Markus Jung

Fernstudierende stehen bei Personalchefs hoch im Kurs

9 Beiträge in diesem Thema

Eine repräsentative forsa-Studie im Auftrag der Europäischen Fernhochschule Hamburg (Euro-FH) zeigt: Absolventen eines Fernstudiums sind bei Personalverantwortlichen begehrt. Weiteres wichtiges Ergebnis: Personalchefs achten besonders auf Praxisbezug, Akkreditierung und Internationalität einer Hochschule, wenn sie die Qualität beurteilen.

Dass ein Fernstudium gerade für Berufstätige eine flexible Alternative zum Präsenzstudium bietet, ist schon lange kein Geheimnis mehr: Doch wie anerkannt sind Absolventen eines Fernstudiums bei Personalentscheidern tatsächlich? Diese Frage stellte die Europäische Fernhochschule Hamburg (Euro-FH) im Januar 2007 und führte mit Hilfe des Marktforschungsinstituts forsa eine repräsentative Befragung von 300 Personalverantwortlichen in deutschen Unternehmen ab einer Größe von 150 Mitarbeitern durch. Das Ergebnis: Während 80 Prozent ein Fernstudium als gleichrangig oder sogar höherwertig ansehen, bewerten gerade einmal 18 Prozent aller Personalchefs ein Präsenzstudium höher.

Absolventen von Fernstudiengängen sind nicht ohne Grund in Unternehmen sehr gefragt, denn Personalentscheider schreiben diesen Bewerbern wichtige Schlüsselqualifikationen zu. Laut der forsa-Studie bescheinigen 94 Prozent aller Personalchefs Absolventen eines Fernstudiums eine hohe Eigenmotivation. Auch Zielstrebigkeit (92%), gutes Zeitmanagement bzw. Organisationsfähigkeit (88%), hohe Selbstständigkeit (87%) sowie eine besondere Flexibilität (76%) attestieren ihnen Personalverantwortliche.

Praxisbezug, Akkreditierung und Internationalität sind wichtige Kriterien bei der Hochschulwahl

Wer also eine Karriere anstrebt und dafür einen akademischen Abschluss machen möchte, für den bietet sich ein Fernstudium an. Doch bei der Wahl der richtigen Hochschule gilt es, wichtige Faktoren zu beachten, um später mit dem Hochschulabschluss punkten zu können: So ist laut der forsa-Studie der Praxisbezug der Studieninhalte für neun von zehn Personalchefs am wichtigsten, wenn sie die Qualität einer Hochschule beurteilen, an der ein Bewerber studiert hat. An der Europäischen Fernhochschule Hamburg ist man sich der Bedeutung dieses Kriteriums schon lange bewusst: „Um sicher zu stellen, dass die Euro-FH sich eng an den aktuellen Anforderungen der Praxis orientiert, berät uns ein eigenes Kuratorium aus der Wirtschaft“, sagt der Präsident der Euro-FH, Prof. Dr. Jens-Mogens Holm. „So gehören beispielsweise Experten der Deutschen Bank, der Deutschen Bahn, Lufthansa, KPMG und des Otto-Konzerns zu unserem Beraterkreis.“

Wichtig ist außerdem, dass die Studiengänge akkreditiert sind, denn dies belegt nicht nur für den Interessenten selbst das akademische Niveau, Berufsrelevanz und Marktakzeptanz – auch für Personalentscheider ist es ein entscheidender Qualitätsnachweis für die Hochschule: Mehr als die Hälfte der Personalentscheider achtet auf das Gütesiegel einer Akkreditierungsagentur, wie zum Beispiel der FIBAA, nach der die Euro-FH-Fernstudiengänge akkreditiert sind. Wer sich in großen Unternehmen bewirbt, tut außerdem gut daran, seinen Abschluss an einer international ausgerichteten Hochschule zu machen. Denn ein hoher internationaler Bezug der Studieninhalte ist gerade in Unternehmen mit mehr als 300 Mitarbeitern für jeden zweiten Personalchef von großem Interesse.

01.03.2007: Hier nun auch zwei erläuternde Grafiken zu der Studie

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bearbeitet von Markus Jung
Grfiken ergänzt

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Das kann einen als Fernstudenten freuen. Aber die Aussagekraft einer Studie, die von einer Fernhochschule selbst in Auftrag gegeben wurde, ist sicherlich fraglich...


joergs.com/mijoe/ | 1. Semester | Bachelor of Science Angewandte Informatik | Wilhelm Büchner Hochschule Darmstadt

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Das kann einen als Fernstudenten freuen. Aber die Aussagekraft einer Studie, die von einer Fernhochschule selbst in Auftrag gegeben wurde, ist sicherlich fraglich...

? Warum, die FH war ja nur "Auftraggeber".

Forsa ist da sicher seriös und gibt aussagekräfte Ergebnisse wieder.

Meinungsforschungsinstitute arbeit ja lediglich im Auftrag eines Kunden.

Grundsätzlich wird nebenberufliche Fortbildung, ob als Fernfortbildung oder nebenberuflich sehr gut angesehen. "Soft Skills" rücken immer mehr in den Vordergrund.


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

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Das ist schön zu hören, allerdings sollte meiner Meinung nach "Absolventen eines Fernstudiums" besonders betont werden.

Ich bin Fernstudent und versuche die Stelle zu wechseln und habe dabei die eindeutige Erfahrung machen müssen dass das Durchführen eines Fernstudiums von (den mir bis jetzt bekannten) Personalern äusserst kritisch beäugt wird, bzw. es auch ein K.O.-Kriterium sein kann:

"Können Sie überhaupt entsprechende Überstunden leisten, wenn Sie doch abends lernen müssen?"

"Wie wollen Sie sich von/für die Arbeit erholen, wenn Sie doch im Urlaub und an den Wochenenden lernen?"

Wie sieht es mit Dienstreisen und lernen aus, bzw. was ist, wenn Dienstreisen und Prüfungen bzw. deren Vorbereitung zeitlich kollidieren?

Verdammt schwierig, auf diese Fragen gute Antworten / Argumente zu finden um den Job trotzdem noch zu bekommen.

Wenn jemand diesbezüglich gute Tips hat: In meinem Postfach ist noch viel Platz, her damit :)

Eigentlich möchte ich von Anfang an mit offenen Karten spielen, schließlich erwarte ich das auch von meinem potentiellen neuen Arbeitgeber. In Zukunft aber werde ich das Fernstudium im Lebenslauf und Anschreiben erst einmal verschweigen und erst im Vorstellungsgespräch erwähnen, insofern dieses gut läuft.

Oder ich habe mal Glück und der Interviewer hat selbst ein Fernstudium absolviert...

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Hallo Artaios,

vermutlich ist genau das, was Dir als Fernstudenten die Probleme macht das, was die Fernstudium-Absolventen so beliebt macht: Denn diese haben zusätzlich zur fachlichen Qualifikation bereits bewiesen, dass sie sehr motiviert sind und bereit sind, auch Freizeit in Weiterbildung oder Job zu investieren.

Dir kann ich nur raten, entweder das Fernstudium unter den Tisch fallen zu lassen, oder (besser) mit Deiner bisherigen Bewältigung Deines Fernstudiums trotz Job zu überzeugen. Ist aber sicher eine gute Idee, das erst im Gespräch einzubringen.

Viele Grüße

Markus


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? Warum, die FH war ja nur "Auftraggeber".

Forsa ist da sicher seriös und gibt aussagekräfte Ergebnisse wieder.

Meinungsforschungsinstitute arbeit ja lediglich im Auftrag eines Kunden.

Ich stimme dir zu: Forsa ist sicher seriös. Trotzdem fällt auf, dass in der Studie genau die Quälitätsmerkmale hervorgehoben werden, mit denen die Euro-FH wirbt. Aber das mag Zufall sein.

Gruß,

Michael


joergs.com/mijoe/ | 1. Semester | Bachelor of Science Angewandte Informatik | Wilhelm Büchner Hochschule Darmstadt

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Trotzdem fällt auf, dass in der Studie genau die Quälitätsmerkmale hervorgehoben werden, mit denen die Euro-FH wirbt.

So wie vor den Wahlen. Jede Partei präsentiert ihre eigene Studie, bei der sie als Sieger hervorgeht. :rolleyes:

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Natürlich hat die Euro-FH ein Interesse daran, in welche Richtung die Umfrage gehen soll. Ist ja immerhin auch von ihr bezahlt :-) So hat man dort vermutlich Einfluss auf die Art der Fragestellung gehabt und evtl. auch aus den Gesamtergebnissen die zur Veröffentlichung ausgewählt, die im eigenen Interesse waren. Die Ergebnisse als solche halte ich aber für seriös und echt - kann sich ein Unternehmen wie forsa auch gar nicht anders erlauben.

Viele Grüße

Markus


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Hallöchen,

wenn ich mich bewerbe, verscheige ich es auch manchmal. Vielleicht erwähne ich es im Gespräch, aber das kommt ganz auf die späteren Aussichten und die Gesprächsführung an.

Das das bei Personalern nicht unbedingt immer gut ankommt, habe ich leider auch schon erfahren müssen :)

Tja, alles was man macht, macht man irgendwie nicht richtig...;)

Beste Grüße

Nina

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