Knowhow-Sauger

Möchte Betriebswirt werden ohne staatl. Prüfung

36 Beiträge in diesem Thema

Hallo!

Ich war vor einigen Monaten schon mal hier.

Mein Problem ist, dass ich 22 bin und noch keine Berufsausbildung habe.

Nun dachte ich, dass ein Fernstudium genau das Richtige für mich wäre, denn eine Lehre würde für mich nicht in Frage kommen.

Ich bin aus Österreich, hier gibt es statt ILS das "HUMBOLDT"-Institut. Kennt das jemand? Hier in Österreich gibt es meines Wissens nach auch gar keine "staatliche Prüfung" wie das in Deutschland ist. Man kann das nur auf der Uni studieren.

Würde es so eine staatliche Prüfung doch geben, könnte ich die Auflagen aber gar nicht erfüllen. Ich kenne die IHK-Auflagen:

- Realschulabschluss (habe ich nicht)

- 3 jährige Berufsschule (habe ich nicht)

- 1 Jahr Praxis in der Branche (habe ich nicht)

Also so oder so würde nur der Betriebswirt OHNE staatlicher Prüfung in Frage kommen. Ist so ein Abschluss überhaupt was wert? Ich denke schon, immerhin kostet der ganze 5.000 Euro!

Das Fernstudium würde 2 Jahre gehen. Danach bin ich dann ausgebildet in allen betrieblichen Funktionen wie doppelte Buchführung, Lagerwirtschaft, Österr. Einheitskontenrahmen und und und....

Wenn eine Firma natürlich Bewerber hat die sogar an der Uni studiert haben, ist das natürlich noch besser. Aber ich bin ja wegen der geringeren Qualifikation auch günstiger. Jemand mit Uni-Abschluss verlangt doch sicher mindestens 3.000 netto. Wenn ich nur 1.500 verlange habe ich doch auch gute Chancen, oder?

Hier in Österreich ist die "HAK-Matura" sehr beliebt. Das ist eine Abitur-Form auf wirtschaftlicher Basis, sowas wie die höhere Handelsschule in Deutschland. Und damit bekommt man sehr leicht Büro- und Verwaltungsjobs. Nun meine Frage: Ist ein Betriebswirt-Fenstudium noch was besseres als HAK-Matura oder genauso gut?

Vielleicht könntet Ihr mich nochmal beraten, denn eine Lehre würde auf keinen Fall in Frage kommen.

Vielen Dank!!

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Also, da sollten mal die Ösis ran ;-) Als deutscher kann ich hier nur ein paar unmaßgebliche Meinungen zum besten geben, vielleicht helfen sie ja:

- Ist das Fern"studium" was wert? Kostete immerhin 5000 Euro.

Ich schätze den Wert eines Anbieter-eigenen Abschlusses eher gering ein. Der Preis sagt da eher wenig aus.

- Jemand mit Uni-Abschluss verlangt doch sicher mindestens 3.000 netto. Wenn ich nur 1.500 verlange habe ich doch auch gute Chancen, oder?

Nach meiner Erfahrung/Eindruck lassen sich Firmena auf solches feilschen eher weniger ein. Die suchen eine bestimmte Qualitfikation und sind dann auch bereit, das zu bezahlen.

Gibt es in A denn betriebliche Ausbildugen? In D schiene mir das das Hauptproblem zu sein: Du kommst nich an Tätigkeiten für Hoschschulababsolventen und als Sachbearbeiter o. ä. werden Leute mit Ausbildung bevorzugt (teuer sind die auch nicht).

-Hier in Österreich ist die "HAK-Matura" sehr beliebt. Das ist eine Abitur-Form auf wirtschaftlicher Basis, sowas wie die höhere Handelsschule in Deutschland. Und damit bekommt man sehr leicht Büro- und Verwaltungsjobs. Nun meine Frage: Ist ein Betriebswirt-Fenstudium noch was besseres als HAK-Matura oder genauso gut?

In D ist Höha o. ä. ungeeignet, um einen Beruf direkt auszuüben. Man hat gute Aussichten auf eine Ausbildung, aber auch "nur" das. Wenn es aber in Österreich anders ist, musst Du mal in Österreich fragen.

In Deutschland wäre so ein Fernkurs für den Berufseinstieg wenig geeignet. Er ersetzt werden Ausbildung noch Studium.

Stefan

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Danke für die Antwort!

Hier in Österreich ist es auf jeden Fall so, dass man mit der HAK-Matura ODER einem Handelsschulabschluss sofort im Büro arbeiten kann oder auch in Banken, Versicherungen etc. Die Schule ist eine kaufmännische Ausbildung, was eine Lehre ersetzt.

Und da man ja in der Schule sowieso nur Theorie hat, warum soll dann ein Fernstudium schlechter sein? Außerdem kann man nach dem Fernstudium nach Wien fahren und dort bei Humboldt eine schriftliche + mündliche Prüfung ablegen als Beweis, dass man den Lehrstoff auch ohne Hilfe von Unterlagen beherrscht. Humboldt ist in Österreich ein sehr angesehenes Fernlehrinstitut. Das kennt eigentlich jeder...

Ich war bei mal bei einer Zeitarbeitsfirma, die noch einen Buchhalter gesucht hatten. Dann habe ich nach den Anforderungen gefragt und sie hatten mir geantwortet, dass es egal ist ob Humboldt oder kaufmännische Lehre.

Hauptsache man kann es.

Und außerdem gibt es ja auch vom Arbeitsamt her viele Ausbildungen (keine Lehre!), damit man mehr Chancen hat einen Arbeitsplatz zu finden. Und wozu wird das dann angeboten, wenn Lehre oder Studium sowieso die einzigen Möglichkeiten sind eine Stelle zu bekommen?

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Wenn es so ist, wie Du in Deinem letzten Beitrag schreibst, dann ist ja alles klar. Ehrlich gesagt verstehe ich dann aber nicht, was Du hier fragen wolltest.

Hier in Österreich ist es auf jeden Fall so, dass man mit der HAK-Matura ODER einem Handelsschulabschluss sofort im Büro arbeiten kann oder auch in Banken, Versicherungen etc. Die Schule ist eine kaufmännische Ausbildung, was eine Lehre ersetzt.

Dann war der Vergleich mit der Höha schlecht. Die ist definitiv keine kaufmännische Ausbildung. Der Vergleich geht dann vielleicht eher mit schulischen Ausbildungen wie Fremdsprachenkorresondent etc.

Und außerdem gibt es ja auch vom Arbeitsamt her viele Ausbildungen (keine Lehre!), damit man mehr Chancen hat einen Arbeitsplatz zu finden. Und wozu wird das dann angeboten, wenn Lehre oder Studium sowieso die einzigen Möglichkeiten sind eine Stelle zu bekommen?

Es gibt sog. schulische Ausbildungen. Auch diese sind aber Ausbildungen. Zumindest in Deutschland ist ein Fern"studium" mit solch einer schulischen Ausbildung nicht zu vergleichen. Ansonsten gibt es noch Umschulungen. Dabei muss man aber bereits eine Ausbildung haben. Außerdem sagt man allgemein, dass die Chancen mit solchen Umschulungen im Arbeitsmarkt eher mäßig sind.

Stefan

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Mir ist eine Idee gekommen.

Ich könnte die AHS-Matura (in Deutschland: Abitur) auf der Abendschule nachmachen und danach brauch ich nur noch 1 Jahr dranzuhängen, dann habe ich auch zusätzlich die HAK-Matura (Handelsakademie).

4 Jahre (8 Semester) dauert allerdings die AHS-Matura und dann noch 1 Jahr HAK, also insgesamt 5 Jahre. Dann hätte ich aber auch gleich beide Matura. Das ist um einiges besser, als wenn man nur eines von beiden hat.

Und zusätzlich könnte ich bei Humboldt ein Fernstudium machen, z.B. "Bürosachbearbeiter". Das dauert nur 1 Jahr, dann könnte ich schon ab 2007 im Büro arbeiten. Und zusätzlich könnte ich dann noch den Europ. Computerführerschein, den Wirtschaftsführerschein und den Auto-Führerschein machen. Für Beste Berufsaussichten.

Ab 2011 hätte ich dann eine anerkannte staatlich geprüfte kaufmännische Ausbildung und zusätzlich umfassende Allgemeinbildung und dann auch noch die Ausbildung als Bürosachbearbeiter + Berufspraxis.

Besser gehts nicht mehr, oder? Und das ganze ohne Lehre.

Nun wollte ich mal fragen, was Ihr von dieser Ausbildung "Bürosachbearbeiter" haltet, die ja bei jedem Fernlehrinstitut angeboten wird. Ist das eine gute Ausbildung oder interessiert sich kein Arbeitgeber dafür? Weil bis 2011 dauerts ja noch ein bißchen und ich habe keine Lust bis dahin noch bei Mc-Donalds Brötchen verkaufen zu müssen.

Wenn "Betriebswirt" also nicht so angebracht ist wegen der grossen Konkurrenz der Hochschul-Absolventen, wäre Bürosachbearbeiter sicher besser geeignet. Hier in Österreich jedenfalls werden hauptsächlich HAK-Maturanten oder Absolventen der Handelsschule gerne im Büro eingestellt, weil die eben alles können- von der EDV, über Buchhaltung bis hin zu Bilanzen, Jahresabschlüsse etc. Und genau das lernt man ja eigentlich auch beim "Bürosachbearbieter", oder?

Danke für Eure Hilfe.

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Ist ein Betriebswirt-Fenstudium noch was besseres als HAK-Matura oder genauso gut?
Der Lehrgang "Betriebswirt" ist vielleicht mit einer Lehre zu vergleichen, aber nicht mit der HAK-Matura. HAK- und HTL-Matura sind in Österreich sogar höher eingestuft als AHS-Matura(Gymnasium). Humboldt bietet aber auch HAK-Matura an. Frag mal dort nach, wo der Unterschied ist!

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Hallo Genti,

Betriebswirt beim Humboldt ist also DOCH mit einer Lehre zu vergleichen?

Weil die anderen sagen ja, dass es weder Lehre noch Studium ersetzt...

Außerdem habe ich ja auch geschrieben, dass ich gerne die HAK-Matura machen möchte. Die würde aber erst 2011 fertig werden. Und bis dahin möchte ich schon in der Büro-Branche arbeiten. Deshalb möchte ich gerne einen 1- oder 2jährigen Kurs bei Humboldt machen, damit mir die Türen dafür schon mal offen stehen. Bis 2011 sind es ja noch 5 Jahre.

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Es ist vielleicht eher eine Lehre als diese ominöse HAK-Matura. Ich glaube aber nicht, dass es ernsthaft eine solche ersetzt.

"Hier in Österreich jedenfalls werden hauptsächlich HAK-Maturanten oder Absolventen der Handelsschule gerne im Büro eingestellt, weil die eben alles können- von der EDV, über Buchhaltung bis hin zu Bilanzen, Jahresabschlüsse etc. Und genau das lernt man ja eigentlich auch beim "Bürosachbearbieter", oder?"

Es fällt mir schwer, diese Sachen zu beurteilen, aber ich schreibe mal, was ich denke. Muss aber nicht die ultimative Lösung sein:

- Kurse wie den "Bürosachbearbeiter" halte ich für weitgehend nutzlos. Es handelt sich definitv nicht um eine Ausbildung.

- Ich kann mir nicht vorstellen, dass man nach einem einjährigen Teilzeitkurs all das kann, was Du schreibst. Insbesondere scheint es auch schwer vorstellbar, dass er das gleiche vermittelt, wie die - offenbar mehrjährige - HAK-Matura. Wie soll das gehen? Warum machst Du dann die HAK-Matura überhaupt noch?

- Wwnn die HAK-Matura tatsächlich so gut ist, wie die schreibst, dann ist das sicher sinnvoll. Es ist ja, so scheint es, eine kaufmännische Ausbildung, und die ist sicher sinnvoll. In Deutschland wäre aber durch Schulbesuch eine kaufmännische Ausbildung nicht zu errreichen, und auch nicht durch Fernkurse.

Stefan

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Ich habe mir gedacht, dass ich mit dem Kurs "Bürosachbearbeiter" schon mal im Büro einsteigen kann- ganz unten.

Mit der "HAK-Matura" die 8 Semester (4 Jahre) geht, hat man natürlich weitaus bessere Berufsaussichten als nur ganz unten im Büro. Mit der HAK-Matura kann man alles machen, Verwaltungstätigkeiten, Banken, Versicherungen bis hin zur Führungsposition. Mit Bürosachbearbeiter kann man das nicht.

Deshalb habe ich gedacht, dass "Bürosachbearbeiter" ein guter Kurs ist, um erstmal überhaupt in diese Branche reinzukommen.

Führungsposition kann man nur mit HAK-Matura erreichen. Deshalb möchte ich die ja auch machen. Aber wie gesagt, 5 Jahre dauerts noch...

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Hallo Knwohow-Sauger,

mir fällt es schwer nachzuvollziehen, dass eine rein thoretische Weiterbildung eine Berufsausbildung aus Theorie (Berufsschule) + Praxis (Betrieb) ersetzen soll.

Zumindest hier bei uns kenne ich eigentlich niemanden, der einen Sachbearbeiter-Job inne hat, ohne vorher eine Ausbildung gemacht zu haben.

Was ist denn der Grund für dich, dich so gegen eine Ausbildung zu sträuben? - Dich dann aufbauend darauf weiterbilden (auch und gerade in Form von Fernunterricht) kannst du doch dann immer noch.

Viele Grüße

Markus


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