FFM205

Informationsveranstaltung Wirtschaftsrecht

9 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

gestern Abend habe ich die Informationsveranstaltung der Hamburger Fernhochschule zum neuen Studiengang Wirtschaftsrecht besucht. Mit diesem neuen Studiengang wird u. a. auch ein neues Studienzentrum in Rhein-Main-Gebiet eröffnet, nämlich in Frankfurt direkt.

Es waren recht wenige Teilnehmer anwesend (ca. 6 Personen), was wohl z. T. auch an dem sehr schönen Wetter lag, da die Liste derer, die sich angemeldet hatten, deutlich länger war.

Seitens der Hochschule waren der Präsident (Prof. Bosch) und der zuständige Fachbereichsleiter für den Studiengang Wirtschaftsrecht (Prof. Knollmann) anwesend. Außerdem der Zentrumsleiter.

Zunächst gab es einen allgemeinen Überblick über die HFH, letztlich gehen diese Informationen aber auch aus dem Studienführer hervor (Non-Profit Organisation, gehört zur DAA, etc.). Da alle Anwesenden sich ausschließlich für den neuen Studiengang Wirtschaftsrecht interessierten, wurde auf die Vorstellung der Studiengänge BWL und Wi-Ing. verzichtet.

Die Vorstellung des Studienganges Wirtschaftsrecht war sehr ausführlich (durch Hr. Prof. Knollmann).

Studieninhalte (gehen auch aus dem Studienführer hervor): Mischung 50% BWL, 50% Recht. Man hat sich bewusst für diese Mischung entschieden, da Studien gezeigt haben, dass die reine juristische Ausbildung an den Bedürfnissen der Wirtschaft vorbeigeht. Die wenigsten Juristen könnten eine Bilanz richtig lesen oder andere betriebswirtschaftliche Zusammenhänge richtig deuten. Dies ist unter anderem auch der Grund weshalb der Studiengang mit einem Bachelor of Arts und nicht mit einem Bachelor of Laws abschließt. Der LL.B würde zu Unrecht den Eindruck erwecken, dass die Ausbildung sehr rechtslastig ist, diesem wirkt man mit dem Abschluß B.A. entgegen, der verdeutlicht, dass BWL eine entscheidende Rolle in der Ausbildung spielt. Es gibt aktuell eine Studie der Bundesagentur für Arbeit, aus der die beruflichen Entwicklungen von Juristen hervorgehen. Dabei wurde festgestellt, dass es unter den Wirtschaftsrechtlern so gut wie keine Arbeitslosigkeit gibt, im Vergleich zu einem juristischen Vollstudiengang. Diese kann auf der Internetseite der Arbeitsagentur eingesehen werden (www.arbeitsagentur.de). Herr Prof. Knollmann hat das alles ziemlich überzeugend rübergebracht und immer wieder angesprochen, dass dieser Studiengang sich konsequent an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientiert und es in dieser Form der erste Studiengang sei, der so konzipiert ist. Feedback ist für die HFH zu diesem Studiengang sehr wichtig, da er ab dem 01.01.2007 zum ersten Mal aufgelegt wird.

Es gab Fragen zum berufsbegleitenden Praktikum im Hauptstudium, ob die Anrechnung der Berufstätigkeit nur dann erfolgt, wenn es nahe an den Inhalten des Studienganges liegt, dies wurde verneint, man würde hier recht großzügige Regelungen haben. Das Thema könne recht frei gewählt werden (Abstimmung Dozenten) und sollte sich durchaus an der beruflichen Praxis orientieren.

Die Präsenzveranstaltungen finden alle 14 Tage Freitagnachmittag und Samstag ganztags statt, es wurde über die Kosten gesprochen, über die Studienmaterialien, allgemeines zur Zulassung und weitere organisatorische Dinge.

Nach 90 Minuten war die Veranstaltung dann beendet.

Viele Grüße

Tanja

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Hallo Tanja,

vielen Dank für diesen eindrucksvollen Bericht. Das Konzept des Studienganges scheint sehr überlegt erstellt worden zu sein - ich bin gespannt, wie die Umsetzung gelungen ist.

Viele Grüße

Markus


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Genau die Informationen, welche Tanja bei der Info-Veranstaltung bekommen hat, habe ich fast 1:1 auch von Prof. Knollmann am Telefon bekommen. Die Argumentation war ebenfalls die Gleiche :-) Ich denke auch, dass dieser Studiengang den Erfordernissen der Wirtschaft entspricht, ohne den Anspruch zu erheben, ein juristischer Studiengang zu sein. Das ist er in meinen Augen nämlich auch nicht mehr wirklich. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Studiengang eine Doppelqualifikation bietet, die für jede Führungskraft (ob juristischer, oder betriebswirtschaftlicher Bereich) sehr wertvoll ist, ohne sich auf ein Teilgebiet festzulegen.


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Hier hat man die Einseitigkeit durch die gegenseitige Abschottung von BWL und Jura erkannt, die in der Vergangenheit leider oft üblich war, und nun eine optimale Mischung geschaffen. Hier wird eine solide Doppelqualifikation geschaffen, ohne dass das eine konkret auf Kosten des anderen Bereichs geht.

Das Studium dürfte nach meiner Einschätzung sehr praxisorientiert sein.

Das ist ein guter Schritt nach vorn, um die Hochschulbildung in Deutschland zu verbessern. Solche Doppelqualifikationen haben sich im Ausland bereits als sehr erfolgreich erwiesen. Daher ist anzunehmen, dass entsprechende Absolventen später gute bis sehr gute Berufsaussichten haben.

MfG Joe

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Das ist ein guter Schritt nach vorn, um die Hochschulbildung in Deutschland zu verbessern. Solche Doppelqualifikationen haben sich im Ausland bereits als sehr erfolgreich erwiesen. Daher ist anzunehmen, dass entsprechende Absolventen später gute bis sehr gute Berufsaussichten haben.

MfG Joe

Ist der Studiengang "Wirtschaftsingenieur" eigentlich vom Grundkonzept bzw. der Grundidee her ein ähnliches "Doppelquali-Prinzip", oder steckt da eine andere Idee dahinter?

Und kannst du ein paar Beispiele aus den Ausland bringen, Joe?


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Hi an alle,

kann Joe nur zustimmen. Man schlägt hiermit eine Brücke um Wirtschaftsrechtler auf den Markt zu bringen, die sehr vielfältig eingesetzt werden könne. Haupteinsatzgebiete der Absolventen sollen u. a. Personalabteilungen, Unternehmensberatungen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Revisionsabteilungen und Steuerarbteilungen sein. Aber auch durchaus andere Einsatzgebiete, aufgrund des Gleichgewichtes Recht/BWL sind denkbar.

Man kann wohl nach absolvierten Studium sogar weitere Fachrichtungen einschlagen, bis hin zum Steuerberater oder auch internationale Abschlüsse erlangen.

Es klang alles sehr vernünftig und durchdacht. Wer noch weitere Fragen hat, bitte hier posten.

Viele Grüße

Tanja

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Haupteinsatzgebiete der Absolventen sollen u. a. Personalabteilungen, Unternehmensberatungen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Revisionsabteilungen und Steuerarbteilungen sein. Aber auch durchaus andere Einsatzgebiete, aufgrund des Gleichgewichtes Recht/BWL sind denkbar.

Das sind ja die eher klassischen Einsatzgebiete für Wirtschaftsjuristen. Diese Einsatzmöglichkeiten werden vor allem von den Hochschulen angegeben, die Studiengänge anbieten, die viel juristischer geprägt sind (als der der HFH) und letztlich sogar einen Dipl.-Wirtschaftsjuristen bzw.einen Bachelor of Laws hervorbringen. Wenn diese Haupteinsatzgebiete auch von der HFH genannt werden, wozu legt man dann Wert auf die 50/50 Mischung, um sich von den "anderen" Wirtschaftsjura-Studiengängen abzugrenzen?


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Hallo Tanja!

eine Frage hab ich diesebzüglich noch: Haben die davon gesprochen den Studiengang auch als Master anbieten zu wollen (eines Tages?

lg

rita


Abschluss 2010 Euro-FH zur Dipl. Kauffrau (FH)

Sonderstudium Technik HFH

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Hi Rita,

ja, es soll wohl auch zukünftig ein Master-Programm geben, allerdings will man jetzt erst einmal warten, wie der Studiengang angenommen wird. Ob Sie es dann wirklich machen????? Keine Ahnung, aber angedacht ist es. Die HFH bietet ja auch noch einen MBA an, also wäre das ggf. eine Alternative.

Ich denke, man muß abwarten wie der Studiengang anläuft und dann wird es sich zeigen.

Viele Grüße

Tanja

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