wuebe

Zu alt um zu Studieren?

8 Beiträge in diesem Thema

Hallo Zusammen!

ioch verfolge seit geraumer Zeit dieses Forum, da ich mich ein Fernstudium Informatik an der PFFH interessiere. Ein dickes Lob an alle für die vielen, vielen Tips.

Ich habe nun viele Threads durchgeforstet und auch ein oder zwei Beiträge zum Thema Alter und Studieren gefunden, aber keine welche mir doch schlussendlich eine Info darüber geben, ob denn das ganze auch erfolgreich abgeschloseen wurde.

Zu meiner Situation. Ich bin verheiratet, habe 3 Kinder (Tochter 13 und Jungs (Zwillinge) 11) und einen Hund. Ich bin 47 Jahre alt und arbeite als freiberuflicher IT Consultant seit ca. 15 Jahre im Thema IT. Da ich ein Quereinsteiger bin (Elektromeister) muss ich in vielen Themen immer wieder meine Qualifikationen nachbessern um am Ball zu bleiben (MCSE, ITIL, Projektmanagement usw.). Meine Überlegung ging nun dahin, dass ich eben genau dieses Studium machen möchte, da dort all das was ich mir vorstelle als Lerninhalte angeboten wird. Mein Ziel ist es bei meinem momentanen Auftraggeber in Festanstellung zu kommen und dort eine leitende Position zu erreichen :-) .

Wie ist denn die realistische Einschätzung von euch, wenn einer wie ich mit 47 Jahren ein solches Studium machen möchte?

Die Akzeptanz meiner Familie (und Hund) habe ich. Meine Zeitpläne habe ich durchforstet und auch die ebntsprechenden Zeiträume gefunden für die ca. 17,5 h pro Woche.

Bitte gebt mir doch eure "ungeschminkte" Meinung ab und sagt mir ob der Weg das falsche Ziel ist :-) .

Grüßle aus dem U.S.A.

(Unser Schönes Allgäu)

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Hallo,

und Willkommen bei Fernstudium-Infos.de!

Also grundsätzlich ist man für ein Studium nie zu alt.

Die Idee, ein solches Studium an der PFFH zu absolvieren, ist für Deine Ziele offensichtlich eine gute.

Du arbeitest, wie Du sagst, bereits 15 Jahre, ohne so richtig Fuß fassen zu können.

Ein Hochschulabschluss wäre für die Chance der Festanstellung sicher förderlich.

Auch ist der vermittelte Stoff an der PFFH sehr hochwertig.

Du musst aber bedenken, dass es für ein paar Jahre sehr viel Arbeit ist, neben dem Beruf zu studieren. Du wirst während des Studiums wenig Freiräume haben.

Ansonsten hat die PFFH einen guten Ruf und ich denke, dass Dein Arbeitgeber es sicher gut finden wird, wenn Du diesen Weg einschlägst.

Damit dieser Dich während des Studiums auch wirklich unterstützt bzw. einschätzen kann, wie Deine Einstellung zur Firma ist und wie Du Dir die Zukunft vorstellst, ist es bestimmt sinnvoll, wenn Du Dich mal in aller Ruhe mit Deinem Arbeitgeber austauschst.

MfG Joe

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Hi wuebe,

also wenn du einen neuen Arbeitgeber versucht zu finden, hättest du ein Problem mit dem Alter (zumindest in Deutschland). Für die zählt man („nach hören uns sagen“), schon ab 35 Jahren zum „alten Eisen“, das hat mir jedenfalls jemand gesagt (soll angeblich in irgendwelchen Zeitungen gestanden haben). Ob das wirklich stimmt, weiß ich allerdings auch nicht. Dieses Problem sollte es aber im Ausland nicht geben, soweit ich weiß, wenn du planen solltest auszuwandern. Dort werden auch gern ältere Arbeitnehmer genommen. Ich denke dieses ist auch nur speziell in Deutschland der Fall, weil die Arbeitsmarktlage sehr schlecht ist und die Arbeitgeber sich die Rosinen (nach ihrer Ansicht Rosinen: 24 Jahre alt und diplomiert) herauspicken können. Bei einem bereits bestehenden Arbeitsverhältniss könnte das Studium ein Vorteil bringen, weil es zeigt das du besonderen Einsatz zeigst um diese Stelle zu bekommen (jedoch kann jeder Arbeitgeber anders sein, so ist dieses auch nur subjektiv gemeint).

Ich denke ein Fernstudium oder generell ein Studium bringt aber auch ohne eine bessere Berufstellung jedem etwas. Wenn es erfolgreich abgeschlossen wurde, bekommt man die „Bestätigung“ das etwas Besonderes geleistet worden ist. Es ermöglicht dir auch, mitreden zu können (es wird sehr viel Wissen vermittelt). Du erreichst durch ein abgeschlossenes Studium quasi das höchst mögliche Bildungsziel denke ich, so sollte es auch psychologisch selber für dich was bringen, ebenfalls bestätigt es dein Sachverstand auf dem jeweiligem Studiengebiet.

Meine persönlich subjektive Meinung, ich würde es versuchen, egal welches alter du hast, aber nicht unbedingt um deinen jetzigen Arbeitgeber zu befrieden oder adhoc eine Festanstellung zu bekommen. Sondern generell um eine Bestätigung zu bekommen, das du es kannst und vielleicht auch dann mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben zu können (gibt dann natürlich auch wieder Arbeitgeber die sagen, „sie sind überqualifiziert für den Job“, aber das ist eh eine Ausrede, denn wer was finden will findet immer etwas, um jemanden nicht einstellen zu müssen).

Grüsse

jurkom

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Also, ich bin seit 18 Jahren in der IT, auch Quereinsteiger und habe vor drei Jahren mit 42 das Studium zum MSc in IT an der University of Liverpool begonnen und mittlerweile auch durchgezogen, also mir jetzt mit 45 den Abschluß abgeholt. Die Altersspanne der Kommilitonen da war von 26 bis 58, der Durchschnitt bei 39.

Meine Kinder waren zu Beginn des Studiums 17 und 15, da hat man dann vielleicht doch einiges nicht mitgekriegt oder war nicht ansprechbar, wenn man's doch hätte sein sollen. Denn: Privatleben kannst Du für die Studienzeit im wesentlichen vergessen, wird zurückgefahren bis fast zum Nullpunkt.

Ob ich jetzt nochmal die Energie hätte, sowas anzufangen ... ? Du wirst nicht jünger, also starte so bald wie möglich!

Toi, toi, toi,

ulbiro


Absolvent Online-Studium zum

Master of Science in Information Technology

an der University of Liverpool

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Mein Ziel ist es bei meinem momentanen Auftraggeber in Festanstellung zu kommen und dort eine leitende Position zu erreichen :-) .

Das ist sehr gut, dass du dich bei deinem momentanen Auftraggeber weiter etablieren möchtest. Denn der kennt schon deine Leistungsfähigkeit und stört sich nicht an deinem Alter. Problematisch ist es in diesem Alter immer nur, sich neu auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren, da man da - leider - oft gleich durch das erste Raster fällt.

Ich würde an deiner Stelle versuchen, mich möglichst eng an deinen Auftraggeber (ist es auch dein Arbeitgeber, oder freie Mitarbeit?) zu binden, zum Beispiel mit einem Fördervertrag, der auch eine Anstellung bei erfolgreichem Abschluss etc. vorsieht.

Die PFFH ist mir auch als Student bekannt und ich war sehr zufrieden. Auch habe ich während des Studiums einige Teilnehmer in deiner "Altersklasse" kennen gelernt - auch im Hauptstudium. Ggf. frag doch mal bei der PFFH an, ob man dir nicht einen Absolventen in deinem Alter zum Austausch vermitteln kann.

Viele Grüße

Markus


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K., Impressum

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Hallo,

meine persönliche Meinung ist, dass es nicht zu spät ist. Ich selbst bin 41 Jahre alt und schreibe mich Ende September (laut Akad kommen da die neuen Unterlagen raus) bei der Akad für die Hochschulaufnahmeprüfung ein, um anschließend Wirtschaftsübersetzen zu studieren.

Ich gehe davon aus, dass wir, soweit man gesundheitlich in der Lage dazu ist, künftig (wenn wir alt sein werden) länger arbeiten werden müssen oder zur Rente dazuverdienen müssen. Jedenfalls kann ich mir diese Entwicklung vorstellen.

Solltest Du also bei Beendigung des Studiums etwa Anfang 50 sein, wer weiß, vielleicht mußt (oder willst) Du dann auch noch 20 Jahre arbeiten, vielleicht ja auch "nur", um einen gewissen Lebensstandard halten zu können.

Abgesehen davon, bringt das Lernen immer eine Erweiterung des Horizonts mit sich (und öffnet vielleicht auch die eine oder andere neue Türe beruflich, man kann nie wissen).

Der Unterschied zu einem jüngeren Studenten ist vielleicht der, dass man sich in unserem Alter seiner Entscheidung sicherer sein sollte, dass man es wirklich WILL. In jüngeren Jahren hat man etwas mehr Zeit, seinen Kurs zu korrigieren.

Ich stelle mir die gleiche Frage wie Du schon ca. seit einem halben Jahr (oder sogar länger) und bin schließlich zu dem Schluß gekommen, dass ich es später eher bereuen könnte, es nicht gemacht zu haben, etwas verpaßt zu haben.

Aber das ist eben meine ganz subjektive und persönliche Ansicht ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit. (Ich lerne persönlich gerne Neues, weil es mir das Gefühl gibt, nicht auf einer Einbahnstraße im Leben angekommen zu sein).

Ich wünsche Dir einen schönen Abend und die richtige Entscheidung

Grüße

Elke


Studentin AKAD International Business Communication (BA)

 

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter

Zarko Petan

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Hallo,

ich kann Elke nur hundertprozentig zustimmen.

Ich bin jetzt 46 Jahre alt und werde (hoffentlich) noch in diesem Jahr mit meiner Diplomarbeit beginnen.

Ich kann nur für mich sprechen.

Aber ich habe während meines jetzt schon mehrere Jahre dauernden Studiums meine Entscheidung nie bereut.

Auch im Kontakt mit den Kommilitonen war der Altersunterschied nie ein Thema. Es ist einfach so, dass alle im gleichen Boot sitzen, wenn auch jeder ein individuelles Ziel vor Augen hat.

Ich kann nur empfehlen: Mach es.


Schöne Grüße

Juergen

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Hallo liebes Forum,

das ist ja mal ein Empfang. Ich bin begeistert von der Resonance meiner Anfrage. :) . Vielen Dank für die vielen Hinweise und Aufmunterungen. Meine Befürchtungen, dass ich mich vielleicht überschätze habt Ihr ein wenig zerstreuen können.

Jetzt werde ich mich mal mit einem Mathevorkurs auseinander setzen und sehen, ob ich denn überhaupt das Zeug dazu habe dieses Studium durch zu stehen.

Nochmals vielen Dank für Eure aufmuternden Worte.

Gruß aus dem U.S.A.

wuebe

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