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Uni-BWL-Diplom Quo vadis? Findungsphase bei Fortbildung WIng oder MBA?

6 Beiträge in diesem Thema

Hallo liebe Experten,

zunächst auch von meiner Seite ein großes Lob an diese Community. Nachdem ich zunächst über Seiten der IHK, Bildungsministerium und diversen Uni-Seiten den Eindruck gewann, mit meinen Überlegungen bzgl. nebenberuflicher Weiterbildung nach Uni-Abschluss ziemlich alleine dazustehen, bis ich schließlich auf dieses Forum gestoßen und erhoffe mir nun Hilfe und Erfahrungs- bzw. Gedankenaustausch.

Zu mir und meiner Situation:

Vor wenigen Monaten hat mich alterstechnisch das 3. Jahrzehnt ereilt :rolleyes: , allerdings bin ich dafür beruflich und ausbildungstechnisch nicht mehr ganz unbefleckt. Ich habe nach dem Abi und einer Bankausbildung ein BWL-Studium an der Uni Münster mit Diplom abgeschlossen, das war vor ca. 1,5 Jahren.

Derzeit arbeite ich quasi selbstständig mit einem Partner in einer kleinen Importfirma. Fortbildungstechnisch stehen mir also sowohl in zeitlicher als auch förderungstechnischer Hinsicht alle Wege offen, nur aus der innerbetrieblichen Weiterbildung wird so schnell nichts ;)

Meine Fortbildungswünsche /-gedanken:

Grundsätzlich möchte ich zunächst einmal mein erlerntes Wissen im Rahmen des Studiums nicht einrosten lassen, was zwar in der Breite in der Firma gut gelingt, aber nicht in der Tiefe. Darüberhinaus sehe ich mich nicht zwangsweise mein Leben lang in der Selbstständigkeit.

Deshalb stehe ich nun vor der Frage, wohin mein Weg führen könnte. Dafür stelle ich mir zwei Möglichkeiten vor:

  1. In der Spur bleiben und den betriebswirtschaftlichen Weg vertiefen, z.B. MBA?
  2. Meinen weiteren persönlichen Interessen folgen und etwas Technik-lastiger werden, z.B. in Richtung WIng?

Zu 1)

Hier habe ich bisher leider nur wenig konkrete Ideen :mad: , zumal der derzeitige Job in der kleinen Firma meinem Eindruck nach nicht zwingend eine Vertiefung des Wissens in einem Bereich erfordert bzw. nahe legt. Hier überlege ich, wenn ich die Voraussetzungen erfülle, ggf. einen MBA-Studienhang an der HFH zu belegen. Deshalb würden mir zu diesem Punkt Anregungen bzw. Ideen oder Erfahrungen von Leuten mit ähnlichem Background bzw. ähnlicher Fragestellung sehr helfen?!

Zu 2)

Mit dieser Richtung würde ich meinen weiteren persönlichen Neigungen nachgehen. Dabei denke ich konkret an eine Weiterbildung zum Wirtschafts-Ingenieur als Kombination aus Wirtschaft und Technik. Allerdings hat sich mir der Eindruck eingestellt, dass der Weg vom Ingenieur zum Wirtschaftsingenieur wesentlich gängiger ist als umgekehrt :mad: ? Dazu kommt, dass ein vollständiger WIng-Studiengang nochmals den BWL-Part zu großen Teilen durchkaut, was in Anbetracht der knappen Zeit ungünstig erscheint?! Hat jemand schon einmal den Weg von der Wirtschaft Richtung Technik unternommen oder weitergehende Tipps, dieses Thema anzugehen?

Wie Ihr seht, befinde ich mich derzeit noch in der Findungsphase und erhoffe mir durch Eure Kommentare insbesondere, meine Richtung etwas zu konkretisieren und damit die Energie für weitere Informationseinholung etwas bündeln zu können.

In diesem Sinne freue ich mich auf Eure Antwort(en),

viele Grüße

Thorsten

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Hallo Thorsten,

willkommen auf Fernstudium-Infos.de - Schön, dass Du zu uns gefunden hast.

Zu dem von Dir unter 2. ins Auge gefassten Weg möchte ich etwas beitragen. Der häufigere Weg ist tatsächlich, dass Ingenieure das Wirtschaftswissen draufsatteln wollen - dafür gibt es auch zahlreiche Angebote.

Der umgekehrte Weg war in der Tat lange Zeit eine Lücke. Es blieb meist nur der Weg eines "normalen" Wirtschaftsingenieur-Fernstudiums mit der Hoffnung, dass einige Vorleistungen aus dem BWL-Studium angerechnet werden.

Diese Lücke hat die von Dir schon unter 1. genannte HFH erkannt und bietet unter dem nicht ganz sprechenden Titel "Sonderstudiengang Technik" genau das an, was Du suchst. Weitere Infos in diesem Flyer.

Viele Grüße

Markus


Fernstudium-Infos.de Markus Jung e. K., Impressum

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Hallo Markus,

das ging ja wirklich fix mit einer Antwort, herzlichen Dank. Und, es ist zu Punkt 2 genau das, was ich gesucht habe, allerdings hätte ich es nicht unter dieser "Überschrift" vermutet! Bin ja doch sehr beruhigt, dass auch dieser "umgekehrte" Weg mittlerweile von den Unis entdeckt wurde und nach den bisherigen Recherchen scheint die HFH ja ein wirklich seriöses und renomiertes Pflaster zu sein!

Vielleicht hat ja noch jemand Lust, der dieses Studium absolviert hat bzw. dabei ist, seine Erfahrungen kund zu tun, allerdings werde ich das Forum nach solchen Berichten auch selbst noch absuchen, vielleicht gibt's ja schon was.

Viele Grüße

Thorsten

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Hallo Thorsten,

ich studiere WiIng an der HFH und habe 2 Kommilitonen, die den Sonderstudiengang Technik belegen. Sie machen alle technischen Fächer, die wir auch haben.

Was genau möchtest du wissen?

LG Natalie


Natalie Schnack

Dipl. Wirtschafts-Ing. (FH)

Business-Coaching mit Profil

www.natalieschnack.de

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Hallo Natalie,

bitte entschuldige die späte Antwort, aber so ist das eben, wenn man arbeitet :cool: ...

Zunächst danke der Nachfrage, mit der Formulierung ganz konkreter Fragen tue ich mich im Moment etwas schwer, da ich mich, wie beschrieben, in der Findungsphase befinde. D.h. es sind alle Informationen für mich hilfreich, die meine Entscheidung pro oder contra eines Zusatzstudiums erleichtern.

Grundsätzliche Fragen die sich mir in diesem Zusammenhang stellen, wären:

A.) Zur Einordnung meiner Studium-Ambitionen

  1. Warum hast Du bzw. Deine Kommilitonen den Studiengang WIng an der HFH belegt, was waren Eure Beweggründe?
  2. Habt Ihr bereits ganz konkrete Ziele vor Augen, was im Nachhinein mit dieser Qualifikation erreicht werden soll? Z.B. bestimmtes UN oder Position?

B.) Zur Einordnung meines bisherigen Werdeganges und der damit verbundenen Voraussetzungen

  1. Habt Ihr bisher mit technischen Inhalten im beruflichen Umfeld zu tun gehabt?
  2. Ich selbst habe derzeit so gut wie ausschließlich mit kaufmännischen Inhalten zu tun, bin persönlich aber sehr Technik-affin, würde somit meiner Neigung folgen, müsste also den Job selbst teilweise neu ausrichten (was in der kleinen Firma wohl möglich wäre) oder einen anderen suchen/annehmen, sinnvoll?

C.) Zur Einordnung des Aufwandes und Bestimmung zukünftiger "Einschränkungen"

  1. Wie kommt Ihr mit den angegebenen ca. 15 Std. pro Woche hin?
  2. Gibt's sowas wie Semesterferien, in denen man tatsächlich noch Freizeit (mal abgesehen vom Job) hat?
  3. Wie macht Ihr das mit Urlaub, sitzt der noch drin bzw. ist genügend Puffer vorhanden, falls man mal in der Semesterphase 2 Wochen weg ist? Hintergrund: Ich liebe es zu reisen :( und konnte dieser Leidenschaft bisher ganz gut nachgehen und eine dortige starke Einschränkung würde schon sehr schmerzen ...

Wie Du vielleicht siehst, gehen die meisten Fragen noch in die Richtung, ob ein solches Aufbaustudium überhaupt das Richtige für mich ist und da "höre" bzw. lese ich einfach gerne Eindrücke, eigene Lebenslagen usw. um mich bzw. meine Ambitionen einordnen zu können ...

Für Antwort(en) möchte ich mich schon jetzt vielmals bedanken,

viele Grüße

Thorsten

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Hallo Thorsten,

nun versuche ich mal die Fragen zu beantworten.

zu A)

1. HFH = weil erstmal keine Alternative (die für mich in Frage käme) da ist und weil das Konzept der HFH mich absolut überzeugt.

2. Jeder hat wohl seine eigene Motivation. Meine Komillitonen, die Dipl.Kaufleute arbeiten in den technisch lastigen Bereichen und wollen wissen, wovon die Herren Ingenieure sprechen. Karrieremöglichkeiten durch zusätzliche Qualifikation spielen sicherlich eine große Rolle.

Bei mir ist so, dass ich in meinem Unternehmen ohne ein technisches Studium nicht weiterkommen kann.

zu B)

1. Mit der Technik hatte ich bisher nur wenig zu tun, habe aber keinelei Probleme in den technischen Fächern, weil ich die Naturwissenschaften sehr mag.

2. Was du damit anfängst, ist dir allein überlassen. Ich finde, man muss es auch mal auf sich zukommen lassen.

Was nicht heißt, dass man die Karriereplanung dem Zufall überlassen sollte.

zu C)

1. Auf 15 Stunden die Woche bin ich noch nicht oft gekommen (höchstens vor schwierigen Prüfungen), sonst liege ich so bei 8-10 Stunden. Es ist aber bei jedem unterschiedlich, wie man sich denken kann.

2. Semesterferien gibt es so nicht, aber weil die ersten 2-3 Monate im Semester meist eine prüfungsfreie Zeit darstellen, läuft es da natürlich ziemlich entspannt, wobei man keine größeren Lernpausen machen sollte, sonst kommt man schnell aus dem Rhytmus raus.

3. Ich habe 6 Wochen Urlaub und davon verreise ich schon 5 Wochen im Jahr. Wichtig ist nur eine genaue Planung. In der Prüfungsphase sollten Reisen vermieden werden, zum Lernen kommt man sowieso kaum.

Ich hoffe, dass ich nichts vergessen habe. Wenn du noch Fragen hast, immer her damit.

LG Natalie


Natalie Schnack

Dipl. Wirtschafts-Ing. (FH)

Business-Coaching mit Profil

www.natalieschnack.de

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