olli

Personalkaufmann oder gleich Bachelor/Dipl.-Kfm.?

7 Beiträge in diesem Thema

Ich stecke schon seit längerem in der Phase an der ich mich endlich an eine Weiterbilung (Fernstudium) machen will. Leider bin ich mir nicht sicher wie es weiter gehen soll.

Alter: 24 Jahre

Abschluss: mittlere Reife

Ausbildung: Industriekfm.

Erfahrung: nach der Ausbildung ca 2 Jahre Personalbüro,

nach der Bundeswehr musste ich in die Debitorenbuchhaltung wechseln (das ist zwei jahre her)

Ich möchte eigentlich gerne wieder in den Personalbereich wechseln. Nun stell ich mir die Frage, ob ich mich erst zum Personalkaufmann weiterbilden soll und danach mit dem Bachelor/Dipl-Kfm. noch das i tüpferl aufsetze.

Ich bin mir jetzt nich sicher ob die Weiterbildung zum Personalkfm. Zeitverschwendung ist wenn ich als Ziel den Bachelor Studiengang habe.

Wie seht ihr das? (Schluckt der Bachelor die Weiterbildung zum Personalkfm.?)

grüsse olli

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Ich bin mir jetzt nich sicher ob die Weiterbildung zum Personalkfm. Zeitverschwendung ist wenn ich als Ziel den Bachelor Studiengang habe.

Wie seht ihr das? (Schluckt der Bachelor die Weiterbildung zum Personalkfm.?)

Hi Oli,

ich würde gleich zum Bachelor / Diplom Kaufmann (FH) greifen.

Zeit und Geld, welches du zuerst in die Weiterbildung zum Personalkaufmann investieren würdest, ist unter deinen Voraussetzungen bei der akademischen Weiterbildung besser aufgehoben.

Von Matthias

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Ich stimme Matthias voll zu.

Du kannst in der Tat Zeit und Geld sparen.

Sicher, mit einem 'gewöhnlichen' kaufmännischen Berufsabschluss, wenn nichts weiter angestrebt wird, ist der Personalkaufmann schon ganz nützlich, manchmal sogar die große Chance für berufliche Veränderungen und einen ersehnten Aufstieg.

Aber da Du ja sowieso schon ernsthaft über ein Hochschulstudium nachdenkst und es für Dich offensichtlich in Frage käme, rate auch ich Dir dringend zum Studium.

Mit einem Hochschulabschluss in Wirtschaftswissenschaften kannst Du praktisch überall im kaufmännischen Bereich unterkommen. Hier hast Du anderen Mitkonkurrenten gegenüber später den Vorteil, dass Du bereits berufliche Erfahrungen im Personalbereich mitbringst.

MfG Joe

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Ich schließe mich meinen Vorrednern an und würde auch zum Studium tendieren - und eine Weiterbildung kannst du hinterher immer noch machen, wenn es denn notwendig ist.

Viele Grüße

Markus


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Hallo,

die Frage kann man nicht allein mit einem akad. Grad beantworten.

Man muss sich die Frage stellen, welche Möglichkeiten dir mit welchem Abschluss im Personalwesen offenstehen.

Der Personalfachkaufmann ist eine Aufstiegsfortbildung nach BBiG. Fachkaufleute sind im Gegensatz zu den Fachwirten "Funktionsspezialisten", vergleichbar mit dem Meister in Industrie und Handwerk.

Die Fortbildung zum Personalfachkaufmann umfasst z. B. bei der IHK Darmstadt rund 640 Stunden. Wer diesen Abschluss in der Tasche hat ist fachlich hervorragend auf anspruchsvolle Sachbearbeitung und Führungsaufgaben z. B. als Personalreferent vorbereitet.

Greifst Du gleich zum Bachelor, hast Du zwar den akad. Abschluss in der Tasche, allerdings mit BWL Hintergrund und nicht auf das Personalwesen spezialisiert. Selbst mit einem Schwerpunkt im HR ersetzt das fachlich nicht den Personalfachkaufmann.

Der Titel ist damit zwar höherwertiger, dennoch inhaltlich für eine Fach- oder Führungsaufgabe im Personalwesen nicht annähernd am Personalfachkaufmann (PFK).

So kann ich guten Mutes zum PFK raten. Allerdings stelle ich heute eine starke Akademisierung auf den Stellen für Personalreferenten und Personalleitern fest, so dass eine Führungsposition ohne akad. Abschluss nur schwer zu erreichen sein wird.

Ich habe nach zwei Berufsausbildungen den PFK berufsbegleitend absolviert und hiernach nun ein Studium drangesetzt um den "Türoffner" zu haben.

Das ist ein langer Weg, den nicht jeder gehen möchte.

Willst Du in Führungspositionen gehen, so gehe gleich den Weg des Bachelors, vergiss dabei aber nicht, das Wissen im HR und Arbeitsrecht irgendwie zu vertiefen, denn ein Studium reicht dazu nicht aus.

Mehr zum Personalfachkaufmann auch unter

www.berufenet.de

Suchbegriff: Personalfachkaufmann


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

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Hallo Olli,

ich kann mich der Meinung von Holger absolut anschließen. Holger ist ja, genauso wie ich, Personaler (mit Leib und Seele :) ) und ich kann Dir zu dem Personalfachkaufmann durchaus zuraten.

Ich habe mich, genauso wie Holger zunächst erst einmal für den PFK entschieden (nach einer kaufmännischen Ausbildung). Meine Entscheidung damals war klar: Der PFK bereitet Dich, wie kein anderer Lehrgang, auf das komplette Themengebiet Personalwesen vor. So viele Themen und Lehrstoff wird in keinem Studium durchgenommen. Ich habe selbst eine Kollegin, die hat ihren Diplom-Kaufmann an der Uni gemacht und hat dann den PFK angeschlossen, weil ihr das Wissen in der Uni über Personalmanagement nicht ausgereicht hat. Sie sagt selber, dass das was sie in 1,5 Jahren PFK-Ausbildung gelernt hat, sie viel weiter in Bezug auf Personal gebracht hat, wie ihr Studium.

Ich persönlich finde den Weg erst ein Studium zu machen und dann den PFK nicht glücklich. Ich würde im Vorstellungsgespräch den Bewerber immer fragen, warum er einen akademischen Abschluss macht und dann eine IHK-Ausbildung anhängt. Die Frage ist vielleicht nicht unbedingt gerechtferigt, aber der klassische Bildungsweg (IHK ist eben nicht gleich Hochschule) zwingt einem irgendwie den Gedanken auf.

Wenn Du die Zeit, den Nerv und das Geld hast, würde ich immer den Weg PFK und dann Studium gehen. Die Frage ist auch immer, was willst Du mal im Personalwesen machen? In einigen Unternehmen kannst Du auch schon recht weit mit dem PFK kommen, in anderen stößt Du an Deine Grenzen. Der Trend geht jedoch ganz klar dazu hin, dass für Referentenpositionen immer mehr der Hochschulabschluss verlangt wird (aber dann auch bitte mit Berufserfahrung!).

Mit einem reinen Hochschulabschluss wirst Du es meiner Meinung nach schwer haben direkt den Einstieg in Personal zu finden, da das Wissen, welches in den Vertiefungsrichtungen vermittelt wird, zwar umfassend ist, aber aus meiner Sicht, um in der täglichen Arbeit "zu bestehen" zu allgemein ist. Ich kann auch hier Holger zustimmen, wenn Studium, dann bilde Dich nebenbei auf jeden Fall in Richtung Arbeitsrecht und weiteren Schwerpunktthemenn aus Personal weiter.

Viel Glück für Deine Entscheidung und beste Grüße

(lass uns bitte teilhaben)

Tanja

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Im Grunde genommen haben eigentlich alle Vorredner auf Ihre Weise recht, aber letztlich kommt es drauf an, wohin der Zug mit Dir gehen soll????

Ich betreue auch einige Mandanten, die klipp und klar sagen, das diese die Ausbildungen der IHK bei einem Bewerber vorziehen, weil hier eben auch die Berufserfahrung vorhanden ist. Andere ziehen eben den Absolventen der Hochschule vor.

Wie dem auch sei, in einem Punkte jedoch, solltest Du in jedem Falle einen Vorteil haben: Wenn Du das Studium absolvieren möchtest, dann mach es nebenbei, so dass Du nach dem Abschluss dann evtl. mit Titel und Berufserfahrung aufwarten kannst, auch wenn das heute auch nicht unbedingt eine Jobgarantie ist, aber es hindert auch nicht die eigenen Chancen...

Eine verzwickte Situation, zumal Rede und gegenrede hier gut ausgewogen vertreten sind, aber im Grunde, und da wiederhole ich mich gerne, kommt es darauf an, wohin Du dich beruflich gerne entwickeln möchtest...


Grüße aus Koblenz

Mario

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