der Paul

steuerliche Absetzbarkeit

9 Beiträge in diesem Thema

Ich möchte hier mal ganz allgemein fragen, wie es denn mit der steuerlichen Absetzbarkeit aussieht. So gut wie jeder Fernstudiumsanbieter wirbt ja großartig mit der Möglichkeit den gesamten Gebührenbetrag, oder zumindest einen Teil, steuerlich absetzen zu können. Das das von verschiedenen Faktoren abhängt ist klar, aber vielleicht lässt es sich doch ein wenig verallgemeinern.

Also, kann mir jemand sagen wie das in der Praxis aussieht, bzw. aussehen könnte?

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Hallo Markus,

grob ist es mir rechtlich gesehen klar, allerdings wird immer von "möglich" und "kann" gesprochen, also im Konjunktiv. Außerdem hängt es ja auch vom jeweiligen Einkommen ab.

Deshalb würde mich vor allem mal ein, oder ein paar, Praxisbeispiel/e interessieren.

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Hallo der Paul,

der von Markus zitierte Artikel beschreibt kurz und bündig die Situation. Möglich und kann stehen dort nur, weil ja niemand bestimmte Dinge absetzen MUSS.

Die Absetzbarkeit hat auch nichts mit dem Einkommen zu tun. Daher ist mir nicht ganz klar, was Du mit Praxisbeispielen meinst.

Wenn es Dir um Gestantungsmöglichkeiten z.B. zusammen mit dem Arbeitgeber geht, so hilft Dir vielleicht folgendes Thema weiter:

http://www.fernstudium-infos.de/fernstudium-allgemein/2182-fernstudium-und-steuererklaerung.html

Gruß

Stonie

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Flexibel an dem System sind vor allem die individuellen Steuersätze und die Frage, ob die Weiterbildung als Sonderkosten (limitiert auf 4.000 Euro) oder als Werbungskosten (unbegrenzt) anerkannt wird.

Die Rechnung lautet dann:

zu versteurndes Einkommen

- Sonderkosten/Werbungskosten (Kosten der Weiterbildung)

---------------------------------------------------------

neues zu versteuerndes Einkommen

Und davon zahlst Du dann Deine Steuern bzw. wenn Du vorher schon die Steuern gezahlt hast, kann sich auch eine Steuer-Rückerstattung gegeben - Du erhältst dann Geld vom Finanzamt wieder.

War es das, was Du wolltest, oder wie können wir helfen?

Viele Grüße

Markus


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Flexibel an dem System sind vor allem die individuellen Steuersätze und die Frage, ob die Weiterbildung als Sonderkosten (limitiert auf 4.000 Euro) oder als Werbungskosten (unbegrenzt) anerkannt wird.

Das wars, denn das bedeutet im Umkehrschluss ja, dass ansonsten keine Ausnahmen bestehen.

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Das wars, denn das bedeutet im Umkehrschluss ja, dass ansonsten keine Ausnahmen bestehen.

Richtig, außer dass zunächst mal überhaupt Steuern gezahlt werden. Wenn jemand keine Steuerverpflichtung hat, erhält er vom Finanzamt auch keine (Rück-)Zahlung.

Viele Grüße

Markus


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Richtig, außer dass zunächst mal überhaupt Steuern gezahlt werden. Wenn jemand keine Steuerverpflichtung hat, erhält er vom Finanzamt auch keine (Rück-)Zahlung.

Viele Grüße

Markus

Nicht ganz so, Verlustrücktragung auf das vorletzte Steuerjahr, bzw. Verlustvortrag (auch aufgeteilt) auf die kommenden zehn Steuerjahre!


Beim Umtrunk auf ihr Staatsexamen stand sie zu nah am Fensterrahmen!

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Hallo,

das beigefügte BMF-Schreiben kann ggf. auch Klarheit geben.

Richtig ist die von Markus getroffene Unterscheidung. Je nach Individualfall ist also zu prüfen, ob es

1) Kosten privater Lebensführung sind (§ 12 EStG) - nicht absetzbar

2) Werbungskosten (§ 9 EStG) - unbegrenzt absetzbar

3) Sonderausgaben (§ 10 Abs. 1 Nr. 7) - begrenzt au 4.000 EUR

sind. Ausschlaggebend ist die Frage, wer studiert aus welchem Grund... im Erst- oder Zweitstudium, ist das Studium beruflich veranlasst uvm. Hier gibt ggf. die Anlage Auskunft.

BMF Schreiben Berufsausbildung v. 04.11.05.pdf


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

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Nicht ganz so, Verlustrücktragung auf das vorletzte Steuerjahr, bzw. Verlustvortrag (auch aufgeteilt) auf die kommenden zehn Steuerjahre!

Das kommt hier praktisch nicht vor. Damit ein Studium zu Werbungskosten führt, muss ja ein Beruf ausgeübt werden, damit könnten nur noch Studierende mit sehr geringem Einkommen ihr zu versteuerndes Einkommen tatsächlich unter den Grundfreibetrag drücken.

Fallen lediglich Sonderausgaben an (die 4.000,- Euro-Regelung), so ist ein Vor- oder Rücktrag nicht möglich.

Gruß

Stonie

P.S.: Dies ist keine Steuerberatung.

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