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Werdegang an der OU realistisch für mich?

6 Beiträge in diesem Thema

Hallihallo,

erstmal vorweg ein paar Angaben zu mir. Ich bin 20 Jahre jung und habe meine schulischen Werdegang in Deutschland ziemlich verbockt. Soll heißen, dass ich im Dezember 2006 von der Schule abgegangen bin mit dem theoretischen Teil der Fachhochschulreife (Beendigung der 11.).

Nunja, ich bin ziemlich auf die Nase gefallen, ich suche nun seit ein paar Monaten einen Ausbildungsplatz und bin gerade zufällig auf die OU aufmerksam geworden.

Ich habe das Forum natürlich schon gründlich studiert sowie die Seite der OU mehr oder minder gründlich überflogen.

Ich komme zu einigen Fragen, auf die ich gerne eine Antwort hätte, die ich im Forum hier leider noch nicht so gefunden habe, wie ich es mir vorstelle. Ich beziehe mich größtenteils auf diesen Thread.

---

Ich interessiere mich sehr für IT/Webapplications/Computing. Da nun der erste sinnvolle Kurs an der OU der M150 ist. Ich habe mal die späteren Kurse begutachtet, und ich kann eigentlich von mir behaupten, dass ich einige Teile der Level2 und Level3 Kurse bereits in meiner Freizeit ausgiebig behandelt habe und mich in diesen Kursen wahrscheinlich sehr gut zurechtfinden werde.

Da der Kurs für Deutsche ja nun mit £850 nicht gerade "billig" ist, frage ich mich, wie das ablaufen soll.

Ich habe gelesen, dass eine Ratenzahlung der Kursgebühr auf die Kurslaufzeit hin möglich ist. Die Frage ist nun, ist es wirklich bezahlbar mit einem 400€-Job auf lange Sicht gesehen?

Meine Intention ist es, mit dem BSc (evtl hons), mein Abitur zu umgehen, bzw. eine Ausbildung dadurch vorerst zu ersetzen. Für mich einen Ausbildungsplatz zu finden, den ich auch wirklich machen will, ist in Deutschland momentan ziemlich sinnfrei. Ich weiß, ich bin selbst dran schuld, aber ich möchte jetzt keine Belehrung über meinen schulischen Werdegang oder Moralpredigten hören: die kenn ich eh schon alle auswendig.

Ich habe weiterhin gelesen, dass so ein Werdegang zum BSc rund 14000€ kosten wird, wobei ich wieder bei der Frage des Realismus bin.

Meine Englischkenntnisse stufe ich als durchaus akzeptabel für die OU ein. Ich habe mir auf dieser Seite die relevanten Unterlagen angeschaut und überflogen und komme sehr gut damit klar. Das Englisch sollte das geringste Problem sein.

Ich würde weiterhin gerne einige Informationen zum Ablauf eines solchen Studiums lesen. Das Creditsystem ist ja nun nicht sehr schwer zu durchschauen; ich stelle mir ein Vollzeit-Studium vor, allerdings weiß ich nicht, ob das machbar ist, wenn ich einen 400€-Job ausübe. Ich bin momentan etwas hin- und hergerissen.

Es ist für mich auf den ersten Blick eine wirklich ansprechende Alternative und ich würde gerne einige Meinung von -eventuell aktiven Fernstudenten der OU- hören, die eventuell sogar den BSc Computing eingeschlagen haben.

Ich bitte um Nachsicht bei den ganzen Fragen, und sollte ich die ein oder andere Tatsache falsch verstanden haben, bitte ich auch um Korrektur und Belehrung.

Liebe Grüße,

Tim

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Hallo Tim,

im Moment studiere ich bei der OU nur einen Short Course, d.h. ich bin weder Voll- noch Teilzeitstudentin, und kann daher nicht alle deine Fragen beantworten, unter anderem auch deswegen, weil ich nichts in Richtung IT/Computing mache.

Aber um deine Frage bezügl. der Gebühren zu beantworten: Die OU selber bietet dir nicht die Möglichkeit, die Ratenzahlung durchzuführen. Vielmehr wird diese durch die OUSBA finanziert, die eine - meines Wissens - privat verwaltete Finanzierungsgesellschaft darstellt.

Auf dieser Seite gibt es ein paar Beispiele, wie die monatliche Belastung aussehen könnte. Du kannst es ja dann mal für dich selber exemplarisch ausrechnen, ob du mit den 400 EURO im Monat hinkommst. Ich weiß nicht, über welche Dauer dein gewählter Kurs geht, aber das spielt natürlich eine wesentliche Rolle bei der monatlichen Belastung.

Was die Frage nach dem Umgehen des Abiturs bzw. einer Berufsausbildung geht, so kann ich dir nicht konkret sagen, wie gut oder schlecht dein Werdegang insgesamt bei deutschen Personalern ankommen wird. Grundsätzlich denke ich aber, dass du durchaus Chancen hast. Vielleicht solltest du bei der ganzen Studiererei nicht vergessen, dass viele deutsche Studenten während ihers Studiums auch ein oder zwei Praxissemester haben, oder während der Semesterferien jobben (letzteres gibt es ja im Fall der OU nicht wirklich, wenn du persönlich nicht dafür Sorge trägst, dir selber ein wenig Urlaub zu gönnen).

Ich würde also bei der ganzen Planerei solche Praxissemester fest einplanen, damit du in etwa dasselbe vorweisen kannst, was auch deutsche Studienabgänger vorzuweisen haben.

Viel Glück,

Sonja

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Hallihallo,

erstmal vorweg ein paar Angaben zu mir. Ich bin 20 Jahre jung und habe meine schulischen Werdegang in Deutschland ziemlich verbockt. Soll heißen, dass ich im Dezember 2006 von der Schule abgegangen bin mit dem theoretischen Teil der Fachhochschulreife (Beendigung der 11.).

Nunja, ich bin ziemlich auf die Nase gefallen, ich suche nun seit ein paar Monaten einen Ausbildungsplatz und bin gerade zufällig auf die OU aufmerksam geworden.

Ich habe das Forum natürlich schon gründlich studiert sowie die Seite der OU mehr oder minder gründlich überflogen.

Ich komme zu einigen Fragen, auf die ich gerne eine Antwort hätte, die ich im Forum hier leider noch nicht so gefunden habe, wie ich es mir vorstelle. Ich beziehe mich größtenteils auf diesen Thread.

---

Ich interessiere mich sehr für IT/Webapplications/Computing. Da nun der erste sinnvolle Kurs an der OU der M150 ist. Ich habe mal die späteren Kurse begutachtet, und ich kann eigentlich von mir behaupten, dass ich einige Teile der Level2 und Level3 Kurse bereits in meiner Freizeit ausgiebig behandelt habe und mich in diesen Kursen wahrscheinlich sehr gut zurechtfinden werde.

Da der Kurs für Deutsche ja nun mit £850 nicht gerade "billig" ist, frage ich mich, wie das ablaufen soll.

Ich habe gelesen, dass eine Ratenzahlung der Kursgebühr auf die Kurslaufzeit hin möglich ist. Die Frage ist nun, ist es wirklich bezahlbar mit einem 400€-Job auf lange Sicht gesehen?

Meine Intention ist es, mit dem BSc (evtl hons), mein Abitur zu umgehen, bzw. eine Ausbildung dadurch vorerst zu ersetzen. Für mich einen Ausbildungsplatz zu finden, den ich auch wirklich machen will, ist in Deutschland momentan ziemlich sinnfrei. Ich weiß, ich bin selbst dran schuld, aber ich möchte jetzt keine Belehrung über meinen schulischen Werdegang oder Moralpredigten hören: die kenn ich eh schon alle auswendig.

Ich habe weiterhin gelesen, dass so ein Werdegang zum BSc rund 14000€ kosten wird, wobei ich wieder bei der Frage des Realismus bin.

Meine Englischkenntnisse stufe ich als durchaus akzeptabel für die OU ein. Ich habe mir auf dieser Seite die relevanten Unterlagen angeschaut und überflogen und komme sehr gut damit klar. Das Englisch sollte das geringste Problem sein.

Ich würde weiterhin gerne einige Informationen zum Ablauf eines solchen Studiums lesen. Das Creditsystem ist ja nun nicht sehr schwer zu durchschauen; ich stelle mir ein Vollzeit-Studium vor, allerdings weiß ich nicht, ob das machbar ist, wenn ich einen 400€-Job ausübe. Ich bin momentan etwas hin- und hergerissen.

Es ist für mich auf den ersten Blick eine wirklich ansprechende Alternative und ich würde gerne einige Meinung von -eventuell aktiven Fernstudenten der OU- hören, die eventuell sogar den BSc Computing eingeschlagen haben.

Ich bitte um Nachsicht bei den ganzen Fragen, und sollte ich die ein oder andere Tatsache falsch verstanden haben, bitte ich auch um Korrektur und Belehrung.

Liebe Grüße,

Tim

Hallo Tim,

es ist auf jeden Fall zu empfehlen den BSc(Hons) zu machen, da ein ordinary degree problematisch bei der Anerkennung (kein direkter Vergleich) ist. Ob Du damit das Abitur umgehen kannst, kann ich Dir nicht genau sagen, da es dabei unterschiedliche Aussagen über die Anerkennung gibt (bei NARIC Deutschland einmal anfragen), es ist aber davon auszugehen. Ein BSc(Hons) kostet mit allen Unterlagen ca. € 12.000,-- und dies über 36 Monate verteilt, es stimmt für Continental Europäer nicht gerade billig. Die Zahlung ist über Kreditkarte tatsächlich in Raten möglich, wobei wenn ein Kurs 8 Monate dauert 8 Raten zu zahlen sind. Wobei ein Vollzeitstudium wahrscheinlich mit 400 Euro monatlich Einkommen nicht zu schaffen ist, da 60 Punkte ca. 230 bis 270 Euro /Monat kosten, 120 Punkte dementsprechend das doppelte.

Was das akademische Niveau betrifft, dieses ist nicht zu unterschätzen, es wird wissenschaftliches und strukturiertes Arbeiten verlangt. Und jeder der glaubt er kann Programmieren oder kann die Inhalte bereits soll dies bei keinem Studium unterschätzen, da akademischen Programmieren/Arbeiten etwas anderes ist als Programmieren just for fun. Da sind schon einmal Unterschiede zum schulischen Arbeiten gegeben.

Was das Englisch betrifft, mit normalen Schulenglisch und unter Angabe des Umstandes das man nicht "Native" Speaker ist hat man im Regelfall das Auslangen.

Abschließend kann man sagen:

gutes Tutoring, es wird nahezu keine Sekundärliteratur benötigt, da alle Unterlagen (meistens mehrere Kilo) mit geschickt werden. Die Kosten sind nicht gerade günstig, aber es zahlt sich aus. BSc(Hons)/BA(Hons) degrees sind im gesamten EU -Raum anerkannt und die Möglichkeit der Fortsetzung zum Master (nicht konsekutiv) ohne Probleme (die Fernuni Hagen hat mein BSc(Hons) anerkannt und ich darf dort ohne Probleme MSc in Computer Science studieren) möglich ist. Wobei der BSc(Hons) einem FH-Diplom entspricht.

Das Niveau ist eines der besten in GB und die OU kann durchaus mit den GB Eliteunis mithalten, insbesondere was die Lehre betrifft. Bei Rankings nimmt die OU immer Top Plätze ein, wobei die OU aber nicht immer aufscheint, da diese mit herkömmlichen GB Uni/Colleges nicht vergleichbar ist, insbesondere in der Forschung.

Wenn Du noch Fragen hast bitte stellen.

lG

Christopher


Bachelor of Science with honours(OU);Bachelor of Engineering (HFH); Postgraduate diploma in engineering (OU); Certificate in Mathematics(OU)

MBA der wwedu Wels

Master of Science in Engineering an der OU

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Ich kann mich im Wesentlichen meinem Vorredner anschließen. Vielleicht noch was zur Zeiteinteilung.

Ich habe einen Kurs belegt, für den ich schon etwas Vorwissen mitgebracht habe. Obwohl der Kurs im großen und ganzen nicht extrem anspruchsvoll war für mich, gab es doch immer wieder Dinge in den Lehrmaterialien, die ich einfach aufgefrischt habe, in einem anderen Licht dargestellt bekam oder schlichtweg neu waren für mich. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich zur Bearbeitung der Einsendeaufgabe durchaus das Material durcharbeiten musste, alleine schon deswegen, weil viele der Einsendeaufgaben irgendwo schon Teil eines Kapitels waren, und dort in ähnlicher Weise (mit Lösung) vorgestellt wurden.

Das Studium ist anspruchsvoll. Wenn du Vollzeitstudent bist, dann sind 30-32 Std. pro Woche die Regel. Bis man den "Dreh" raus hat, vielleicht auch ein bisschen mehr. Wenn du also wirklich noch nebenher arbeiten willst, dann kannst du dir ja selber vorstellen, wieviel Zeit dir dafür noch übrig bleibt.

Sonja

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Erstmal danke für die schnellen und sehr informativen Beiträge.

Hallo Tim,

Auf dieser Seite gibt es ein paar Beispiele, wie die monatliche Belastung aussehen könnte. Du kannst es ja dann mal für dich selber exemplarisch ausrechnen, ob du mit den 400 EURO im Monat hinkommst. Ich weiß nicht, über welche Dauer dein gewählter Kurs geht, aber das spielt natürlich eine wesentliche Rolle bei der monatlichen Belastung.

Ich habe natürlich zusätzlich auch noch meine Eltern, die wohl auch einen Teil der Kosten übernehmen würden.

Mich interessiert noch folgendes:

Es wird oft davon geredet, dass zB Studium x 18-22 mit Stunden pro Woche zuschlägt.

Heißt das konkret, ich "sollte" diese Zeit auf die Woche aufteilen und mit pauken verbringen? Also sehe ich richtig, dass dies Vorgabewerte für den jeweiligen Zeitaufwand stehen?

Und ich habe irgendwo gelesen, dass man so eine Art "Learning Guide" bekommt, wo penibel aufgeschrieben ist, wann man was zu lesen hat.

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Es wird oft davon geredet, dass zB Studium x 18-22 mit Stunden pro Woche zuschlägt.

Heißt das konkret, ich "sollte" diese Zeit auf die Woche aufteilen und mit pauken verbringen?

Das kann ich pauschal nicht sagen. Das hängt natürlich von Deinen individuellen Voraussetzungen ab. Manche haben schon berichtet, mit nur 12 bis 15 Stunden auszukommen.

Ich denke aber schon, dass es besser ist, wenn Du von Anfang an zunächst dieses Zeitpensum ansetzt, damit keine Lücken entstehen können und Du Zeitdruck vorbeugen kannst. Weniger tun kannst Du ja immernoch.

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