chillie

Weiterbilden im Bereich BWL

17 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

ich bin auf dieses sehr interessante Board gestossen, da ich aktuell über meine Weiterentwicklungsmöglichkeiten intensiv nachdenke.

Ich bin ausgebildeter Industriekaufmann und habe in den verschiedenen Bereichen schon Erfahrungen sammeln können. Ende letzten Jahres konnte ich eine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt (IHK) ziemlich erfolgreich abschließen.

Grundsätzlich war mein Wunsch bisher möglichst kurzfristig einen Betriebswirt (IHK) draufzusetzen. Dieser Kurs findet nun leider nicht zeitnah statt, also habe ich mich erstmal mit den Möglichkeiten die mir offen stehen auseinandergesetzt und bin nach einigen Umwegen auch an die Möglichkeit eines Fernstudiums gekommen.

Tatsächlich interessiert mich diese Möglichkeit doch stark, denn die Akzeptanz des Fachwirtes ist für mich ausserhalb des standard Sachbearbeiteraufgabengebietes ziemlich fragwürdig - die Anerkennung des BW IHK für das weiterkommen ist seeeehr stark abhängig was für einen HR-Mensch man vor sich sitzen hat. Daneben weht mir in meinem Job doch der Wind entgegen, das es Absolventen nunmal leichter haben die "interessanten" Stellen zu besetzen.

Zuerst zog ich die Möglichkeit ein Studium über die FOM abzuwickeln in betracht, allerdings würde dies eine Anfahrt von ca. 90km (1 Std.) bedeuten, ein Zeit- und Kostenfaktor, der zu den Studiengebühren noch dazukommt.

Obwohl ich mit einem Business-English-Kurs bei ILS ziemlich schlechte Erfarhungen gemacht habe (ok, ist auch 4 Jahre her in denen ich wohl auch um einiges "reifer" geworden bin ;-) ) wollte ich mich mit Fernstudium nicht so recht befassen.

Aber praktisch gesehen wäre es für meine beruflichen Ziele wohl ein guter Schlüssel, da es für mich einfach nicht in frage kommt, das Arbeiten aufzuhören um Abi/FH-Reife nachzuholen und an einem Präsenzstudium teilzunehmen (der tatsächliche Kostenfaktor hierfür ist aus meiner Sicht mit den 12.000 EUR für ein Fernstudium nicht zu decken).

Generell würde ich wenn es noch möglich wäre ein Diplom Studium im Bereich BWL beginnen, da ich meine persönlichen Schwerpunkte nicht international sehe ... zudem bin ich pers. gerne offen für mehrere Möglichkeiten, aus diesem Grund habe ich mich auch bei meiner Weiterbildung für den Generalisten unter den Fachwirten entschieden.

Nun aber meine Frage, neben der FOM, welche ich aus o.g. Gründen eher hinten anstelle (starke Belastung bei 2-3 Vorlesungen pro Woche, ohne überhaupt etwas gelernt zu haben), und AKAD - welche mich eigentlich ziemlich überzeugt haben bezüglich des Studienangebotes... welche Fern-FH bieten noch die Möglichkeit an einen entsprechenden Studiengang zu besuchen?

Meine nächste Frage ist, wie realistisch sind die Regelstudienzeiten der Anbieter bzw. welche durchschnittliche Lerndauer muss hierfür investiert werden?

Ich bin arg verunsichert von Berichten aus dem Netz die von 80% Abbrecherquoten berichten und Lernaufwand von mind. 40Std. pro Woche ???

Wie ist generell ein Fernstudium strukturiert? Da es ja normalerweise möglichst flexible sein sollte kann ich mir gut vorstellen, das es keine festen Semester gibt, sprich jeder Student ist selbst dafür verantwortlich wann er seine Prüfungsleistungen erbringt? Ist das korrekt so, oder gibt es hier von Anbieter zu Anbieter unterschiede?

Sicher viele Fragen und Gedanken, ich würde mich aber dennoch über einen kleinen Gedankenaustausch freuen, wer möchte schließlich nicht einen derartig großen Schritt unbedacht tun ;)

vielen Dank schonmal im voraus

mfg

Daniel

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Hallo Daniel,

willkommen bei Fernstudium-Infos.de.

Ich werde mich bemühen, zumindest auf einige der von Dir genannten Punkte einzugehen und denke, dass Andere auch noch etwas beitragen werden.

Zunächst: Sowohl den Betriebswirt IHK als auch den staatlich geprüften Betriebswirt könntest Du auch im Fernstudium erwerben.

Aber wie ich Dich verstanden habe, möchtest Du ja eher ein akademisches Fernstudium absolvieren. Für den Bereich BWL findest Du alle mir bekannten Anbieter hier:

http://www.fernstudium-infos.de/studiengaenge/3206-betriebswirtschaft.html

Wenn der wöchentliche Aufwand für ein nebenberufliches Fernstudium 40 Stunden betragen würde, hätte wohl fast keiner eine Chance. 80 Stunden ist selbst für ganz Harte etwas viel.

Realistisch ist ein wöchentlicher Zeitaufwand von durchschnittlich 15-20 Stunden - das aber auch durchgängig das ganze Jahr.

Über die Abbrecherquoten geistern viele Zahlen durch das Netz und auch durch dieses Forum. Das liegt wohl mit daran, dass die Anbieter mit solchen Zahlen sehr zurückhaltend sind.

Fast wichtiger als die Quote sind aber meiner Meinung nach die Gründe. Und die liegen in den wenigsten Fällen in fachlicher Überforderung, sondern eher darin, dass sich persönliche Umstände ändern (neuer Job, neue Freundin, Krankheit etc.), welche die Prioritäten weg vom Studium setzen. Und einige kommen auch mit der Methode ohne feste Termine und dem vorwiegend schriftlichen Lernmaterial nicht zurecht.

Wie flexibel hinsichtlich Prüfungsterminen etc. das Studium ist kommt in der Tat auf den Anbieter an. Bei manchen kannst Du die Prüfungen alle paar Wochen ablegen, bei anderen vergleichbar zum Präsenzstudium auch nur einmal pro Semester.

Viele Grüße

Markus


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Danke auf jeden Fall schonmal für die ersten Rückmeldungen.

Aktuell habe ich nur Infomaterial der FOM hier und warte gespannt auf die restlichen Kandidaten.

Vom ersten Eindruck her erwecken eigentlich nur diese beiden Anbieter den Eindruck, den ich mir wünsche. Wobei meine Präferenz für ein Diplom (aus o.g. Gründen) eher für AKAD sprechen würde.

Die Entscheidung fällt aber sicherlich anhand der Methodik - es gibt ja demnach auch die gesetzliche Grundlage die Studienunterlagen zur Probe zu erhalten, was ich sicherlich gerne wahrnehmen möchte.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt und trotz der vielen vielen Meinungen (die meisten wohl auch aus Unwissenheit heraus sehr pauschal) ziemlich positiv dieser Möglichkeit des Lernenes gestimmt. 15-20 Std. sind sicher kein Zuckerschlecken - wenn ich allerdings daran denke das mich mein Fachwirt in Präsenz alleine ca. 10 Std. Zeit pro Woche gekostet hat durch die An- und Abfahrt, dazu aber noch "Lernzeit" kommt, relativiert es sich doch etwas und ich persönlich habe einen Anhaltspunkt wo ich genau die "durchschnittliche" Belastung einordnen kann.

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Die Entscheidung fällt aber sicherlich anhand der Methodik - es gibt ja demnach auch die gesetzliche Grundlage die Studienunterlagen zur Probe zu erhalten, was ich sicherlich gerne wahrnehmen möchte.

Du hast eine mindestens zwei-wöchige Probezeit (von vielen Anbietern freiwillig eine längere), in der Du erste Materialien bekommst - aber nicht die kompletten Studienunterlagen. Vermutlich hast Du dies auch so gemeint - ich wollte es nur nochmal ganz deutlich machen.

Viele Grüße

Markus


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Hallo Daniel,

die Diploma/FH Nordhessen bietet auch einen BWL-Studiengang an. Dort werden im Durchschnitt 2 Vorlesungen im Monat angeboten (jeweils Samstags).

Das Studium ist schon flexibel. Es werden zwar je Semester fest geplante Prüfungsleistungen, basierend auf den im Semester stattgefundenen Vorlesungsinhalten, angeboten, doch besteht keine Teilnahmeverpflichtung, so dass jeder Student Prüfungsleistungen nachholen oder auch vorziehen kann.

Mehr unter www.fernstudium-infos.de/diploma

und unter www.diploma.de


Viele Grüße

Dr. Holger Schwarz

Lehrbeauftragter an der Diploma/Mannheim und SRH/Heidelberg,

Dozent an der IHK/Darmstadt

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Hallo,

ich studiere seit letztem Jahr an der Euro-FH Europäische BWL (Abschluss Bachelor) und bin davon sehr überzeugt und begeistert. Meine Erfahrungen findest Du auch in meinem Blog unter http://eurofh.wordpress.com. Es ist schwierig den zeitlichen Aufwand pro Woche einzuschätzen, aber ich würde sagen, dass ich weniger als 15 Stunden pro Woche investiere.

Ich hatte damals auch die Euro-FH und die AKAD auf meiner ‚Shortlist’ und mich im Endeffekt für die Euro-FH entschieden wegen dem internationalen Bezug (Auslandssseminar, Englisch) sowie der Flexibilität (wenig Seminartermine, monatliche Klausurtermine) und dem Schwerpunkt Marketing.

Herzliche Grüße aus Berlin,

Manuela

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Habe nun alle Unterlagen der AKAD und der HFH hier - liest sich alles interessant, aber irgendwie ist mir der Auftritt der AKAD etwas sympathischer.

Auch wenn mir das Konzept mit festen Semestern der HFH gut gefällt, aber schon der Anfang ist schwer, da ich in diesem Monat heiraten werde und noch viel zu tun habe, steht die Entscheidung über ein Fernstudium erst danach an, und müsste dann im Frühjahr anfangen.

Generell reizt mich auch eindeutig der Diplom-Studiengang der AKAD - durch meine Fachwirtausbildung wäre ein sofortiger Studienbeginn in Stuttgart möglich.

Wenn ich es korrekt verstanden habe ist das Grundstudium in Pinneberg für nicht Abiturienten ja die "Aufnahmeprüfung" - erst danach wird man in das Hauptstudium nahtlos übernommen.

Die Frage die sich mir hier stellt ist, ob dann die Prüfungsleistungen (Credits) überhaupt als richtiges Studium anerkannt werden würden - in diesem Fall würde ich lieber die 3 Kurse für das Propädeutikum in Stuttgart zusätzlich belegen.

Auf jedenfall geht alles in eine sehr entscheidende Phase, die nächsten 2 Wochen werde ich die Heftchen nochmal weglegen, aber nach meiner Hochzeit will ich Weichen stellen, egal wie die Entscheidung nun ausfällt :)

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Wie sicher einige Interessenten stehe ich doch vor der Frage Bachelor oder nicht - auch wenn ein Diplom sicher eine handfeste Geschichte ist, die wohl gerade von den zukünftigen Personalentscheidern (wohl für die nächsten 10-15 Jahre noch Leute, die selbst eher etwas mit einem Diplom zu tun haben) wird sicher noch ein großer Unterschied gewertet.

Der Bachelor steht ja auch eindeutig unter dem Diplom - allerdings finde ich die Idee (als Praktiker) irgendwie doch nicht ganz uninteressant.

Schwierig schwierig ;)

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Hallo chillie,

wenn ich mich zwischen dem Bachelor und dem Diplom entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich den Diplomstudiengang wählen.

Im Diplomstudiengang der AKAD hast du viel mehr Wahlmöglichkeiten im Hauptstudium und kannst somit hier viel besser vertiefen als beim Bachelor.

Das liegt natürlich an der kürzeren Studiendauer. Natürlich gibt es viel mehr Argumente zum Thema “Bachelor oder Diplom“.

Wenn du dein Studium in Pinneberg anfangen solltest, kannst du nach dem Grundstudium nach Stuttgart transmatrikulieren. Diese Möglichkeit nutzen einige Studenten.

Schönen Gruß

Matthias

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Hi du!

wie oben angesprochen. Falls du dich noch nicht entscheiden möchtest, ist denk ich die Alternative Euro-Fh evtl. was für dich. Da kannst du beides in einem "Aufwasch" erledigen.

glg


Abschluss 2010 Euro-FH zur Dipl. Kauffrau (FH)

Sonderstudium Technik HFH

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