Peppy1981

Informatik-Betriebswirt/in VWA an der Leibniz Hannover

18 Beiträge in diesem Thema

Hallo again,

nachdem ich hier viel über Fernstudiengänge lesen konnte, habe ich jetzt eine "Alternative" für mich gefunden.

Ich möchte gerne Informatik-Betriebswirt/in an der Leibniz-Akademie in Hannover studieren. Das ist ein 3jähriges, berufsbegleitendes Studium mit Abschluss "Informatik-Betriebswirt/in VWA".

Jetzt meine Frage:

Wie wird dieser Abschluss (VWA) denn anerkannt?

Ist das etwas gleichzusetzen mit BA, FH, UNI?????

Wie wird das international anerkannt?

Das Problem ist ja auch heute noch, dass viele die Abschlüsse nicht anerkannt bekommen, wenn Sie sich im Ausland auf einen Job bewerben, weil die nix mit den deutschen Bezeichnungen anfangen können?

Weiß jemand eine Antwort?

Würde mich freuen was zu hören :)

Peppy

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Hallo Peppy,

es handelt sich hier um einen VWA-Abschluss - nicht um einen akademischen Grad einer FH/Uni wie Bachelor, Diplom oder Master.

Die Bezeichnung Betriebswirt ist nicht geschützt und so wie es den Betriebswirt ILS oder SGD gibt, so gibt es eben auch den Betriebswirt VWA.

Die VWAs haben keinen schlechten Ruf - aber es ist eben kein Hochschul-Abschluss.

Ich vermute, dass die VWA international weitgehend unbekannt ist.

Viele Grüße

Markus


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Hallo Peppy,

Das mit der Anerkennung ist so eine Sache! Bei dt. Personalern ist ein VWA-Abschluss auf jeden Fall anerkannt. Das "Gleichsetzen" mit anderen Abschlüssen ist schon sehr viel schwieriger. Wenn man die Einstiegspositionen von VWA-Absolventen mit denen der Absolventen einer FH oder BA vergleicht, dann kann man diese Abschlüsse schon (mehr oder weniger) gleichsetzen, aber das bedeutet noch lange nicht dass sie offiziell gleichwertig wären! Wie Markus schon sagte sind VWA-Abschlüsse eben keine akademischen Grade. Im Ausland dürfte es dann auch recht düster aussehen, was die Anerkennung angeht. Das Problem ist nicht nur, dass so gut wie keiner im Ausland die VWAs kennt und deshalb deren Abschlüsse auch nicht bewerten kann, es gibt auch ein sehr grundsätzliches Problem. Die dt. VWAs sind kein offizieller Bestandteil des dt. Bildungssystems, sondern private Bildungsinstitute. Alle bilateralen Verträge zur gegenseitigen Anerkennung sowie das entsprechende EU-Recht beziehen sich aber immer nur auf die offiziellen Bildungssysteme der Länder! Ein VWA-Abschluss wäre also bestenfalls dann anerkannt, wenn er im entsprechenden Land bekannt und angesehen wäre - und wenn es in diesem Land nicht üblich ist von einem Bewerber einen Nachweis über die Gleichwertigkeit seines Abschlusses zum geforderten inländischen zu verlangen. Das ist in einigen europ. Ländern nämlich duchaus üblich aber ein VWA-Absolvent hätte da natürlich nicht die geringste Chance auch wenn sein Abschluss in Wirklichkeit doch gleichwertig sein mag. Aber es gibt auf der anderen Seite auch Länder in denen so ein VWA-Abschluss unter bestimmten Umständen einem Bachelor gleichgesetzt wird - zumindest was das Weiterstudium zum MBA angeht und es ist (wie yoda ja schon meinte) auch möglich sich das VWA-Studium in den Niederlanden voll auf einen (4-jährigen, da von einer Hogeschool) Bachelor anrechnen zu lassen. Allerdings passiert das alles auf Grundlage von direkten Verträgen zwischen dem VWA-Verbund und den jeweiligen ausl- Bildungseinrichtungen. Das ist solange kein Problem wie der jeweilige VWA-Absolvent, der die Angebote nutzt, ein EU-Bürger ist. Ein in Deutschland geborener und aufgewachsener Türke, z.B., könnte dagegen Probleme bekommen denn das EU-Recht zur gegenseitigen Anerkennung von Diplomen und Berufsabschlüssen gilt dummerweise nur für EU-Bürger. Das bedeutet nicht dass sein Abschluss auf jeden Fall nicht anerkannt wird, aber es kann passieren. Ein Recht auf Anerkennung haben eben nur EU-Bürger.

(Dieser letzte Teil bezieht sich jetzt aber nur auf die Bachelor oder MBA Abschlüsse die von den ausl. Hochschulen vergeben werden - nur zur Klarstellung.)

mintaru

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Hmmmm.....

....also vielen Dank für die super ausführlichen Infos.

Ich finde es zwar schade, dass der VWA nicht als gleichwertig anerkannt wird (mit diesen Anerkennungsgeschichten hat Deutschland eh so seine Probleme), trotzdem werde ich mich wohl für diesen "Studiengang" entscheiden, grade weil er berufsbegleitend möglich ist und ich denke, dass dieses bei vielen Firmen doch anerkannt wird (in Deutschland).

Es ist bestimmmt eine gute Alternative zu den Fernunis (ILS, SGD,....) die doch recht teuer sind und auch nicht mehr oder weniger anerkannt werden.

Die Lehrninhalte sollten ja überall so ziemlich identisch sein.

Gibt es denn jemanden, der mit der Leibniz schon Erfahrungen gesammelt hat?

Peppy

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Es ist bestimmmt eine gute Alternative zu den Fernunis (ILS, SGD,....) die doch recht teuer sind und auch nicht mehr oder weniger anerkannt werden.

Dir ist aber schon klar, dass weder ILS noch SGD eine Uni ist? Man kann natürlich ein Teilzeitstudium machen (Fern- oder Abenstudium), aber dann muss man an eine Hochschule gehen. Das ist auch nicht unbedingt teuer.

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es gibt soooo viele Wirtschaftsinformatik Fernstudiengänge, daß ich von der VWA die Finger lassen würde


Friedrich

Dipl.-Ing.(BA) 1987

MProfComp(USQ) 2004

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Hallo,

lange Rede, kurzer Sinn:

Die VWA´s sind und bleiben einfach "private Bildungsträger".

Da hat auch nicht, wie angemerkt, Deutschland ein Problem mit Anerkennungen. Genau umgekehrt, denn durch die staatl. Regelung von Studiengängen etc. findet ja eine Überwachung statt, die wenigstens Mindeststandards garantieren.

Wenn da jeder private Bildungsanbieter akad. Grade verteilen könnte, wären wir im Bildungsdschungel.

Sind wir mal ehrlich. Die VWA hat doch gar kein Interesse daran, sich im Hochschulbereich "offiziell" zu tümmeln, denn dann verliert sie die gut zahlenden Kandidaten ohne Hochschulberechtigung. Es ist also eine rein betriebswirtschafliche Frage.

Für Kandidaten mit Hochschulzugangsberechtigung hat die VWA-Gruppe ja eigens die FOM als private, staatl. anerkannte Fachhochschule, die jetzt die andere Zielgruppe mit akad. Graden versorgt.


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

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Aber dann ist das doch für Leute ohne Hochschulzugangsberechtigung ein optimale Sache.

Man könnte sofort loslegen und dann später in recht kurzer Zeit einen akademischen Grad erlangen!

Oder sehe ich das falsch?

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Aber dann ist das doch für Leute ohne Hochschulzugangsberechtigung ein optimale Sache.

Man könnte sofort loslegen und dann später in recht kurzer Zeit einen akademischen Grad erlangen!

Oder sehe ich das falsch?

Nein, es ist sicher ein attraktives Angebot. Allerdings erfordert die VWA (meines Wissens) Berufserahrung. Mit Ausbildung + Berufserfahrung kann man aber an vielen anderen Hochschulen auch studieren. Insofern ist das Angebot nicht einzigartig. Übrigens erfordert der Bachelor einen TOEIC-Test - ich wette, dass da einige dran scheitern. Wer z. B. Realschule gemacht hat und dann nach der kaufmännischen Ausbildung beim örtlichen VW-Händler die Rechungen bearbeitet hat, der hat da vielleicht Schwierigkeiten...

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