41 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

habe viele Semester an der Präsensfachhochschule verbracht. Fh-Darmstadt,

Informatik. Werde das Studium nun wohl als Fernstudium fortsetzen müssen.

Aber mal im Ernst, ist es wirklich seriös das Ganze von Anfang an als Fernstudium anzubieten? Ich meine ich habe manchmal Blut und Wasser geschwitzt, man war richtig frustriert und dann gabs wieder eine Belohnung. Aber hinter allem stand der Gruppenzwang. Der Prof., der grade eine Aufgabe zur Übung rechnen lässt, geht durch die Reihen und man will sich nicht blamieren, ist also total motiviert.

Dann gibts die Kommilitonen, und es ist zwar kein netter Charakterzug der Menschen, aber man beurteilt die Anderen ständig. Wenn man jetzt einen Nachbar hat, den man nun nicht für überragend intelligent hält, aber sieht wie der Übungsaufgaben knackt, bei denen man selbst Probleme hat, dann ist man angefressen. Mit dieser Motivation "Das kann doch nicht sein, dass DER das kann" sitzt man dann selber bis spät in die Nacht an diesen Aufgaben, bis es klappt!!

Jetzt stelle man sich die Situation als Fernstudent vor. Man sitzt im eigenen Zimmer. Psychologen nennen das auch die Komfortzone. Man hat alles griffbereit: Essen, Trinken, Fernseher, Toilette, Telefon usw. usw. KEIN Gruppenzwang, keine Gefahr sich zu blamieren, keine Kollegen die viel besser sind als DU. Kein Prof. der plötzlich hinter Dir auftaucht und mal kurz nachfragt, ob Du diesen Lösungsansatz wirklich ernst meinst.

Kann es gleichwertig sein?? Präsens und Fernstudium?

Ein Zweifler

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Ich sehe nicht ganz, was das mit der Gleichwertigkeit zu tun hat. Es ist doch eher eine Motivationssache, oder? Dass es in einem Fernstudium schwieriger ist, sich zu motivieren, ist wohl so. Aber die Klausur, die zählt, die muss man als Fernstudent auch schreiben, mit dem gleichen Druck usw. Da rächt es sich dann eben, wenn man es vorher auf die leichte Schulter genommen hat. Die Gleichwertigkeit wird durch die Schwierigkeit der Prüfung gegeben und nicht dadurch, dass man vorher mehr Zwang hat - höchsten könnte sich das in die andere Richtung auswirken, also Fernstudium höher angesehen.

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Hallo Olaf,

warum musst Du das Studium als Fernstudium fortsetzen?

Nach Deinen Ausführungen kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum ein Fernstudium nicht seriös sein soll.

Du zeigst allenfalls auf, dass Du der Meinung bist, dass der Druck im Fernstudium nicht so groß sei, wie im Präsenzstudium.

Ich meine, dass es ein anderer Druck ist. Die allermeisten Fernstudenten machen das Fernstudium neben ihrem Job. Außerdem sind die meisten Fernhochschulen privat und kosten jeden Monat eine Menge Geld. Wenn ich also jeden Monat fast meine gesamte Freizeit opfere und einen guten Teil meines Einkommens, dann erzeugt das schon einen gewissen Druck, die Sache auch durchzuziehen.

Also eher ein innerer Druck, der nicht so sehr aus dem von Dir geschilderten Konkurrenz-Gedanken entsteht. Im übrigen habe ich im Fernstudium oft - trotz der wenigen Zeit - echte Unterstützung unter den Kommilitonen erlebt. In einer Konkurrenzsituation habe ich mich nie gesehen. Vielleicht gerade weil man sich nur zu den wenigen Präsenzen sieht - und da auch oft verschiedene Leute.

Fazit: Meine Meinung: Nicht weniger Druck - aber anderer.

Viele Grüße

Markus


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Ok. o.k. Einwand verstanden. Mit "gleichwertig" frag ich mich ob die Klausuren im Fernstudiengang nicht irgendwie entschärft sein müssen? Sicher, dann gäbe es keine Akkreditierung des Studienganges. Aber gleichzeitig sollen ja so viele Fernstudenten bei den Klausuren erfolgreich sein. (Hab ich gelesen).

Wie macht man das nur, wenn man nicht das verblüffte Gesicht des Profs vor Augen hat, der einen zuerst zu den Nieten gerechnet hat, und dann sieht : "UUPS, es geht ja doch, wie hat DER das gemacht?"

Das hab ich genau so erlebt und es war eine große Motivation. (Im Praktikum)

Der Herr Prof. glaubte ich hätte das Programmfragment irgendwie geklaut, aber musste feststellen, dass dem nicht so war, und musste dann fragen: "Und wie hast Du das jetzt gemacht?"

Es ist also richtig, dass ich von Motivation rede, aber die ist doch irgendwie entscheidend?

Gruß

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Es ist also richtig, dass ich von Motivation rede, aber die ist doch irgendwie entscheidend?

Doch, die ist entscheidend. Ich habe nur versucht deutlich zu machen, dass es zur Motivation mehrere Wege gibt.

Um es noch etwas mehr auf die Spitze zu treiben: Ich glaube, dass Fernstudenten aus den geschilderten Gründen oft mehr motiviert sind als an Präsenzhochschulen.

Oft sind die Studenten schon voll im Beruf und froh, dass sie überhaupt noch die Chance haben, ein akademisches Studium zu machen, da sie auf finanziellen oder sonstigen Gründen aus dem Berufsleben nicht mehr raus können. Auch sind sie meist schon älter und haben ggf. eine größere Reife.

Und die Verlockungen/Ablenkungen eines realen Campus (Partys, Mädchen, etc.) fallen halt weg.

Viele Grüße

Markus


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Also warum muss ich das Studium als Fertnstudium fortsetzen?

1. War ich im Diplom-Studiengang, der ist weg, jetzt gibts es die Junggesellen der Wissenschaft. (Bachelor of sience) Der Titel ist mir unsympathisch, an der Fern FH gibts aber das Diplom weiterhin.

2. Durch Wechsel der Prüfungsordnung sind meine "Schein"lücken immer grösser geworden, statt kleiner.

Aber zum Thema Ablenkung: Partys kanns ja manchmal auf dem Campus geben, in die Verlegenheit durch Mädchen "abgelenkt" zu werden wird man als Informatiker eh nicht so oft kommen. Es gibt nur wenige bis gar keine :-)

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Aber gleichzeitig sollen ja so viele Fernstudenten bei den Klausuren erfolgreich sein. (Hab ich gelesen).

Ich weiß nicht, woher das stammt, aber im allgemeinen redet man weniger über einzelne Klausuren (da gibt es gerade in Mathe etc. aber auch viele durchfaller), sondern über Abbrecher insgesamt. Und da gibt es genug, auch bei den privaten (auch wenn die es nicht so deutlich sagen). Und wenn nur ein Drittel oder weniger das Studium abschließen, kann es so ganz mit Links nicht zu machen sein.

Wie macht man das nur, wenn man nicht das verblüffte Gesicht des Profs vor Augen hat, der einen zuerst zu den Nieten gerechnet hat, und dann sieht : "UUPS, es geht ja doch, wie hat DER das gemacht?"

Derartige persönliche Motivationserlebnisse dürften auch beim Präsenzstudium eher zu den Ausnahemn zählen.

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Derartige persönliche Motivationserlebnisse dürften auch beim Präsenzstudium eher zu den Ausnahemn zählen.

Sicher an der Uni, an der FH im Fachbereich Informatik sind Praktika an der Tagesordnung. Da hat man schon mal den Prof. Auge in Auge.

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Sicher an der Uni, an der FH im Fachbereich Informatik sind Praktika an der Tagesordnung. Da hat man schon mal den Prof. Auge in Auge.

Naja, Übungen gibt es an Unis auch, die aber natürlich z. T. von Mitarbeitern betreut werden. Im allgemeinen pflegen die aber einen professionellen Umgang mit den Studenten und geben den Letuen nicht zu merken, wenn sie jemanden zu den Nieten rechnen.

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gut! an der FH-Darmstadt (Jetzt Hochschule Darmstadt)

gabs aber unprofessionelle Professoren (was für ein Widerspruch!)

die genau das taten. Jener, den ich meine, hätte mich auch gleich mit "Herr Niete" ansprechen können. Man will keine Namen nennen, aber es war so...

Gruß

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