AndiHH73

FH Zulassungsvoraussetzungen

32 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

gerne würde ich nebenberuflich an einer FH studieren, allerdings bin ich bzgl. der Zulassungsvoraussetzungen etwas "verwirrt". Vielleicht hat hier jemand einen Hinweis für mich.

Mein Werdegang in der Jugend war etwas "holprig". 1990 habe ich die Höhere Handelsschule abgeschlossen, also den schulischen Teil der Fachhochschulreife.

Danach habe ich meinen Wehrdienst geleistet und anschließend 2 Jahre hier und da gearbeitet, also etwas Geld verdient.

Anschließend habe ich eine Ausbildung an der "Physikalisch Technischen Lehranstalt in Wedel" (technische Informatik) bei Hamburg begonnen, kurz vor Staatsexamen wurde ich jedoch schwer krank (Krebs) und ich habe den Abschluss leider aus diversen Gründen nicht geschafft.

Nun arbeite ich schon seit 6 Jahren dennoch recht erfolgreich als Abteilungsleiter (Business Development) und Projektleiter im Bereich IT/TK. Gerne möchte ich jedoch nebenbei studieren.

Was mir fehlt ist der praktische Teil der FH-Reife, da ich damals kein Praktikum gemacht habe.

Gibt es irgendeine Möglichkeit, die Berufserfahrung anrechnen zu lassen? Ich fände es ziemlich "schade", die FH Reife erneut zu machen, da ich den schulischen Teil ja bereits seit Jahren "in der Tasche habe".

Für Tips, Tricks oder Hinweise wäre ich sehr dankbar!

LG

Andreas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Anzeige: (wird für registrierte Benutzer ausgeblendet)

Hallo Andreas,

ja, du kannst bei manchen Fernstudium-Anbietern mit deinem Werdegang und deiner Berufspraxis studieren, ggf. nach einer Zulassungsprüfung, auf die aber oft auch Leistungen des regulären Studiums angerechnet werden können. Dies ist zum Beispiel an der PFFH Darmstadt der Fall, an der ich Informatik studiert habe.

Viele Grüße

Markus


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K., Impressum

Fernstudium-Infos.de bei Facebook | Twitter | YouTube | mehr...

Markus Jung bei XING | LinkedIn | Twitter | mehr...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Es kommt darauf an was du Studieren willst. Oftmals kannst du auch über eine sog. Z-Prüfung zum Studium zugelassen werden.

Gruß Janice

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Sagt mal, sind eigentlich auch "normale" Hoch- bzw. Fachhochschulen so liberal bei ihren Zulassungsvorraussetzungen? Ich habe nämlich so den Eindruck, dass jeder Haupt- bzw. Realschüler an einer Fernuni studieren kann, wenn er ein paar "Vorraussetzungen" mitbringt. Sollte nicht allein das Abi bzw. Fachabi Zugang zur akademischen Bildung zulassen? Wäre das nicht so, ist in meinen Augen der Anspruch an eine Fach- bzw. Hochschule nicht mehr gewährleistet, wenn die fast "jeden" annehmen. Für Nicht-Abiturienten sind doch nicht umsonst Angebote wie der Fachwirt entwickelt worden. Wie kann denn aber so eine Fortbildung den Zugang zur akademischen Bildung bieten? Wozu mache ich denn dann heute noch ein Abi? Kein Wunder, dass die Qualität der meisten Fernhochschulen mit Argwohn in der Wirtschaft betrachtet wird...

Was denkt ihr darüber?


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Die Sache hat mehrere Aspekte. Zunächst fürchte ich: Ja. Die offensive Werbung mit "Studieren auch ohne Abitur" schadet dem Ansehen des Fernstudiums (noch mehr allerdings schadet der populäre hang, jeden Fernkurs als Fernstudium zu bezeichnen und die entsprechende Werbung von ILS & Co dem Fernstudium).

Allerdings:

- Für Fernhochschulen (egal ob staatlich oder privat) gilt das normale Hochschulrecht. Die gleichen Zugangsmöglichkeiten hat man auch an Präsenzhochschulen. Mag sein, dass die es ehere verstecken und vielleicht sogar gezielt Hürden aufbauen, aber es gibt die Möglichkeiten. Extremes Beispiel: In NRW kann man grundsätzlich mit Hauptschulabschluss Medizin studieren - schadet das dem Ansehen des Medizinstudiums?

- Z. B. in Hagen besteht die Zugangsprüfung darin, einen Teil des Studiums erfolgreich zu absolvieren. Was ist denn ein Indikator dafür, dass jemand Erfolg im Studium haben wird, als dass er den eben hat? Was aber kann das Kriterium für die Zulassung sein, als die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Abschlussses. Oder geht es in Wirklichkeit darum, Studium den Priivilegierten vorzubehalten? Ich hoffe doch nicht.

- Warum die Abitur gemacht hast, entzieht sich meiner Kenntnis :-) Ich vermute, weil Du im Abitur Sachen lernst, die Dir z. B. bei einem Studium helfen. Und darüber muss man sich doch klar sein: Der Hauptschüler, der die Zulassung bekommt, hat es im Studium viel schwerer als ein Gymnasiast. Oder? Wenn es aber nicht so ist, wenn jeder genausogut studieren kann, und das Abitur lediglich dazu dient, denen das Studium zu ermöglichen, deren Eltern schon studiert haben und letztlich das Abitur dazu dient, die oben zu halten, die schon immer oben waren, und die unten, die schon immer unten waren, dann sage ich: Alle Zugangsbeschränkungen weg. Studium nur für Arbeiterkinder. Her mit der ABF. Bourgoisenkinder in die Produktion.

Stefan

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Mit diesem aggressiven Werben hast du wohl Recht. Was heute nicht so alles als "Studium" gilt...tztztz! Ich habe auch nen Kumpel mit Hauptschulabschluss, der laufend sagt, er muss für sein Studium lernen. Allerdings ist er Landschaftsgärtner und bildet sich nun "nur" zum Techniker weiter (dennoch Hut ab davor). Das Wort "Studium" wird doch allzu oft inflationär benutzt.

Was deine Ansicht zu den Zugangsvorraussetzungen zu Hoch- und Fachhochschulen angeht, bin ich etwas anderer Meinung. Niemand spricht von elitären Zuständen. In diesem Land hat jeder bei vorhandenem Intellekt und Fleiß die Chance, die allgemeine oder die fachgebundene Hochschulreife zu erlangen. Und da sind wir schon beim Thema: Hochschulreife! Die bescheinigt dem Inhaber des Abiturs die "Studierfähigkeit" auf Grund der in der Sekundarstufe I und II vermittelten Wissensinhalte und Arbeitstechniken . Zumindest sieht unser Bildungssystem das so vor! Wer also studieren will, müsste eigentlich ein Abi haben. Wer dann nicht das Abi schafft, war halt zu faul, oder ist dem intellektuellem Niveau nicht gewachsen gewesen. Und hier ist dann vom Niveau her Schluss für denjenigen.

Wenn hier in Deutschland jede zweite Fernhochschule fast jeden annimmt, dann gibt es ja bald nur noch Akademiker, die nicht die Hochschulreife haben. Und genau das will ja keiner! Wo bleiben dann all die Praktiker, die Lehrlinge und Meister! (Selbst in der Bundeswehr darf man nur mit Abi studieren!) In meinen Augen läuft da was falsch!!! Oder wir müssen das Bildungssystem neu strukturieren. Denn so wie es momentan läuft, ist es nicht verwunderlich, dass es Fernstudenten bei Personalern im Vergleich zu "richtigen" Hochschulabsolventen schwer haben.


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Ocean,

das sehe ich anders. Auch wenn die privaten Hochschulen nicht so hohe Hürden bei der Aufnahme aufbauen, müssen trotzdem die Inhalte verinnerlicht und die Prüfungen bestanden werden. Somit entsteht sowas wie eine "natürliche Auslese", egal ob man nun Abitur hat oder nicht, wenn man das Studium nicht schafft, muss man so oder so den Hut nehmen.

Ich gebe somit Stefan Recht, dass das Abitur den Einstieg in das Studium erheblich erleichtert, darf aber nicht das alleinige Kriterium für die Studiermöglichkeit sein.

Liebe Grüße

Natalie


Natalie Schnack

Dipl. Wirtschafts-Ing. (FH)

Business-Coaching mit Profil

www.natalieschnack.de

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich wollte ja auch nur eine etwas provokante These in den Raum werfen ;-) Dennoch müssten sich doch alle Hochschulen an das jeweilige Hochschulrahmengesetz des jeweiligen Bundeslandes halten. Dementsprechend müssten doch also z.B. für alle Fachhochschulen in Hamburg die gleichen Zugangsbedingungen wie an der HFH gelten, oder!?

Und in einem Punkt weiche ich nicht von meiner Meinung ab: Die privaten Hochschulen sind in erster Linie dem schnöden Mammon verpflichtet. Man würde ja kein Geschäft machen, wenn man nur Abiturienten zulassen würde! Die gehen nämlich meist auf staatliche Unis bzw. Fachhochschulen. Die HFH war es (glaub ich), die 30% ihrer Studenten aus dem Pool der Nichtabiturienten rekrutiert. Und den Punkt, dass dies mit gerümfter Nase von Arbeitgebern betrachtet wird, müsstest ihr doch schon nachvollziehen können.


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
...darf aber nicht das alleinige Kriterium für die Studiermöglichkeit sein

Sehe ich genauso.

Woher weiß der Hauptschüler mit 15, dass er evtl. mit 30 einen guten Job hat und sich weiterqualifizieren möchte.

Es wäre doch fatal den Menschen, die in den ersten 20 Lebensjahren auf Grund eine gewissen Einstellung zum Lernen und Arbeiten die restliche Zukunft zu verbauen, gerade wenn sie sich mittlerweile beruflich qualifiziert und etabliert haben.

Ein berühmter Fall ist bspw. Albert Einstein, der über den ersten Bildungsweg nie die Schule beendete und lange Zeit keinen Abschluß hatte. Erst viele Jahre später erwarb er das Matura und konnte darauf hin ein Studium anfangen. Bereits damals (1895) existierte die Möglichkeit über eine Aufnahmeprüfung, trotz fehlendem Abitur, ein Studium zu beginnen.

Ich finde es gut, dass diese 2. Chance ermöglicht und die Tür nicht zu früh geschlossen wird.

Aber wie schon geschrieben wurde. Vielleicht ist das hineinkommen nicht so schwierig, aber das bleiben und bestehen umso mehr. Und hierbei haben alle Studenten den gleichen Weg vor sich (mit mehr oder weniger großem Aufwand) und sollten nach dem Abschluß die selbe Anerkennung und Wertstellung erhalten.

Meine Meinung :)

Zusatz:

Und den Punkt, dass dies mit gerümfter Nase von Arbeitgebern betrachtet wird, müsstest ihr doch schon nachvollziehen können

Unterschätze die Personaler nicht. Die meisten wissen ganz genau, dass ein "Fernstudent" weitaus mehr mitbringt, als nur den akademischen Titel. Belastbarkeit, Durchhaltevermögen, Organisationsfähigkeit incl. Berufserfahrungen etc. etc., egal mit welcher Vorbildung er gestartet ist.

Gruß Lutz


Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)

(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Dennoch müssten sich doch alle Hochschulen an das jeweilige Hochschulrahmengesetz des jeweiligen Bundeslandes halten. Dementsprechend müssten doch also z.B. für alle Fachhochschulen in Hamburg die gleichen Zugangsbedingungen wie an der HFH gelten, oder!?.

Ja. Allerdings enthalten die normalerweise genügend wachsweiche Formulierungen. Die Hochschulen können selbst bestimmen, wer genügend Qualifiziert für die Zulassungsprüfung ist, sie gestalten die Modalitäten der Zulasssungsprüfungen selbst aus etc.

Übrigens: Die Länder haben Hochschulgesetze. Ein Hochschulrahmengesetz gibt es nur auf Bundesebene.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden