental Reading
  • Alpha-Lesen
  • Prime Reading

(Quelle)

Folgender Artikel hinterleuchtet es etwas kritischer bzw. räumt ein das gewissen Methoden nichts bringen bzw. nicht viel und

gibt weitere Tipps (langer Artikel).

http://rosenbauer.de/psych.htm

Und hier ein kleiner Übungsversuch.

Fazit:

Meine erste Erkenntnis ist das ein sehr schnelles lesen existiert und auch funktioniert.

Man greift in tiefe Gehinstrukturen ein, um wirklich schnell lesen zu können.

Das Schnelle lesen kann nicht vollständig über Bücher gelehrt werden bzw. es ist noch kein Buch auf dem Markt was dies wirklich kann. (Quelle)

Ein Grund dafür ist, das in den meißen Büchern versucht wird die Lesegeschwindig keint hoch zu üben,

was wohl nicht möglich ist bzw. nur zu einem gewissen Grad.

Die Methode von Michelmann ist wohl zu empfehlen,

bisher nur Erfolge aber sündhaft teuer (und dauer bis zu 6 Monate).

Ein schnelles lesen auf Literatur ist nicht sinnvoll da die Stimmung hierbei verloren geht. Und Artikel mit fremden Wörtern können auch nicht so schnell erfaßt werden.

Mein Favorit ist die Methode von Michelmann aber bis zu 16.000 € auszugeben ist mir das einfach nicht wert bzw. habe ich nicht.

Für mein Teil spiele mit dem Gedanken ein kleines Seminar zu machen (Anbieter gibt es genug).

Aber erst, wenn ich mit jemanden vertrauenswürdigem gesprochen habe, der mir eines empfehlen kann.

Bis dahin versuche ich einige Anregungen aus den Methoden auszuprobieren.

Viel Erfolg!

Francois


Alles ist machbar!

Es ist nur eine Frage des Aufwands.

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Das mit dem Speed-Reading (oder wie man es auch immer nennt) funktioniert tatsächlich. Ich hab nie viel gelesen, schon in der Schule nur das, was unbedingt notwendig war. Und zwar aus dem Grund, dass ich ständig mit den Gedanken abgeschweift bin, somit alles mehrmals lesen musste. Es hat einfach keinen Spaß gemacht.

Dann hab ich mich aufgrund meines bevorstehenden Fernstudiums mit dem "schnellen Lesen" beschäftigt, und siehe da - es funktioniert! Ich hab ganz einfach früher immer zu langsam gelesen. Jetzt hab ich ein wesentlich höheres Textverständnis bei gleichzeitig geringerem Zeitaufwand.

Ob es für jeden etwas bringt, kann ich nicht sagen, ich würde aber jedem empfehlen, es zumindest auszuprobieren.

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Danke für eure Beiträge.

Ich kann das bisherige auch nur bestätigen. Ich verfalle beim Lesen immer mal wieder dem alten Trott und schwelge so durch die Zeilen. Aber wenn ich danach das Tempo wieder anziehe, bin ich viel konzentrierter und nehme vieles besser und intensiver war.

Man muss es nur mal versuchen.

Gruß Lutz


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Hallo mat79,

hast Du Dir es selbst angeeigent (also mit Hilfe eines Buches) oder

warst Du auf einem Seminar?

Wenn wir schon beim Thema wären.

Welche Bücher könnt ihr empfehlen?

(Ich habe mir noch keines gekauft aber im AKAD Studienheft wurde es angerissen.)

Gruß Francois


Alles ist machbar!

Es ist nur eine Frage des Aufwands.

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Moin :D

Ich hab mir das selbst angeeignet. Obwohl "aneignen" da schon übertrieben ist, finde ich. Man muss das einfach nur üben. Anfangs hab ich nur die Hälfte mitbekommen. Aber nach ner Weile klappt's.

Ist ja auch einleuchtend. Langsames Lesen unterfordert unser Gehirn. Es hat somit Zeit, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen... man schweift ab. Erhöht man aber das Lesetempo, ist das Gehirn gefordert, man ist konzentriert.

Ich hab das Buch "Garantiert erfolgreich Lernen" gelesen. Es ist meiner Meinung nach bedingt empfehlenswert. Im Wesentlichen geht es um Lerntechniken, wie das MindMapping. Da ich das aber bspw. im ET-Studium kaum anwenden kann (ausser, um mir irgendwelche zusammenhänge zu merken), hat mir das Buch eigentlich nur das SpeedReading näher gebracht. Dies allerdings mit Erfolg ;)

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Guten Sonntag!

Irgendwann kommt man wieder auf alt bewährte Methoden zurück: Das tifergelegte und mit viel Tuning aufgemotzte Lesen - hatten wir das nicht schon mal, als noch stenographiert wurde? Da wurden keine Sätze geschrieben/ gelesen sondern die Sätze wurden mit wenigen Silbenzeichen konstruiert - es war wie eine Fremdsprache. Aber wer sie beherrschte, rannte buchstäblich allen davon beim Schreiben und Lesen (viele Simultandolmetscher hatten es angewendet).

Wäre doch was für den Dienstags-Chat?! ...

Albion

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Hi,

da ich recht langsam lese, habe ich mich auch lange mit den verschiedensten Techniken beschäftigt und trainiert.

Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, das ich wirklich schneller werde.

Dann habe ich mich entschlossen, ein Seminar zu besuchen.

Das war ScanReading, www.scanreading.de.

War super, hat viel Spaß gemacht und ich habe mich von 220 auf 600 gesteigert.

Tja, in der "normalen" Welt habe ich aber immer noch Schullesen praktiziert.

Durch eine entsprechende Software, dem Speedy-Trainer, habe ich das schneller lesen am PC trainiert, macht auch Spaß.

Das dumme an dem ganzen ist, wenn man es nicht tagtäglich anwendet, dann kommt man ganz automatisch in seine alten Gewohnheiten: Schullesen.

Aber...ich habe auch dadurch was gelernt: lesen ist nicht gleich verstehen.

Und auf's verstehen kommt es an.

Mit verstehen, meine ich den "Klick" oder "aha"-Effekt.

Bis jetzt habe ich noch keinen getroffen, der eine Schnelllese-Technik dauerhaft anwendet.

Gruß

Markus

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Aber...ich habe auch dadurch was gelernt: lesen ist nicht gleich verstehen.

Und auf's verstehen kommt es an.

Mit verstehen, meine ich den "Klick" oder "aha"-Effekt

Vollkommen richtig. Jedoch habe ich selbst für mich selbst festgestellt, dass wenn ich bewusst schnell lese, ich wesentlich mehr verstehe, als nach der alten Methode.

Ich vermute es liegt daran, dass man für´s schnelle Lesen sein Gehirn lockern muss, damit man nicht bei jedem Wort hängen bleibt. Und diese Lockerheit verhilft auch die Infos vom Papier durch die Augen direkt in´s Gehirn zu schieben ;)

Gruß Lutz


Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)

(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)

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