Markus Jung

Fernstudium zum Rechtsfachwirt oder Notarfachwirt an der TFH Berlin

3 Beiträge in diesem Thema

Der Tagesspiegel berichtet online in einem Beitrag Bessere Aufstiegschancen - Mit Fernstudien halten sich Mitarbeiter von Kanzleien und Notariaten auf dem neuesten Stand über die Weiterbildungsmöglichkeiten am Fernstudieninstitut (FSI) der TFH Berlin.


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Ich habe an der TFH - heute an der Beuth-Hochschule - Berlin im März 2009 mein Studium, Fachrichtung "Notarfachwirtin" abgeschlossen und bin gerade just am 26.06.2009 zur Notarfachwirtin vor der Berliner Notarkammer geprüft worden.

Vor diesem Studium - also in der Zeit von Herbst 2005 bis Herbst 2007 habe ich den Kurs Rechtsfachwirt studiert und bin ebenfalls erfolgreich vor der Rechtsanwaltskammer Berlin zur Prüfung angetreten.

Zwischenzeitlich habe ich damit den "geprüften Rechtsfachwirt" und "geprüften Notarfachwirt" (m/w) in der Tasche und ich bin auch ein wenig stolz auf mich, das alles geschafft zu haben. :)

Am besten ist es, ich gebe ein paar Erfahrungen meinerseits bekannt:

Beim Kurs für Notarfachwirte waren zur Anmeldung 2007 insgesamt 37 Teilnehmer. Einige haben unterwegs - also noch während des Studiums - aus eigener Entscheidung abgebrochen. Ich nehme aber an, dass die in allen Fernstudienlehrgängen der Fall sein wird.

Jedenfalls sind von uns 22 Teilnehmer in die Prüfung gegangen. Nach der schriftlichen waren noch 17 übrig und diese sind dann auch alle mit Erfolg durch die mündliche Prüfung marschiert, manche konnten sich sogar noch gut verbessern.

Mir haben beide Studien sehr viel gebracht. Da es berufsbegleitende Studien sind, hat es für mich mehrere Vorteile gehabt:

- die freie Zeiteinteilung:

Bis auf die Tatsache, dass wir zu einem bestimmten Termin eine Einsendeaufgabe zu übersenden hatten, mit denen geprüft wird, welche Erkenntnisse wir gewonnen haben und was wir anwenden können, hat uns niemand eine Vorschrift gemacht, zu welcher Zeit wir lernen. Die Wochen der Präsenzphasen sind immer rechtzeitig bekannt und so kann man seinen Urlaub auch planen. Ich habe auch den Bildungsurlaub für beide Studien in Anspruch genommen.

- die Anwendung:

Da wir ständig auch in unseren Büros sind, können wir schon während des Studiums unsere einzelnen Erkenntnisse in der Praxis anbringen. Da dann eigentlich erst die Feinheiten sichtbar werden, wenn die Verfügungen des Vollstreckungsgericht, der Kostenbeamten, des Grundbuchamtes oder des Handelsregistergerichts eingehen und dann bearbeitet werden müssen, hat das ganze für mich einen großen Wert gehabt. In meinem Büro ist die Anwendung meines neues Wissens von Seiten des Rechtsanwalts und Notars auch gesehen und anerkannt worden. Das hat mich natürlich auch stolz gemacht.

Morgen werde ich nach meiner Prüfung zur Notarfachwirtin das erste Mal wieder ins Büro gehen. Ich bin schon ein wenig aufgeregt, es stellt doch einen neuen Lebensabschnitt dar, und das, obwohl ich nun schon jenseits der 40 bin.

Einfach ist das Fernstudium nicht:

Die meisten sind in Vollzeit berufstätig und haben auch Haus, Familie und Hund oder Garten zu versorgen. Sie gehen ihren Hobbys nach, welche immer das so sein mögen. Hier ein Fernstudium einzuordnen, verlangt von allen einen gute Organisation seiner selbst.

Wichtig war für mich vor allem, eine gute Zeitstrategie zu finden. Ich habe mir regelrecht einen Plan mit wiederkehrenden Zeiten für Studium, Freizeit und Familie gestellt. Manche Prioritäten müssen in der Tat für diese Zeit auch verschoben werden.

Bis auf den Sommerurlaub und die Tage um Weihnachten herum muss man seinen sich selbst aufgestellten Plan auch in der Regel einhalten (Ausnahmen gibt es ja immer - vor allem, wenn man Kinder hat). Hält man das aber durch, kommt man zum Ende nicht so in Schwitzen, wenn es auf die Prüfungen zugeht und man dann meint: "Oh je, ich habe noch so vieles nicht durchgearbeitet!". Eine solche Planung vermeidet deswegen vor allem Streßzeiten, insbesondere vor Abgabe-, Klausur- oder Prüfungsterminen.

Alles schaffen? Na, das habe ich auch nicht geschafft. Aber den Überblick über alles zu bekommen, und zu wissen, wo ich was nachlesen kann, dass hat schon viel für sich. Die Praxis hat mir dann beim Verständnis des einen oder anderen insbesondere noch geholfen, weil es hier auch erledigt werden musste. Es blieb einem gar nichts anderes übrig, als das eine oder andere genauer zu durchdenken. Deswegen ist es hilfreich, wenn man auch schon ein paar Jahre Praxiserfahrung sammeln konnte.

Es ist - nun, nachdem man es geschafft hat - ein angenehmes Gefühl, dass man jetzt selber zum Gesetz und zu Kommentaren greift, um ein Rechtsproblem Fallspezifisch zu bearbeiten. Früher hat man es dem Chef einfach hingelegt und gesagt: "Hier komm ich nicht weiter". Heute heißt es: "Das haben Sie gut vorbereitet!".

Das Studienmaterial war gut und systematisch aufgebaut, so dass man vom allgemeinen immer mehr in das speziellere kam. Allerdings ist es nicht ausreichend, sich allein auf dieses zu verlassen. Es gibt immer wieder einige Stellen, an denen man sich durch weitere Literatur kämpfen muss, damit auch alles verstanden wird.

Da im Laufe der Zeit auch durch Eigeninitiative einer früheren Studentin (nun Absolventin) und eines klugen Ehemannes in Sachen "PC und IT und WWW" ein Forum entstanden ist, in welchem sich insbesondere die Studenten und Studentinnen der Beuth-Hochschule zum Lernen treffen, ist man eigentlich auch gar nicht so allein, wie man zu Anfang denkt. Immernoch wird das Forum von unserem "Hausmeister" betreut, obwohl seine Frau schon seit 4 Jahren mit dem Studium fertig ist.

Es ist meines Erachtens in den vergangenen Jahre einfacher geworden, sich auch dort Hilfe und Rat zu holen. Gleichwohl, es bleibt ein hartes Stück Arbeit für jeden einzelnen.

Auch für die Motivation hat es einiges zu bieten, insbesondere, wenn man einmal einen "Durchhänger" hat. Es sind immer Absolventen und Studenten (m/w) dabei, die anderen zur Seite stehen. Ich kann das deswegen so genau sagen, weil auch ich mich ständig um "unsere" Nachfolger kümmere und ich mache es unheimlich gern. Es wird auch gut angenommen.

Die Betreuung durch Beuth-Hochschule, hier Fernstudieninstitut und für uns insbesondere die Mitarbeiter um Herrn Dipl.-Ing. Farjansjah ist hervorragend. Schnell sind Emails beantwortet, Fragen an die Dozenten weitergeleitet. Immer kann man anrufen und alle Fragen los werden, nie kommt ein ungehaltenes Wort daher.

Unsere Dozentin sind hochkarätig, das muss und will ich mal so sagen, und ich bin auch stolz, dass ich Unterricht bei solchen Dozenten hatte, deren Bücher einfach bei uns in der Kanzlei als Kommentare stehen.

Neu im Aufbau befinden sich zur Zeit auch "online-Stunden". Es gibt pro Semester Hinweise, zu welchen Fächern und wann Fragestunden zur Verfügung stehen. Einfach beim Fernstudien-Institut anmelden, Passwort holen und man hat eine weitere Möglichkeit, seine Fragen zu stellen und Antwort zu erhalten. Ich hatte diese Möglichkeiten während meiner Studiengänge zwar noch nicht, begrüße aber diese Möglichkeit für meine Nachfolger sehr.

Gleichwohl machen die Möglichkeiten dieser Online-Hilfen es nicht immer einfacher, den Lehrstunden in der Präsenzsphase zu folgen. Zum einen sind sie sehr anstrengend und ich kann nur jedem raten, sich vor einer solchen Woche so auszuruhen, dass er mit Kraft und Gesundheit in diese Woche geht.

Schon zeitlich gesehen sind von morgens bis zum Abend etliche Stunden drin und manchmal denkt man: "Ich kann einfach nicht noch mehr aufnehmen."

Auch hier ist Selbstmotivation gefragt und immer das Ziel vor Augen, welches man sich vorgenommen hat. Nur wer aufgibt, bleibt zurück.

Man fragt sich auch so manches Mal: "Ja, bin ich denn der Rechtsanwalt oder der Notar? Das ist doch eine Nummer zu groß für mich!". Aber nein ....., die Dozenten schaffen es auch, uns die Details verständlich beizubringen, und wenn es denn immer noch mal hakt, dann guckt man einfach wieder ins "www.rfwforum.de" und stellt sein Fragen dort noch einmal. Irgendwer ist mitgekommen und alles diskutieren, es gibt immer etwas an neuen Gedanken zum Mitnehmen.

Ich kann beide Studiengänge an der Beuth-Hochschule wärmstens für diejenigen empfehlen, denen es nicht allzuschwer fällt, eine Selbstdisziplin an den Tag zu legen, um nun zu den laufenden Aufgaben des Alltags noch ein Fernstudium auf sich zu nehmen.

Auf die Prüfungen und ihrem Schwierigkeitsgrad fühlte ich mich gut vorbereitet. Es gab nichts an Fragen, wo ich der Meinung war, davon noch nie gehört zu haben.

Allen, die dort anfangen wollen oder dabei sind wünsche ich besonders viel Erfolg und bin im vorgenannten Forum immer wieder auch zu erreichen.

Auch hier, wer mich etwas fragen möchte, bekommt auch eine Antwort.

bearbeitet von Elisa13

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