7 Beiträge in diesem Thema

Guten Tag,

Habe im letzten Jahr meine Meisterprüfung im "Elektrotechniker-Handwerk"

abgelegt. Ich Suche nun nach neuen Herausforderungen im Bereich der Weiterbildung. Ich Interessiere mich für das Fernstudium zum Dipl. Ing. Elektrotechnik (FH) würde mich freuen über Infos von jemanden der diesen Weg auch schon gegangen ist, oder gerade dabei ist. Ich bin mir sehr unsicher

ob ein Studium mit den Vorkenntnissen eines Meisters zu bewältigen ist.

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Hi,

ich habe zwar keine Ausbildung zum Merister oder Techniker, dafür kenne ich zwei Kommilitonen, die eine entsprechende Vorbildung haben. Bei denen fiel mir auf, dass die es wesentlich gewohnter waren eine Formel einfach anwenden konnten und sich einigermaßen schwer taten, diese herzuleiten.

Ich glaube, dass ist der wesentliche Unterschied.

Mal ein Beispiel, du kennst sicher das Ohmsche Gesetz:

U=R*I

Bei E-Technik fängt man damit so an:

Elektrischer Strom ist die kontiunierliche oder schwingende Bewegung von Ladungsträgern in einem Leiter.

Da sich (un)gleichartige Ladungen anziehen/abstoßen erzeugen diese eine Kraft. Daher kann man definieren:

Ein Ampere ist die Stärke eines el. Stroms, der durch zwei gradlinige parallele Leiter mit einem Abstand von einem Meter fließt und der zw. den Leitern je Meter Länge eine Kraft von 3*10^-7 Newton hervorruft.

Die el. Ladung Q wird in Coulomb oder A*s gemessen

Der Augenblickswert des Stroms ist somit

i=dQ/dt

Die (Quell)Spannung ist die aufzuwendende Arbeit, um Ladungen voneinander zu trennen:

Uq= W/Q

Damit kann man sich das Ohmsche Gesetz bauen :-)

Ich hoffe, dass du den Unterschied siehst. Ich will dir keine Angst machen, aber wenn du studieren möchtest, solltest du bereit sein die Dinge anders als bisher erklärt zu bekommen und dir wesentlich mehr als bisher Dinge selbst zu erarbeiten.

Ich erninnere mich gerne an Physik im 1. Semester, wo für eine Einsende-Aufgabe die Mondmasse zur Lösung nötig war. Ein typisches Argument der "Praktiker" war: "Das steht nicht im Heft, das kann ich nicht lösen". Diese Haltung ist in einem Studium falsch! Im Studium und später im Beruf sind Transferleistungen gefragt, man muss sich selbst etwas aus Quellen besorgen und ggf. richtig interpretieren.

Ob du bereit bist das zu machen kann ich dir nicht beantworten. Grundsätzlich sind Vorkenntnisse hilfreich, aber man kann ein Studium auch ohne schaffen.

Ich würde an deiner Stellte es einfach mal probieren, du hast eh einen Probemonat und wenn du nach drei Moanten aufhörst ist zwar das Geld weg, aber du hast es wenigstens versucht. Wenn du es nicht versuchst hast wirst du es nie erfahren ;-)

Edward

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ich bin Techniker und möchte auch studieren.

Ich denke, ein Mathevorkurs kann nicht schaden. Bei technischen Studien ist Mathe sehr wichtig. Die Meisten scheitern daran. Ich bin am überlegen, am der FHTW Berlin einen zu belegen. Beginnt im April. Ich weiß natürlich nicht, wie gut Deine Kenntnisse der Höheren Mathematik sind ( Differential/ Integralrechnung ).

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iIch weiß natürlich nicht, wie gut Deine Kenntnisse der Höheren Mathematik sind ( Differential/ Integralrechnung ).

Das lernt man im Studium, es ist keine Voraussetztung.

Allerdings schadet es nicht, wenn man es kann ;-)

Edward

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Höhere Mathe ist für mich der Stoff der Klassen 11/12 (13). Ich werde nun Doch keinen Vorkurs machen. hab mir ein Buch geleistet, und eine Freundin von mir ist Mathematiklehrerin in spe. das wird schon gehen.

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Hallo,

ich habe einen Realschulabschluss, eine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker und eine Ausbildung zum Industriemeister Elektrotechnik hinter mir. Dank meines Meistertitels kann ich jetzt in Gießen Lehramt Haupt- und Realschule studieren.

Aber Vorsicht!!!!

Eines meiner Unterrichtsfächer ist Physik. Ich besuche die Physikvorlesungen der Chemiker und die geforderten mathematischen Vorkenntnisse sind nicht zu unterschätzen!

An alle die eine Natur- und Ingenieurswissenschaft (E-Technik; Maschinenbau; etc.) studieren wollen:

Es ist im Vorfeld wichtig, einen Mathematikvorkurs (Fernuni Hagen) zu absolvieren. Aber das Alleine ist nicht ausreichend. Ihr müsst diesen Stoff unbedingt verinnerlichen und gut beherrschen. Denn gerade die Funktionsanalyse (Differenzial- und Integralrechnung) ist im Studium eure „Grundrechenart“, also eigentlich dass Einfachste was euch erwarten wird! Denn wie ihr wisst, kann man ja alle technische Prozesse als Funktion erklären. Und im Studium wird von euch sehr schnell verlangt, dass ihr diese Herleitung selbstständig durchführen könnt (Formeln entwickeln) und ihr die entsprechenden Merkmale der Funktion „seht“ (Maxima; Minima; Wendepunkte; ….).

„Leider“ muss man sich im Studium sehr viel selber aneignen (Bücher; Internet;..), was sehr viel Zeit beansprucht. Dazu kommen Hausaufgaben, Übungen; Referate; etc. die die Lernzeit reduzieren.

Also mein Rat: Macht euch so früh wie möglich in Mathe FIT!!!!

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Es ist im Vorfeld wichtig, einen Mathematikvorkurs (Fernuni Hagen) zu absolvieren.

Ich stimme zu, dass man sich auf Mathematik vorbereiten sollte. Doch da gibt es für alle möglichen Studienrichtungen Bücher über "Mathematik für Studienanfänger". Die Kurse der Fernuni Hagen kann ich hingegen absolut nicht empfehlen, zum einen sind die Unterlagen mieserabel und zum anderen ist die Betreuung nicht sonderlich gut.

Viele Grüße

Inés


"Birthdays are good for you. Statistics show that the people who have the most live the longest."

 

 

Larry Lorenzoni

 

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