Ocean

Titelbezeichnung in Wirtschaftsrecht an der HFH

23 Beiträge in diesem Thema

Liebe Forumsteilnhemer,

wie vielleicht der ein oder andere hier bemerkt hat, ist mein Favorit für das Studium in Wirtschaftsrecht die HFH. Dennoch hoffe ich jemanden zu finden, der mir eine möglichst kompetente Aussage zu folgendem Umstand machen kann:

Die HFH hat von der Akkreditierungsgesellschaft Acquin die Auflage bekommen, den Abschluss von "Bachelor of Laws" in "Bachelor of Arts" umzubennen. Die ist auf Grund der Studieninhalte erfolgt, da man scheinbar auf Grund der hohen BWL-Inhalte nicht mehr von einem juristischen Studiengang sprechen kann.

Ich finde diese Mischung gut! Bin ich jedoch im Vergleich zu Absolventen mit dem Titel "Bachelor of Laws" oder "Wirtschftsjurist (FH)" ein als gleichwertiger Wirtschaftjurist anzusehen, oder eher ein halbherziger Betriebswirt?

Danke vorab für Euer Bemühen mir zu helfen :)


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Hi Ocean,

wie wäre es mit Betriebswirt Schwerpunkt Wirtschaftsrecht...?

Ich denke, dass muss jeder für sich entscheiden. Wenn Du Dir die regulären Studiengänge "Bachelor of Laws" anschaust, fällt sofort auf, dass der Anteil an Rechtsthemen dort deutlich höher ist, bei der HFH sind es mehr Grundlagen, man steigt nich ganz so tief in die Thematik ein.

Ich persönlich finde die Mischung aus BWL und Recht sehr interessant. Wichtig ist, dass es zum Job, bzw. zu dem passt, was Du machen möchtest. Wenn diesen Studiengang jemand belegen würde, der z. B. im Controlling arbeitet würde ich ihn wahrscheinlich schon fragen, warum er nicht ein reines BWL-Studium gemacht hat, für andere (wie z. B. mich) passt die Mischung wieder sehr gut.

Aber leider habe ich Dir Deine Frage jetzt auch nicht wirklich beantworten können. Man sollte wissen, was man damit will und dies auch gegenüber einem Arbeitgeber erklären können.

Viele Grüße

Tanja

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Hm, schwierig! Also ich möchte schon als Wirtschaftsjurist wahrgenommen werden. Sonst könnte ich ja gleich BWL studieren. Trotzdem finde ich die Mischung der HFH interessant. Aber wie gesagt, nicht dass ich dann in den Augen der Betriebswirte und Wirtschaftsjuristen nichts halbes und nichts ganzes bin :(

Ich arbeite im Anzeigenverkauf (ist also mehr der Vertriebssektor) und würde auch eher im kaufmännischen bleiben wollen. Später gern auch Führungsfunktioenen bekleiden. Da wäre das "klassische" Wirtschaftsrecht wie z.B. an der Diploma eh nicht so das richtige, denke ich.

Aber bist du nicht auch aus dem Personalwesen und eher Zielgruppe für mehr rechtlich orientierte Studiengänge?


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Hi Ocean,

Die Frage die sich doch dann stellt ist, was möchtest Du mit den Wirtschaftsrechtskenntnissen, die Du erwirbst dann später machen? Du schreibst, dass Du gerne im kaufmännischen Bereich bleiben möchtest. Für Deinen jetzigen oder Deinen zukünftigen Job solltest Du natürlich Verwendung für rechtliche Themen haben (so sehe ich das zumindestens), denn sonst hätte ich die ganze Materie ja umsonst studiert und wenn man die Sachen nicht anwenden kann, vergisst man eh das meiste wieder recht schnell. Mir ist noch nicht so klar, warum Dein Interesse an dem Wirtschaftsjurist so groß ist, dann musst Du Dir ja zumindestens im klaren sein, dass Du in die Richtung gehen möchtest... Bitte nicht falsch verstehen, nicht dass ich Dir davon abraten möchte, aber ich würde es gerne nachvollziehen. ;)

Aber bist du nicht auch aus dem Personalwesen und eher Zielgruppe für mehr rechtlich orientierte Studiengänge?

Teils ja, teils nein. Ich sehe mich in meiner Funktion nicht nur auf der rechtlichen Seite. Personaler werden häufig immer damit in Verbindung gebracht, dass sie ihre Schwerpunkte zu sehr auf Rechtsthemen setzen oder "Verwalter" sind. Beides halte ich für veraltet und überholt. An den heutigen Personaler werden eine Vielzahl an Anforderungen gestellt, daher finde ich es prima, dass es bei der HFH einen BWL Anteil gibt aber auch die Schwerpunkte Arbeitsrecht/Betriebsverfassung und Personalmanagement. Außerdem weiss ich ja nicht was die Zukunft bin. Mit BWL Wissen bin ich immer flexibler einsetzbar, als mit einer rein juristischen Ausbildung.

LG, Tanja

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Ich lege nicht wegen mir solchen Wert auf die Bezeichnung Wirtschaftsjura, sondern will nur nicht, dass kein Mensch einen Studiengang namens Wirtschaftsrecht mit einem Bachelor of Arts - Abschluss einordnen kann, weil es sowas sonst nirgends gibt. Verstehst was ich meine? BWL studiert doch jeder. Ich hatte heute ein Gespräch mit einem Kunden, der Betriebswirtschaft studiert hat und zur Zeit Geschäftsleiter in einem Autohaus ist. Er kommt aber ursprünglich aus der steuerlichen Ecke. Und auch er sagt, dass die kaufmännische Führungskraft von heute viel mehr rechtliche Kenntnisse braucht, als die reine BWL. Breiter aufgestellt sein, als der gemeine Betriebswirt ist sehr wichtig, meinte er. Ich selbst war jetzt 1 1/2 Jahre selbständig und habe die gleiche Erfahrung gemacht.

Wenn du diese 50/50 Mischung an der HFh gut findest, warum studierst du dann nicht BWL und setzt einen Schwerpunkt auf rechtliche Themen. So kann dich jedenfalls bzw. wenigstens jeder mit deinem Abschluss einordnen und weis, woran er ist.


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Und auch er sagt, dass die kaufmännische Führungskraft von heute viel mehr rechtliche Kenntnisse braucht,

Ich vermute aber auch, dass du hier statt "rechtliche Kenntnisse" jeden Begriff der angebotenen Studienschwerpunkte einsetzen kannst.

Führungskräfte müssen auch Ihr Produkt vermarkten können (Marketing), die Geschäftsabläufe überwachen und steuern können (Controlling), es mit den richtigen Personen führen können (Personal) etc. etc.

Und wie man jetzt folgerichtig interpretieren kann, dass dafür ja die richtigen Personen eingestellt werden, könnte man dies ebenso für den juristischen Bereich machen.

Eine Geschäftsleistung bspw. sollte sich in allen Disziplinen auskennen. Aber nicht als Spezialist, sondern als Generalist. Eine Führungskraft sollte in ihrem Bereich mehr Spezialist sein, allerdings mit den erforderlichen Kompetenzen und Kenntnissen für diese Position.

Breiter aufgestellt sein, als der gemeine Betriebswirt ist sehr wichtig
Versteh ich nicht ganz. Meiner Meinung nach ist der reine Betriebswirt schon sehr breit gefächert und deckt viele Themen ab.

Der Studienschwerpunkt hilft dir, neben dem breiten Wissen dich noch in einem Bereich zu spezialisieren. Dies sollte bestenfalls ein Bereich sein, in dem du entweder bereits bist, oder hinein möchtest, oder idealistisch betrachtet dich sehr stark interessiert.

Die Frage, "wo sehe ich mich in 5-10 Jahren" kann bei der Entscheidung durchaus helfen.

Gruß Lutz


Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)

(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)

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Ich kann deine Argumente schon gut nachvollziehen, Lutz. Aber dann sage mir doch, wozu jemand den Studiengang Wirtschaftsjura an der HFH studieren sollte. Durch die sehr sehr starken BWL-Anteile ist er doch dann nichts halbes nichts ganzes. Du sagst doch selbst, dass die reine BWL schon breit genug gefächert ist. Und selbst hier kann man rechtliche Schwerpunkte setzen. Und für einen klassischen Wirtschafstjuristen gibt es Studienangebote mit viel viel höherem Rechtsanteil, als es die HFH bietet. Jeder Wirtschaftsjurist möchte doch auch ganz davon abgesehen bestimmt eher einen Bachelor of Laws, oder Diplom-Wirtschaftsjurist(FH) - Abschluss, als einen Bachelor of Arts. Ihr seht schon, ist eine schwierige Entscheidung für mich :(


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Hi Ocean,

kann Lutz in dem was er schreibt nur zustimmen.

Wenn du diese 50/50 Mischung an der HFh gut findest, warum studierst du dann nicht BWL und setzt einen Schwerpunkt auf rechtliche Themen. So kann dich jedenfalls bzw. wenigstens jeder mit deinem Abschluss einordnen und weis, woran er ist.

Ganz einfach: Ich sehe mich absolut nicht in der mathematisch-geprägten Ecke als Personaler.. Klar, sollte die Basics kennen, ganz ohne Grundlagen geht es nicht, aber Wirtschaftsmathe, Wirtschaftsstatistik und Operations Research ist mir dann doch ein wenig viel...

Außerdem bietet mit der Wirtschaftsrechtsstudiengang die Vertiefung Personal und Arbeits-/Betriebsverfassung, was es bei der BWL so nicht gibt. Vielleicht liegt es auch daran, dass mich der reine BWL Studiengang nicht so reizt, weil ich bereits vor 10 Jahren bei der SGD eine kompletten BWL-Lehrgang belegt hatte... weiß es nicht, aber mir ist es für meinen Job wichtiger, die rechtlichen Zusammenhänge in Kombination mit den wichtigsten BWL Themen abzudecken.

Sollte mich tatsächlich in einem Vorstellungsgespräch mal jemand fragen, warum ich den B. A. gemacht habe mit Wirtschaftsrecht denke ich, dass ich meine Entscheidung gut vertreten kann. Ich fühle mich nicht als halber Betriebswirt oder halber Wirtschaftsjurist, mir ist es Wichtig mein Fachwissen zu erweitern, weiterzukommen und den akademischen Abschluß zu haben.

Vielleicht wäre für Dich wirklich der BWL-Studiengang mehr geeignet, zumal dieser ja auch eine ganze Reihe an rechtlichen Themen behandelt und von den Themen sehr breit gestreut ist. Warum ist der BWL-Studiengang für Dich nicht interessant?

LG Tanja

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Ich interpretiere diesen Studiengang als BWL-Studium mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsrecht. Inhaltlich kann ich das gar nicht beurteilen, aber nach einem juraähnlichem Studium sieht mir das nunmal nicht aus.

Offensichtlich richtet sich dieser Studiengang an Personen, die in ihrem betriebswirtschaftlichen Umfeld mit rechtlichen Angelegenheiten konfrontiert werden - bspw. Einkäufer, Contract-Manager, u.a. Personaler etc. und weniger an Juristen, die BWL-Skill benötigen.

Frag doch mal die HFH nach der Zielgruppe dieses Studiengangs und mit welchen Möglichkeiten du anschliessend rechnen kannst.

Danach weißt du wahrscheinlich besser, ob das in deine eigene Zielplanung passt, oder zu wenig ist.

Gruß Lutz


Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen. (Benjamin Franklin)

(8. Semester BWL an der HFH und alle Prüfungen hinter mir)

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Interessanter Ansatz! @ Lutz

Ich interpretiere diesen Studiengang nämlich ganz genauso, auch wenn er Wirtschaftsrecht heißt. Ich bin zwar nicht im Einkauf, sondern im Verkauf tätig, aber im täglichen Geschäftsleben braucht es immer tiefergehendere Rechtskenntnisse, als nur zu Wissen, was ein Kaufvertrag ist. Grad bei uns im Anzeigengeschäft haben wir viel mit Abmahnungen etc. zu tun. Müssen wissen, was rechtlich an Inhalten erlaubt ist und was nicht.

Vielleicht wäre für Dich wirklich der BWL-Studiengang mehr geeignet, zumal dieser ja auch eine ganze Reihe an rechtlichen Themen behandelt und von den Themen sehr breit gestreut ist. Warum ist der BWL-Studiengang für Dich nicht interessant?

Interessant ist er durchaus, aber um ehrlich zu sein hab ich ein wenig Bammel vor dem hohen Matheanteil in BWL. ich war nie gut in Mathe. Und auch dieses ganze Rechnungswesen, Buchhaltung etc. ist nicht wirklich aufregend und mein Ding. Mal abgesehen davon: BWL studiert doch jeder ;)

Ich möchte einen Studiengang belegen, der für mich zu bewältigen ist und auch mein Interesse lange beständig hält (Stichwort: Motivation über 7 Semester). Und ich möchte einen Studiengang, der mir perspektivisch als kaufmännische Führungskraft eine möglichst generalistische Ausbildung bietet. Und ein akademischer Abschluss an sich ist für die Karriere immer gut.


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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