reteep

Fernstudium und Zivi

12 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich würde gern so schnell wie möglich mein Fernstudium beginnen, bin gerade mit meiner Ausbildung zum Fachinformatiker fertig geworden. Nun bin ich vom Zivildienst noch 1 Jahr zurückgestellt wegen Unabkömmlichkeit.

Nächtes Jahr im August würde ich eingezogen werden.

Wird man bei einem Fernstudium vom Zivildienst befreit? Denn bei einem regulären Studium ist man soviel ich weis nach dem 3. Semester vom Zivildienst befreit.

Es geht nämlich zudem darum, dass ich ohne meinen jetzigen Job mir das Fernstudium wahrscheinlich nicht mehr leisten könnte, bzw. vom Zivi Gehalt ist es nicht zu bezahlen.

Weis da jemand genaueres?

Danke!

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Hi,

mein Kenntnisstand ist folgender:

Genrell kannst Du in Deinem Studium einberufen werden.

D.h. eine Einschreibung schützt Dich nicht, nicht einberufen zu werden.

Du kannst aber versuchen aufgrund des Studiums deine Einberufung zu verschieben. Habe gehört das sowas gemacht werden kann aber

hat natl. auch nur einen Sinn, wenn Du kurz (so ca. 2-3 Semester) vom Abschluss bist.

Oder Du kannst das Fernstudium pausieren lassen.

Das müsste auch gehen.

Meine Erfahrung:

Beim ersten Einberufungsbefehl befand ich mich in der Ausbildung.

Da ist das kein Problem dies mit zu teilen, sprich zu verschieben.

Die zweite Einberufung kam ca. ein Jahr nachdem meine Ausbildung zu Ende war. Hier hat mein Arbeitgeber auch von der Unabkömmlichkeitserklärung gebrauch gemacht. Somit wurde das wieder verschoben.

Nach ca. einem Jahr kam ein recht unfreundlicher Brief zur meiner Einberufung. Wieder ein Unabkömmlichkeitsantrag und wieder um ein Jahr verschoben.

Ab hier habe ich nie weider etwas von einem Einberufungsbefehl gehört.

Wir haben dann nach einem weiteren Jahr gleich von vornerein einen geschrieben, den die IHK aber abgelehnt hat.

(Meine Firma hatte ja jetzt genug Zeit jemanden passendes zu finden bzw. einzuarbeiten...)

So bin ich bis jetzt nicht gegangen aber sie können mich noch bis 25 einberufen.

Da machen sie aber höchstwahrscheinlich nicht, da ich jetzt einfach zu viel koste. Immerhin müssen die meine Miete zahlen, meine Versicherungen, mein Auto etc. Das haben die bei Schulabgängern oder Berufsanfängern alles oft nicht.

Dazu kommt, das es genug Schulabgänger gibt, die keine Ausbildung bekommen haben und "rumhängen", die ziehen sie oft ein.

Und weiter hat die Bundeswehr einfach nicht so viel Geld um jeden einziehen zu können.

Hoffe Dir ein wenig geholfen zu haben!

Gruß Francois


Alles ist machbar!

Es ist nur eine Frage des Aufwands.

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Hallo,

ich denke, dass die Unterrichtsform "Fernstudium" kein Zurückstellungsgrund sein kann.

Ziel von Zurückstellungen ist es ja, den Abschluss einer Ausbildung, ob Lehre oder Studium, durch die Einberufung nicht zu gefährden. Da ein Fernstudium ohnehin so angelegt ist, neben einer Beschäftigung absolviert zu werden, entfällt nach m. E. das Hindernis.

Ich kann mir also nicht vorstellen, dass ein Fernstudium für eine Zurückstellung ausreicht. Vielleicht kann das Bundesamt für den Zivildienst nähere Auskunft geben?

Sollte es allerdings nicht ausreichen, mit dem Ferstudium eine Zurückstellung zu erreichen, könntest Du doch schon vorher mit dem Studium beginnen, die ersten Scheine ablegen und für die Zeit des Zivildienstes ein oder zwei Urlaubssemester einreichen und in dieser Zeit die Kosten sparen. Urlaubssemester sind bei vielen priv. Hochschulen möglich.


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

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Danke für die Antworten!

@Francois:

Im nachhinein bereue ich es verweigert zu haben denn viele sagen es ist beim Bund viel einfacher sich Unabkömmlich stellen zu lassen.

So bin ich bis jetzt nicht gegangen aber sie können mich noch bis 25 einberufen.

Da machen sie aber höchstwahrscheinlich nicht, da ich jetzt einfach zu viel koste. Immerhin müssen die meine Miete zahlen, meine Versicherungen, mein Auto etc. Das haben die bei Schulabgängern oder Berufsanfängern alles oft nicht.

Dazu kommt, das es genug Schulabgänger gibt, die keine Ausbildung bekommen haben und "rumhängen", die ziehen sie oft ein.

Und weiter hat die Bundeswehr einfach nicht so viel Geld um jeden einziehen zu können.

Weist du ob das auch für Zivildienst leistende gilt? Denn ich habe auch schon eine eigene Wohnung, eigenes Auto, etc. Wenn der Zivi das bezahlen muss kann ich mir auch vorstellen dass sie davon lieber absehen würden.

@HolgerSchwarz:

Ich hab vor an die PrivatFH in Darmstadt zu gehen, soviel ich weis gibt es dort Urlaubssemester. Danke für den Tipp, wenn alles schief geht ist das wohl meine einzige Möglichkeit :(

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Du kannst während Deines Zivildientest eine Förderung für das Fernstudium bekommen. Ob in voller Höhe, ist mir allerdings nicht bekannt (es gibt für diese Förerung einen Fachbegriff, der mir gerade nicht einfällt).

Ansonten ist das mit Wohnung, Auto etc. so nicht richtig. U. u. wird tatsächlich die Miete weiterbezahlt. Auto wäre mir ganz neu, Versicherungen werden so pauschal auch nicht übernommen. Da sind wohl ein paar Märchen im Umlauf. Bund und Zivi ist im übrigen gleichgestellt, was derarige Regelungen betrifft. Beide erfüllen die Wehrpflicht.

Stefan

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Hi!

@reteep:

Ich habe nicht verweigert.

Nicht unbedingt aus dem Grund aber

ich hätte es gemacht, sobald ich wirklich hätte gehen müssen...

Beim Zivi kenne ich mich leider nicht so aus.

Ich wußte auch nicht (s. stefhk3) das Zivi und Bund gleichgestellt sind.

Für die Fragen über die Zivizeit empfehle ich in einem Fachforum anzufragen / zu suchen. Oder direkt an im Bundesamt für Zivildienst.

@stefhk3:

Lt. Bundeswehr werden

Sonderleistungen im Rahmen von Höchstgrenzen sind vorgesehen für private Kranken- und Pflegeversicherungen, für Hausrat-, allgemeine Haftpflicht- und Unfallversicherungen, jedoch nicht für Kfz-Versicherungen. Das Versicherungsverhältnis muss aber - außer bei Kranken- und Pflegeversicherung - bei Beginn des Wehrdienstes mindestens 12 Monate bestehen.

Die KFZ-Versicherung ist zwar draußen aber der Rest wird gezahlt.

Die Miete wird nicht dirket von der Bundeswehr gezahlt,

hier muss vom Staat Wohngeld beantragt werden.

Aber da für mich auch der Bund zum Staat gehört,

soll meine Aussage "ich bin zu teuer" trotzdem gelten. :)

Gruß Francois


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Bei der privaten Kranken- und Pflegeversicherung wird nur der Ruhensbeitrag übernommen (so war es zumindest zu meiner Zeit), dafür hast Du Anspruch auf Heilfürsorge. "Hausrat-, allgemeine Haftpflicht- und Unfallversicherungen" sind eher billig - kostet ein paar Euro im Jahr. Die richtig teuren Versicherungen sind damit draußen. Und das Auto wird wohl auch nicht übernommen, wenn schon die Versicherung dafür nicht übernommen wird. Also so teuer kannst Du nicht sein.

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Hallo stefhk3,

stimmt, die private Kranken- und Pflegeversichung wird ein Ruhejahr eingelegt und man bekommt das "Deluxe-Paket der Bundeswehrversorgung". :D

Sooooo viel teurer bin ich nicht aber für eine Bundeswehr und einen Staat der knapp mit seinem Budget zurechtkommen muss, bin ich teurer als ein Schulabgänger (der meißt zu Hause wohnt, bei den Eltern stattlich versichert ist und sonst keine Zusatzversicherungen hat).

Auszubildende gehören auch oft zu dieser Gruppe.

Ich habe auch nur gemeint, das es einfach "billigere" gibt, um diese in den Wehrdienst zu schicken.

On top kommt hinzu das sie mich neu mustern müssen (die Einberufung kann nur nach einer Musterung erfolgen, die weniger als zwei Jahre zurück liegt).

Was vielleicht auch nicht viel Geld kostet aber es summiert sich und bedeutet bei beiden Parteien einfach Aufwand.

Unabhängig davon wird nur noch jeder 6te wirklich einberufen (Zahlen).

Also besteht eine gute Chance nicht einberufen zu werden auch wenn man gemustert wurde.

Aber das hat mit reteep Frage nicht mehr viel zu tun, da er ja bereits verweigert hat...

Grüße Francois


Alles ist machbar!

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Damit kommen wir in den Bereich der Wehrgerechtigkeit, und die ist heute nicht mehr ansatzweise gegeben. Es ist ein Skandal, dass das offenbar als ganz normal hingenommen wird, dass manchen Leuten willkürlich ein Jahr geklaut wird und anderen nicht. Wenn hier schon wieder die Sache mit der Unabkömmlichkeit lese ... wer ist denn schon unabkömmlich? Natürlich will jeder Betrieb vermeiden, eine Ersatzkraft zu suchen, wenn das aber ausreicht, dass einer nicht muss, na danke, jeder der dreist genug ist, zu behaupten, er sei unabkömmlich, muss nicht, bloß die ehrlichen müssen, zum kotzen, wie immer mehr in diesem Land ...

Sorry für den Einwurf, aber es ist echt ein Skandal. Zu meiner Zeit mussten gabs ja schon Fälle, wo man sich an den Kopf langte, aber so schlimm war es nicht.

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Es gibt durchaus eine begründete Unabkömmlichkeit. Bei uns verwalte ich ein komplexes selbstgeschriebenes Software System, ein neuer Mitarbeiter bräuchte erstmal Monate bis er sich eingearbeitet hat.

Skandalös ist eher dass Leute mit einem Job nochmal zum Wehrdienst oder Zivildienst herangezogen werden und dadurch (eventuell!) ihren Job verlieren. Wir haben weiß Gott genug Arbeitslose die für solche Dienste herangezogen werden könnten.

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