KV2

Grundsätzliches zu Fernstudien

8 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich habe mich hier gerade angemeldet, ein bisschen geschrieben, und dann war plötzlich die angefangene Nachricht weg.

Also: 2. Versuch.

Ich interessiere mich für einen Abschluß als Betriebswirt oder als Bilanzbuchhalter.

Nun habe ich ein paar FernuniSeiten besichtigt (SGD, AKAD, BWA) und bin auf die Frage gestossen: Was sollen denn diese gravierend unterschiedlichen Studienzeiten: von 18 bis 48 Monate? Und wie ist das mit den Abschlüssen?

Also ein schlichtes Zertifikat eines Instituts wird es wohl nicht bringen, oder?

Und wie sieht es mit einem "staatlich geprüften" Abschluß aus? - Ist der (z.B. mit IHK-Siegel oder so) dann einem FH-/Uni-Abschluß gleichwertig oder schaue ich damit dann auch in die Röhre?

Was nutzt ein 18monatiges BWL-Fernstudium mit einem Zertifikats-Abschluß?

Bin ich dann Fachwirt oder Betriebswirt, oder war das dann einfach ein "netter Zeitvertreib"?

Wie ist die Anerkennung in der Wirtschaft für solche Abschlüsse?

Und gibt es die Möglichkeit, mit einer Studienzeit von vielleicht 2 Jahren einen sinnvollen BWL-Abschluß zu haben, oder taugt der dann bestenfalls für ein "Zertifikat" an der Wand?

Noch etwas: wie sieht es denn mit "Meister-BaföG" für so ein Studium aus?

Oder anderen finanziellen Möglichkeiten?

Soweit einmal.

Ich wäre erfreut, hilfreiche Antworten zu erhalten.

Danke und Gruß

KV2

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Nun habe ich ein paar FernuniSeiten besichtigt (SGD, AKAD, BWA) und bin auf die Frage gestossen: Was sollen denn diese gravierend unterschiedlichen Studienzeiten: von 18 bis 48 Monate? Und wie ist das mit den Abschlüssen?

Also ein schlichtes Zertifikat eines Instituts wird es wohl nicht bringen, oder?

Und wie sieht es mit einem "staatlich geprüften" Abschluß aus? - Ist der (z.B. mit IHK-Siegel oder so) dann einem FH-/Uni-Abschluß gleichwertig oder schaue ich damit dann auch in die Röhre?

Was nutzt ein 18monatiges BWL-Fernstudium mit einem Zertifikats-Abschluß?

Bin ich dann Fachwirt oder Betriebswirt, oder war das dann einfach ein "netter Zeitvertreib"?

Wie ist die Anerkennung in der Wirtschaft für solche Abschlüsse?

Und gibt es die Möglichkeit, mit einer Studienzeit von vielleicht 2 Jahren einen sinnvollen BWL-Abschluß zu haben, oder taugt der dann bestenfalls für ein "Zertifikat" an der Wand?

Man unterscheidet erst einmal grundsätzlich zwischen

a) Hochschulen, wie die FernUni Hagen, AKAD, HFH, Euro-FH usw., an denen man einen akademischen Abschluß wie Diplom(FH), Diplom, Bachelor oder Master erlangen kann und der einem an anderen Hochschulen erlangten Grad entspricht (dazu gehören auch Präsenzhochschulen, die neben dem normalen Studienangebot auch Fernstudiengänge anbieten, wie z.B. die TU Kaiserslautern oder die Uni Bamberg usw.) und

B) Weiterbildungsinstituten (dies sind die, die am meisten Werbung machen und daher am bekanntesten sind) wie SGD oder ILS, die von der staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht geprüfte Lehrgänge anbieten, aber keine akademischen Grade oder staatliche bzw. IHK-Abschlüsse verleihen.

Man kann sich aber bei letzteren auf staatliche oder IHK-Prüfungen vorbereiten, wie auch im Präsenz- oder Abendunterricht und ist dann in der Lage die gleichen Prüfungen abzulegen, z.B. als staatlich geprüfter Betriebswirt oder Bilanzbuchhalter(IHK). Davon gibt es Prüfungen wie Sand am Meer und daher auch dementsprechend viele Vorbereitungs-Lehrgänge, übrigens auch im Präsenz- und Abendunterricht.

Die Fernlehrinstitute im Gegensatz zu den Hochschulen verleihen lediglich Zeugnisse, teilweise mißverständlich auch "Diplom" genannt, die den staatlichen oder IHK-Abschlüssen nicht vergleichbar sind, da nicht die gleiche Prüfung abgelegt wird.

Ich interessiere mich für einen Abschluß als Betriebswirt oder als Bilanzbuchhalter.

Hierfür bieten eine Reihe von Fernlehrinstituten, wie SGD oder ILS usw. Vorbereitungslehrgänge wie für den Staatlich geprüften Betriebswirt, den (Technischen) Betriebswirt(IHK), den Bilanzbuchhalter(IHK) usw. an. Allerdings sollte man nach dem Abschluß des Lehrgangs unbedingt die staatliche oder IHK-Prüfung ablegen.

Gib am besten die Begriffe in die "Suche" hier im Forum ein. Dann erhältst du genug Beiträge zu den jeweiligen Abschlüssen.

Für jemanden, dem es nur darum geht, etwas dazuzulernen, reicht es natürlich auch, Lehrgänge nach Wunsch zu absolvieren, ohne eine Prüfung ablegen zu wollen.

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Naja, ich versuchs mal. Aber hier geht es erst mal ums grundsätzliche, also nachfragen.

- Nun habe ich ein paar FernuniSeiten besichtigt (SGD, AKAD, BWA)

SGD und BWA sind keine Fernunis, auch nicht im weiteren Sinne. AKAD unterhält mehrere Fernhochschulen. SGD und BWA sind so eine Art Fern-Volkshochschulen

- und bin auf die Frage gestossen: Was sollen denn diese gravierend unterschiedlichen Studienzeiten: von 18 bis 48 Monate?

Nun, es wird wohl unterschiedliche Inhalte wiederspiegeln.

- Und wie ist das mit den Abschlüssen?

Die unterscheiden sich stark und hängen mit den Studienzeiten zusammen.

- Also ein schlichtes Zertifikat eines Instituts wird es wohl nicht bringen, oder?

Nein, bringt wenig.

- Und wie sieht es mit einem "staatlich geprüften" Abschluß aus? - Ist der (z.B. mit IHK-Siegel oder so)

"Staatliche geprüft" und IHK sind zwei verschiedene Dinge.

- dann einem FH-/Uni-Abschluß gleichwertig

Nein, das sind verschiedene Dinge.

- oder schaue ich damit dann auch in die Röhre?

Das wiederum auch nicht. IHK und staatlich geprüft sind zwar sub-akademisch, aber nicht zwangsläufig schlecht. Es hängt vom Ziel ab

- Was nutzt ein 18monatiges BWL-Fernstudium mit einem Zertifikats-Abschluß?

Wenig. Zertifikate sind eher bedeutungslos, wie alle Anbieter-eigenen Abschlüsse. Für das Feld BWL ist 18 Monate einfach zu kurz.

- Bin ich dann Fachwirt

Nein, dazu musst Du einen Fachwirt machen (gibt's bei der IHK)

- oder Betriebswirt

ja, aber das ist jeder (Betriebswirt ist, auch wenn es mancher nicht glaubt, eine frei verwendbare Bezeichnung, die zunächst jeder sich anhängen kann)

- oder war das dann einfach ein "netter Zeitvertreib"?

Nun, ob du es nett finden wirst, kan ich Dir nicht sagen.

-Wie ist die Anerkennung in der Wirtschaft für solche Abschlüsse?

Was meinst Du mit "solche". Generell kann man die folgende Hierachie aufstellen (von unten nach oben)

Anbieter-eigene Abschlüsse (ob Zerifikat, Diplom etc. ist Augenwischerei

externe Abschlüsse (IHK, SGB, auch VWA)

Hochschulabschlüsse

Wobei die anbieter-eigenen wohl nur zusamen mit Berufserfahrung und gutem Selbstmarketing brauchbar sind.

-Und gibt es die Möglichkeit, mit einer Studienzeit von vielleicht 2 Jahren einen sinnvollen BWL-Abschluß zu haben, oder taugt der dann bestenfalls für ein "Zertifikat" an der Wand?

Rechne mal ehere drei

- Noch etwas: wie sieht es denn mit "Meister-BaföG" für so ein Studium aus?

Ist bei IHK oder SGB möglich, nicht bei akademischem Studium (hier wäre theoretisch "normales" bafög möglich

-Oder anderen finanziellen Möglichkeiten?

Eher schlecht. Stipendine etc. für Fernstudium ist die Ausnahme.

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Hallo an alle, die bisher geantwortet haben,

vielen Dank für die Antworten.

Ich werde mich weiter umsehen und - je nachdem - neue Themen einbringen.

- Mir scheint der Bereich sehr unstrukturiert, um nicht zu sagen, chaotisch zu sein.

Gruß

KV2

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- Mir scheint der Bereich sehr unstrukturiert, um nicht zu sagen, chaotisch zu sein.

Nein, das ist er nicht. Chaotisch sind lediglich die Leute, die jede Art von Fernunterricht als Fernstudium bezeichnen und damit für Verwirrung sorgen. Im Präsenzunterricht hast Du ja auch die Auswahl zwischen FH, Uni, VHS, Gymnasium, FOS, IHK-Betriebswirt, Fachwirt, Techniker, Privatunterricht, Klavierstunden, Sprachkursen ... - kein Mensch bezeichnet das aber alles als Studium. Dieser schwachsinnige Sprachgebrauch ist der Hauptgrund für die Konfusin beim Fernunterricht.

Stefan

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Hallo Stefan,

für mich als jemand, der sich bisher nicht in dem Bereich auskennt ist es chaotisch, oder sieht zumindest danach aus. Denn wenn ich mich spezialisiert nach dem Bereich "BWL" umsehe und dann tausend unterschiedliche Studienzeiten und -abschlüsse sehe, dann ist das ein unstrukturiertes Durcheinander, das - wie mir scheint - auch von den Instituten, Einrichtungen - wie sie sich auch immer bezeichnen - genutzt, und vielleicht sogar forciert wird, damit Leute in meinem Stadium es nicht durchschauen. - Denn alle von diesen Einrichtungen möchten schließlich Kunden haben, und da die Sprache nicht reglementiert ist, kann jeder mit Wörtern wie "Diplom", "anerkannt" usw. hantieren, und erzeugt damit ein unverständliches Wirrwarr - für mich auf jeden Fall.

Nichts für ungut.

Gruß

KV2

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Natürlich ist es schwierig, alle Möglichkeiten zu durchschauen. Das Problem hast Du aber bei Präsenzunterricht genauso. Dass es so viele Möglichkeiten gibt, liegt natürlich auch daran, dass die Anbieter was verdienen wollen, es liegt aber auch daran, dass es eben für alle Bedürftnisse was geben soll. Dann ist die Auswahl eben schwieriger als wenn es nur ein Produkt gibt. Wenn Du aber tatsächlich ein Fernstudium suchst, scheidet ein Großteil der Anbieter schon mal aus. Das ist aber oft nicht klar, weil noch der Stenokurs Fernstudium genannt wird.

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Mir scheint der Bereich sehr unstrukturiert, um nicht zu sagen, chaotisch zu sein.

Das dürfte daran liegen, daß du dich bisher noch nie mit Weiterbildung oder Studium beschäftigt hast. Denn das gleiche "Chaos", wie du es nennst (andere nennen es Vielfalt) findest du im Präsenz- oder Abendunterricht, wie Stefan ja sehr gut dargestellt hat. Im Fernunterricht bzw. Fernstudium gibt es nichts anderes als sonst an Lehrgängen oder Studiengängen existiert. Du kannst einen Volkshochschul-Kurs belegen oder ein Universitätsstudium machen - das gleiche gibt es als Fern-.

Auch Einrichtungen, die mehr vortäuschen, als sie wirklich leisten, gibt es bei Lehrgängen außerhalb des Fernunterrichts. Ich erinnere nur an die VWA`s mit ihren "Diplomen" oder an die IHK`s mit ihrem Bachelor(CCI).

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