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Rechtsberatung durch Studium Wirtschaftsrecht an der HFH?

40 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

ich denke darüber nach, Wirtschaftsrecht zu studieren und denke dabei an den neuen Studiengang der HFH. Allerdings kennt sicher jeder, der sich mit diesem Studiengang beschäftigt die Wirtschaftsjuristische Hochschulvereinigung (WHV), welche eine gemeinsame Richtlinie der Mitgliedshochschulen für den Studiengang Wirtschaftsrecht bietet.

Die HFH erfüllt deren Ansprüche mit ihrem Konzept und Abschluss überhaupt nicht, aber das ist ja zunächt sekundär.

Mich würe vielmehr interessieren, ob es später möglich wäre, auch eine Rechtsberatung durchzuführen, sollte das gesetzlich für Wirtschaftsjuristen jemals möglich werden!?? Die WHV bietet nämlich einen Gesetzesentwurf an, bei dem die Rechtsberatung ausschließlich für Dipl.-Wirtschaftsjuristen(FH), LL.B. und LL.M. möglich sein darf.

Das entsprechende Papier (Seite 3) unter: http://www.wirtschaftsrecht-fh.de/STNWHV.pdf

Da hätten (rein hypothetisch) die HFH-Absolventen schlechte Karten. Was denkt ihr?


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Sehr interessant....!

Es geht dem "gemeinen" Wirtschaftsjuristen ja nicht um eine allumfassende rechtsberatung, sondern um eine fachgebundene.

Verstehe ich die neue Regelung so, dass jeder, der sich in seinem Berufsfeld bewegt, dazu auch als Nebenleistung fachgebunden Rechtsberatung machen darf?

Das ist ja immerhin ein netter Schritt in die richtige Richtung, aber das gilt ja dann für alle (z.B. Kaufleute) und nicht nur für Wirtschaftsruristen...

Allerdings spricht man hier immer explizit von Diplom-Wirtschaftsjuristen. Diese bildet die HFH ja nunmal nicht aus. Spielt aber nach dem neuen Entwurf auch keine Rolle, oder doch?


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Verstehe ich die neue Regelung so, dass jeder, der sich in seinem Berufsfeld bewegt, dazu auch als Nebenleistung fachgebunden Rechtsberatung machen darf?

Richtig, als Nebenleistung ja.

Das ist ja immerhin ein netter Schritt in die richtige Richtung, aber das gilt ja dann für alle (z.B. Kaufleute) und nicht nur für Wirtschaftsjuristen...

Selbstverständlich. Darum gibt es nach meiner Ansicht für Wirtschaftsjuristen keinerlei Nachteile anderer Nicht-Volljuristen gegenüber.

Der Studiengang Wirtschaftsrecht ist nach meiner Einschätzung wesentlich besser, als er oft dargestellt wird.

Die Deutschen halten zwar prinzipiell gern an alten Dingen fest. Aber die 'neuen' Dinge, die eigentlich gar nicht so neu sind, werden kommen - auch in Deutschland.

Allerdings spricht man hier immer explizit von Diplom-Wirtschaftsjuristen. Diese bildet die HFH ja nunmal nicht aus. Spielt aber nach dem neuen Entwurf auch keine Rolle, oder doch?

Richtig, ist nicht weiter von Bedeutung - im Grunde wird zwischen einem Volljuristen und einem Nicht-Volljuristen unterschieden, was er entsprechend darf oder nicht darf.

MfG Joe

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Hab den Gesetzesentwurf also scheinbar verstanden ;)

Trotzdem habe ich noch immer meine Bedenken, dass ein Arbeitgeber, der eine Stelle für Wirtschaftsjuristen ausschreibt, im Zweifel immer den Dipl-Wirtschftsjuristen(FH) bzw. den Bachelor of Laws nehmen würde, und nicht den Bachelor of Arts.

Oder denke ich da so unrealistisch?


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Bei den alten Hasen im Showgeschäft magst Du da recht haben.;)

Die würden aber wahrscheinlich auch keinen Diplom-Wirtschaftsjuristen (FH) nehmen - ist denen noch zu 'neu'.

Personaler, die mit Qualifikationen wirklich vertraut sind, werden allein wegen dem rein formalen Kürzel keine Barrieren aufbauen. Aber sie werden sich schon für die Inhalte interessieren.

MfG Joe

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Wenn ich Wirtschaftsrecht studieren würde, dann nur mit dem Abschluss Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) oder Bachelor of Laws. Ich habe schon Bedenken, dass die Dipl.-Wirtschaftjuristen und die Bachelor of Laws bevorzugt werden. Die Personaler kennen diesen Studiengang wenn unter den beiden Bezeichnungen. Alle anderen Hochschulen bieten den Studiengang auch so an, nur die HFH hebt sich davon ab. Es ist schon verwirrend, wenn man schreibt, man hat Wirtschaftsrecht studiert und hat dann im Zeugnis Bachelor of Arts stehen. Du müsstest evtl. dann erst einmal erklären warum Du den Bachelor of Arts hast, wenn Du Wirtschaftsrecht studiert hast. Ob die Personaler bei der Flut von Bewerbungen sich die Mühe machen dann genau im Zeugnis die Inhalte zu überprüfen weiß ich nicht. Aber allein um sich von einem herkömmlichen BWL'er abzuheben würde ich schon den Bachelor of Laws oder den Dipl.-Wirtschaftsjuristen haben wollen. Ansonsten ist mir die Gefahr zu groß, dass ich mit den BWL'ern in einen Topf geworfen werde. (Wenn ich wie gesagt Wirtschaftsrecht studieren würde)

Übrigens bietet die FernUni Hagen den Studiengang Bachelor of Laws auch an. Ist nicht nur billiger sondern Du kannst es auch im Fernstudium machen. Hast dann die Wahl zwischen FOM und FernUni.


HFH - 7. Semester BWL

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@Nippi

Hier mal ein Link der Universität des Saarlandes, die das gleiche Konzept wie die HFH bietet. So allein stehen die also nicht da:

http://www.uni-saarland.de/de/studium/studienangebot/wirtschaftrecht/

Um ehrlich zu sein, sind meine Bedenken bezüglich des Abschlusses allerding auch noch immer präsent. Aber eigentlich sehe ich mich gar nicht so streng als Wirtschaftsjuristen, sondern empfinde die Mischform, welche die HFH bietet gar nicht so dumm. Ich will nämlich gar nicht in Kanzleien arbeiten, oder in Steuerbüros. Da ich eigentlich im Vertrieb/Werbung bleiben will und mir später auch gut einen Job im Bereich Personal vorstellen kann, sehe ich mich als eine Person und potenzielle Führungskraft, die sowohl betriebswirtschaftlich als auch juristisch fit sein will und muss (reine Erfahrung aus meiner Zeit als Selbständiger). Aus diesem Grund konkurriere ich dann wohl eher mit den Betriebswirten, aus deren Einheitsbrei ich mit dem Abschluss Wirtschaftsrecht an der HFH definitiv heraussteche. BWL studiert nämlich "jeder!" Allerdings wäre ich dann viel breiter einsetzbar als diese. Um das mal in sehr einfache Sprache zu packen: "Wer immer der Herde hinterher rennt, frißt die Scheiße, nicht das Gras!" Oder würdest du das anders sehen?


Wirtschaftsrecht 4. Semester, HFH

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Aus diesem Grund konkurriere ich dann wohl eher mit den Betriebswirten, aus deren Einheitsbrei ich mit dem Abschluss Wirtschaftsrecht an der HFH definitiv heraussteche.

Gewagt gesagt, aber ganz meine Meinung. In diesem Fall dürfte das HFH-Programm schon empfehlenswert sein.

Bei der großen Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt ist Auffallen durch Bildungsmöglichkeiten und -Inhalte viel wert. Das zeigt ja auch, dass man bereit ist, neue Wege zu gehen.

MfG Joe

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Nein, ich sehe das anders. Das ist Ansichtsache und man kann ja darüber diskutieren. Man sollte den Ursprung des Studiengangs nicht außer Acht lassen. Dieser lag darin, dass ein wirtschaftsrechtlicher Studiengang entstehen sollte, wobei der juristische Teil klar überwiegen sollte. Deshalb bekam der Studiengang den Namen Wirtschaftsrecht und endete mit dem Abschluss Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH). Dadurch hat sich vom Titel der Wirtschaftsjurist vom herkömmlichen BWL'er abgehoben. Jetzt, durch die Umstellung wird es anstatt des Diplomabschlusses den Bachelor of Laws geben, der den Unterschied im Titel klar darstellt. Ich habe mir das Curriculum der HFH angesehen und da sind 13 Module von 23, die Du auch im BWL Studium hast. Ein Wirtschaftsrecht-Studium sollte max. 30% BWL beinhalten.

Mir kommt es so vor, als wär das nicht Fisch und nicht Fleisch. Du schwebst zwischen einen Dipl.-Kaufmann (FH) und Dipl.-Wirtschaftsjuristen (FH), Du hast weniger Ahnung von BWL als ein Dipl.-Kaufmann und weniger Ahnung von dem juristischen Teil als ein Dipl.-Wirtschaftsjurist (oder Bachelor of Laws/Arts (in BWL)).

Ich denke schon, dass die Firmen entweder den BWL'er oder den Wirtschaftsjuristen wollen, je nach Aufgabengebiet. Da es eher unüblich ist, dass der Studiengang Wirtschaftsrecht mit dem Bachelor of Arts endet, werden wohl nicht viele Personaler das als "herausstechen" ansehen, eher als Verwirrung.

Aber was anderes: Wenn Du im Vertrieb/Werbung bleiben willst oder ggf. Personal, dann wäre doch ein BWL Studium mit Schwerpunkt Personal oder Marketing geeigneter. Du hast im Hauptstudium einen Teil Arbeitsrecht. Ansonsten kannst Du auch einzelne Kurse im Bereich Recht (je nachdem was Du wirklich brauchst) an anderen Fortbildungseinrichtigen absolvieren, z. B. FernUni Hagen. Ich denke, dass ein BWL Studium für Deinen Bereich dann sogar besser ist, weil Du für eine Tätigkeit im Marketing gar nicht so viel Recht brauchst.


HFH - 7. Semester BWL

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Gewagt gesagt, aber ganz meine Meinung. In diesem Fall dürfte das HFH-Programm schon empfehlenswert sein.

Bei der großen Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt ist Auffallen durch Bildungsmöglichkeiten und -Inhalte viel wert. Das zeigt ja auch, dass man bereit ist, neue Wege zu gehen.

MfG Joe

Das ist Ansichtssache. Ich selbst komme aus dem Personalbereich und ich sag Dir, dass bei der Flut der Bewerbungen nicht viel Zeit ist, die ganzen Unterlagen von jedem einzelnen gründlich durchzugehen. Oft werden sogar die Lebensläufe nur überflogen (in der 1. Runde) und ob das der HFH Absolvent raussticht? Dazu müsste der Personaler sich die Zeit nehmen, die Inhalte der HFH anzusehen und ob die Personaler sich die Mühe machen? Außerdem sind wir bequem und gehen oft den Weg des geringsten Widerstandes; das bedeutet: Bevor ich mir die Mühe mache gehe ich der alten Gewohnheit nach und schreibe mir auf (Stellenbeschreibung) was die überwiegende Tätigkeit/Aufgabe ist und dann entscheide ich BWL'er oder Wirtschaftsjurist.

Und im Zuge der Einführung der Bachelor-Studiengänge sind die Personaler eh gestresst, weil die sich erst einmal daran gewöhnen müssen und froh sind wenn Sie wissen, was sich vom Dipl.-Kaufmann (FH) zum Bachelor of Arts (in BWL) und vom Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) zum Bachelor of Laws geändert hat. Da werden sich nicht viele mit dem HFH Konzept auseinandersetzen um den Unterscheid vom Bachelor of Arts zum of Laws im Studiengang Wirtschaftsrecht heraus zu bekommen. Wir sind halt sehr schwerfällig wenn's um Veränderungen geht.


HFH - 7. Semester BWL

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