5 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich wollte einmal fragen, ob Jemand von Euch einen Fernlehrgang zum Psychologischen Therapeuten gerade erlernt oder erlernt hat. Ich denke dass man sehr viel praktisch lernen sollte, in dieser Sparte,da man mit Menschen und Emotionen zu tun hat. Somit bin ich sehr unsicher, ob so ein Fernlehrgang dafür geeignet ist.

Auch ob man die Akzeptanz erhält im späteren Berufsleben.

Wäre super wenn mir Jemand seine Erfahrungen schreiben könnte oder mir vorschlagen kann, wer mir da weiterhelfen würde.

Ich habe mich auch schon an den Therapeutischen Dachverband gewendet, aber leider nie Antwort bekommen. Liebe Grüsse, Travell

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Hallo Travell,

ich mache (leider) keinen Fernlehrgang zum Psychologischen Berater, mache aber derzeit eine Ausbildung in NLP (am Wochenende). Die Ausbildung besteht ausschließlich aus Praxis (9 Wochenendseminare, damit hat man dann die Grundlagen). Ich mache dies nicht um damit später zu arbeiten, sondern für meine berufliche Tätigkeit um Verhalten und Denkweisen besser zu verstehen.

Ich stimme Dir absolut zu, dass

man sehr viel praktisch lernen sollte, in dieser Sparte,da man mit Menschen und Emotionen zu tun hat

Ich persönlich würde mich auch sehr schwer damit tun, einen Fernlehrgang zum Psychologischen Berater zu absolvieren um mich damit selbständig zu machen. Ich frage mich, woher haben die Teilnehmer dann die Praxis?

Vielleicht denkst Du darüber nach einen etwas anderen Weg zu gehen, viele in unserem Kurs machen eine z. B. Heilpraktiker-Ausbildung oder Wellness Coach, etc. und machen und dann vielleicht zusätzlich eine psychologische Ausbildung, ich würde aber immer zu Präsenzausbildungen tendieren.

Das ist jetzt meine persönliche Meinung, ich weiss, dass es hier einige im Forum gibt, die sehr gute Erfahrungen mit den Fernlehrgängen gemacht haben. Vielleicht kontaktierst Du die Nutzer mal und fragst, was sie mit der Ausbildung machen/erreicht haben.

Viele Grüße

Tanja

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Was genau hast Du denn vor mit der Ausbildung? Möchtest Du Dich tatsächlich therapeutisch selbständig machen? Das ist schlicht verboten, außerdem wäre auch die Verwendung der Bezeichnung Pychologischer Therapeut problematisch, ganz abgesehen davon, dass eine Abrechnung mit Krankenkassen, Verschreibung von Medikamenten etc. sowieso nicht möglich wäre.

Die Bezeichnung "Psychologischer Berater" darf zwar frei verwendet werden (übrigens auch ohne einen Kurs), aber der darf nur beraten. Sobald ein Klient irgendwelche Probleme hat, die auch nur ansatzweise in Richtung (psychische) Krankheiten gehen, muss er die Leute zum Psychater schicken. Sonst ist er sehr schnell wegen illegaler Behandlung von Kranken dran.

Solch ein "psychologischer Berater" ist keines falls mit einem akademischen Psychologie-Studium zu vergleichen. Mutmaßlich gilt das inhaltlich, aber jedenfalls von Berechtigungen, die die Ausbildung verleiht. Der psychologische Berater ist nur dazu geeignet, entweder Wissen für eine andere Tätigkeit (z. B. Personal) zu erreichen, oder vielleicht sich als Coach, Motivationstrainer o. ä. selbständig zu machen. Ob der Kurs dazu ausreicht, sei dahingestellt.

Ok, vielleicht wußtest Du das alles schon. Ich finde es nur wichtig, das deutlich zu sagen. Mit Psychologe im landläufigen Sinne hat der psychologische Berater nichts zu tun.

Stefan

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Wer den psychologischen Berater anpeilt sollte auf eine ausgewogene Mischung aus Praxis und Theorie achten und er kann sich seine Ausbildung individuell gestalten. Auch mit einem Fernstudium als wertvolle und hochwertige Komponente. Für mich war das ILS Fernstudium in Kombination mit Dr. Migge Seminiaren ideal und eine gute Ergänzung in meiner Coach Vita.

Vermeiden sollte man den Begriff Therapeut, Praxis, Patient etc.... denn der psychologische Berater und Personal Coach bewegt sich immer außerhalb der Heilkunde und macht keine Therapien. Anders ist das beim Heilpraktiker für Psychotherapie (HPG). Dazu muß man nach der Ausbildung zum psychologischen Berater sich dann noch auf eine Prüfung vor dem Gesundheitsamt vorbereiten. Diese ist alles andere als einfach, denn man muß nachweisen, daß man erkennen kann wo die eigenen und die gesetzlichen Grenzen sind. Therapie ist Sache des Diplom-Psychologen! Auch der Heilpraktiker für Psychotherapie hat da ein sehr eingegrenztes Betätigungsfeld.

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Hallo,

damit vielleicht etwas klarer wird, was ein "Psychologischer Berater" NICHT ist, erlaube ich mir auf einen Text der Seite angst-und-depri.info zu verweisen. Dort wird in verständlicher Form der Unterschied zwischen Psychiater, Psychologe und Psychotherapeut erklärt.

Ehrlich gesagt, würde ich mich bei psychischen Problemen immer an einen ausgebildeten Arzt oder Psychologen (s.o). wenden, aber nicht an einen "Psychologischen Berater", der einen Kurs bei einer Fernschule gemacht hat. Der wäre mir persönlich einfach nicht kompetent genug.

Aber welche Laie kann schon unterscheiden, was sich da so auf dem "Psycho-Markt" tummelt?

Insofern finde ich die Kursbezeichnung "Psychologischer Berater" höchst irreführend (wie auch andere Kursbezeichnungen der verschiedenen Fernschulen). M.E. büßen die Fernschulen mit solchen nicht geschützten "Berufsbezeichnungen" ihre Seriösität ein.

Ich würde es begrüßenswert finden, wenn die Fernschulen solche Kurse "Psychologisches Grundwissen" oder ähnlich nennen würden.

Denkbar wäre auch eine Unterscheidung zwischen "Psychologischen Wissen für Jedermann", also quasi "Hobbykurse", und Forbildungskurse für Leute, die dies beruflich brauchen, also Erzieher etc. Diese Kurse sollten sich dann vom Niveau von den Jedermannskursen unterscheiden.

So, das war mein Wort zum Sonntag. :D

Viele Grüße

Gripsmilch

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