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noncreasing

Steuerliche Berücksichtigung des Fernstudiums

7 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

als erstes bin ich sehr froh eine solche site gefunden zu haben. Seit Wochen habe ich überlegt ob ich Bachelor of Arts über die Euro-FH machen soll oder nicht. Nun habe ich mich für ein JA entschieden.

Vielleicht könnt Ihr mir Fragen zu Gebühren beantworten?

- Ist das Studium steuerlich als Werbekosten absetzbar, wenn es ein Erststudium ist? (keine Fortbildung)

- Wenn ja, gibt es die Möglichkeit einen Steuerfreibetrag zu bekommen?

- Bekommt man für ein solches Studium ein "MeisterBAföG"?

Danke für Eure Antworten schon jetzt.

Viele Grüße :)

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Hallo noncreasing,

die Studiengebühren für ein Erststudium kann man bis zu der Grenze von 4000 EUR pro Jahr als Sonderkosten absetzen.

Meister-Bafög kann man nur für eine Fortbildung bekommen, z.B. Meister, Fachwirt usw., aber nicht für ein Hochschulstudium.

Viel Glück bei der Enscheidung!

Liebe Grüße

Natalie


Natalie Schnack

Dipl. Wirtschafts-Ing. (FH)

Business-Coaching mit Profil

www.natalieschnack.de

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- Ist das Studium steuerlich als Werbekosten absetzbar, wenn es ein Erststudium ist? (keine Fortbildung)

Dient eine Weiterbildung dazu, sich im vorhandenen Beruf weiterzubilden, so ist die Anrechnung als Werbungskosten - ohne Begrenzung - möglich.

Sonderkosten (max. 4000 EUR) geht dagegen immer.

Viele Grüße

Markus


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K., Impressum

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Hier das aktuelle BMF-Schreiben v. 04.11.2005

Im Wesentlichen kommt es bei der Abgrenzung von Werbungskosten (voll abzugsfähig), Sonderausgaben (bis 4.000 EUR) und Kosten privater Lebensführung (nicht abzugsfähig) auf folgendes an:

Dient das Fernstudium der Sicherung und Erhaltung des Arbeitsplatzes = Werbungskosten. Es handelt sich aber nur dann um eine Fortbildung, wenn schon eine Erstausbildung stattgefunden hat.

Also z. b. Studium nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder Aufbaustudium nach Erststudium.

Beispiel: BFH-Urteil v. 17.12.2002, VI R 137/01: Hier wurde das Erststudium der Betriebswirtschaft einer Personalreferentin mit abgeschlossener Berufsausbildung als Werbungskosten anerkannt.

Ein Studium, dass mit dem bisherigen Beruf nichts zu tun hat, kann ggf. unter die Kosten der privaten Lebensführung fallen - § 12 Nr. 5 EStG - und ist damit nicht berücksichtigungsfähig. Fortbildung und damit Werbungskosten liegen vor, wenn die Fortbildung im ausgeübten Beruf erfolgt, bei Berufsausbildung in neuem Beruf um in diesem Beruf Einnahmen zu erzielen, Umschulungen, Studium nach Berufsausbildung u.a. (Quelle: Buhl Data Service, Tax 2006, Handbuch Steuererklärung)

Das beigefügte BMF-Schreiben vom 04.11.2005 hilft ggf. bei der Einsortierung.

BMF Schreiben Berufsausbildung v. 04.11.05.pdf


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

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Hallo Holger,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Rat.

Also gehe ich bei mir davon aus, dass es Werbungskosten sind. (Ich habe eine kaufm. Ausbildung gemacht und möchte nun den Bachelor machen um Einnahmen in dem Beruf zu erzielen) Wenn das Studium nicht mit der Ausbildung zu tun hat..... --> Bachelor of Engineering and Administration (FFH Sachsen) baut ja im entfernten Sinne auf eine kaufm. Ausbildung auf nicht wahr?

Ich habe in einem anderen Beitrag gelesen, dass man sich einen Steuerfreibetrag für die monatl. Studiengebühren in der Lohnsteuerkarte eintragen lassen kann. Da hilft einem das Finanzamt weiter oder?

Kannst Du mir evtl. sagen ob man eine Art staatl. Zuschuss oder besser noch ein zinsfreies Darlehen erhält (ähnlich dem MeisterBAföG)??

Viele Grüße von Corinna

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Hallo Holger,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Rat.

Also gehe ich bei mir davon aus, dass es Werbungskosten sind. (Ich habe eine kaufm. Ausbildung gemacht und möchte nun den Bachelor machen um Einnahmen in dem Beruf zu erzielen) Wenn das Studium nicht mit der Ausbildung zu tun hat..... --> Bachelor of Engineering and Administration (FFH Sachsen) baut ja im entfernten Sinne auf eine kaufm. Ausbildung auf nicht wahr?

Ich habe in einem anderen Beitrag gelesen, dass man sich einen Steuerfreibetrag für die monatl. Studiengebühren in der Lohnsteuerkarte eintragen lassen kann. Da hilft einem das Finanzamt weiter oder?

Kannst Du mir evtl. sagen ob man eine Art staatl. Zuschuss oder besser noch ein zinsfreies Darlehen erhält (ähnlich dem MeisterBAföG)??

Viele Grüße von Corinna

Hallo Corinna,

ja, für die Eintragung eines Freibetrages ist das Finanzamt zuständig. Im Rahmen der Eintragung kann man hier vielleicht schon vorsorglich den Sachverhalt besprechen um zu klären, ob es sich im konkreten Fall um Werbungskosten oder Sonderausgaben handelt.

Auf den ersten Blick sind es in deinem Fall vermutlich Werbungskosten.

Über staatl. Zuschüsse oder Darlehen etc. bin ich leider nicht informiert. Staatl. Zuschüsse kann ich mir nur aus dem SGB III vorstellen, also von der Bundesagentur für Arbeit (also bei Arbeitlosen). Nach meinem Kenntnisstand erfüllt ein Fernstudium auch nicht die Voraussetzungen für eine Förderung durch BAFöG o.ä. - wobei ich mich hier auch nicht umfassend informiert habe.


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

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Hallo Zusammen,

muß nochmal auf die Problematik "Erststudium" nach Ausbildung zurückkommen (berufliche Veranlassung vorausgesetzt).

Nach dem EStG § 12 Abs. 5 sind es unstrittig erst mal Sonderausgaben.

Meines Wissen haben sich da aber schon einige BFH Richter kritisch gegenüber der Gesetzgebung geäussert und bereits eine entsprechende Rechtssprechung avisiert.

meine Frage ist nun, im BMF Schreiben vom 04.11.2005 heisst es in Rz. 3

"...die Rechtssprechung des BFH zur Rechtslage vor der Neuordnung ist insoweit weiter anzuwenden..." als Urteil wird u.a. das vom 17.12.2002 VI R 137/01 angeführt.

Wollte der BMF damit sagen, daß man ggf. Erststudium weiterhin als Werbungskosten absetzen kann ? und gibt es evtl. schon wieder anhängige Verfahren ?

mein Finanzamt sieht das noch anders und beruft sich auf das EStG

vielen Dank für Eure Bemühungen

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