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Markus Jung

Wahl des Studienfachs ausschlaggebend für erfolgreichen Start ins Berufsleben

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Interessante Ergebnisse der Umfrage "Studentenspiegel 2":

Die Wahl des Studienfachs ist in Deutschland

ein entscheidender Faktor für den erfolgreichen Einstieg ins

Berufsleben geworden. Wirtschaftsingenieure, Betriebswirte,

Elektrotechniker oder Mathematiker finden nach Ende ihres Studiums

meist problemlos einen gut bezahlten Vollzeit-Job.

Geisteswissenschaftler hingegen suchen länger nach Arbeit und

verdienen in häufig befristeten Jobs im Vergleich zu

Naturwissenschaftlern und Technikern deutlich weniger. Dies sind

zentrale Erkenntnisse des "Studentenspiegel 2", einer gemeinsamen

Online-Umfrage der Unternehmensberatung McKinsey & Company und des

Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL. Rund 25.000 Hochschulabsolventen und

Berufseinsteiger beteiligten sich an der Umfrage zwischen Mai und

August 2006. Weitere Ergebnisse veröffentlicht DER SPIEGEL am Montag

in seiner aktuellen Ausgabe.

"Eine erstklassige Ausbildung in Natur-, Ingenieur- oder

Wirtschaftswissenschaften ermöglicht Studenten hervorragende

Karriereperspektiven und attraktive Gehälter", erläutert

McKinsey-Deutschland-Chef Jürgen Kluge die Untersuchung, die am

Samstag in Düsseldorf vorgelegt wurde. Mit Blick auf die

alarmierenden Resultate bei den Geistes- und Sozialwissenschaftlern

empfiehlt er: "Wer heute beispielsweise Geschichte oder Politik

studiert, sollte ein konkretes Ziel vor Augen haben, sich schon früh

mit der Berufswahl beschäftigen und konzentriert darauf hinarbeiten."

Zusatzqualifikationen in Wirtschaft und Sprachen zu erwerben, sei in

jedem Fall wichtig.

Die Umfrage zeigt: Rund ein Viertel der Anglisten, Politologen,

Historiker und Germanisten sucht nach dem Examen neun Monate und

länger nach einem Job. Die große Mehrheit der Ingenieure,

Informatiker, Natur- und Wirtschaftswissenschaftler findet in weniger

als drei Monaten einen Arbeitsplatz. Auch beim Einstiegsgehalt sind

Geisteswissenschaftler oft Verlierer. Sie verdienen mit

durchschnittlich 1.700 Euro brutto im Monat fast 50 Prozent weniger

als beispielsweise Betriebswirte, Ingenieure oder Mathematiker.

Außerdem finden Geisteswissenschaftler häufig nur befristete

Anstellungen. Drei von vier Historikern, Politologen und auch

Psychologen, die sich am "Studentenspiegel 2" beteiligten, arbeiten

ohne Festanstellung. Bei Betriebswirten, Wirtschaftsingenieuren und

Informatikern ist dies nur bei einem Drittel der Fall. Noch extremer

ist die Kluft bei der Chance auf eine Vollbeschäftigung: Ingenieure,

Betriebswirte und Techniker besetzen zu über 90 Prozent von Beginn an

Vollzeitstellen. Dies gelingt aber nur durchschnittlich 65 Prozent

der Geisteswissenschaftler. Rund ein Drittel muss sich mit

Teilzeit-Jobs über Wasser halten.

Die Ergebnisse des "Studentenspiegel 2" ermöglichen erstmals auch

einen direkten Vergleich zwischen Berufseinsteigern mit

Fachhochschul- und mit Universitätsabschluss. Zwar finden

Wirtschaftswissenschaftler, Wirtschaftsingenieure und

Wirtschaftsinformatiker mit FH-Abschluss schneller einen festen

Vollzeit-Job als Uni-Absolventen. Doch verdienen sie beim Start ins

Berufsleben monatlich weniger als Uni-Abgänger der gleichen

Fachrichtung - beispielsweise rund 300 Euro bei

Wirtschaftsinformatikern und Wirtschaftsingenieuren. Beim Thema

Festanstellung sind FH-Absolventen wieder im Vorteil. Während gut die

Hälfte aller Maschinenbauer und Verfahrenstechniker mit Uni-Abschluss

keine Festanstellung hat, ist dies nur bei rund 30 Prozent der

FH-Absolventen der Fall.

Hintergrund der Initiative

Der "Studentenspiegel" wurde 2004 vom Nachrichtenmagazin DER

SPIEGEL und McKinsey & Company ins Leben gerufen. Damals beteiligten

sich mehr als 80.000 Hochschüler von 79 Universitäten aus 15

Fachbereichen. Der "Studentenspiegel" wurde damit zur größten

Online-Befragung von Hochschülern in Deutschland. Anhand eines festen

Katalogs objektivierbarer Leistungskriterien wie Noten,

Fremdsprachenkenntnisse oder Auslandsaufenthalte ging die

Untersuchung der Frage nach, an welchen Universitäten Deutschlands

beste Studenten zu finden sind. Der "Studentenspiegel 2" schließt

logisch an die erste Umfrage an und hat zum Ziel, umfangreiche

Erkenntnisse über den Berufseinstieg junger Hochschulabsolventen in

Deutschland zu gewinnen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.studentenspiegel.de


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